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 Betreff des Beitrags: Gedanken, Gefühle und Ich
BeitragVerfasst: 20. Sep 2020, 19:31 

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Ich frage mich gerade mal wieder - Bin ich falsch- ?

Gedanken, die ihre eigenen Wege gehen. Überschäumend,mehr als ich ertragen kann.Sagen immer wieder- Bin ich falsch -?

Gefühle, die mit mir Achterbahn fahren, mehr als ich ertragen kann- Bin ich falsch?

Selbstkontrolle, welche noch verzweifelt versucht unnahbar für Verletzungen zu sein, lässt mich deutlich spüren- Es ist falsch!

Woche für Woche auf Arbeit, als wäre ich stark. Ich bin nicht stark.

Dann die tägliche Meditation, die mich dann wieder auffängt-

Ich bin mir mehr als deutlich bewusst, dass es so viel Schlimmeres auf dieser Welt gibt. Ich sage es mir immer und immer wieder. Hör auf dich zu beklagen schau nach vorn. Dann reiße ich mich zusammen, lege die positiven Aspekte gedanklich auf den Tisch. Ich liebe meine Familie, meine Enkelkinder sind toll.

Die Depression hält mich fest im Griff. Ich stelle alles auf den Prüfstand, "entblöße" mich in der Therapie. Und hoffe auch ohne psychologische Hilfe stark zu sein. Ich habe viel gelernt. Der einzige Weg ist dann wohl wieder stärker als die Depression zu sein.

Denn diese bleibt!

Ohje, ich will nicht jammern, ich suche nur nach Möglichkeiten, mit dem Kopf über Wasser zu bleiben.

Ich wollte nur "reden", in diesem Sinne schreiben. Dankeschön!


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken, Gefühle und Ich
BeitragVerfasst: 20. Sep 2020, 20:14 

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Wie kann ein Mensch falsch sein?
Jeder Mensch ist einzigartig so wie er ist.
Das, was du fühlst, was du meinst zu denken, das was dich in die Knie zwingt. Das bist nicht du. Das ist Fratze der Krankheit, die sich immer wieder in unsere Köpfe und Herzen schleicht.
Du kannst nichts dafür, du bist nicht schuld.
Ja, es gibt immer schlimmeres auf der Welt. Aber was bringt es dir, wenn dir die Angst Alles nimmt. Wenn dein Leben nicht mehr lebenswert scheint.
Für mich ist die Depression der Krebs in Kopf und Herz. Sie frisst sich durch deinen Körper und Geist, so lange bis sie dich erledigt hat.
Die Frage ist: Bin ich bereit mich ihr hinzugeben, mit aller Konsequenz?
Bin ich bereit, mein mir geschenktes Leben aufzugeben? Meine Lieben vor den Kopf zu stoßen?
Oder bin ich bereit den Kampf zum x-ten Mal aufzunehmen?
Menschen mit Depressionen sind die mutigsten und stärksten unserer Gesellschaft. Auch wenn es augenscheinlich nicht so aussieht.
Ich hasse jeden einzelnen Morgen an dem mir meine Seele scheinbar den Leib zerreißt. Aber wenn ich wieder einen Tag geschafft habe, gibt mir das Kraft und Zuversicht. Zuversicht darauf, dass der Moment wieder kommen wird....der Moment, an dem ich der Fratze wieder einmal ordentlich in den Arsch treten werde....und der kommt für dich auch...vielleicht nicht heute, morgen oder übermorgen...aber er kommt.


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken, Gefühle und Ich
BeitragVerfasst: 20. Sep 2020, 20:32 

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IngaS hat geschrieben:
Das, was du fühlst, was du meinst zu denken, das was dich in die Knie zwingt. Das bist nicht du. Das ist Fratze der Krankheit, die sich immer wieder in unsere Köpfe und Herzen schleicht.
Du kannst nichts dafür, du bist nicht schuld.
Ja, es gibt immer schlimmeres auf der Welt. Aber was bringt es dir, wenn dir die Angst Alles nimmt. Wenn dein Leben nicht mehr lebenswert scheint.
Für mich ist die Depression der Krebs in Kopf und Herz. Sie frisst sich durch deinen Körper und Geist, so lange bis sie dich erledigt hat.
D.


Das ist eine gute, aber sehr bedrohliche Beschreibung. Was ist echt im Kopf, was nicht? Gar nicht mehr handeln weil es auf falschen Gedanken basiert.


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken, Gefühle und Ich
BeitragVerfasst: 20. Sep 2020, 20:38 

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Die falschen Gedanken sind ja die, die dich bedrohen. Es ist schwer, ich weiß...ich leide auch unter diesem Zwang. Aber es ist "nur" ein Gedanke, er kommt und er geht auch wieder...


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken, Gefühle und Ich
BeitragVerfasst: 20. Sep 2020, 20:46 

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Auch die Gefühle fahren Achterbahn. Ich kann all das nicht unterscheiden, tue dies und das und bereue es, ich erlebe es als Chaos und finde mich nicht mehr, vegetiere derzeit nur noch.


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken, Gefühle und Ich
BeitragVerfasst: 20. Sep 2020, 21:14 

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Schrecklich, wenn alles im Strudel durcheinander gewirbelt wird und man zu ertrinken droht...Selbstvertrauen auf dem Nullpunkt...


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken, Gefühle und Ich
BeitragVerfasst: 20. Sep 2020, 21:18 

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So ist es, und die Ängste, weil man ja handeln muss im Alltag und manches ist dann falsch, was noch mehr deprimiert. Wenn man etwas akzeptiert und annimmt, reißt die Fratze den inneren Frieden wieder auf und quält weiter.


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken, Gefühle und Ich
BeitragVerfasst: 20. Sep 2020, 22:05 

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Und dann lähmt sie dich wieder...du fühlst dich wieder weit zurück geworfen, obwohl du wahrscheinlich jedes Mal daran wächst.


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken, Gefühle und Ich
BeitragVerfasst: 20. Sep 2020, 22:27 

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Hallo Zusammen,

MENSCHEN können nicht falsch sein, also von Natur aus.
Die falschen Gedanken reden es ihm nur ein. Tja, und nun?
Stellt sich die Frage, wer bin ICH, was will ICH, was hemmt MICH, ICH zu sein...
Wer redet mir ein, nicht gut genug zu sein und und.
Die Gedanken steuern die Emotionen und unser Handeln.
Vereinfacht ausgedrückt.
Der Verstand sagt dem Bewusstsein, so hat es zu laufen, das Herz sagt aber etwas anderes.
Gefühle sind bekanntlich in der Depression nicht steuerbar.
Der Wunsch etwas umzusetzen wird oft blockiert von den nicht steuerbaren Gefühlen.


Es ist also kein Wunder dass man als Betroffener und auch Angehöriger manchmal das Gefühl hat, “verrückt“ zu werden.

Jeder Betroffene wird wissen, dass dieses ( wer bin ich überhaupt, bin ich echt? ) obströse Gedanken sind, aufgrund von zu vielen unterschiedlichen Emotionen mit denen man sich ständig auseinandersetzen muss.


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken, Gefühle und Ich
BeitragVerfasst: 21. Sep 2020, 16:13 

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Das Gefühl verrückt zu werden, auszuticken, durchzudrehen ist so grausam. Und jeder sagt "achwas, du drehst schon nicht durch".
Und, kennt ihr das: wenn die Gedanken mal weg sind, dass man austesten muss ob sie wirklich weg sind oder ob sie einen noch lähmen?


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken, Gefühle und Ich
BeitragVerfasst: 21. Sep 2020, 21:53 

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Ja klar Inga, das rührt wohl daher dass wir uns permanent “mit uns selbst“ beschäftigen müssen, bzw. durch die Erkrankung dazu gezwungen sind.
Wer würde da nicht auf Jahre gesehen mal “durchdrehen“ oder “verrückt werden....tja.
Und mit dem Quatsch haben wir uns täglich auseinandersetzen.
Gedanken, Gefühle, Frust.
Verlust, Spott und Unverständnis.
Ja, man beobachtet genau, und traut oft seinen eigenen Gedanken nicht, vielleicht ist es das was du meinst.


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken, Gefühle und Ich
BeitragVerfasst: 22. Sep 2020, 19:27 

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IngaS hat geschrieben:
Wie kann ein Mensch falsch sein?
Jeder Mensch ist einzigartig so wie er ist.
Das, was du fühlst, was du meinst zu denken, das was dich in die Knie zwingt. Das bist nicht du. Das ist Fratze der Krankheit, die sich immer wieder in unsere Köpfe und Herzen schleicht.
Du kannst nichts dafür, du bist nicht schuld.
Ja, es gibt immer schlimmeres auf der Welt. Aber was bringt es dir, wenn dir die Angst Alles nimmt. Wenn dein Leben nicht mehr lebenswert scheint.
Für mich ist die Depression der Krebs in Kopf und Herz. Sie frisst sich durch deinen Körper und Geist, so lange bis sie dich erledigt hat.
Die Frage ist: Bin ich bereit mich ihr hinzugeben, mit aller Konsequenz?
Bin ich bereit, mein mir geschenktes Leben aufzugeben? Meine Lieben vor den Kopf zu stoßen?
Oder bin ich bereit den Kampf zum x-ten Mal aufzunehmen?
Menschen mit Depressionen sind die mutigsten und stärksten unserer Gesellschaft. Auch wenn es augenscheinlich nicht so aussieht.
Ich hasse jeden einzelnen Morgen an dem mir meine Seele scheinbar den Leib zerreißt. Aber wenn ich wieder einen Tag geschafft habe, gibt mir das Kraft und Zuversicht. Zuversicht darauf, dass der Moment wieder kommen wird....der Moment, an dem ich der Fratze wieder einmal ordentlich in den Arsch treten werde....und der kommt für dich auch...vielleicht nicht heute, morgen oder übermorgen...aber er kommt.


Ich bedanke mich bei Dir für deine achtsamer Zuwendung und Offenheit! Liebe Grüße


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken, Gefühle und Ich
BeitragVerfasst: 22. Sep 2020, 19:35 

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IngaS hat geschrieben:
Die falschen Gedanken sind ja die, die dich bedrohen. Es ist schwer, ich weiß...ich leide auch unter diesem Zwang. Aber es ist "nur" ein Gedanke, er kommt und er geht auch wieder...


Der Gedanke kommt und geht wieder und an manchen halte ich fest. Es ist ok, wenn ich es nicht aus den Augen verliere. Die Bewertung der Wahrnehmung führt zum scheinbaren Verlust der Kontrolle.

So einfach ist natürlich nicht. Nur mit klarem Blick im Augenblick der Achtsamkeit ohne zu bewerten. Das lerne ich den Meditationen.


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken, Gefühle und Ich
BeitragVerfasst: 22. Sep 2020, 19:40 

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Aurelia Belinda hat geschrieben:
Hallo Zusammen,

MENSCHEN können nicht falsch sein, also von Natur aus.
Die falschen Gedanken reden es ihm nur ein. Tja, und nun?
Stellt sich die Frage, wer bin ICH, was will ICH, was hemmt MICH, ICH zu sein...
Wer redet mir ein, nicht gut genug zu sein und und.
Die Gedanken steuern die Emotionen und unser Handeln.
Vereinfacht ausgedrückt.
Der Verstand sagt dem Bewusstsein, so hat es zu laufen, das Herz sagt aber etwas anderes.
Gefühle sind bekanntlich in der Depression nicht steuerbar.
Der Wunsch etwas umzusetzen wird oft blockiert von den nicht steuerbaren Gefühlen.


Es ist also kein Wunder dass man als Betroffener und auch Angehöriger manchmal das Gefühl hat, “verrückt“ zu werden.

Jeder Betroffene wird wissen, dass dieses ( wer bin ich überhaupt, bin ich echt? ) obströse Gedanken sind, aufgrund von zu vielen unterschiedlichen Emotionen mit denen man sich ständig auseinandersetzen muss.


Liebe Aurelia Belinda, ich bedanke mich bei Dir für Wink, sich im Hier und Jetzt zu begegnen. Wer bin ich, was macht mich aus, ich denke drüber nach. Vielleicht mache eine Liste, ja ich denke das werde tun, dankeschön und liebe Grüße!


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken, Gefühle und Ich
BeitragVerfasst: 22. Sep 2020, 19:52 

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IngaS hat geschrieben:
Das Gefühl verrückt zu werden, auszuticken, durchzudrehen ist so grausam. Und jeder sagt "achwas, du drehst schon nicht durch".
Und, kennt ihr das: wenn die Gedanken mal weg sind, dass man austesten muss ob sie wirklich weg sind oder ob sie einen noch lähmen?


Ich möchte mich bei Dir für deine Offenheit bedanken. Manchmal fühle ich mich mit eben diesen Empfindungen allein. Bei spiegelt sich für, was ich gern in Frage stelle - Ist das alles wirklich echt- .Das hat auch damit zu tun, wie die Menschen in meiner Nähe reagieren. Vereinzelt meine Kollegen - ich, ich habe keine Depression, ...andere schaffen das auch..., Ja, und meinem Mann macht die Depression schwer zu schaffen. Er kann damit überwiegend nicht umgehen, spricht nicht mit mir darüber. Naja, ich kann es nicht ändern. Meine Psychotherapeutin meint, ich kann nur mich selbst ändern. Alles nachvollziehbar. Aber ich fühle mich, wie "IT der Außerirdische". Ganz schön verzwickt. Liebe Grüße


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken, Gefühle und Ich
BeitragVerfasst: 22. Sep 2020, 20:07 

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Ja man fühlt sich völlig alleine mit seinen Empfindungen und Gedanken. Und wenn man es genauer betrachtet, man IST alleine damit. Denn das, was da im Oberstübchen passiert ist ja für niemanden ersichtlich. Selbst wenn man es jemandem erzählt, mehr als zuhören und einem vielleicht gut zureden kann das Gegenüber ja auch nicht.
Dann noch diese Angst die bei manchen Gedanken hinzukommt, die isoliert einen ja noch mehr. Dabei geht es ja soo vielen Menschen so. Wenn die sich alle mal zusammentun würden, wer weiß vielleicht ginge es dann leichter :-)
Achtsamkeit und Meditation sind ein guter Weg sich wieder zu erden, auch wenn es manchmal nur kurzzeitig so ist. Jede Hilfe, jeder Strohhalm ist wichtig.
Alles Liebe


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken, Gefühle und Ich
BeitragVerfasst: 22. Sep 2020, 20:28 

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Dank Dir für die Antwort und die Ermutigung die Meditationen weiter zu machen.

Also, die Meditation ist wirklich momentan mein letzte Hoffnung. Das Gefühl die Kontrolle bei mein Leben zurück zu bekommen. Ich mache mir große Sorgen um meine Gesundheit. Die Depression mit all ihren Tücken. Ich meine die Manifestation im Körper. Anfangs war es nur der Magen, mittlerweile beängstigende Konzentrationsprobleme, Schwindel...Nichts schwindet wieder!

Aber ich will den Ball nicht zu hoch werfen und hoffe deshalb weiter auf die Meditation. --Wenn die Seele den Körper braucht--- hoffe ich auf ein happy finish. Vielleicht ganz naiv. Ich kenne keine Alternative.

Liebe Grüße:)


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken, Gefühle und Ich
BeitragVerfasst: 7. Okt 2020, 22:43 

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Heute war ein rabenschwarzer Tag. Meine Depression und die in ihr verwurzelten Ängste sind mit mir Schlittern gefahren. Ich fühle mich traurig. Den Schmerz fühle ich im Magen, in den Schultern und im Kopf. Ich kann nicht schlafen. Und ich wünsche " Herr, lass mich akzeptieren, die Dinge, welche ich nicht ändern kann".

Aber es ist auch etwas Schönes passiert. Ich habe in einem anderen Forum ein ganz tolles Musikvideo entdeckt. Damien Escobar, traumhaft schön.

Wenn ich noch einmal versuche zu schlafen versuche ich mich nur auf das Positive zu konzentrieren. Wenn da nicht die Magenschmerzen wären.
Liebe Grüße!


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken, Gefühle und Ich
BeitragVerfasst: 8. Okt 2020, 05:30 

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Guten Morgen!

Ein wenig konnte ich schlafen. Darüber bin ich sehr froh. Die Grübelei ist schon wieder voll im Gange. Es dreht sich alles um den gestrigen Tag.

Ich bin gestern zu meinen behandelnden Facharzt gegangen. Ich wollte eigentlich ganz formale Belange ansprechen. Er fragte mich wie es mir geht. Ich konnte es ihm nicht sagen. Ich habe furchtbar geweint und die Worte habe ich nicht gefunden.

Wenn ich heute zurück schaue schäme ich mich. Mein Arzt FA f. Psychiatrie und Psychotherapie, ja ich denke er wollte helfen. Heute ist mir klar, er was überfordert. Letztendlich unterm Strich verordnete er eine Medikamentenanpassung.

Diese Hilflosigkeit ,ich habe sie nicht zum ersten Mal erlebt.

Ich strebe eigentlich nach positiver Veränderung meiner Situation. Die fortwährende Medikamentenerhöhung war und ist nie mein Ziel.

Es gibt wohl auch alternative Therapien. Magnetkrampftherapie, Ketamin. Die Krankenkassen übernimmt hierfür nicht die Kosten. Ich habe mich der Uni für experimentelle Studien angeboten.

Wenn die Entwicklung sich weiterhin hoffnungslos gestaltet werde ich sicher meinen Job verlieren.

Ich werde jetzt meine Meditation mit ein wenig Yoga machen. Im Hier und Jetzt leben, so ist der Plan.

Liebe Grüße


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken, Gefühle und Ich
BeitragVerfasst: 31. Okt 2020, 18:35 

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@iemff

das die kk übernimmt auch die kosten für alternativen. auf antrag und mit erheblichen widerstand, aber wenn standard nicht funktioniert, habe die keine wahl. im zweifel klagen.

_________________
"Worte stecken Menschen an, werden vom einem auf den andern übertragen, und wir laufen alle ständig Gefahr, uns Ideen einzufangen, Infektionen, die ein Leben lang anhalten können" Siri Hustvedt


 
 
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