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BeitragVerfasst: 18. Okt 2020, 18:28 

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Hallo dieNeue,

danke für die Schilderung, in der Tat weiß ich noch nicht, ob ich in die Ambulanz da kann, wo ich auf Warteliste bin oder in die Landesklinik. Das Packen ist erstmal abgebrochen, um halb drei habe ich etwas geschlafen, so fertig war ich, nur ein paar Minuten. Danach habe ich mich mit Essen und Fernsehen abgelenkt, während die zweite Waschmaschine läuft.

Ob es nun nötige Organisation ist oder nicht, einige Vorbereitungen müssen wohl sein. Keine Ahnung, ob der Laptop mit kann, ob es Fächer zum Abschließen gibt, das frage ich mich schon, er wäre bei Corona-Ausgehverbot das letzte Tor zur Welt. Auch für Kontakte, wenn Besuchsverbot kommt, was ja abzusehen ist bei steigenden Zahlen.

Morgen streikt in Köln ver.di, ich weiß nicht wie ich zur Therapeutin in die Innenstadt komme, wo es keine Parkplätze gibt, weil alle mit dem Auto fahren. Arbeiten könnte ich auch noch, offiziell war ich ja im Urlaub. Muss mich krankmelden oder hingehen.

Die ganzen Überlegungen müssen sein, jenseits von Entspannung ist es erforderlich, leider. Muss auch noch einkaufen, habe keinen Brustbeutel für Wertgegenstände.

Wünsche allen einen schönen Abend.

LG Henrike


 
 
BeitragVerfasst: 18. Okt 2020, 19:04 

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Hey du,

bei uns stationär und sogar in der Tagesklinik hatte jeder nen abschließbaren Schrank, stationär halt auf dem Zimmer und teilstationär an der Garderobe. Laptop hatten auch einige dabei, es gab aber auch nen Computerraum mit Internet.
Fände ich auch wichtig sowas dabei zu haben, gerade jetzt wegen Corona, wie du schreibst. Du kannst ja einfach deine Fragen hier stellen, wenn du wissen willst, ob man bestimmte Sachen in der Klinik braucht oder nicht. Hier gibts ja viele Erfahrungswerte von Anderen.

Liebe Grüße,
DieNeue


 
 
BeitragVerfasst: 19. Okt 2020, 05:08 

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Hallo Henrike,pass auf,dass Du Dich nicht zu doll unter Druck setzt.
Achtsamkeit.
Ich drücke Dir die Daumenn,dass alles gut geht


 
 
BeitragVerfasst: 19. Okt 2020, 06:30 

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Wünsch Dir eine gute Entscheidung bezüglich Klink.
Hoffentlich kommst Du gut nach Köln ,trotz Streik,
falls Du Dich doch für die Arbeit entscheidest,
Hör auf Deinen bauch,es gibt immer eine Lösung,
Es grüßt Dich malu

_________________
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,der uns beglückt und der uns hilft zu leben.


 
 
BeitragVerfasst: 19. Okt 2020, 18:08 

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Hallo Malu,

Grüße aus Köln zurück, mit dem Auto bin ich um 7 gut hin gekommen. Zu Fuß zur Therapie um 16 Uhr. Dort gab es keine neuen Erkenntnisse, sie konnte mir nicht helfen alles ambulant zu regeln. Ich lief unter herbstbunten Bäumen, die Vorstellung in eine Klinik zu gehen kommt mir schlimm vor, auf dem Balkon will es noch eine Runde blühen, ich werde das nicht sehen. Ich will nicht weg, es ist mir ein Greuel, dass ich nicht mehr die Arbeit machen kann die sich im Büro stapelt. Es deprimiert mich noch mehr auf Station zu müssen.

LG Henrike


 
 
BeitragVerfasst: 20. Okt 2020, 15:18 

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Heute war ich daheim, nur 2 Stunden Nachtschlaf und dann holte mich das Grübeln ein. Ich meldete mich im Büro ab. Habe mit einer Klinik telefoniert, diese kann wegen Corona nicht besichtigt werden. Ich bin jetzt auf der Warteliste und will gleichzeitig nicht hin. Das Büro vermisse ich, wäre besser gegangen. Der Tag ist öde, der Schlaf kam nicht mehr, ich habe früher warm gegessen, die Küche aufgeräumt. Ein halbgepackter Koffer steht da. Halbherzig das Packen und wie man darin Sachen für 2 Monate packt, weiß ich nicht. Vorweihnachtszeit bin ich gerne daheim, mache es mir gemütlich.


 
 
BeitragVerfasst: 20. Okt 2020, 17:41 

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Hilfestellung von mir zum Grübel ,Grübel Thema mit dem ich auch zu tun habe .
Sich total mit was anderem beschäftigen , sich ablenken oder das Thema in winzigen Schritten angehen . Den sich auftürmenden Berg einfach besteigen, und oben der Sieger sein .
Diesen Erfolg als Werkzeug immer wieder einsetzen um Sicherheit und Beständigkeit zu erlangen .


 
 
BeitragVerfasst: 20. Okt 2020, 17:45 

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Hallo Henrike,
Du hast gehandelt, sowohl auf der Arbeit krank gemeldet,als auch bei der Klinik auf die Warteliste.
klar und leider kommt nachher wieder grübeln,.......war das richtig,oder nicht........
Eine Warteliste ist für Dich eine Möglichkeit,da kannst Du auch später noch nein sagen.

Bei Deiner Arbeit fühl ich so,dass sie Dir gut tut,vor Allein die Struktur und das Du da
nicht grübelst währenddessen.....oder irre ich mich!?

Du durchlebst eine schwierige Zeit,ambulante Hilfe und zwar zeitnah wär jetzt so wichtig,
Ich drück Dir die Daumen,dass es in Deiner Nähe noch andere Möglichkeiten gibt L.G.Malu

_________________
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BeitragVerfasst: 21. Okt 2020, 10:58 

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Hallo Hennrike,

tut mir echt leid, was ich lesen muss, Das Grübeln ist eine furchtbare Phase, von der man nie weiß, wann sie endet oder wieder beginnt. Ich stecke auch wieder mitten drin, obwohl es mir eigentlich ja gut geht.

Es wäre wahrscheinlich besser gewesen, die Klinik hätte dir geich einen Platz zuweisen können, damit du eben nicht wieder Gelegenheit zum Nachdenken hast. Schade, Wunsch und Wirklichkeit liegen weit auseinander.
Deine Zerrissenheit zwischen wollen und nicht wollen, zermürbt dich zusätzlich. Leider habe ich auch keine Lösung parat, habe selber wieder mit Gedankenspiele zu tun. Ich drücke dir dennoch alle Daumen und wünsche dir viel Glück, dass das Warten inder Klinik nicht zu lange dauert. Sei ganz lieb gegrüßst

Elbkind


 
 
BeitragVerfasst: 21. Okt 2020, 20:13 

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Hallo Elbkind,

vielen Dank für deinen Beitrag. Seit gestern Abend ist das Grübeln und die innere Unruhe weg. Da es mir abends besser geht war ich heute morgen total überrascht. Ich war entspannt und hatte einen guten Tag in der Firma, ich konnte mit den Kollegen lachen und bin auch unbeschwert in den Feierabend gegangen, die Sonne schien, 20 Grad in Köln, das konnte ich genießen und mich am bunten Laub erfreuen.

Erfreulich, dass ich auch noch so sein kann, hatte seit Anfang September keinen guten Tag mehr.
Woran es nun liegt? Sicher bin ich nicht geheilt, aber es ist ein positives Zeichen. Die Psychiaterin hat wie ich bei Anruf erfuhr den Befundbericht für die Reha ausgefüllt und weggeschickt, ich weiß nicht was drin steht. Ich hatte ja das Honorarblatt zur Abrechnung per Post geschickt.

Morgen schicke ich dann den Antrag los.

LG Henrike


 
 
BeitragVerfasst: 22. Okt 2020, 11:45 

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Moin, Henrike,

na, das sind doch einmal wirklich gute Nachrichten. Dann hoffe ich für dich, dass du in absehbarer Zeit auch eine positive Nachricht bzgl. der REHA erhältst.

Zwischen Himmelhoch Jauchzen und Zu Tode Betrübt liegen oft nur kleine unsichtbare Grenzen, die wir nicht einmal beschreiben können. Gestern war ich eine totale Null in Sachen geordneter Gedanken, planvoll Aufgaben erledigen und nett zu meinem Umfeld sein :roll: Die Nacht über konnte ich nur im Stunden-Rythmus schlafen, meist lag ich wach und grübelte darüber nach, weshalb ich so grübel. Totaler Quatsch, aber meine Gedanken konnte ich weder umlenken, ablenken noch abstellen...
Erstaunlicherweise, geht es mir heute Vormittag aber gut, bin fleißig im Haushalt, gehe nachher noch in den Garten und bin(hoffentlich) wieder fröhlicher, als die letzen Tage. Aber daszu wird mir mein Mann bei passender Gelegenheit Bericht erstatten, wie ich mich heute so benommen habe :lol:

Liebe Henrike, ich drücke wieder die Daumen, bleib so gut gelaunt, lass die negativen Gedanken möglichst lange aus deinem Kopf, liebe Grüße

Elbkind


 
 
BeitragVerfasst: 23. Okt 2020, 06:55 

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Moin Elbkind, die gute Stimmung ist wieder weg, es stresst mich ausgerechnet der Reha-Anrag, weil ich gerne eine Wunschklinik angeben würde, aber nicht weiß welche. Die Portale im Internet nicht konkret, wo Depression behandelt werden soll steht im Erfahrungsbericht was von Orthopädie.Jetzt fahre ich auch noch gleich zu meiner Mutter, dummerweise entgeht damit der Tag für Recherche, das hat mich schon wieder in innere Unruhe gebracht. Ich muss bei der Mutter übernachten, Pension gebucht, also muss ich fahren.


 
 
BeitragVerfasst: 23. Okt 2020, 08:07 

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Liebe Henrike,
Ich glaube, du kannst so viel recherchieren wie du willst, du wirst es letztlich nicht wissen können, welche Klinik optimal ist. Das lässt sich vielleicht auch gar nicht objektiv beurteilen. Auf die Erfahrungsberichte im Internet, würde ich mich nicht so sehr verlassen. Lieber nach ein paar objektiven Kriterien schauen, die für dich wichtig sind. Ich will ja gerade auch einen Reha Antrag stellen. Für mich ist z.B. sehr wichtig, ein Einzelzimmer zu haben. Dann schau ich, ob die auch körperbezogene Therapien anbieten, weil für mich wichtig.
Und so mit wenigen Kriterien, versuche ich herauszufinden, was passen könnte. Sicher, kann ich mit dann natürlich nicht sein.
Aber, ich finde es wichtiger, sich zu entscheiden. Auch, wenn das ja gerade dein Problem ist, wenn ich die richtig verstehe.
Du warst doch von der Klinik in Bad Kissingen angetan?
Ich werde die als meine wunschklinik angegeben. Dann als 2. Wahl Bad Arolsen.
Ich hoffe, du triffst bald deine Wahl, weil es dich ja so quält.
Ich drücke dir die Daumen.
LG Mongolin


 
 
BeitragVerfasst: 23. Okt 2020, 08:30 

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Liebe Mongolin,

vielen Dank. Aus Arolsen hörte ich als Antwort, sie machen keine Reha. Das fand ich seltsam, vielleicht war es die falsche Klinik im richtigen Ort? Mittwoch ging es mir gut und seit gestern der Rückfall. Ich denke, ich bin Sonntag wieder da und schaue dann nochmal richtig. Du hast Recht, ich muss eine Entscheidung treffen, sonst treibt es mich um, ich merke wie die Depression funktioniert, kann aber nicht auf einen Stopknopf drücken, es ist stärker als ich. Montag soll Absendetag sein.

Liebe Grüße

Henrike


 
 
BeitragVerfasst: 23. Okt 2020, 08:52 

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Liebe Henrike,
Schau mal bei Schön Kliniken nach. Das ist die Gruppe zu die auch bad Arolsen gehört. Wundert mich jetzt. Auch gut soll Bad Bramstedt sein.


 
 
BeitragVerfasst: 23. Okt 2020, 08:58 

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Liebe Henrike,

das, was Mongolin schreibt, ist ein guter Ansatz. Überlege dir, was für Dich wichtig ist. Du wirst auf "Empfehlung im Internet" keine für dich zugeschnittene Klinik finden, nur Anhaltspunkte, an denen du dich vielleicht orientieren kannst. Wichtiger wäre vielleicht auch zu wissen, was du NICHT willst (...kein Mehrbettzimmer, nicht weit weg von zu Hause oder aber gerade nicht in der Nähe meines zu Hause...). es sind individuelle Eckpunkte, die du für dich sammeln könntest.

Hilfreich wäre es evtl. auch, eine Klinik zu finden, die einen separaten stationären Bereich für Psychosomatik hat. Somit wäre z. Bsp. gewährleistet, das du nicht mit "normalen" Patienten den Wohn-/Schlafbereich teilen musst. Ich selber war zur REHA in Bad Bevensen, zwar ambulant, aber dort wohnen die Psychosomatiker in einem eigenen Wohntrakt, Stationszimmer und Aufenthaltsbereich.

Henrike, ich weiß nicht, ob ich mit meiner Vermutung richtig liege, aber ich denke dein Problem liegt auch schon darin, dass du eigentlich gar nicht in eine Klinik möchtest. Wenn ich falsch liege, verzeih mir bitte. Ich selber musste mir ganz viel Mut einreden, dorthin zu gehen. Das Hadern zwischen Hilfe brauchen aber nicht wollen ist ein Kampf im Kopf.

Ich wünsche dir ein schönes Wochenende, bleib gesund und optimistisch.
"...und am Ende wird alles Gut werden. Und wenn es nocht nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende".

Liebe Grüße

Elbkind


 
 
BeitragVerfasst: 25. Okt 2020, 06:07 

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Liebe Elbkind,

eine Reha kann ich mir besser vorstellen als eine Einweisung. Ich werde wohl nicht umhin kommen Hilfe anzunehmen. Ich merke, dass es mit mir nicht "stimmt" und ambulant komme ich nicht weiter. Ich bin immer am zweifeln, auch jetzt mit der Klinikwahl für die Reha. Ich möchte eine Klinik die gut ist bei Depression, sie soll keine langen Wartezeiten haben und mir helfen. Das ist Futter für das Grübelübel. Das findet immer was, nur Mittwoch war mal ein schöner Tag. Da hatten sich Grübelübel und innere Unruhe einen freien Tag gegönnt. Da die Psychiaterin den Befundbericht schon weggeschickt hat sollte ich wohl den Antrag ohne Klinikempfehlung absenden. Für mich ist die Stelle in Stralsund zuständig, daher kommen immer meine Renteninfos. Die Psychiaterin hat nach Berlin geschickt, sie hat ausgefüllt ohne Rücksprache mit mir und ohne Kopie an mich.

Nach einem Kurzbesuch bei meiner Mutter mit einer Übernachtung sitze ich nach der umgestellten Zeit wieder früh hier rum.

LG Henrike


 
 
BeitragVerfasst: 28. Okt 2020, 17:09 

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Der Reha-Antrag dürfte bei pünktlicher Post gestern oder heute die Rentenversicherung erreicht haben. Am Montag hatte ich noch einmal Entscheideritis, seither bin ich ruhiger und hoffe, dass es so bleibt, das würde mir eine Einweisung ersparen. Die innere Unruhe ist auch Nebenwirkung von meinem Antidepressiva, ich habe es heruntergesetzt und die letzte Nacht keine schlimmen Träume gehabt. Außerdem suche ich eine neue Psychiaterin. Sie hat bei Schilderung von Nebenwirkungen kein Interesse gezeigt, ich sollte es erhöhen.


 
 
BeitragVerfasst: 5. Nov 2020, 20:49 

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Guten Abend, komme nach Zahnarzttermin am Abend gerade heim. Doch warum es mir stressig und schlecht geht ist der Anruf von der Psychiatrie, wo jetzt ein Bett frei sei. Ich bin total zerrissen, ich wollte ja nie in die Klinik mit Mehrbettzimmer und Pharmakotherapie. Ich nehme zur Zeit gar nichts mehr und fühle mich nicht besser als mit Antidepressiva. Am liebsten würde ich absagen. Heute habe ich erfahren, dass meine Therapeutin schwanger ist und nicht mehr lange arbeitet. Mit der Psychoanalyse hat es in der Akuttherapie nicht angefangen und Verhaltenstherapie soll bei Depressionen ja besser helfen. Ich weiß gar nicht was ich machen soll, hatte mich nach der Arbeitswoche schon auf ein ruhiges Wochenende gefreut, Sonne scheint, mit dem Auto rumfahren, kleiner Ausflug mit Spaziergang.
Da ja Medikamente eingestellt werden kann ich mit einem langen Aufenthalt rechnen, mit Corona gibt es weder Besuch noch Ausgang oder Wochenendurlaub.


 
 
BeitragVerfasst: 6. Nov 2020, 11:37 

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Liebe Henrike,

leider kann Dir keiner die Entscheidung abnehmen.
Du scheinst einem Klinikaufenthalt eher ambivalent gegenüber eingestellt zu sein, war ich auch und habe deshalb meinen ersten Klinikaufenthalt nach 4 Wochen abgebrochen.
Das ist auch eine Möglichkeit. Du kannst es trotz vieler Bedenken einfach ausprobieren und schauen, ob der Aufenthalt hilfreich für Dich ist. Du kannst jederzeit gehen und keiner kann Dich zwingen Medikamente zu nehmen.

Ich weiß nicht, ob es die richtige Herangehensweise ist, doch meine Gründe, es erstmal zu versuchen waren teilweise rein formal. Ich war in X Sprechstunden (9) bei Verhaltenstherapeuten und das Resultat war:"Sie haben nix, ich setze Sie auf die Warteliste und nach 1 Jahr ( aus dem gerne mal 1,5 Jahre wurden) Warten schauen wir ob PT überhaupt nötig ist, sehr wahrscheinlich nicht!"
So gingen dann 4 Jahre ohne effektive Therapie ins Land.

Nun habe ich einen Brief von Klinik 1 (Mehrbettzimmer, Schnarcher, Psychoanalyse, Behandlung eher erfolglos) und einen Brief von Klinik 2 (VT, Behandlung erfolgreich) aus denen hervorgeht, dass erst durch eine stationäre Akutbehandlung die Voraussetzung für eine ambulante VT geschaffen wurde.
Ich denke aus der immer-weggeschickt-werden Situation bin ich damit raus.
Ich werde lange auf eine ambulante VT warten müssen, aber eine Behandlung erhalten.
Denn eine spezialisierte Diagnostik (habe mehrere Diagnosen) ist bereits mehrfach erfolgt und das Ergebnis stimmt bei beiden Kliniken überein.

Auch bei der Beantragung einer Reha oder beim Schwerbeschädigtenausweis können Briefe hilfreich sein.
Leider ist es so, das bei Behörden (DRV, Sozialamt) sehr nach der "Aktenlage" geschaut wird.

Das war für mich auch ein Grund es zu versuchen...
Und um überhaupt in das ambulante PT-System reinzukommen und dort eine Behandlung meinen Diagnosen entsprechenden zu erhalten (und nicht irgendein unspezifisches Wischi-Waschi nach dem Motto "Wir haben in sehr großen Abständen halt über irgendwas gesprochen und sei es das Wetter").

Nicht der beste Grund und wenn das für Dich nicht wichtig ist und Du Dir so viel schönere Dinge vorstellen kannst, als in eine Klinik zu gehen...

Ich wünsche Dir eine gute Entscheidung bei der Du auf Dich hörst und Deine Bedürfnisse im Blick hast.

Liebe Grüße


 
 
BeitragVerfasst: 6. Nov 2020, 12:02 

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Liebe Henrike,
Ich dachte du wolltest in eine Reha?Was du jetzt schreibst klingt nach Aufnahme in ein Krankenhaus. Hab ich das richtig verstanden?
Wenn es dir im Moment so schlecht geht, dass du in einem Krankenhaus besser aufgehoben bist, probiere es aus, wie Gartenkobold schreibt.
Überleg nur, ob diese Situation dir gut tun kann. Ich selbst könnte absolut nicht in ein Doppelzimmer. Aber da bin ich vielleicht auch etwas eigen.Womöglich muss man zur Zeit dann auch noch maske tragen.
Ich weiß das aber nicht, war aber so als ich vor 4 Wochen akut eingewiesen wurde und der Grund, dass ich mich nach 5 Minuten auf der Station wieder entlassen habe.
Sorry, vielleicht war das nicht hilfreich.
Mir geht es gerade auch nicht so gut. Hoffe auf meine Reha, aber das wird noch 5 bis 6 Monate dauern.
Vielleicht sollten wir in der Zwischenzeit eine Depri WG aufmachen:-)


 
 
BeitragVerfasst: 6. Nov 2020, 12:33 

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Liebe Mongolin ich fühlte mich gezwungen den Platz zu nehmen weil ich auf der Warteliste war und der Anruf kam. Letztlich doof weil ich noch einen Termin bei einen Neurologen-Psychiater habe in 13 Tagen, der hätte sicher auch Rat gewusst, ist sehr etabliert und hat Erfahrung. Jetzt habe ich mich aber brav in Klinik angemeldet. Es bleibt dabei, ich kann nicht entscheiden und wenn falsch.
Ich bin mal wieder in meine eigene Falle getappt, etwas entscheiden was ich eigentlich nicht wollte und dann bereue. So ist das Wochenende belastet, weil es wieder das Grübelübel füttert und ich nicht entspannen kann.
Wenn in einer Klinik kaum Einzeltherapie ist bespricht auch niemand solche Themen und hilft mir, das Verhalten zu ändern.


 
 
BeitragVerfasst: 6. Nov 2020, 15:44 

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Liebe Henrike,

hier gibt es eine Gruppentherapie, bei der ein einzelner Patient sein Thema mitbringen kann, welches dann in der Gruppe besprochen wird.

Bei mir war es das Grübelübel.

Es muss also nicht unbedingt Einzeltherapie sein um dieses Thema anzugehen. Die Gruppe findet 2x die Woche statt und diese Woche war das Thema "Grübeln" 2x dran, da es ein häufiges Problem ist.

Eine Klinik kann Hilfe bieten, auch wenn es nur ein Einzel die Woche gibt!

Allerdings ging es mir sehr schlecht, als gerade Gruppe war und ich war für Lösungen nicht offen, so nach dem Motto bringt sowie nix, was ihr sagt, mir kann man nicht helfen.

Macht aber nix, wenn ich mir nichts gemerkt habe. Man bekommt die "Mitschrift" = großer Zettel mit Notizen mit.

Wenn ich nicht mehr fertig bin mit der Welt und nach einer großen Portion Entspannung arbeite ich das nach.

Ich kann Dir dann die Vorschläge schreiben.

Ausprobieren und die für sich passende Lösung, kann nur jeder für sich selber finden und dafür braucht es Geduld mit sich selber und den Willen etwas zu verändern.
Wenn es mir schlecht geht, habe ich beides nicht.

Dann halt in besseren Zeiten...

Ein schönes Wochenende und eine gute Entscheidung!


 
 
BeitragVerfasst: 6. Nov 2020, 17:53 

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Liebe Gartenkobold, auch danke für deinen Beitrag. Da hast du ja einen ziemlichen Rundschlag an Therapieversuchen hinter dir. Schlecht, wenn jemand nicht ernst genommen wird. Das ist ja immer sehr subjektiv und wenn ein Patient leidet, sollte das angenommen und nicht heruntergespielt werden.
Die Depression ist auch eine Krankheit, wo man nicht verstanden wird und die einsam macht. Da leide ich am meisten dran, mische Freunde mit Entscheidungen auf und die Antwort ist, ich muss entscheiden. Gerade das kann ich aber nicht, ich entscheide falsch oder bin blockiert.

Jetzt denke ich auch schon ans abbrechen oder absagen bevor ich da bin, weil ich es immer noch nicht will. Nicht einmal Patientenwaschmaschinen gibt es, ich soll "genug" mitbringen. Das Bauchgefühl ist schlecht.


 
 
BeitragVerfasst: 7. Nov 2020, 07:28 

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Wieder eine Nacht ohne Schlaf. Unruhe, Herzrasen, ich habe mich in einen schlimmen Zustand gebracht mit der Entscheidung. Soll ich hingehen oder abbrechen. Dabei ging es mir seit zwei Wochen etwas besser, ich konnte schlafen und es kamen Tränen, jetzt ist alles weg wie ganz am Anfang


 
 
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