Notfallnummern
 

Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten   
BeitragVerfasst: 31. Okt 2020, 09:45 

Registriert: 5. Sep 2020, 12:32
Beiträge: 146
 
Offline Profil
Ich kann das aktuell nicht wirklich real empfinden. Ich will hier nicht weg. Es ist für mich eine absolute Horror Vorstellung. Ich weiß zu schätzen was ihr schreibt. Aber ich bin so am Ende. Ich will nur noch einschlafen und nicht mehr aufwachen. Seit 2 Tagen habe ich immer wieder Zuckungen im Gesicht und irgendwie fühlt sich meine Zunge ganz leicht wie gelähmt an. Ich kann manche Wörter nicht mehr richtig aussprechen. Ich weiß nicht wie ich das genau beschreiben soll. Wenn man kurz vor dem weinen ist, dann hat man so ein Gefühl am Ansatz der Zunge im Rachen. Aber ich kann nicht anfangen zu weinen. Es ist wie gelähmt.
Das ist keine Einbildung. Ich habe beim sprechen von manchen lauten wirklich Probleme.
Der Rest vom Körper ist wie tot. Ich fühle gar nichts mehr. Mein Kopf ist wie verschleiert. Nur das immer wieder diese Frau auftaucht. Ich habe den Gedanken dass ich für irgendwas büßen muss. Aber ich wollte immer nur mit allen klar kommen und ich wollte Harmonie. Jetzt gibt es nur noch Hass. Ich kann nicht mehr. Warum gibt es nicht mal einen Menschen in meinem Leben, der mir hilft?


 
 
BeitragVerfasst: 31. Okt 2020, 10:15 

Registriert: 9. Jul 2020, 08:26
Beiträge: 204
 
Offline Profil
Lieber buggybeast,

es fühlt sich furchtbar an. Man fühlt sich, als hätte man die ganze Welt gegen sich und als wäre man total verlassen und alleine und käme aus dieser Situation aus eigener Kraft auch nicht heraus und kann dann auch nicht mehr. Man ist einfach am Ende, Fenito!

Letzte Woche ging es mir zwei Tage auch so mit Grübeln, Weinen, körperlichen Beschwerden (bei mir ist es Migräne mit Erbrechen), Hoffnungslosigkeit und Resignation.

Dann habe ich mit meiner Therapeutin gesprochen (die mit den Haaren auf den Zähnen, sie ist nett und ganz wichtig, sie ist da wenn ich Hilfe brauche).

Jedenfalls handelt es sich bei all diesen Gefühlen um eine Abwärtsgrübelspirale. Die äußeren Ursachen Vermieterin, Job, Gkv usw. sind definitiv da und sie sind schlimm!
Ich habe gelernt, dass es wichtig ist das anzuerkennen.
Deine Situation ist schlimm!
Und dann, nachdem man das eine zeitlang anerkannt hat, sich zu sagen, es ist schlimm, aber es geht auch weiter und vielleicht sogar besser!

Wenn es einem schlecht geht, dann kann man gerade so nicht denken.
In dem Ding drin, sieht man keinen Ausweg!

Mir hilft es einfach mir zu sagen, es ist und war schlimm und ich bin gerade in meine Grübelschleifen - es also einfach zu bemerken.
Und das Wissen, das meine Gedanken mit meinen Gefühlen verbunden sind. Grübel ich mehre Stunden negative Gedanken, gehts mir immer schlechter.

Mehr bekomme ich noch nicht hin, finde aber, dass ist schon ein Fortschritt, kann dann das Grübeln nach einigen Tagen stoppen und dann meine äußeren und inneren Problem angehen.

Jetzt geht's Dir schlecht und das darf es auch, Du hast allen Grund dafür. Aber auch wenn Du jetzt nicht so denken kannst, es wird vorbei gehen!
LG Gartenkobold


 
 
BeitragVerfasst: 31. Okt 2020, 10:24 

Registriert: 5. Sep 2020, 12:32
Beiträge: 146
 
Offline Profil
Ich danke dir für den lieben Text, den du nur für mich geschrieben hast.
Ich habe nach dem lesen ein bisschen geweint. Ich würde so gern mal jemanden zum umarmen haben.


 
 
BeitragVerfasst: 31. Okt 2020, 12:28 

Registriert: 9. Jul 2020, 08:26
Beiträge: 204
 
Offline Profil
:-)


 
 
BeitragVerfasst: 31. Okt 2020, 12:53 

Registriert: 1. Okt 2020, 09:44
Beiträge: 130
 
Offline Profil
Hallo Buggybeast,
Dicken Drücker.
Mongolin


 
 
BeitragVerfasst: 7. Nov 2020, 21:10 

Registriert: 11. Jul 2020, 18:13
Beiträge: 280
 
Offline Profil
Hallo buggybeast, wie ist es dir mittlerweile ergangen? Sicher geht es weiter nicht gut, wo die Bedrohung des Wohnungsverlustes dazu gekommen ist, hoffentlich ist nichts weiteres passiert, weil es ja so schon gereicht hat.

LG Henrike


 
 
BeitragVerfasst: 8. Nov 2020, 10:01 

Registriert: 5. Sep 2020, 12:32
Beiträge: 146
 
Offline Profil
Guten Morgen ihr Lieben,
Ich kann aktuell gar nicht richtig beschreiben, wie es mir geht. Vielleicht fängt das venlafaxin an zu wirken. Ich nehme seit Montag 75mg. Es ist nicht so, dass ich morgens aufwache und mich auf den Tag freue oder Lust auf einen waldspaziergang habe. Wirklich was machen tue ich immer noch nicht.
Es ist eher so, als wenn ich mich tot fühle. Ausgebrannt. Keine Gefühle. Alles egal.
Ein lieber Nachbar war richtig besorgt um mich. Echt seltsam fand ich das. Die sind sonst nicht so. Er meinte, so einfach bekommen die mich nicht aus der Wohnung. Die haben ein Riesen Haus (Villa) und sind stink reich. Mein Nachbar meint, da müssten die erstmal nachweisen, warum die Tochter ausgerechnet in meine Wohnung ziehen soll. Aber mit der Macht, die solche reichen Leute haben, schaffen sie es wahrscheinlich am Ende doch.
Ansonsten spiele ich ziemlich viel Konsole. Aber mit anderen Leuten online zusammen. Das ist dann so unbeschwert. Es macht Spaß. Kein Druck, keine Verpflichtung. Einfach nur Spaß an der Sache. So müsste arbeiten sein.
Die Therapie läuft auch gut bei mir. Er ist endlich mal ein guter. Aber jetzt kommt es auch auf mich an. Er kann mir nicht Händchen halten.
Ich hoffe jeden Tag, dass bei mir mal irgendeine Motivation da ist, was zu tun. Irgendwas. Wohnung putzen, raus gehen, Garten machen. Es ist so viel liegen geblieben.

Ich wünsche euch alles erdenkliche gute und einen schönen Sonntag.

LG


 
 
BeitragVerfasst: 8. Nov 2020, 11:45 

Registriert: 21. Nov 2019, 00:23
Beiträge: 254
 
Offline Profil
Hallo buggybeast,
ich sehe es wie Gartenkobold.
Gebe bitte Venlafaxin eine Chance.
Ich nehme es auch.Es ist gut.


 
 
BeitragVerfasst: 8. Nov 2020, 12:05 

Registriert: 9. Jul 2020, 08:26
Beiträge: 204
 
Offline Profil
Lieber buggybeast,

einiges hört sich doch gut an!
Aus Deiner Wohnung bekommen sie Dich nicht so einfach raus, Du hast Unterstützung durch Deine Nachbarn und das Konsole spielen macht Dir Spaß.
Dein Therapeut ist endlich mal ein Guter und Du kommst vorwärts mit der Therapie.

Venlafaxin braucht meist zwei Wochen bis es antidepressiv wirkt, vorher wirkt es angstlösend und das recht schnell.
Die Dosis kann weit gesteigert werden. Das Optimum soll bei 150 mg liegen. Ich kenne auch Leute, die 225 mg bis 300 mg nehmen. Da hast Du noch viel Luft nach oben.
Klar bist Du gerade beim Einschleichen, ein AD soll aber auch irgendwann mal wieder abgesetzt werden. Bei Venlafaxin geht das mit der Kügelchen-Methode ganz langsam, was ja zu weniger Rückfällen führen soll.
Ich fand es sehr gut und es hat mir sehr geholfen (bis ich eine Allergie darauf entwickelte und es absetzen musste, was aber eine sehr sehr seltene Nebenwirkung ist).

LG und einen schönen Sonntag mit den beiden Kitten!


 
 
BeitragVerfasst: 8. Nov 2020, 14:46 

Registriert: 5. Sep 2020, 12:32
Beiträge: 146
 
Offline Profil
Ihr Lieben
Das könnte es sein, was ich empfinde. Vielleicht wirkt es schon angstlösend, denn so könnte man mein egal Gefühl ja auch beschreiben. Ich empfinde tatsächlich irgendwie wenig Angst. Wenn der Antrieb nach ein paar Wochen auch noch einsetzt, wäre es tatsächlich mein Mittel. Zum allerersten Mal.
Das wäre so schön.
Danke für eure Worte und noch einen schönen Abend.
LG


 
 
BeitragVerfasst: 15. Nov 2020, 20:02 

Registriert: 9. Jul 2020, 08:26
Beiträge: 204
 
Offline Profil
Lieber buggybeast,
wie geht's dir denn?
Venlafaxin nimmst Du jetzt zwei Wochen, oder. Zeigt sich ein Effekt? Wünsche es Dir so!

Ich wurde aus der Klinik entlassen und war erst mal ziemlich Matsch, auch von der Fahrt.
Nun versuche ich regelmäßig etwas mit Freunden und Bekannten zu unternehmen, denn in der Klinik habe ich erfahren wie wichtig soziale Kontakte sind.
Dannach bin ich allerdings auch völlig fertig und der Tag ist gelaufen, doch mir gehts nicht elend, ich bin einfach nur müde und muss schlafen.

In der Klinik haben sie angeregt, ich soll mir ein Haustier anschaffen, zu dem man eine Bindung aufbauen kann.
Nun schwanke ich zwischen Katze oder Hund.
Du würdest bestimmt sofort Katze sagen.
Deine Katzen sind ja Dein ein und alles!
Mir gefällt es, das Katzen selbstständig sind, ihr Ding machen und ihren eigenen Kopf haben. Ich möchte gar kein Tier, das absolut auf mich fixiert ist und das man ständig erziehen muss.
Allerdings wäre man mit einem Hund verpflichtet mehrmals am Tag Gassi zu gehen und würde andere Hundebesitzer treffen...

Wie bist Du denn zu Deinen Katzen gekommen?

Meine Nachbarn bekommen in ein paar Tagen einen schwarzen Katzenwelpen ( eine Katze). Da kann ich life miterleben wie sie den ersten Freigang hat, wie sie spielt, was sie so futtert und wie sie ans Katzen-WC gewöhnt wird.
Falls die Nachbarn nicht da sind, darf ich den Dosenöffner-Job übernehmen. Da freue ich mich schon sehr drauf!

LG in der Hoffnung etwas Positives von Dir zu hören!


 
 
BeitragVerfasst: 16. Nov 2020, 09:57 

Registriert: 5. Sep 2020, 12:32
Beiträge: 146
 
Offline Profil
Hallo ihr Lieben,

@gartenkobold: nun mir geht es zumindest besser. Es ist nicht so, dass ich vor Motivation Bäume ausreiße, ich gehe immer noch nicht spazieren oder putze ausgiebig die Wohnung, aber es sind die Kleinigkeiten, die ich schaffe. Hier mal sofort was wegräumen, da mal eben etwas sauber machen. Das fällt mir wieder leichter. Immerhin und ich bin ganz froh darüber. Ab nächste Woche muss ich wieder arbeiten. Aber ich habe kaum Angst. Zumindest noch nicht. Ich denke das venlafaxin hilft mir tatsächlich. Das ist gut.
Zum Thema Haustier. Ich finde die Idee aus der Klinik schön. Aber ich möchte dir auch sagen, das egal welches Haustier du dir vielleicht anschaffen willst, es bedeutet immer Verantwortung. Bei einem Hund bist du das Alpha Tier. Du musst mehrmals am Tag mit ihm raus. Er macht was du willst. Katzen sind da natürlich ganz anders. Du bist ja im Grunde nur geduldet. Das trifft’s aber auch nicht so richtig. Um Katzen muss man sich kümmern, essen, Klo, spielen, bürsten, kuscheln. Wenn Katzen oft allein sind, wären auch 2 Katzen die bessere Wahl. Aber auch dann habe ich persönlich ein Credo. Meine Katzen sind niemals über Nacht allein. Auch nicht eine einzige. Katzen kann man auch nicht einfach so abgeben. Eine Katze kann man eben nicht einfach mit anderen Katzen zusammen tun. Das gibt nur Stress für die kleinen. Es ist also wirklich eine wichtige Entscheidung, die man da trifft. Für eine lange Zeit. Sie sind wie Kinder , ein ganzes Leben lang. Und so muss man sich auch um sie kümmern. Hast du eine freigänger Katze, dann kann man sie z.b. auch nicht zur Wohnungskatze machen. Für die Katze wäre das eine echte Qual. Sorry wenn ich hier so viel dazu schreibe. Das ist halt ein herzensthema bei mir.
Es freut mich für dich , dass du so positive Dinge mit aus der Klinik genommen hast. Ich wünsche dir, dass du vieles davon umsetzen kannst und das es auch lange so gut geht.

LG


 
 
BeitragVerfasst: 16. Nov 2020, 10:17 

Registriert: 9. Jul 2020, 08:26
Beiträge: 204
 
Offline Profil
Lieber buggybeast,

das klingt gut, dann scheint es ganz langsam bergauf zu gehen und Venlafaxin kann ja auch noch gesteigert werden...

Ich finde es gut, dass Du zu der Katzenidee so viel schreibst. Es sind auch meine Bedenken. Das will gut überlegt sein und ad hoc schon mal gar nicht. Es ist wirklich viel Verantwortung und ich habe auch noch andere Tiere für die ich verantwortlich bin und seien sie noch so klein. Sie haben schon ein beträchtliches Alter erreicht, müssen auch mal zum Tierarzt und brauchen Ansprache, ein artgerechtes Leben und auch Artgenossen. Ein Mensch reicht da nicht.
Deshalb wäre mir eine Katze jetzt zu viel, auch weil ich evtl. noch mal umziehe und dann wäre Freigang nicht mehr möglich.
Bei meinen Nachbarn kann ich zuschauen und üben mit der jungen Katze und nach dem Winter hoffe ich eine Entscheidung getroffen zu haben.
Ich fahre auch noch mal in Reha, wenn alles gut läuft, und wer kümmert sich dann um die Katze?
Wenn, dann erst hinterher.
Wird schon schwer genug für die anderen Tiere eine Pflegestelle zu finde. Habe meine Freunde dieses Jahr ganz schön beansprucht mit der Tierpflege.

Ja es ist eine gute Idee von der Klinik, doch mit Weile.

LG und das es weiter bergauf geht!


 
 
BeitragVerfasst: 21. Nov 2020, 13:47 

Registriert: 5. Sep 2020, 12:32
Beiträge: 146
 
Offline Profil
Hallo ihr Lieben,
Es geht mir nicht schlecht. Ich bin weiter krank geschrieben. Nochmal 2 Wochen. Der Abstand tut mir enorm gut. Das venlafaxin wird nun langsam auf 150mg erhöht, also doppelte Dosis. Ich komme damit gut klar und habe zum ersten Mal das Gefühl, dass ein AD bei mir anschlägt.
Mir fehlt aber immer noch die große Motivation, was zu machen, mal raus zu gehen oder einfach mal die Wohnung zu putzen. Es haben sich so viele Dinge angesammelt, dass jeder Anfang eine große Aufgabe für mich ist. Ihr werdet sagen, fang langsam an, Stück für Stück. Auch das fällt mir noch schwer. Durch das AD spüre ich das Wohnungsthema nicht so sehr, aber ich weiß, dass es da ist. Ich schiebe durch den gewonnenen Abstand vieles vor mir her, was mich aber irgendwann einholen wird.

Ich hoffe euch geht es gut oder besser. Ich hoffe ihr macht vielleicht ein bisschen mehr als ich. Vielleicht habt ihr ein paar Tipps, wie man langsam mit etwas anfangen kann.

LG vom buggybeast


 
 
BeitragVerfasst: 21. Nov 2020, 18:41 

Registriert: 3. Sep 2020, 07:28
Beiträge: 5
 
Offline Profil
Lieber buggybeast,

was hast Du denn als Kind oder Jugendlicher gerne gemacht? Vielleicht gibt es ja in der Vergangenheit Dinge, die Dir Freude bereitet haben.....

Liebe Grüße


 
 
BeitragVerfasst: 22. Nov 2020, 10:46 

Registriert: 9. Jul 2020, 08:26
Beiträge: 204
 
Offline Profil
Lieber buggybeast,

das hört sich gut an!

Hhm, vielleicht erst mal mit etwas Schönem anfangen. Auch wenn es erst mal keinen Spaß macht? Der Spaß kommt dann mit der Zeit. Vielleicht nicht alleine, sondern gemeinsam mit anderen? Und wenn es Deine Katzen sind? Ein Ausflug in den Garten? Oder Du sprichst mit jemandem drüber, was Du machen möchtest und machst es dann...
Gut, dass Du noch weiter krank geschrieben bist!

Einen schönen Sonntag!


 
 
BeitragVerfasst: 25. Nov 2020, 09:32 

Registriert: 5. Sep 2020, 12:32
Beiträge: 146
 
Offline Profil
Hallo ihr Lieben,
Ganz langsam geht es ein bisschen bergauf. Ich traue mich nicht zu sagen, dass es wirklich besser ist oder ich auf einem Weg der Heilung (geht meiner Meinung nach eh nicht) bin, aber ich bin vorgestern zum ersten Mal spazieren gegangen. Und gestern habe ich zum Staubsauger gegriffen und meine Wohnung gesaugt. Das tat auch alles gut. Es ist aber ein komisches Gefühl. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass das venlafaxin alles schlechte irgendwie unterdrückt. Ein ganz komisches Gefühl. An die Arbeit kann ich weiterhin nicht mit einem guten Gefühl denken. Ich weiß nicht, wie das weitergehen soll. Aber im Moment mache ich immerhin etwas.
Ich habe ganz seltsame Träume. Immer wieder tauchen Menschen aus meiner Jugend auf. Und Orte wie meine erste Wohnung. Das ist alles schon 30 Jahre her. Die Träume sind immer so verwaschen, keine richtig klaren Bilder. Kurze Eindrücke, und dann das nächste Bild. Kennt das einer?

LG


 
 
BeitragVerfasst: 25. Nov 2020, 10:34 

Registriert: 9. Jul 2020, 08:26
Beiträge: 204
 
Offline Profil
Lieber buggybeast,

freue mich für Dich!!! Das ist im Vergleich zur Vergangenheit doch ein (kleiner) Fortschritt!

Mit dem Träumen, dass kann vom Venlafaxin kommen. Abnorme Träume sind eine Nebenwirkung. Bei mir waren die Träume schwierig (da Albträume, doch die habe auch durch andere Diagnosen...) bis lustig, z.B. habe ich mal höchst real vom Klomann geträumt, den aus "Guck mal wer da spricht" ein Film der 80er oder 90er, lange her... Höchst real wollte er unbedingt mein, na Du weißt schon was, mit blauem Klodeckelüberzughaaren und blauer Sanitärreiniger-Spucke ;-) hat er mich in meinen Träumen verfolgt.

Das es weiterhin bergauf geht!
LG


 
 
BeitragVerfasst: 25. Nov 2020, 10:46 

Registriert: 5. Sep 2020, 12:32
Beiträge: 146
 
Offline Profil
Liebe gartenkobold
Na das ist aber auch lustig, was du von deinem Traumerlebnis schreibst. Was nicht alles von so einem AD kommen kann.
Also letzte Tage da habe ich so darüber nachgedacht, wie verwaschen und schwammig meine Träume sind. Und dann habe ich im Traum zu mir selbst gesagt, dass ich jetzt träume und eigentlich ja immer alles so verwaschen ist und habe dann immer noch im Traum gemerkt, wie real mir die Situation plötzlich vorkam. Ich war in der Zeit meines Wehrdienstes in meiner kaserne und habe jemandem die Hand gegeben, und es war mega real. Und das habe ich selber im Traum auch noch bemerkt. Echt krass. Dann war ich plötzlich mit meinem heutigen Ich in meiner alten Stube der Kaserne. Und habe einem neuen Wehrdienst pflichtigen meinen alten Spint gezeigt, in dem immer noch meine Sachen lagen. Witziger Weise waren das alles Hygiene artikel, z.b. duschdas und schampoo. Wie kommt mein Gehirn bloß auf solche Sachen.

LG


 
 
BeitragVerfasst: 25. Nov 2020, 11:32 

Registriert: 9. Jul 2020, 08:26
Beiträge: 204
 
Offline Profil
Hallo buggybeast,

Dein Gehirn hat das bestimmt gespeichert und nun wird es abgerufen. Doch wenn die Träume Dich nicht erschrecken...
Bei mir ging es nach einiger Zeit wieder weg.

Die letzten Tage war ich häufiger in Kontakt mit dem Mieterverein und kann sagen, das ist eine gute Adresse. Probleme mit Verwaltung und Vermieter konnten geklärt werden, ich bin zufrieden!
Anders siehts beim Vdk aus. In der Klinik habe ich schon von Mitpatienten erfahren, dass die Beratung je nach Stadt sehr unterschiedlich ausfallen kann. Ist bei mir leider auch so. Ich habe mehrere Fronten an denen ich kämpfe, den Sachverhalt an sich (Gkv usw.) und dann muss ich mich noch mal beim Vdk durchsetzen - leider. Der Vdk ist eine Option, man sollte nicht zuviel davon erwarten. Vielleicht kann man bei meinem speziellen Problem auch gar nichts mehr machen. Depressionen sind leider auch mit bleibenden Verlusten verbunden...

Sorry wenn ich Jammere... Bin gerade auch am weinen. Irgendwann ist mit kämpfen auch mal gut.

Na immerhin eine Emotion..
Du kennst das ja, wird auch wieder besser!
LG


 
 
BeitragVerfasst: 26. Nov 2020, 09:33 

Registriert: 5. Sep 2020, 12:32
Beiträge: 146
 
Offline Profil
Liebe gartenkobold,
Erstmal drücke ich dich ganz lieb, auch wenn schon wieder der nächste Tag angefangen hat.
Das mit dem VdK finde ich aber echt traurig. Die müssten sich doch gerade für unsereins einsetzen. Und zwar so richtig engagiert. Wenn das nicht der Fall ist, wie du schreibst, ist das ein Armutszeugnis.
Kämpfen heißt ja im Grunde, sich gegen eine gefühlte Ungerechtigkeit zur Wehr zu setzen. Ich denke, davon können wir alle ein Lied singen. Und ja, du hast recht, man kann nicht immer kämpfen. Ich denke auch, oder sagen wir bei mir ist das laut meinem Therapeuten so, dass gerade wir mit Depressionen oft nur ganz vorsichtig kämpfen und dann früh wieder aufgeben und verlieren. Bei mir ist das definitiv so. Und deshalb ist jeder Kampf richtiger Stress, weil man Angst hat wieder zu verlieren. Was dann in Frust und Enttäuschung endet und wieder einmal in depressiven Stimmungen. Ich kann dich da auf jeden Fall gut verstehen.
Was ich einfach nicht begreife, warum man in dieser Welt immer wieder überhaupt kämpfen muss. Warum es immer wieder Menschen gibt, die einem etwas schlechtes wollen, obwohl man doch einfach nur in Frieden leben möchte.

LG


 
 
BeitragVerfasst: 26. Nov 2020, 10:06 

Registriert: 9. Jul 2020, 08:26
Beiträge: 204
 
Offline Profil
Lieber buggybeast,

Dein Mitgefühl hilft mir sehr!

Der Vdk fühlt sich leider nicht zuständig (anfänglich sagten die was ganz anderes). Die schauen auch, dass sie nicht zuviel Arbeit haben. Leider - mal wieder, wer sich auf andere verlässt, der ist verlassen...

Habe gestern dann noch im Forum rumgelesen und bin auf Katerles Tipps zum Umgang mit Enttäuschungen gestoßen: Selbstfürsorge z.B. Spaziergang, Gefühle ausdrücken, sich keine Schuldgefühle machen (was mir sehr schwer fällt) und die Sorgen teilen (weil mit den auslösenden/beteiligten Personen ist keine konstruktiven Kommunikation möglich, sonst würde ich das direkt dort ansprechen).

Sorgen teilen, dass kann ich zum Glück auch mal hier :-) .

Habe auch ein Plakat aus der Klinik aufgehängt (die Threa. dort konnte nicht ohne Flipchart), daß mich an Selbstmitgefühl erinnern soll. Es ist Schlimm = Leid anerkennen, leider ist es noch nicht vorbei, doch irgendwann wird es vorbei sein, in 20 Jahren, wenn ich auf diese Zeit hier blicke, werde ich anders fühlen, hoffentlich besser!

Dann stehen noch meine Ressourcen drauf.
Jeder Mensch hat Fähigkeiten, Sachen, Dinge, die wir gut können!
Bei mir z.B. Duchhaltevermögen und Zielorientierung, ich weiß was ich will und finde einen Weg dahin, außer es gibt keinen, dann hoffe ich die Sache in Ruhe lassen zu können und mich nicht mehr weiter zu ärgern. Doch auch für mich ist jeder Kampf Stress ich fühle mich schlecht dabei, unbequem werden zu müssen oder Grenzen aufzuzeigen.

Meine Nachbarn haben gestern die junge Katze bekommen. Bin schon gespannt.
LG


 
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten   


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Winterkind04, Zelina und 4 Gäste


Sie dürfen keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Sie dürfen keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group - Theme created StylerBB.net - Deutsche Übersetzung durch phpBB.de