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 Betreff des Beitrags: Re: Das Leben danach
BeitragVerfasst: 17. Jul 2020, 22:28 

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Hallo
Heute war ich wieder bei meiner Therapeutin. Wir haben fast die ganze Zeit gelacht. Wir haben über die Ziele meiner Therapie gesprochen, und welche davon wir schon erreicht haben.
Bei Carolas und Maries Beerdigung sagte mir ein befreundeter Priester den Satz,“Irgendwann wird der Tag kommen, an dem es nicht mehr so weh tut, an sie zu denken,“ Dieser Tag ist vorbei, und ich habe nicht gemerkt, das er da war. Es fällt mir jetzt viel leichter an die Beiden zu denken, ohne gleich in Tränen auszubrechen. Sie sind jetzt ein sehr wertvoller Teil meiner Erinnerungen, und werden für immer in meinem Herzen bleiben, aber es tut nicht mehr so weh, wie die ganzen Jahre vorher. Auch mit dem Tod meiner Mutter habe ich abschließen können, und habe eingesehen, das ich ihr, in ihrer Verzweiflung nicht helfen konnte. Auch ihr Tod hat mich lange Jahre belastet. 18 Monate Therapie haben mir die Augen geöffnet, und lassen mir meine Vergangenheit jetzt in einem ganz anderen, freundlicherem Licht erscheinen.

Peter

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Ich wollte nie erwachsen sein, hab immer mich zur Wehr gesetzt. Von außen wurd ich hart wie Stein, und doch hat man mich oft verletzt (Nessaja P. Maffay=


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Das Leben danach
BeitragVerfasst: 18. Jul 2020, 11:32 

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Peter das freut mich für dich. Du hast viel durchgemacht und bist jetzt auf einem guten Weg, dass auch du das Leben noch genießen kannst. Und das hast du dir auch verdient. Wie alle anderen hier.
Ich denke, dass dem einen oder anderen deine Geschichte sehr hilfreich sein kann, da es ein Zeichrn dafür ist, dass man durchaus aus der Depression raus kommen kann oder zumindest lernen kann gut damit zu leben.
Uch wünsche dir weiterhin, dass es so bleibt für dich und du vielleicht die eine oder andere Reise nach Italien machen kannst. Im Herbst gibt es doch bestimmt einen Fortsetzungskurs für italienisch.
LG Marlene


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Das Leben danach
BeitragVerfasst: 18. Jul 2020, 15:00 

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Hallo
Genau das ist der Grund, warum ich hier noch schreibe. Ich möchte den Leuten, vor allem, den Neuen Usern, hier im Forum zeigen, das es auch Wege aus der Depression heraus gibt. Manchen älteren Usern mag das auf den Senkel gehen, aber wenn nur einer von den Lesern meinem Beispiel folgt, und dadurch ein besseres Leben hat, habe ich, so wie ich glaube, ein gutes Werk getan. Ich will mich dadurch nicht Profilieren, aber ich weiß noch, wie es mir ging, als ich mich hier angemeldet habe, und dankbar war, für jeden Funken Hoffnung, den ich hier gefunden habe. Viele User haben mir hier Mut zugesprochen, allen voran, eine Frau, die in Dortmund geboren wurde, Bittchen. Sie hat mich an ihrer Geschichte Teil haben lassen, und mir dadurch gezeigt, das andere Menschen noch viel mehr traumatische Erlebnisse hatten, als ich, und gelernt haben besser damit umzugehen. Daran habe ich mir ein Beispiel genommen, und jetzt geht es mir wesentlich besser, als vor zwei Jahren. Das habe ich nicht nur Bittchen zu verdanken, sondern auch vielen anderen Usern dieses Forums, und meinem Umfeld.

Alles Gute und Schöne Peter

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Leben danach
BeitragVerfasst: 18. Jul 2020, 16:03 

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Lieber Peter,da bin ich ganz deiner Meinung. Wie du sagst, es hilft doch dem einen oder anderen Mut zu fassen und zu versuchen einen Weg aus der Depression zu suchen.
Du kannst das gerne als eine Art ehrenamtliche Tätigkeit im virtuellen Raum betrachten.
Und ich denke es ist neben deinen Soaziergängen mit Chilli und italienisch lernen doch eine sinnvolle Tätigkeit. Und gerade Struktur ist doch für ins wichtig.
LG Marlene


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Das Leben danach
BeitragVerfasst: 19. Jul 2020, 08:23 

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Hallo Peter,

ich habe mal wieder einen Fernsehtipp für Dich, sofern Du nicht gestern schon selbst darauf gestoßen bist. Bei 3SAT kam ein Zusammenschnitt der Welttournee von Pavarotti, Carreras und Domingo aus dem Jahr 1990. Die Sendung hieß "Die drei Tenöre – ihre verschollenen Konzerte". War wunderbar – tolle Arien, z. B. "Nessun dorma", was als Paradearie von Pavarotti bezeichnet wurde, und Terzette von bekannten Werken, z. B. "New York, New York", "I Did It My Way" usw. usf. Ist bestimmt in der Mediathek zu finden.

LG
avelarte

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Ein Optimist denkt genauso einseitig wie ein Pessimist, nur lebt er froher. (A. Lassen)


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Das Leben danach
BeitragVerfasst: 23. Jul 2020, 12:30 

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Hallo
Avelarte, vielen Dank für den Tipp.
Gestern war ich wieder in der Schule. Zum ersten mal konnte ich mich eineinhalb Stunden voll konzentrieren. Jetzt kann ich sogar im Restaurant il cibo, (das Essen) auf italienisch bestellen, auch für meine Gäste.
Meine Thera hat Urlaub. Vier Wochen muss ich jetzt auf das nächste Gespräch warten. Zuerst hatte ich ein mulmiges Gefühl im Bauch, aber das war am nächsten Tag verschwunden. Es ist eigentlich ein guter Versuch, um mich von der Frau abzunabeln, denn irgendwann ist die Therapie vorbei, und ich sollte dann, im Idealfall, ohne Thera klar kommen. Lissy meint, das meine Therapie verlängert werden sollte, also habe ich mit der Thera, die auch meint, das ich keine Verlängerung brauche, vereinbart, das Lissy an einer der nächsten Stunden teil nimmt, um mit der Thera darüber zu reden. Ich will es mir mit keiner von beiden verderben, darum gebe ich keiner recht. Sollen sie es unter sich ausmachen. Wenn zwei Alpha Weibchen sich streiten, hält der kluge Mann sich raus.

Alles Gute und Schöne Peter

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Leben danach
BeitragVerfasst: 23. Jul 2020, 13:12 

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Deine Therapeutin und Deine gesetzliche Betreuerin entscheiden für dich, ob du noch Therapie brauchst?
Vero?


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Das Leben danach
BeitragVerfasst: 23. Jul 2020, 16:26 

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Hallo Ein Sonnenschein
Es tut mir leid, das du die Ironie meiner letzten Sätze nicht verstanden hast.
Con Piacere Pietro

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Leben danach
BeitragVerfasst: 25. Jul 2020, 22:04 

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Hallo
Wenn ich die Zeitung lese, oder Nachrichten höre, könnte ich direkt depressiv werden, bei dem ganzen Elend, das wir Menschen uns selbst bereiten. Gut, das ich gelernt habe, äußere Einflüsse nicht mehr so nah an mich heran zu lassen, sondern mich mehr auf mein eigenes Leben zu konzentrieren. Ich habe aufgegeben, die Welt verändern zu wollen, weil ich jetzt erst mal an mich denke. Wie kann ich mir was gutes tun? Ich ziehe mich aufs Altenteil zurück, und schau mir von dort aus an, wie die jüngeren Menschen die Welt verändern. Werden sie es besser machen, als meine Generation? Jedenfalls haben unsere Eltern und wir es geschafft, 75 Jahre keinen Krieg zu führen. Werde ich die hundert noch erleben ? Ich hoffe, JA, denn ich möchte bekanntlich gerne die Rentenversicherung noch 30 bis 40 Jahre ärgern.
Depressionen kann ich dabei nicht gebrauchen, sie haben mir schon viel zu viele Jahre meines Lebens gestohlen. Von jetzt an wird gelebt, so wie ich es will, dabei lasse ich mich nicht von so einer besch.... Störung aufhalten.

Alles Gute und Schöne Peter :!:

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Leben danach
BeitragVerfasst: 26. Jul 2020, 15:44 

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Hallo Peter1,

Ich kenne das auch sehr gut, wenn man die Zeitung durchgelesen hat, könnte man denken, alles ist schlecht, alles ist negativ, überall wo man hinschaut gibt es Probleme und Leid.
"Only bad news are good news." So ist das leider!

Ich wünsche dir in deinem Leben viel Zufriedenheit und alles Schöne .
LG Jupiter

Zuerst wollte ich das Leben erobern,
aber es besiegte mich.
Dann versuchte ich das Leben zu ergründen,
aber ich verlor mich in seiner Unendlichkeit.
Schließlich meinte ich,
man müsste das Leben sorgfältig einteilen,
aber es entzog sich mir.
Dann endlich, zögernd und unbeholfen,
versuchte ich, das Leben zu lieben.
Da umarmte es mich
mit überwältigender Freude!

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Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.
Rainer Maria Rilke


Zuletzt geändert von Jupiter19 am 26. Jul 2020, 17:20, insgesamt 2-mal geändert.

 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Das Leben danach
BeitragVerfasst: 26. Jul 2020, 16:30 

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Hallo Peter,

Ich hab mal kurz hier gestöbert, nur die letzten Beiträge.
Es ist echt erstaunlich welche Fortschritte du gemacht hast. Hut ab! Ob nun weiter Therapie statt finden soll oder nicht, denke ich, wird daran liegen, wie stabil du jetzt bist. Das kannst du vielleicht am besten beurteilen.
Aber die Thera kann das natürlich auch einschätzen.
Mein damaliger Therapeut sagte mir bei der letzten Sitzung, ich solle in mich gehen und überlegen, ob die Stunden gereicht haben, oder ob ich noch Bedarf habe, dann machen wir eine kleine Pause und beantragen neu....Ich hatte es dann ohne versucht.
Die “richtige“ Arbeit an mir selbst, hatte dann erst so richtig angefangen...anders Denken, positives Einbauen, schlechtes nicht mehr so nah an sich ran laSen ( wie du auch sagst ) und mit neuem Verletzungen anders umgehen....mich nicht mehr vergleichen ( war auch hart ).

Ein guter Satz ist mir vorhin beim Lesen deines Posting aufgefallen.
Jetzt wird gelebt, oder so ähnlich. Cool!! Gute Einstellung.

Liebe Grüße,Aurelia


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Das Leben danach
BeitragVerfasst: 26. Jul 2020, 16:34 

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Hallöchen an Jupiter,

Das Grün geschriebene finde ich klasse!!
Und auf deine Frage was genießen für andere bedeutet, hier meine Antwort: kleinste Dinge lernen zu genießen, wahr nehmen, aufsaugen mit allen Sinnen, eine Blume, eine Melodie, ein Blick, ein Lächeln etc. Trotz großem Leid, oder gerade deshalb....

LG Aurelia


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Das Leben danach
BeitragVerfasst: 26. Jul 2020, 17:23 

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Ja, liebe Aurelia,
du hast Recht. Schon deine Nachricht stimmt mich fröhlich.
LG Jupiter

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Leben danach
BeitragVerfasst: 26. Jul 2020, 17:46 

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Hallo
Schwere Zeiten haben auch ihre guten Seiten,
denn sie zeigen dir deutlich auf,
auf wen du dich bedingungslos verlassen kannst.
unbek.
Peter

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Leben danach
BeitragVerfasst: 28. Jul 2020, 21:01 

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Hallo Aurelia hallo Jupiter
Vielen Dank für eure Worte. Sie zeigen mir, das hier im Forum mehr Menschen so denken wie ich. Ich dachte, meine ganze Weltanschauung hätte sich durch die Therapie geändert, aber das stimmt nicht. In Wirklichkeit war ich schon immer so, wie ich jetzt bin, es wurde nur durch meine Erziehung, und das zusammen leben mit meiner Herkunftsfamilie versteckt, und ich war nicht in der Lage, mein eigenes Wesen zu zeigen. In der Zeit mit Carola ist mein wahres Wesen kurz zum Vorschein gekommen, aber danach habe ich wieder die Anschauungen übernommen, die ich als Kind gelernt habe. Erst jetzt, nach der Therapie, bin ich der Mensch geworden, der ich immer sein wollte. Ich glaube, wenn meine Mutter mich jetzt sehen könnte, wäre sie stolz auf ihren „kleinen Prinzen.“

Alles Gute und Schöne Peter

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Leben danach
BeitragVerfasst: 28. Jul 2020, 22:47 

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Hallo Peter,
das ist doch schön dass du jetzt in
d e i n e m Leben angekommen bist. Noch ist es nicht zu spät und du hast noch viele Jahre, wo du das auch genießen kannst, was dir Freude macht.
Ich fühle mich zur Zeit auch richtig wohl, meine Stimmung ist ausgeglichen und ich kann wieder lachen , das ist doch schön.
Haus und Gartenarbeit macht mir wieder Spaß, auch wenn alles länger dauert wie früher. Ich bin für mich jetzt auch mal optimistisch und sage mir, dass ich die nächste Depression die mich erhaschen will in die Schranken weisen werde.
LG Marlene


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Das Leben danach
BeitragVerfasst: 29. Jul 2020, 13:47 

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Hallo “kleiner Prinz“....

Ja, deine Mutti kann stolz sein auf dich.!! Sei du es auch. Du hast viel erreicht.
Du hast vollkommen recht, das wahre Wesen muss ausgelebt werden dürfen, sonst wird man krank.
Manche Menschen.hindern einen daran, warum auch immer, ich werde es nie begreifen können.

Alles Liebe Dir, Aurelia

Liebe Marlene,

Deine Berichte sind für mich immer lesenswert und motivierend. Danke dafür.

Herzlichst, Aurelia


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Das Leben danach
BeitragVerfasst: 29. Jul 2020, 14:35 

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Liebe Aurelia,
es freut mich so sehr,dass es dir zumindest wieder ein bisschen besser geht und du hier wieder ein bisserl lesen kannst. Du hast da wirklich verdient. Das kümmern um deinen Mann kostet ja auch Kraft,da entlastet dich die Betreuung hoffentlich entsprechend.
Ich gebe gerne meine Erfahrungen weiter in der Ho, dass sie für andere nützlich sind.
LG Marlene


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Das Leben danach
BeitragVerfasst: 30. Jul 2020, 12:10 

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Hallo
Zuerst möchte ich mich für eure guten Wünsche bedanken. Mir geht es eigentlich richtig gut. Natürlich kommen immer wieder Momente, in denen die Depression wieder mal versucht, mich zu überraschen. Aber ich habe ja in der Therapie gelernt, wie ich mich in solchen Momenten zu verhalten habe, und das klappt zur Zeit ganz gut. Das Morgentief wird auch immer kürzer. Wenn ich jetzt morgens um fünf aufwache, um ins Bad zu gehen, nehme ich meine Morgenmedikation, und leg mich wieder ins Bett. Wenn ich dann um neun oder zehn Uhr aufwache, habe ich das Tief verschlafen, auch so kann man die Depression überlisten.
Für mich ist eigentlich das Wichtigste,das aufrecht erhalten meiner Tages Struktur. Essen zu festen Zeiten, Spaziergänge mit Chilly, putzen, einkaufen, am besten alles zu festen Zeiten. Natürlich gehören auch die Pausen dazu, sie sind nicht an feste Zeiten gebunden, sondern werden gemacht, wenn mein Kopf sagt Halt.
So hoffe ich, einem Rückfall entgegen zu wirken.

Alles Gute und Schöne Peter

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Leben danach
BeitragVerfasst: 30. Jul 2020, 14:04 

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Peter1 hat geschrieben:
Hallo Aurelia hallo Jupiter
Vielen Dank für eure Worte. Sie zeigen mir, das hier im Forum mehr Menschen so denken wie ich. Ich dachte, meine ganze Weltanschauung hätte sich durch die Therapie geändert, aber das stimmt nicht. In Wirklichkeit war ich schon immer so, wie ich jetzt bin, es wurde nur durch meine Erziehung, und das zusammen leben mit meiner Herkunftsfamilie versteckt, und ich war nicht in der Lage, mein eigenes Wesen zu zeigen. In der Zeit mit Carola ist mein wahres Wesen kurz zum Vorschein gekommen, aber danach habe ich wieder die Anschauungen übernommen, die ich als Kind gelernt habe. Erst jetzt, nach der Therapie, bin ich der Mensch geworden, der ich immer sein wollte. Ich glaube, wenn meine Mutter mich jetzt sehen könnte, wäre sie stolz auf ihren „kleinen Prinzen.“

Alles Gute und Schöne Peter

Hallo zusammen!
@Peter1
Ich finde es wunderbar, dass du die Erkenntnis für dich gewonnen hast, dass du dein eigenes Wesen gefunden hast, und dass du jetzt so leben kannst, wie du im Verborgenen schon immer sein und leben wolltest. Es ist unerhört wichtig im Leben, so zu leben wie man wirklich ist, so, wie das LEBEN dich gewollt hat.
LG Jupiter
Wagen Sie es, den Mut zu haben, das zu sein, was Sie wirklich sind.
Zitat meines verstorbenen Lehrers

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Leben danach
BeitragVerfasst: 31. Jul 2020, 13:13 

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Hallo
Endlich ist das Geld für meine Pflegerin gekommen. Gleich für drei Monate. Es hat zwei Monate gedauert, bis Lissy der Pflegeversicherung klar gemacht hatte, das die Pflege nicht vom Pflegedienst gemacht wird, der bei mir fürs putzen zuständig ist, sondern von einer guten Bekannten. Jetzt haben sie für die letzten zwei Monate nachgezahlt, und für den August auch gleich. Ich war richtig überrascht, als ich mit einem mal 1000 Euro zu viel auf meinem Konto hatte.
Die Frau wird sich freuen, denn sie hat nur eine Rente von 800 Euro. Für das Geld hilft sie mir gerne ab und zu mal. Meine Knochen und Gelenke sind auch nicht mehr die jüngsten, und knirschen und knacken jeden Morgen beim aufstehen. Aber was erzähle ich euch ?Viele von euch haben die gleichen Probleme.

Alles Gute und Schöne Peter

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Leben danach
BeitragVerfasst: 10. Aug 2020, 12:41 

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Hallo
Ich komme gerade vom einkaufen, und bin vollkommen geschafft. Das Wetter ist nichts für mich, aber wem erzähl ich das ? Freitag muss ich wieder zum Diabetologen, der wird einen Schock bekommen, wenn er meine Werte sieht. Ich ernähre mich zur Zeit überwiegend mit Obst und Mineralwasser, und ab und zu mal ein Eis. Natürlich trinke ich auch meinen Kaffee, ohne den ich nicht existieren kann.
Chilly liegt im Bad, auf den Fliesen. Sie ist total frustriert. Sie ist läufig, und die beiden Rüden, die ihr heute Morgen begegnet sind,(beide Kastriert), haben sich nicht um sie gekümmert, obwohl sie sich angeboten hat.
Psychisch geht es mir besser, als je zuvor. Nur die alten Knochen wollen nicht mehr so, wie ich möchte. Ich glaube, das ich mich langsam daran gewöhnen muss, das auch ich älter werde.
Alles Gute und Schöne Peter

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Leben danach
BeitragVerfasst: 10. Aug 2020, 13:40 

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Wie alt bist Du denn, Peter?
Ja, es ist nicht so leicht, sich mit den Gebrechen des Älterwerdens anzufreunden. Vielleicht lebt man dadurch auch bewusster und sinnvoller, eben weil man sich mehr Gedanken machen muss, was wie wann warum. Qualitatives statt quantitatives Erleben.


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Das Leben danach
BeitragVerfasst: 10. Aug 2020, 22:36 

Registriert: 20. Mär 2018, 16:39
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Hallo Peter,
ich musste gerade schmunzeln. Du schreibst psychisch geht es mir besser,aber die Knochen wollen nicht mehr so.
Das kann ich leider auch von mir sagen. Gerade nach längerem Sitzen, z.B. wenn ich so 1,5 Std. im Auto zu unserem Sohn mit Family fahre, muss es mich erst mal wieder grade strecken, dass ich gerade laufen kann. Komme mir dann vor wie meine eigene Großmutter. Wir werden halt nicht jünger.
Zum Glück hat mir der Orthopäde jetzt Schlingentisch und KG verordnet. Ist jetzt nach 2 Behandlungen minimal besser.
LG Marlene


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Das Leben danach
BeitragVerfasst: 21. Aug 2020, 10:32 

Registriert: 20. Mär 2018, 16:39
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Hallo Peter,
gibts dich hier im Forum auch noch und wie geht's dir. Vielleicht hab ich auch was überlesen, weil ich auch nicht mehr soviel lese.
Oder bist du mit Chilly und anderen Aktivitäten beschäftigt, dass du hier auch nicht mehr soviel liest.
LG Marlene


 
 
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