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 Betreff des Beitrags: Re: Die erste Woche im Haunted Hotel
BeitragVerfasst: 23. Okt 2020, 10:55 

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Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
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Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.
Rainer Maria Rilke


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 Betreff des Beitrags: Re: Die erste Woche im Haunted Hotel
BeitragVerfasst: 23. Okt 2020, 21:25 

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Hallo DasPhantastikS,

entschuldige, daß ich es so direkt sage, aber Deine Situation ist nicht so einmalig wie Du denkst und es sich für Dich anfühlt und Du bist nicht ehrlich zu Dir selbst.
Ein kleines Beispiel:
Ich schreibe:
Eventuell merkt man Deinen Bewerbungen an, daß Du nicht für diesen Ausbildungsplatz brennst?
Du antwortest:
Ich brenne wirklich für jede Aufgabe

Solange Du nicht weißt, was Du wirklich gerne beruflich machen möchtest, kannst Du auch nicht für den Beruf brennen, für den Du Dich bewirbst!

Über folgende Sätze habe von Dir habe ich mich wirklich aufgeregt (das Gute daran ist, ich habe endlich mal wieder für ein paar Minuten etwas gefühlt):
"Man möchte mich unterstützen in die Berufswelt, also man sieht welche Arbeit ich gut kann, verbessert sie dort ein unterrichten und versucht mit ihren Kontakten mich in einem Betrieb reinzubringen. Ein Hoch auf Vetternwirtschaft. ;-)

Sprich ich mache hier nur das, was alle anderen Lehrer auch schon damals versucht haben, eine Schublade zu suchen wo man mich reinstecken kann. Und es endet immer nicht wirklich gut für mich. "

Ich finde das den Lehrern und den Betrieben gegenüber sehr unfair!
Die Lehrer schauen mit Dir gemeinsam, was für Dich das richtige sein könnte, damit wird man in keine Schublade gesteckt. Die geben sich mit den Schülern Mühe. Ja, ich kenne Dein Internat nicht, aber bei mir kenne ich auch solche Einrichtungen und die meisten Lehrer dort sind sehr motiviert. Allerdings muß von den Schülern nicht nur ein mit dem Mund bekundetes Interesse für eine erfolgreiche Suche da sein, sondern ein echter Wille. Und den kann ich in Deinen Zeilen nicht lesen.

Diese "Vetternwirtschaft" ermöglicht es Dir und anderen jungen Menschen, daß Ihr überhaupt eine Möglichkeit auf Praktika und Ausbildung und damit auf ein selbstbestimmtes Leben habt.
Ich glaube, Dir ist nicht klar, wieviel Mehrarbeit die Betriebe am Anfang in Euch stecken müssen. Das machen die Betriebe aus sozialer Verantwortung und damit finde ich es sehr unfair, sie so herabzuwürdigen.

Ich wünsche Dir, daß Du Deinen Weg findest,
alles Gute,
Suchende


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die erste Woche im Haunted Hotel
BeitragVerfasst: 23. Okt 2020, 22:10 

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Ich kann es mal so erklären , ich bin bisschen wir ein molekulares Teilchen Teilchen, es kann alle Formen annehmen wenn man es nicht beobachtet, aber wenn man es tut steht es nur still. Ich bin auf manchen Bereichen ein Hochbegabter und in wiederum ganz anderen Bereichen die letzte 0.

Mein Kumpel Mattie hat mal gesagt zu mir, Leute möchten einfach immer alles in eine Schublade stecken, es sortieren und sehen wie sie es für sich nutzen können. Ich bin aber einfach ziemlich chaotisch, es gibt keinen Grund warum dafür. Ich bin es einfach, und aus diesem es keinen Nutzen geben kann.

Versteht ihr was ich meine?


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die erste Woche im Haunted Hotel
BeitragVerfasst: 23. Okt 2020, 23:22 

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Interessiert mich auch nicht
Nimmst du eigentlich Drogen ?


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die erste Woche im Haunted Hotel
BeitragVerfasst: 24. Okt 2020, 00:50 

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ich versteh es auch nicht ganz :? , außer, dass hochbegabt gerne mal mit chaotisch einhergeht :lol: .

Das mit der Schublade hab ich nicht ganz verstanden. Ich mags z.B. nicht, wenn man mich Aufgrund meines Jobs in ne Schublade steckt, in die ich nicht passe. Aber eigentlich ist das das Problem, die Projektionen derer, die das tun und wen kümmerts was ein "irgendjemand" über einen denkt ?!


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die erste Woche im Haunted Hotel
BeitragVerfasst: 24. Okt 2020, 11:57 

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Zitat:
Ich kann es mal so erklären , ich bin bisschen wir ein molekulares Teilchen Teilchen, es kann alle Formen annehmen wenn man es nicht beobachtet, aber wenn man es tut steht es nur still.


Du meinst, Du bist blockiert (Angst?), wenn Dir jemand zusieht?

Mit der Aufmerksamkeit ganz bei sich und der Sache sein, ne Art Käseglocke um sich aufbauen, die äußeren Reize ausblenden, um sich konzentrieren zu können, Hyperfokus. Megaanstrengend :-), dann entspannen, sich erholen, nicht Kaffee reinschütten und noch mehr wollen....in der Ruhe liegt die Kraft, das Gelingen, die Konzentration.

Aber an der Angst arbeiten ist diesbezüglich sicher nicht schlecht....ohne Angst bei mir auch nicht so ein Raumbewusstsein und schnell abgelenkt, überreizt. Hirn kann nicht soviel verarbeiten, wenn der Reizfilter fehlt, ist überfordert.

Vielleicht:
Die Cortex-Technik: Entspannt durch den Tag wie von Zauberhand
https://www.youtube.com/watch?v=zmMurp0aW88&t=9s


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die erste Woche im Haunted Hotel
BeitragVerfasst: 24. Okt 2020, 12:39 

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@ PhantastikS
Ich habe zwar keine Ahnung von molekularen Teilchen, aber ich verstehe dich so:
Die Standardtipps helfen bei dir nicht, du brauchst deinen Freiraum und deinen eigenen Weg. Solange du das Gefühl hast, an dir werden nur Standardprogramme abgearbeitet und irgendwann sind die Leute mit ihrem Latein am Ende, kannst du dich nicht drauf einlassen. Sobald du das Gefühl hast, jemand sieht dich als einzelnen Menschen, sieht deine ganz individuelle Problematik und nimmt ernst, dass du mit dem Standardkram nichts anfangen kannst und dass der auch meistens nicht bei dir funktioniert, sondern du wirklich dein eigenes Ding entwickeln musst, hinter dem du dann aber auch wirklich stehst, und gibt dir auch diese Freiheit, kannst du mehr damit anfangen und dir auch helfen lassen und dann läuft es auch. Meinst du das?


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die erste Woche im Haunted Hotel
BeitragVerfasst: 24. Okt 2020, 18:16 

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 Betreff des Beitrags: Re: Die erste Woche im Haunted Hotel
BeitragVerfasst: 24. Okt 2020, 21:16 

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Völlig OT: aber bei dem was du über Moleküle schreibst, kräuselt sich bei mir alles. Nein, Nein, Nein... die nehmen nicht jede Form an. Das verhindern alleine schon die Ladungen in den Atomen, vom Prinzip des kleinsten Zwangs und div. anderen physikalischen Gesetzen/Gründen mal ganz abgesehen.
Stillstand gibt es nur beim absoluten Nullpunkt, also bei -273,15°C oder 0Kelvin.
So ein Molekül merkt auch nicht, wenn es beobachtet wird....
Ich belasse es jetzt hierbei, aber das konnte ich nicht so stehen lassen.
LG,Monchen


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die erste Woche im Haunted Hotel
BeitragVerfasst: 24. Okt 2020, 22:57 

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Ich danke euch wieder für eure Nachrichten. Es gibt aber eine Sache die ich jetzt vielleicht jetzt wichtiger wäre und trauriger.

Ich kamm zurück in meiner Heimatstadt. Es sind jetzt Ferien. Es war nur eine Woche als sich mit ihr geredet habe. Meinen Tante, die mir sehr wichtig ist, ich schrieb ein paarmal über sie, dass sie mir wichtig ist. Ich weiß nicht wie ich darüber denken soll das ist halt einfach über mich einfach eingefall. Sie liegt offenbar im sterben.

Wie sich alles in einer Wochen verändert. Ich weiß aber nicht wie ich damit umgehen soll.


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die erste Woche im Haunted Hotel
BeitragVerfasst: 25. Okt 2020, 03:35 

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Monchen12345 hat geschrieben:
Völlig OT: aber bei dem was du über Moleküle schreibst, kräuselt sich bei mir alles. Nein, Nein, Nein... die nehmen nicht jede Form an. Das verhindern alleine schon die Ladungen in den Atomen, vom Prinzip des kleinsten Zwangs und div. anderen physikalischen Gesetzen/Gründen mal ganz abgesehen.
Stillstand gibt es nur beim absoluten Nullpunkt, also bei -273,15°C oder 0Kelvin.
So ein Molekül merkt auch nicht, wenn es beobachtet wird....
Ich belasse es jetzt hierbei, aber das konnte ich nicht so stehen lassen.
LG,Monchen


danke für deinen Beitrag; ich fand ihn nicht OT. mir selbst war es zu mühsam ihn zu widerlegen.
Zumal der TE hier auch reihenweise
Beiträge ignoriert..

@PhantastikS
viel Spass beim Weiterjammern.

Wird ja wohl kaum jemand hier
so herzlos sein einem armen Jungen
nicht zu trösten wenn jetzt der
Tod vor der Tür steht...
Echt cooles Ablenkmanoever ;)


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die erste Woche im Haunted Hotel
BeitragVerfasst: 25. Okt 2020, 09:05 

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 Betreff des Beitrags: Re: Die erste Woche im Haunted Hotel
BeitragVerfasst: 25. Okt 2020, 09:29 

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Rainer Maria Rilke


Zuletzt geändert von Jupiter19 am 13. Nov 2020, 19:30, insgesamt 1-mal geändert.

 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die erste Woche im Haunted Hotel
BeitragVerfasst: 25. Okt 2020, 10:46 

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Hallo Wolkenzauber,

Wolkenzauber hat geschrieben:

Das schreibe ich Dir, damit Du nicht erneut - Du wirst wissen, worum es geht und was ich meine - eine vorwurfsvolle und respektlose Antwort an mich schreibst.

Das hatte ich auch nicht vor. Ich weiß nicht, ob du es gelesen hast, aber ich habe mich im anderen Thread bei dir für meinen Tonfall entschuldigt und dir auch erklärt, warum ich so reagiert habe.

Liebe Grüße,
DieNeue


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die erste Woche im Haunted Hotel
BeitragVerfasst: 25. Okt 2020, 14:06 

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@Wolkenzauber
erstmal-dein Beitrag wirkt auf mich sehr aggressiv und ehrlich gesagt auch übergriffig.

auf dieser Ebene habe ich herzlich wenig Lust
zu diskutieren; weder mit dir noch mit sonstwem.

Ich interpretiere die Dinge die hier geschehen ganz gewiss anders als du es tust.

Weder du noch ich noch sonstwer kann verhindern dass hier weitergejammert wird. Außer die Moderatoren; wenn sie ein Interesse daran haben.

Letztlich ist es mir auch egal, ob dieser Typ hier jahrelang weiterklagt.
Ich für meinen Teil habe meinen Beitrag gegeben , den er konstruktiv nutzen kann oder auch nicht.
Letztlich ist es aber sein Leben;
nicht meines.

Davon abgesehen sehe auch ich meine Beiträge nicht nur userspezifisch. Ich selbst lerne einiges auch aus anderen Beiträgen; und bin den Verfassern dankbar für ihre Impulse.

Mehr mag ich gerade v.A. auch angesichts deines Tons hier nicht sagen.


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die erste Woche im Haunted Hotel
BeitragVerfasst: 25. Okt 2020, 14:26 

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DasPhantastikS hat geschrieben:
Ich danke euch wieder für eure Nachrichten. Es gibt aber eine Sache die ich jetzt vielleicht jetzt wichtiger wäre und trauriger.

Ich kamm zurück in meiner Heimatstadt. Es sind jetzt Ferien. Es war nur eine Woche als sich mit ihr geredet habe. Meinen Tante, die mir sehr wichtig ist, ich schrieb ein paarmal über sie, dass sie mir wichtig ist. Ich weiß nicht wie ich darüber denken soll das ist halt einfach über mich einfach eingefall. Sie liegt offenbar im sterben.

Wie sich alles in einer Wochen verändert. Ich weiß aber nicht wie ich damit umgehen soll.


Tut mir sehr leid! Mein Mitgefühl. Kannst Du sie besuchen? Weil Du gerade Ferien hast oder geht das nicht wegen Corona. Meine hat seit 2 Jahren wieder, erneut Krebs und ist Risikogruppe. Hab sie leider seit März nicht mehr gesehen.

Man sagt, das Leben muss weiter gehen :? Meint, Deine Zukunft wohl gerade wichtiger....


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die erste Woche im Haunted Hotel
BeitragVerfasst: 25. Okt 2020, 14:42 

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"Das Leben muss weiter gehen" :roll: vielleicht mit Traumatherapie ?
https://www.neurologen-und-psychiater-i ... lastungen/


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die erste Woche im Haunted Hotel
BeitragVerfasst: 25. Okt 2020, 23:14 

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Danke Guinevere7.

Sie war noch bei uns, wir haben noch miteinander gesprochen, sie soll nicht wirklich gut aus, sie lag nur im Bett und war kreidebleich. Sie sagte zu mir, ich soll immer stark sein. Ich habe mich für alles bedankt, dass sie einer meiner wichtigsten Menschen wurde.

Sie ist im Krankenhaus. Ich glaube ihr kann dort besser geholfen werden, sie is 92. Die Krankenhäuser lassen aber auch keinen rein. Ich weiß einfach nicht ich damit umgehen soll.

Und Yvi*, es ist kein verdammtes "Ablenkmanoever". Es ist wirklich passiert, ich bin einfach innerlich zerstört. Bevor ich ins Internat gegangen bin, hat sie zu mir gesagt, es ist gut dass ich dort hingehe und sie gab mir immer die Hoffnung durchzuhalten. Deswegen habe ich ja auch dass ihr gestart. Sie sagte zu mir ich soll andere nach ihrem Rat fragen. Ich will durchhalten.

Ich weiß einfach nicht was ich machen mit meiner Trauer.


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die erste Woche im Haunted Hotel
BeitragVerfasst: 26. Okt 2020, 07:36 

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Tut mir auch leid mit deiner Tante und das du sie so sehr schätzt... Und halte weiter durch...

Schreib deine Gedanken auf, dass befreit.

LG Katerle


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die erste Woche im Haunted Hotel
BeitragVerfasst: 26. Okt 2020, 09:48 

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DasPhantastikS,

mir tut das mit deiner Tante auch sehr leid und ich wünsche dir viel Kraft. Es ist schön, dass du ihr sagen konntest, wie viel sie dir bedeutet und sie dir auch noch mutmachende Worte auf den Weg geben konnte. Niemand weiß, wie man damit umgehen soll. Es gibt keine Anleitung und es gibt keine Abkürzung.

Du schriebst zuvor, dass alle dich in eine Schublade stecken. Dasselbe tust du mit deinen Mitmenschen auch: in die Schubladen "Freund" bzw. "Feind". Die allermeisten landen in der Schublade "Feind". Ich wünsche dir sehr, dass du dir Erwachsene suchst, denen du eine echte Chance gibst, ohne alles als Angriff zu verstehen. Mit einigen Lehrern verstehst du dich ja ganz gut. Folge dem Rat deiner Tante, sie ist eine weise Frau. Nimm dann auch mal einen Rat an. Denn du musst viele Fehler nicht umständlich selber machen, die schon tausende andere vor dir gemacht haben. Suche dir Menschen, die es selber nicht leicht hatten und es trotzdem geschafft haben. Schau dir Menschen wie Katerle hier im Forum an: diese Frau hat über Jahrzehnte hinweg, angefangen in der Kindheit bis sehr weit ins Erwachsenenleben und sogar bis heute Erfahrungen gemacht, die viele andere in die Knie gezwungen hätten. Schau dir an, was sie trotz allem geschafft und bewältigt hat und trotz allem ist sie sicher die einfühlsamste Person hier im Forum. Daraus kannst du auch für dich lernen. Wie haben andere ihre Krisen bewältigt und was davon kannst du dir abgucken?

Was deine Tante angeht: werde selber AKTIV. Du musst nicht immer warten, bis Leute Entscheidungen für dich treffen oder auf dich zukommen und dir Möglichkeiten anbieten. Viele Krankenhäuser haben Sonderregelungen für Palliativpatienten. Rufe im Krankenhaus an und frage nach. Am anderen Ende einer Telefonleitung sitzt immer auch ein Mensch und wenn du von deiner tiefen Beziehung zu ihr erzählst, lässt sich vielleicht etwas organisieren. (Vielleicht auch nicht - aber wer gar nicht erst fragt...)
Du bist erwachsen. Das musst du dir immer vor Augen halten: du bist ERWACHSEN. Das bedeutet z.B. auch, dass du dir selber Entschuldigungen für die Schule schreiben kannst. Erkundige dich nach den Vorgaben der Schule.

Rede mit Leuten, die selber bereits Trauma- und Verlusterfahrungen gemacht haben. Du wirst vielleicht überrascht sein, wie viele das sind.
Auch hier kannst du dich an Lehrer wenden; vielleicht gibt es auf dem Internat sogar irgendeine Stelle, die für Schüler in Krisen zuständig ist. Auch wenn es sich für dich so anfühlt, als wärst du der einzige auf der Erde, der das jemals durchmachen musste - es stimmt nicht. Es gibt andere. Und die kann man finden. Melde dich außerdem bei deiner Therapeutin - wegen Corona ist Teletherapie ja jetzt erlaubt, d.h. wenn sie das anbietet, sind auch Therapiestunden per Video möglich.

Es kamen hier zuletzt Kommentare, die mitleidsloser kaum sein könnten. Das finde ich sehr bedauerlich. Gelinde gesagt.

Alles Gute,
Salvatore

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 Betreff des Beitrags: Re: Die erste Woche im Haunted Hotel
BeitragVerfasst: 26. Okt 2020, 12:54 

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@ Salvatore

Deinen letzten Beitrag an DasPhantastiks finde ich sehr treffend geschrieben und auch deine Worte über mich berühren einfach und dafür sage ich jetzt mal DANKE. Sie motivieren zum Weitermachen.

Herzliche Grüße
Katerle


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die erste Woche im Haunted Hotel
BeitragVerfasst: 26. Okt 2020, 14:23 

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Hey DasPhantastiks,

Zitat:
Sie war noch bei uns, wir haben noch miteinander gesprochen, sie soll nicht wirklich gut aus, sie lag nur im Bett und war kreidebleich. Sie sagte zu mir, ich soll immer stark sein. Ich habe mich für alles bedankt, dass sie einer meiner wichtigsten Menschen wurde.


Das tut mir sehr leid :( .

Finde es aber auch voll schön und gut von Dir, dass Du Dich bei Ihr bedankt hast!!! Vielleicht *Daumen drücke* gehts ihr ja bald wieder besser! Ansonsten, denke ich, könnte es so sein, wie Salvatore schreibt, dass Du sie nochmal kurz sehen darfst. 30 min war es bei der Oma meines Schwiegersohns als sie im Sterben lag. Meint, vielleicht ist das ja ein gutes Zeichen, dass Du sie im Moment nicht sehen darfst.

Hab meine Uroma, die für mich gesorgt hat mit 9 Jahren verloren und fand es immer traurig, dass ich mich nie bei ihr bedankt hatte, es manchmal Streit gab, z.B. wegen meiner Schildkröte, die weggekrochen war und sie meinte, sie würde lieber frei leben und sie nicht eingefangen hat, als sie die Möglichkeit dazu gehabt hätte :lol: ...oder, dass sie mir immer soviel Zucker in den Tee gab und meine Zähne dann verfaulten. Zucker war zu ihren Zeiten Luxus und sie wollte wohl nur das beste für mich....

Hab ihr dann um einiges später an Muttertag ein Bild gemalt:
https://www.flickr.com/photos/39781415@ ... datetaken/

Sie war mein Halt, wenn meine Eltern mal wieder fett aggressiv aufeinander waren. Hab sie sehr vermisst und sehr lange um sie getrauert, speziell zu Allerheiligen. Samhain (Halloween) ging es mir meist ziemlich schlecht.

Wie Du vielleicht schon bemerkt hast, bin ich etwas "schräg, ver-rückt" drauf :) , wie Künstler eben sind. Aber ich hab dann z.B. versucht mittels Geisterbeschwörung Kontakt mir ihr aufzunehmen. Klappte sogar :lol: . Bin viel auf dem Friedhof gewesen und hab mit ihr gesprochen. Später hier mal jemanden meine Hand lesen lassen, diese meinte, ich hätte sie als Schutzengel an meiner Seite.

Für meinen Vater, der letztes Jahr gestorben ist :( , hab ich einen Gedenkstein fürs Grab gekauft, auf dem steht:

"Menschen, die wir lieben, bleiben für immer, denn sie hinterlassen Spuren in unserem Herzen"

Jetzt, wo die Trauer nicht mehr so groß ist, denke ich, es braucht wohl doch noch ein Bild um mir mal darüber klar zu werden, welche positiven Erinnerungen ich an ihn habe. Es soll ein schönes, tröstendes Bild werden. Die Innauen, das Fischen, Löwenzahn....

Mit:
Zitat:
Sie sagte zu mir, ich soll immer stark sein.


meinte sie es vielleicht ähnlich. Dir das Positive, alles, was sie Dir gegeben hat (in Dankbarkeit, was Du gut kannst) zu bewahren und nicht zu sehr um sie zu trauern, loslassen, um stark bleiben zu können.

Bei meiner Oma, Mutter von Vater hat mir immer sehr geholfen mit ihr im Totenbett zu kuscheln....und sie erzählen lassen, was sie gesehen hat. Ein Licht, spielende Kinder auf ner grünen Wiese, die sie schon gerufen haben, sie solle kommen. Mein von ihr alles geliebter Großvater, der schon wartete....und irgendwann konnte sie endlich loslassen und gehen.

Als ich dann selber Verdacht auf Krebs hatte, hab ich für meine Tochter den Himmel, wie ich ihn mir vorstelle gemalt...

Du hast ne sehr gute Fantasie :-) und dieser sind wohl diesbezüglich keine Grenzen gesetzt .

Die allerbesten Wünsche!
manu


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die erste Woche im Haunted Hotel
BeitragVerfasst: 26. Okt 2020, 17:40 

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Liebe manu,

auch das mit deiner Uroma tut mir leid und was du sonst noch so erfahren hattest.
Jedenfalls, das Bild ist sehr schön.
Und der Spruch fürs Grab, gefällt mir auch sehr...
Auch das mit deiner Oma...

@ DasPhantastiks

Gut, dass du dich noch bei ihr bedankt hast für alles...

GLG Katerle


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die erste Woche im Haunted Hotel
BeitragVerfasst: 26. Okt 2020, 23:55 

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Du hast Krebs G7?

Sie hat mir beigebracht, dass jeder Mensch ein Mensch ist. Es gibt welche wo du denkst, was für ein a********, aber oft macht auch er nur, dass was man ihm gesagt hat. Ich verstehe auch das Lehrer nur was Gutes möchten, und dass sie auch selber wissen, dass sie einen Routine gehen müssen.

Meinen Tante hatte selber nie Kinder gehabt, ich war für sie wie ein Sohn.

P.s

Es ist ein sehr schönes Bild G7.


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die erste Woche im Haunted Hotel
BeitragVerfasst: 27. Okt 2020, 12:20 

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Wunderschönen guten Morgen allen,

liebe Katerle, herzliches Danke! *Dich drücke*

lieber Das PhantastikS,

herzlichen Dank!
Hm :? war wohl im Rahmen meines Burnouts damals nur ein Verdacht meiner Hausärztin.
Ich war vorher mind. 1 Jahr schon ständig krank, den Winter sehr oft Antibiotika wegen meiner Angina, die nicht weggehn wollte. Hatte über 2 Monate diesen krassen Durchfall für den keiner eine Erklärung fand, oft Schmerzen am ganzen Körper, sodass ich nur noch schwer atmen konnte und ich konnte oft nicht mehr aus dem Bett. Hab dann Schmerztabletten eigeworfen (viele) und musste dann nur noch kotzen ( :-) , so wie Du in einem der ersten Beiträge geschrieben hast) . Meine Lymphdrüsen waren stark geschwollen und die Hausärztin meinte, als sie mich ins KH einweisen ließ, es könnte Krebs sein :shock: . War kein schöner Tag, in der Ambulanz haben sie mich dann mit ner Schmerztablette :lol: , ohne Wasser mit Taxi vorerst wieder nach Hause geschickt. Der Taxifahrer musste ein paar Mal stehn bleiben, weil ich kotzen musste. Zum Glück war es dann, nach ein paar Mal Untersuchungen auf der Krebsstation wohl nicht Krebs. Aber, was es war konnte mir auch keiner sagen. Psychosomatik?

Tut mir sehr leid wegen Deiner Tante/Mutter! Aber, pass auf Dich auf! Dir ging es vorher schon nicht gut. Suche Dir bitte Hilfe zur Bewältigung.

Liebe Grüße,
manu


 
 
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