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BeitragVerfasst: 13. Okt 2020, 23:12 

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Hi Henrike,

ich leide glaube ich am gleichen wie Du. Sehr viele Bücher habe ich gelesen, Stop Methode etc. Bisher hat nicht viel geholfen. In den letzten Jahren hatte ich 1-4 x pro Jahr solche Themen. In letzter Zeit öfters. Aus meiner Sicht liegt das Grundproblem darin, dass man zu viel darüber nachdenkt, dadurch das Gehirn überhitzt und in diese Grübeleien verfällt. Ich kann Dir zwar nicht helfen, jedoch glaube ich, dass dein Thema nicht das Handy ist sondern das grübeln.

Gruß Sternenregen


 
 
BeitragVerfasst: 14. Okt 2020, 09:15 

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Hallo Sternenregen, ja es ist ein Symptom. Bin jetzt im Urlaub an Nordsee und geht mir schlecht. Zwei Mitreisende können mir nicht helfen, sie sind in Urlaubslaune. Ich grübele, zurück oder nicht, dann einweisen lassen ? Kann keine Entscheidung treffen. Zwar geschlafen, dann aber wach zwischen Grübeln und Gedanken, die vorbeischwirrten.

Ratlose Grüße von Henrike


 
 
BeitragVerfasst: 14. Okt 2020, 18:31 

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Über was grübelst du aktuell?


 
 
BeitragVerfasst: 14. Okt 2020, 21:39 

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Das ist schade,liebe Henrike,dass es im Urlaub auch nicht viel besser ist.
Gut ,dass Du schlafen kannst.Vielleicht versuchs Du dann einfach aufzustehen und
rausgehen,ist ja eine rauhe Umgebung,da vergeht eventuell das Grübeln,in der
Fremde,bist Du am Meer?Ob Dir das helfen kann!Oder machs Du Alles zusammen
mit Deinen Leuten.Wenn die gut gelaunt sind,ist das auch schwer,Du willst denen ja
den Urlaub nicht verderben,das kenn ich ,deshalb hab ich meine Freundinnen im September alleine fahren lassen,und es nicht bereut.Hab statt dessen mein Schlafzimmer neu gestaltet,auch wegen Schimmel,und bin immer noch nicht fertig.

Da ist auch Einiges zu kaufen....mir fällt es schwer,mich zu entscheiden ,mir gefällt soviel und dann noch ganz verschiedene Stiele,dabei hab ich farbliche Vorgaben,
wie Schrank und Bett und trotzdem...ich will es perfekt machen.....aber das ist Quatsch.

Zauberwort ist "machen",vom Grübeln wird nix fertig,da mach ich mich nur fertig,
das will ich nicht.......vielleicht findest Du auch zum Tun,alles richtig machen kann man
nie,da macht man meist garnix und das ist immer falsch,es sei denn,es geht eigentlich garnichts

In der Depression ist man ja gelähmt und da fallen Entscheidungen immer schwer.
Ich halt mich dann ruhig bleib auch lange im Bett und lenk mich ab mit Lesen oder seichten Filmen...geh zum Arzt,oder ruf dort an,wenn meine Medi,s dann langsam wirken,kann ich erstmal wenig tun,hab nicht viele Ideen und freu mich wenn überhaupt wieder was geht


Ich wünsche Dir,dass Du Hilfe findest.Da Du gern arbeitest hilft Dir vielleicht auch die Tages-
Struktur,oder eine Tagesklinik...die Alteburgerstrasse...war ganz gut.
In Bergisch Gladbach ,oder in Zülpich sind auch gute Kliniken,oder die Rheinklinik Bad Honnef.
Da braucht man nur eine ärztl.Einweisung,akut keine lange Wartezeit.

Alles Gute wünscht Dir Malu,
versuch die Nordsee irgendwie gut zu finden,besser als zu Hause
sitzen und grübeln,warum Du nicht mitgefahren wärst,jetzt bist Du da,das ist doch wenigstens
entschieden,die Krankheit nimmt man leider mit,is so.....

_________________
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,der uns beglückt und der uns hilft zu leben.


 
 
BeitragVerfasst: 15. Okt 2020, 08:07 

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Hallo Gefühlsregen,

danke Malu für deinen ausführlichen Bericht. Du hast ja schon viel Erfahrung. leider. Ich bin eher in Panik wegen der Krankheit, den Umgang muss ich noch lernen. Auch nach einem halben Jahr kann ich die Krankheit nicht annehmen. Ich bin froh Gesellschaft zu haben und die anderen nicht so sehr zu belasten.

Heute Nacht war es wieder schlimm, Grübeleien. Derzeit kann ich nur nach Düren, TK Bergheim, Wartezeit ca. 2 Wochen. Wird bei Google nur mit 1 Punkt bewertet, das macht mir Angst. Allteburger Straße nimmt niemand, Uniklinik erst 2021. B. Gladbach auch Wartezeiten. Schlafe hier etwas mehr wegen guter Luft und am Meer sein. Abends geht es besser, die Nächte reißen mich runter. Grübeln, wie es weiter gehen soll. Klinik und Corona. Zukunft. Das ich durch Hin und Her nun kein gescheites Handy oder gar Tablet für Klinik habe, wenn ich wegen Corona nicht raus kann.

Nutze heute noch mal Meerspaziergang.

LG Henrike


 
 
BeitragVerfasst: 15. Okt 2020, 10:56 

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Liebe Henrike,

ich kann dich so gut verstehen. Auch ich hatte in meiner schlimmsten Phase gefühlt unendliche Grübeleien und keine Anhnung, wie ich davon loskommen sollte. Ich weiß nicht, ob du in Therapeutischer Behandlung bist/warst, aber mit Hilfe meiner ärztlichen Psychologin und der von ihr angewandten Tiefenpsychologie( über ein Jahr) bin ich auf den Ursprung meiner Grübelattacken gekommen, der schon in meiner Kindheit entstanden ist und dadurch mein Leben mit all meinen Verhaltensmustern bestimmt hat. Die Aufarbeitung hat lange gedauert, und dementsprechend auch mein Verstehen zwischen Ursache und Wirkung.

Heute kann ich gut mit meiner Vergangenheit umgehen. Ich habe in den letzen Jahren mein altes Leben "Aufgeräumt" und aussortiert, so wie man, im übertragenem Sinne, alte Sachen entsorgt. Ich weiß sehrwohl, dass das nicht einfach ist, aber vielleicht hilft es dir etwas weiter, wenn du ergründest, weshalb du so sehr grübelst.

Ich wünsche dir alles Gute, liebe Grüße
Elbkind


 
 
BeitragVerfasst: 15. Okt 2020, 22:36 

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Liebe Elbkind,

habe Psychotherapie und nehme Antidepressiva. Trotzdem wird es nicht besser. Warst du in der Klinik oder hast du den Zustand ertragen bis es aufgearbeitet war? Über die Ursache wurde herausgefunden, dass es Überforderung, sich alleine und nicht unterstützt fühlen u.a. war. Aber es bleibt noch einiges zu besprechen, es braucht viel Zeit. Nächste Woche Montag ist die nächste Therapiesitzung.

Ich wünsche dir auch alles Gute.

LG Henrike


 
 
BeitragVerfasst: 16. Okt 2020, 09:30 

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Hallo lieb Henrike,

meinen Zustand "ertragen" hatte ich bis Januar 2016, dann ging absolut gar nichts mehr: Wollte nicht mehr aufstehen, hatte Angst unter Menschen zu gehen, wollte und konnte nicht mehr zur Arbeit. Mein HA hat mich wieder sofort aus dem Beruf herausgeholt, mir die Psychotherapie angeraten und mich auch sonst vollkommen unterstützt (wenn ich mich in der Praxis angemeldet hatte, kam ich sofort dran, keine Wartezeit).

Die Psychologin hat mir (neben Medikamenten) nach etwa drei Monaten "vorichtig" wegen meines Zustandes nahegelegt, eine REHA zu machen. Nach längerer Überlegung entschloss ich mich dazu und wurde fünf Wochen ambulant (stationär wollte ICH nicht) behandelt (Gespräche-einzeln/ in Gruppen, Sport ect.) Anschließende habe ich ein gutes halbes Jahr wöchentlich eine IRENA (Intensive REHA-Nachsorge) in der selben Klinik mitgemacht. Zwischendurch war ich immer im Kontakt zu meiner Ärztin, der Krankenkasse und meinem Hausarzt. Alles lief bestens, ich war weiterhin AU, und das knapp zwei Jahre.

Mein Zustand hatte sich nach der REHA leicht gebessert, aber ich wurde nicht mehr die Alte, war weiter in Therapie. Das Aufarbeiten meiner seit der Kindheit bestehenden Probleme und meiner daher resultierenden Denkweise und meine Annahme, ich muss mich immer um "die anderen" kümmern und nicht um mich selbst, hat mich auf den Boden meiner Tatsachen zurückgeholt: Ich habe mich vergessen, mich nicht um mich gekümmert!!!!

Um mich selber verstehen zu lernen, gab mir meine Therapeutin/Ärztin zum Abschied der Therapie ein Gedicht/Vers mit. Sie meinte, ich werde mich darin erkennen und es könnte helfen, mich zu verstehen. Es geht darum um Selbstliebe und das, was ich (vorher) meinte alles können zu müssen.

So, liebe Henrike, wenn es für dich eine Option wäre, würde dir eine REHA evtl. auch helfen können, da sich dort im kleinen Rahmen gleichgesinnte treffen. Du wirst dort erfahren, wie vielschichtig unsere Erkrankung mit all seinen sehr unterschiedlichen Lebensgeschichten ist. Ich wünsche dir Kraft und Lebensfreude. Sei dir immer sicher: Du bist nicht alleine.

In diesem Sinne, liebe Grüße

Elbkind


 
 
BeitragVerfasst: 16. Okt 2020, 16:43 

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Liebe Elbkind,

danke für die ausführliche Antwort. Da hast du ja sehr viel unternommen und hattest einen großen Einsatz und an dir gearbeitet.

Von einer Reha bin ich leider weiter entfernt, weil die Psychiaterin das Blatt nicht ausfüllte weil ich einen Termin in der Ambulanz der Uniklinik hatte. Da komme ich aber nicht auf die Warteliste, weil sie einen Arztbrief vom Neurologen wollen. Es wäre eh vor Januar 2021 kein Platz frei. Genug Zeit um den Neurologenbefund einzureichen, habe Termin erst im November erhalten. Erst dann kann ich wieder in der Uni vorsprechen, vielleicht Warteliste, dann wohl Frühjahr 2021 falls ich überhaupt als Patient angenommen werde.

Und ohne ärztliche Stellungnahme brauche ich den RehaAntrag erst gar nicht einreichen. Da wird es einem unnötig schwer gemacht. Wie schön, dass du beim Hausarzt nicht warten musst und die Therapeutin dir helfen konnte. Da habe ich das Gefühl ich trete auf der Stelle.

Nach vier Urlaubstagen in Holland war heute Abreise, da war ich in guter Gesellschaft, Urlaub zu dritt. Jetzt bin ich das Wochenende alleine, alles was ich vorhatte fällt wegen Corona aus.

Liebe Grüße Henrike


 
 
BeitragVerfasst: 17. Okt 2020, 10:02 

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Jetzt geht es nicht mehr um Kaufentscheidungen, heute geht es mir einfach schlecht, fühle mich einsam und krank. Kann mich zu nichts aufraffen, der Schlaf war schlecht und ich bin müde. Wieder ins Bett oder unter Leute, muss noch einkaufen. Aber das ist auch anonym. Brauche noch Kleidung fürs Krankenhaus, wenn man nicht privat so laufen kann wie man mag.


 
 
BeitragVerfasst: 17. Okt 2020, 11:16 

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Liebe Henrike,

Zitat:
Von einer Reha bin ich leider weiter entfernt, weil die Psychiaterin das Blatt nicht ausfüllte weil ich einen Termin in der Ambulanz der Uniklinik hatte. Da komme ich aber nicht auf die Warteliste, weil sie einen Arztbrief vom Neurologen wollen. Es wäre eh vor Januar 2021 kein Platz frei. Genug Zeit um den Neurologenbefund einzureichen, habe Termin erst im November erhalten. Erst dann kann ich wieder in der Uni vorsprechen, vielleicht Warteliste, dann wohl Frühjahr 2021 falls ich überhaupt als Patient angenommen werde.


Hab gerade geschaut, ob es das bei Euch in DE auch gibt. Aber, mich hat mein Hausarzt (nach Röntgen) auf Reha zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit geschickt: https://www.wissen-private-krankenversi ... faehigkeit .

War vor 4 Jahren und könnte mit meinem Rücken jedes Jahr Reha gehn . Mach aber jetzt lieber das ganze Jahr was, was heuer mit Corona leider nicht in dem Ausmaß so möglich war.

Für Rücken wars (Reha) mir an Psychosomatik leider etwas zu wenig.

Aber, so im großen und ganzen empfinde ich die Reha damals auch heute noch als positiv.

Zitat:
Jetzt bin ich das Wochenende alleine, alles was ich vorhatte fällt wegen Corona aus.


Hm, also, wenn ich mich überfordert und alleine gelassen fühle, dann hab ich Schmerzen im unteren Rücken.

Sollte auch noch etwas einkaufen :-) ...und keine Lust drauf, hier gerade auf der Coronaampel "orange", hohes Risiko an Ansteckung und dementsprechend wird wohl auch die Stimmung im Lebensmittelladen sein. Mal sehen, schnell hin, Sachen schnappen und wieder weg

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende Dir!
manu


 
 
BeitragVerfasst: 17. Okt 2020, 13:09 

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Danke Manu, auf die Reha warte ich ja und würde sicher positiv sein. Aber das wird dieses Jahr nichts mehr. Dir wünsche ich ein schönes Wochenende, bekomme hier nichts auf die Reihe und weiß nicht, ob Einweisung eine Lösung wäre...


 
 
BeitragVerfasst: 17. Okt 2020, 13:22 

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Liebe Henrike!

Vielen Dank für dein Thema. Ich finde das Wort Grübelübel wirklich genial. Ich konnte mich in vielen Dingen wiederfinden. Mir war nicht klar das es anderen bei Kleinigkeiten-Entscheidungen auch so geht.
Dieses Ja das gefällt mir
aber eigentlich ist das doof.
Vielleicht wäre es besser das andere zu nehmen.
Aber eigentlich gefällt mir das erste

und dann noch ne Runde.

Mir hilft in Tiefphasen die Entscheidung zu schieben und mir zu sagen dass ist jetzt nicht überlebens-wichtig.

Zum anderen hat mir ein Denkansatz geholfen. Alle deine (unseren:-) Fragen sind unentscheidbare Fragen.
Eine entscheidbare Frage ist sowas wie: Bin ich gerade in München oder Paris? Ist das eine Giraffe oder ein Hamster? usw. Es gibt eine klare eindeutig richtige Antwort.
Bei den unentscheidbaren Fragen gibt es die nicht. Es gibt Gründe für A und B aber auch dagegen. Wir können keine richtige Antwort finden, aber auch keine falsche!

In der heutigen Überflusszeit gibt es so viele Möglichkeiten die beste zu finden ist unmöglich und die Perfekte schon gar nicht. Mir hat das geholfen den Druck rauszunehmen.

Da ich eher dazu neige meine Bewertungen (ist es gut oder schlecht) zu hinterfrage und mich eher an meine (im Nachhinein) nicht so guten Entscheidungen erinnere, bin ich verunsichert und traue meinem Urteil nicht so recht. Aber mir zu sagen es muss nicht perfekt sein und nur gut genug reicht schon. Und viele Sachen weiß man erst später.

Vielleicht war ja irgendwas hilfreiches dabei?

Ich hoffe du bekommst einen Klinik/Reha Platz und kannst dich ein bisschen erholen. Das ist immer blöd wenn man gefühlt auf der Stelle tritt aber:
du hast einen MiniUrlaub gemacht
Du hast dich mit Freundinnen getroffen
du beschäftigst dich mit der Suche nach einem Platz
und das alles OBWOHL es dir schlecht geht. Ich würde sagen du bist sehr gut unterwegs.


”Stell dir vor, du bist schon lange gut, so wie du bist und merkst es nur nicht“

Liebe Grüße Darkness&Light


 
 
BeitragVerfasst: 17. Okt 2020, 14:18 

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Henrike hat geschrieben:
Danke Manu, auf die Reha warte ich ja und würde sicher positiv sein. Aber das wird dieses Jahr nichts mehr. Dir wünsche ich ein schönes Wochenende, bekomme hier nichts auf die Reihe und weiß nicht, ob Einweisung eine Lösung wäre...


Liebe Henrike,

herzlichen Dank!

Hab jetzt meine fehlenden Sachen für weiter Kekse backen :-) Hab Mittwoch begonnen und macht Spaß solange ich mir keinen Stress mache. Trinke normalerweise keinen Alkohol, aber war gestern Abend von dem Baileys für die Kugeln ziemlich schwindelig :lol: , kenne das so nicht. Meine 2 Backhilfen (Katzen) haben mich schon so komisch angeguckt :lol: .

Oh, tut mir leid, da hab ich wohl was missverstanden! Dachte es wäre noch gar nicht um Reha angesucht worden und ginge vielleicht auch über Hausarzt.

Bei mir war Reha zwar das volle Programm, 5 mal 11 Anwendungen, Termine pro Woche, Samstags nur bis Mittag und ich war nach der ersten Woche voll fertig. In der 2. Woche ging es mir dann schon besser, in der 3. Woche war mir dann schon etwas "langweilig" von sovielen Anwendungen nur damit es mir besser geht. Kann es schlecht beschreiben :? , wahrscheinlich einfach zuviel den ganzen Tag.

Aber, das mich besser fühlen können war so ein schönes Gefühl, dass ich mehr davon wollte.

Meine war ab Mitte Jänner. Hatte damals noch nen Freund bei der PVA, der mir das so geregelt hatte. Weil es bei mir meistens ab Wintersonnenwende (21. Dez. ) am schlechtesten mit Depri ist. Es würde zwar Abends glaub ich eh schon am 16.12. wieder heller. Da falle ich meistens in ein Loch, und ich fand es sinnvoll diese Zeit, wo ich ohnehin Depri wäre und ansonsten nicht recht viel auf die Reihe bringe mit Reha zu nutzen.

Wäre wohl gut gewesen im Beruf ne Art Wiedereingliederung zu machen, nicht sofort Vollzeit. Damit war ich dann etwas überfordert.

Ich für mich finde es auch immer etwas schwierig zu entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt für mich Klinik ist. Also diesmal ganz sicher, wenn es mir wieder so schlecht ginge wie von 1999 bis 2004 (auf allen 4en zur Toilette, im Bett liegen und Löcher in die Luft starren, weinen bis zur noch größeren Erschöpfung) , also sicher, wenn ich pflegebedürftig bin.

Bei meiner Tochter, die Einweisung über Hausarzt, weil sie Suizidgedanken hatte....und ich da bei meiner Schwester schon immer total überfordert war, weil schwer nicht jede Sekunde bewachbar, kontrollierbar....und meine Tochter zu verlieren hätte ich sicher nicht ertragen. Das (Suizidversuch) verarbeiten hat sicher 2 Jahre gedauert. Da ging es ihr schon ein Jahr wieder gut, besser als vorher :-) und ich hatte immer noch die Verlustängste und war z.T. wie versteinert.

Ich sehe mich manchmal noch leid, dass ich damals, in den 4 Jahren nicht in die Klinik gegangen bin. Wäre ich wohl schneller wieder gesund gewesen. Die 4 Jahre sehe ich als verlorene Zeit.

Also, ich würde es an Deiner Stelle probieren, ob es die Möglichkeit "Einweisung" gäbe, ein Platz frei ist!

Sehr liebe Grüße und die allerbesten Wünsche für Dich!
manu


 
 
BeitragVerfasst: 17. Okt 2020, 16:06 

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ich nochmal, weils mir gerade beim bügeln eingefallen ist.


Zitat:
Nach vier Urlaubstagen in Holland war heute Abreise, da war ich in guter Gesellschaft, Urlaub zu dritt. Jetzt bin ich das Wochenende alleine, alles was ich vorhatte fällt wegen Corona aus.


Wie war denn Dein Urlaub? Das Wetter? Windig?

War gestern Therapie und Thera meinte beim raus gehen, spazieren gehen, den Schal bwz. Mütze nicht vergessen. Wegen der Windtore am Nacken, ich glaub irgendwo am Jadekissen, damit es keinen inneren Wind gibt.

https://www.naturmed.de/blog/tcm-akupun ... sicht-tcm/

Würde das megaschwindelig von etwas Alkohol erklären :-) (Wetter hier grauslich nasskalt und windig) . Palpitationen mit Angstzuständen hatte ich die letzte Zeit, Sommer ja öfters, wird aber jetzt durch etwas mehr innere Ruhe, nicht mehr so großen Yin-Mangel besser.

Urlaub (Großglockner Hochalpenstraße) war bei mir gut, Wetter sonnig und schön warm, lediglich im Schatten etwas kalt. Aber alles mal von oben betrachten können, war sicherlich gut für mehr Abstand.


 
 
BeitragVerfasst: 17. Okt 2020, 16:52 

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ansonsten bei mir der Blasenmeridian http://reikicorner.at/werkstatt/wiki/blasenmeridian/ ziemlich blockiert. Hatte auf der Heimfahrt vom Urlaub ziemlich heftig Nierenschmerzen und dachte eher dass das oft heftige Herzklopfen und Atemnot eine Panikattacke (?) sein könnte. Blasenmeridian ausstreifen war voll schön. Werde mal die Dehnungen dazu machen, vielleicht hilfts ja was.

Mit der Affirmation klappts zu Corona ja gerade nicht so gut:
Ich bin immer in Sicherheit.
Ich bin stark und Mutig.


 
 
BeitragVerfasst: 17. Okt 2020, 22:29 

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Hallo darkness+light und manu,

danke für eure Beiträge. Ich habe mich nicht eingewiesen, bin mit dem Auto nochmal weggefahren, etwas ablenken, einen unerfreulichen Besuch gemacht. Als ich wieder daheim war, habe ich das Fernsehen angemacht und bin auf dem Sofa eingeschlafen. Ganz schlecht, so wird es nichts mit Nachtschlaf.

Die Nordsee war eine Abwechslung, viel draußen bewegt, war ja mit Leuten da die viel wandern. Die Unterkunft geteilt, Gesellschaft, das war angenehm. Gestern die Rückkehr. Der Tag war noch okay, heute dann wieder der Absturz in die Krankheit. Es wird wohl nicht mehr ohne Klinik gehen, seit Juni will ich das vermeiden, das ist also misslungen, es wird nicht besser. Dauerzustand statt Episode, das ist bedrohlich, die frühere Unbeschwertheit und Lebensfreude dahin.
Der Sonntag fängt gleich an, vielleicht kann ich da noch etwas schlafen.

Dann kommt schon wieder der Alltag, alles erscheint mir zu viel, ich möchte mich verkriechen.

LG Henrike


 
 
BeitragVerfasst: 18. Okt 2020, 11:16 

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Liebe Henrike!
Gerne! :) Ich würde dir raten morgen direkt deine Therapeutin anzurufen und schnellstmöglich einen Termin zu vereinbaren.
Mit ihr kommst du bestimmt wieder aus dem Grübelübel raus und kannst deine Gedanken etwas entwirren. Und diese Idee mit der Klinik-Einweisung oder Alternativen besprechen.

Und ein Schritt in die Klinik zu gehen ist ja auch kein Eingeständnis gescheitert zu sein, sondern gute Selbstfürsorge. Ich wollte es auch erst alles alleine schaffen und im Nachhinein denke ich dass es verlorene Lebens-Zeit ist. Jetzt mit Medis und Therapeutin geht es mir so viel besser. Das hätte ich anfangs auch nie gedacht.

Ansonsten einfach nichts anstrengedes und keine unangenehmen Pflichtaufgaben. Und wenn du dich verkriechen willst gönn dir ruhig deine Ruhe. Ich glaube es ist normal wenn mach nach einer schönen Zeit wieder in ein Loch rutscht. Das kenne ich auch. Vielleicht ja weil der Gegensatz zum monotonen Alltag so krass ist oder es doch auch anstrengend ist auch wenns schön ist? Ich neige auch dazu zu versuchen mein hohes EnergieNiveau zu versuchen zu halten (z.B. nach Urlaub) und bin dann enttäuscht wenn es nicht klappt und komme in so eine Selbstabwertungs-Schleife.

Ich schick dir einen virtuellen Blumenstrauß

Liebe Grüße darkness&light


 
 
BeitragVerfasst: 18. Okt 2020, 11:17 

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Liebe Grüße an dich Manu! Schön dich auch hier zu treffen :)


 
 
BeitragVerfasst: 18. Okt 2020, 11:39 

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Hallo manu, hallo darkness&light,

leider hat mir 3 Monate Therapie nicht geholfen, es ging mir im Juli besser als jetzt. Gerade habe ich festgestellt, dass ich schon wieder einen Schlüssel für die Müllanlage weghabe, vermutlich steckenlassen ohne abschließen. Gönne mir gerade keine Ruhe, will Wohnung aufräumen und vorbereiten wenn ich weg muss. Habe keinen Plan, weiß nichtmals ob man Handtücher mitbringen muss ins Krankenhaus. Ist ja dann für lange. Niemand wäscht oder bringt mir was. Weiß nicht mal, ob mich das Krankenhaus wo ich auf der Warteliste bin als akut nimmt oder ich nach Düren muss.
Am liebsten würde ich wieder ins Bett gehen und Decke über Kopf ziehen und mich ausschlafen.

Der RehaAntrag hängt dann auch, selbst wenn die Psychiaterin ausfüllt, wer holt den Befundbericht und schickt alles weg?


 
 
BeitragVerfasst: 18. Okt 2020, 11:53 

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Henrike, genau diese vielen Gedanken sind dein Problem. Auch leider mein Problem. Du kannst nicht alles durchdenken und falls ja ist das Durchdenken meist dunkler und grauer als es dann tatsächlich ist.
Du grübelst über Dinge obwohl dein Gehirn Ruhe braucht.
Wohnung Klinik etc. du durchdenkst es und das führt dazu dass es dir schlechter geht. Schreib vielleicht die Gedanken auf. Sortiere Sie.
Mir gehts immer nur schlecht, wenn ich es nicht schaffe frühzeitig mit dem grübeln aufzuhören und keine sofortige Lösung zu haben. Ach und wenn ich es mal schaffe stellt sich raus, dass alles nicht so bedrohlich und schlimm ist.
Ich bin oft durch die Hölle gegangen, und wenn ich zurückdenke nicht manchmal sondern irgendwie immer umsonst.


 
 
BeitragVerfasst: 18. Okt 2020, 12:19 

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Hallo Gefühlsregen,

ja, die vielen Gedanken sind das Problem, da hast du sicher Recht. Aber es ist leider auch fakt, wenn ich für Wochen oder Monate weg muss und wegen Corona wohl ohne Besuch und Ausgang wäre, dann ist es schwierig ohne Unterstützung. Angehörige habe ich immer betreut, da alt bzw. krank. Freunde wohnen nicht in Nähe meiner Wohnung. Nachbarin ist alt und auch nicht gesund.

Also muss ich bedenken, was zu regeln ist, wollte mich eigentlich hinlegen und etwas ruhen. Wird wohl heute nichts mehr mit der Einweisung.


 
 
BeitragVerfasst: 18. Okt 2020, 12:20 

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Liebe darkness+light, fett liebe Grüße zurück!!! Hab mich auch voll gefreut von Dir zu lesen!

Liebe Henrike,

Zitat:
Gerade habe ich festgestellt, dass ich schon wieder einen Schlüssel für die Müllanlage weghabe, vermutlich steckenlassen ohne abschließen.


also, sowas und ähnliches passiert mir gerne, wenn ich in Gedanken schon ganz woanders bin. Z.B. Haustüre abschließen. Gehe dann oft kontrollieren um dann erst nicht zu wissen, ob abgeschlossen ist oder nicht :lol: .

Was mich gerade ziemlich nervt, ist, dass man mit Corona jetzt noch mehr (Maske) braucht um aus dem Haus zu kommen. Dann bin ich mit den Gedanken schon beim Einkaufen und hab Handy nicht mit, keine Einkaufsliste . Wenn ich im Geschäft bin, hab ich sicher vergessen, was ich eigentlich kaufen sollte, weil ich so viel sehe.

Liebe Grüße Dir!
manu


 
 
BeitragVerfasst: 18. Okt 2020, 12:48 

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Hallo Henrike,

Henrike hat geschrieben:

Habe keinen Plan, weiß nichtmals ob man Handtücher mitbringen muss ins Krankenhaus. Ist ja dann für lange. Niemand wäscht oder bringt mir was. Weiß nicht mal, ob mich das Krankenhaus wo ich auf der Warteliste bin als akut nimmt oder ich nach Düren muss.
[...]
Der RehaAntrag hängt dann auch, selbst wenn die Psychiaterin ausfüllt, wer holt den Befundbericht und schickt alles weg?

Du denkst schon zwei Schritte weiter als du eigentlich bist. Eins nach dem anderen! Du fragst dich, wie das mit den Handtüchern geregelt ist, dabei weißt du gar noch nicht mal, in welche Klinik du gehst. Das kann von Klinik zu Klinik unterschiedlich sein. In meiner letzten Klinik hab ich die selber mitgenommen, es gab auch Waschmaschinen, Trockner und Wäscheständer extra für die Patienten, wo man seine Wäsche selber waschen konnte bzw. musste. Es ist ja nicht so wie in nem normalen Krankenhaus, wo man den ganzen Tag im Bett liegt und selber nichts tun kann.

Den Befundbericht kann die Psychiaterin an dich in der Klinik schicken. Du kannst dir da alles schicken lassen, selber was wegschicken, du kannst dort telefonieren, Internet haben, und es gibt meist auch eine Angestellte, die extra dafür da ist, einem bei so Bürokratiekram zu helfen.

Wenn du nicht weißt, was du mitnehmen willst, nimm lieber zu viel mit. Wenn du eigene Handtücher oder Bettwäsche haben möchtest, obwohl die Sachen gestellt werden, nimm ruhig deine eigenen Sachen mit.
Auch wenn du dort bist, bist du nicht alleine auf dich gestellt, du hast das Personal und deine Mitpatienten, die du fragen kannst. Manchmal ist es auch so geregelt, dass ein Patient, der schon länger da ist, die Aufgabe kriegt, einem Neuankömmling alles zu zeigen.
Je nachdem, wie es mit Corona geregelt ist, darf man auch raus und kann sich notfalls auch was kaufen, falls man was vergessen hat. Und falls man nicht raus dürfte, könnte man sich auch online was bestellen und liefern lassen.

Mach dir da keinen Stress (ich weiß, ist leicht gesagt) und versuch eins nach dem anderen anzugehen.

Liebe Grüße,
DieNeu


 
 
BeitragVerfasst: 18. Okt 2020, 14:17 

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Zitat:
leider hat mir 3 Monate Therapie nicht geholfen, es ging mir im Juli besser als jetzt.


Hm, was war denn das für eine Therapie? Vergangenheit (Mutter) bewältigen lief bei mir eher schlecht (Krise), mir ging es auch bis Juli besser als bis jetzt vor Urlaub. Jetzt hoffe ich es bleibt so, wie gerade. Wäre ich zufrieden ;) . Mal sehen, ob mich die Geister, die ich rief nochmal einholen. Ich hoffe nicht, brauche nen Abschluß.

Neptun ist wieder mal, von 23. Juni bis 29. November rückläufig:
https://www.viversum.at/online-magazin/ ... zubereiten.

2018 wars ähnlich, da hab ich dann Ende September den Job (teils) geschmissen. War aber im Nachhinein betrachtet ganz gut :-) .

Das viele Grübeln und voraus planen meint meine Thera ist ein Egoproblem, das Kontrolle möchte. Ich hätte mein Leben heuer etwas anders geplant, als mit Corona dann gekommen. Mittlerweile kann ich das etwas akzeptieren.

Ich backe jetzt weiter Kekse :-) , der Plan ist nicht durch Corona kaputtet geworden.

Liebe Grüße und die besten Wünsche Dir!!!
manu


 
 
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