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 Betreff des Beitrags: Läuft etwas in meiner VT falsch?
BeitragVerfasst: 22. Jun 2019, 07:30 

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Hallo zusammen,

ich mache zur Zeit eine Verhaltenstherapie wegen Depressionen und soz. Ängste.

Meine Therapeutin macht nur Kurzzeittherapie. Das wurde mir in der vorletzten Stunde mitgeteilt (also egal wie weit ich bin, da ist Schluss). Seit dieser Aussage habe ich nun andere Therapeuten kontaktiert, um ggfs dorthin wechseln zu können. Eine Sprechstunde habe ich bereits in der nächsten Woche.

In der letzten Stunde habe ich meiner Thera gesagt, dass ich nun dabei bin, für einen Anschlusstherapeuten zu gucken, damit ich am Ende der Therapie nicht zu lange Leerlauf habe. Das ich bereits ein Gespräch vereinbaren konnte und ein Wechsel zumindest in Kürze möglich scheint, habe ich ihr noch nicht gesagt.

Ihre Aussage war dann, sehr viel mehr könnten wir sowieso nicht erarbeiten, es gäbe jetzt nur noch Wiederholungen.

Ich war bzw bin nach dieser Stunde ehrlich gesagt, etwas erschrocken. Das war jetzt die 10te Stunde. 14 stehen mir noch zur Verfügung. Viel verbessert hat sich noch nicht, da ich das erlernte auch nur langsam umsetzen kann (zb wg der soz Ängste, diese begleiten mich seit meiner Kindheit, also da 30 Jahre).

Die Depression wird zusätzlich mit Medikamenten behandelt, wo ich eine leichte Stimmungsverbesserung und auch verbesserten Antrieb spüre, aber es ist noch verbesserungswürdig da die anderen Symptome ja auch noch da sind.

Jedenfalls Frage ich mich jetzt, ob in meiner Therapie etwas falsch läuft. Ich kann gut mit ihr reden, aber die Stunde ist jedes mal kürzer wie 50 Minuten (meistens 35-40). Dann die Aussagen (ich mache nur Kurzzeit, habe alles gezeigt, gibt nur noch Wiederholungen, ect). Und das bereits in der 10. Stunde, wo die ersten Stunden ja erstmal mehr oder weniger dem Vertrauensaufbau dienten.

Ich habe mittlerweile das Gefühl, das ich als Patient nicht zähle, da sie sagte, sie mache nur Kurzzeit, um viele Menschen behandeln zu können. Und die Therapie endet dann, egal wie weit derjenige ist?

Seh ich das alles zu eng? Bin ich nicht schnell genug? Das ganze belastet mich gerade. Ich lag mal wieder die ganze Nacht wach, und habe überlegt, ob ich was falsch mache.

Wie ist Eure Meinung dazu?

Sonnenschein


 
 
BeitragVerfasst: 22. Jun 2019, 10:11 

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Hallo Sonnenschein34,

mit Kurzzeittherapien kenne ich mich nicht aus - bei meiner Therapie damals war eine Verlängerung möglich (das hängt natürlich auch von dem/der Therapeuten/in ab, was sie anbieten kann), und das war auch gut so.

Wenn deine Therapeutin nur Kurzzeittherapie anbietet, ist das halt (leider) so - das hat auch mit dem Gesundheitssystem und den Vorgaben darin zu tun. Für manche Erkrankungen kann so eine Kurzzeittherapie durchaus auch hilfreich sein. Bei Depressionen halte ich persönlich diese Zeit für zu kurz angesetzt.

Vielleicht wäre auch eine andere Therapieform (z. B. tiefenpsychologisch fundierte Therapie) noch weitere eine Möglichkeit (da gibt es aber noch weniger freie Therpieplätze, soweit ich weiß). Meine Therapeutin hatte war den verhaltenstherapeutischen Ansatz, arbeitete aber auch im "Mix" mit tiefenpsychologischen Ansätzen.

Was deine Therapeutin mit den "Wiederholungen" meint, obwohl noch einige Stunden zur Verfügung stehen: vielleicht liegt das an der Therapieform (Verhaltenstherapie) - und bedeutet möglicherweise, dass du das, was du bisher erkannt hast, wiederholt einüben sollst. Es kommt vielleicht darauf an, auf was ihr gerade den Fokus legt. Wenn es beispielsweise um soziale Ängste geht, könnten diese anders behandelt werden als die Dinge, die der Depression zugrunde liegen.

Hat sich im Laufe der bisherigen Stunden ein Thema / ein Aspekt besonders herauskristallisiert, an dem ihr noch arbeiten könntet? Alle Themengebiete in 25 Stunden abzuarbeiten, wird kaum möglich sein. Aber vielleicht findet ihr ein zentrales Thema, für das ihr die übrig gebliebenen Stunden noch nutzen könnt.

Ich finde es gut, dass du dich nach einer neuen Therapiemöglichkeit (bzw. Anschlussbehandlung) umschaust, wenn das Ende deiner Therapie absehbar ist.

Wie wäre es, wenn du die Therapeutin mal auf deine Bedenken ansprichst, z. B. dass sie die Stunden abkürzt - ich meine, bei Fachärzten ist es "normal", dass es bei den Sprechzeiten Schwankungen gibt, weil es da meines Wissens nach keine festgelegten Zeiten gibt. Aber bei einer von der Krankenkasse genehmigten und finanzierten Therapie sind es doch 50 min, oder irre ich mich?
Zumindest fände ich es wichtig, von vornherein zu wissen, wieviel Zeit mir als Patient zur Verfügung steht, damit ich ungefähr weiß, ob sich das Anschneiden eines (neuen) Themas noch lohnt oder nicht. Und das könntest du ruhig bei der nächsten Stunde mal abfragen.

Du schreibst:
Zitat:
Seh ich das alles zu eng? Bin ich nicht schnell genug? Das ganze belastet mich gerade. Ich lag mal wieder die ganze Nacht wach, und habe überlegt, ob ich was falsch mache.

Nein, DU hast sicher nichts falsch gemacht. Eine Therapie, Vertrauenfassen, Erkenntnisse sammeln, sich Dingen bewusst werden usw. dauert alles seine Zeit und DU bestimmst das Tempo, nicht der Therapeut.

Zum Thema: wir hören dann auf, egal, wo der Patient dann steht... Es kommt m. E. schon darauf an, wie ihr das Abschlussgespräch bzw. die letzten Stunden gestaltet. Bei mir war es so, dass ich die letzten 5 Stunden meiner verlängerten Therapie dazu genutzt habe (aber ich hatte insgesamt auch viel mehr Therapiestunden als du), weil mir nichts zu Erarbeitendes mehr eingefallen ist.

Ich wünsche dir eine gute Lösung für die momentanen Schwierigkeiten und viel Glück bei der Vorsprache beim/der evtl. nächsten Therapeuten/in.

Liebe Grüße
Mime

_________________
Wir müssen lernen, die Menschen weniger auf das, was sie tun und unterlassen, als auf das, was sie erleiden, anzusehen.
(Dietrich Bonhoeffer)


 
 
BeitragVerfasst: 22. Jun 2019, 12:17 

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Hallo Sonnenschein,

das mit den verkürzten Stunden ist nicht okay. Sie bekommt von der Kasse jedesmal eine Stunde bezahlt. 50Min Gespräch, 10Min Vor-/Nachbereitung und Dokumentation. Ich hatte es auch schonmal dass wir mit den anstehenden Themen früher fertig waren. 1-2mal haben wir dann auch früher aufgehört,weil das Thema durch war und es sich auch nicht lohnte etwas Neues anzufangen. Dafür an anderen Termine aber auch mal fast 60Min gemacht. Denke das gleicht sich in meinem Fall aus.
Dass sie nur Kurzzeit-Therapie macht, ist ihre Entscheidung. Nur doof für die Patienten, wenn die doch mehr Therapiebedarf haben. Dann muss man sich jemand Neuen suchen, dort Vertrauen aufbauen, der Therapeut macht dann vielleicht seine eigene Diagnostik. Er muss direkt den Therapie-Antrag mit Schreiben für den Gutachter fertig machen etc.

Auf der anderen Seite konnte ich mir nach 10 Sitzungen auch noch nicht vorstellbar, dass ich mit den Stunden für Kurzzeit-Therapie auskomme. Aber nun sind es nur noch 6 Stunden und wir denken beide dann reicht es auch erstmal.Hätte dann 24 Std Kurzzeit-Therapie und halt 4 Sitzungen vor Antrag gehabt. Sicher gibt es noch Themen die man bearbeiten könnte, aber aktuell bin ich relativ stabil. Und nach guten 1,5 Jahren mit viel Therapie bin ich auch ein bisschen therapiemüde. Nach der med. Reha hatte ich ungeplant 5Wochen Pause und die taten auch mal richtig gut und haben tatsächlich dafür gesorgt,dass es mit besser ging. Da konnten sich einfach in Ruhe mal Dinge entwickeln.
Ich kann mir schon vorstellen, dass sich nach fast 30 Stunden die Themen wiederholen. Auch wenn es für mich etwas anderes ist, zeigt mir das Gespräch schonmal, dass da im Prinzip Dinge hinterstecken, die wir schon hatten.
Aufhören, egal wo der Patient gerade steht? - Wenn sie ne gute Therapeutin ist, entwickelt und guckt sie mit dem Patienten wie es weiter geht.
Ihr müsstet doch jetzt eh nen Verlängerungsantrag stellen nach 12 Sitzungen. Meine Therapeutin hat das auch für ne Reflexion genutzt und wir haben dabei nochmal Missverständnisse geklärt. Wenn sie das von sich aus nicht macht, vielleicht sprichst du sie nochmal an. Frag sie auch, wie das Ende der Therapie dann gestaltet sein wird und wie es für dich weiter geheb kann. Der neue Therapeut hat ja vermutlich auch lange Wartezeiten und es geht vermutlich nicht nahtlos von einem zum anderen.
Alles Gute, Monchen


 
 
BeitragVerfasst: 22. Jun 2019, 12:46 
 
Hallo Sonnenschein ,

ich denke du machst gar nichts verkehrt, dass du verunsichert bist, kann ich gut verstehen. Ich mache auch gerade meine erste Verhaltenstherapie und habe, glaube ich, 13 Stunden hinter mir. Mein Therapeut macht auch nur Kurzzeittherapie also nach 24 Stunden plus den probatorischen ist bei mir wohl auch Schluss. Was dann wäre, wenn es mir nicht besser ginge, darüber haben wir nicht gesprochen. Er vermittelt mir oft den Eindruck, dass ich kein so schlimmer Fall bin, weil ich "mit beiden Beinen voll im Leben stehe" (heißt ich habe Arbeit und Familie). Das ist einerseits tröstlich, andererseits bin ich fast permanent unglücklich und habe mindestens ein oder zweimal die Woche ein richtig schlimmes Tief mit Gedanken, die hier nicht erwähnt werden dürfen. Finde auch, dass sich das nicht wirklich gebessert hat, z.T. durch die Auseinandersetzung mit belastenden Themen sogar etwas schlechter geworden ist.

Die Stunden sind bei mir immer ziemlich genau 50 Minuten. Dass sie bei dir die Stunden immer so unterschreitet halte ich für absolut nicht in Ordnung. Hast du denn sonst ein gutes Gefühl bei ihr, kannst du ihr Vertrauen?

Falls nicht, könntest du dich ja schon früher nach einem neuen Therapeuten umschauen und eventuell schon vor Ablauf der 24 Stunden wechseln.

Du kannst mich ja mal auf dem laufenden halten, würde mich interessieren, wie es bei Dir weitergeht.

Liebe Grüße
Unhappy


 
 
BeitragVerfasst: 22. Jun 2019, 16:13 

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Ich kenne das von Therapeuten, daß sie sich mit irgend einer fadenscheinigen Begründung rausreden. Ich hätte es mir nicht gefallen lassen, daß sie mich nach 40 min. "rausschmeißt". Frag Sie doch einfach mal warum sie die Sitzungen zu kurz macht und ob ihr das nicht noch nachholen könnt. Wenn sie darauf nicht einsteigt, würde ich ihr sagen, daß ich mich bei der Kammer darüber informieren werde.


 
 
BeitragVerfasst: 23. Jun 2019, 14:33 

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Hallo mime,

eine Verlängerung ist auch bei Kurzzeit möglich, allerdings mit Aufwand, da dies von einem Gutachter beurteilt wird.

Ich habe im Prinzip noch einiges, was ich ansprechen kann, allerdings sehe ich das nach den letzten beiden Stunden kritisch. Jetzt nach dem letzten Gespräch und der Mitteilung, dass ich mich schon mal anderweitig für einen Anschluss bemühen werde, habe ich das Gefühl, dass sie abgeschlossen hat irgendwie.

Vielen Dank und liebe Grüße zurück
Sonnenschein


 
 
BeitragVerfasst: 23. Jun 2019, 14:40 

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Hallo Monchen12345,

ich finde das auch nicht wirklich in Ordnung. Gut, sie meinte mal, etwas neues anfangen lohne sich nicht, ob ich was hätte. Hatte ich, aber trotzdem hat sie es so "hinbekommen", das wir wieder vor der Zeit fertig waren.

Den Verlängerungsantrag hat sie kurioserweise schon zur 8. Stunde fertig gemacht. Ist auch schon genehmigt. Das finde ich jetzt erst recht merkwürdig, da es ja ihrer Aussage nur noch Wiederholungen gibt.

Ich denke, dass die andere Therapeutin evtl schon Platz haben könnte, sonst hätte sie mir doch den Termin zwecks Absprache nicht gegeben. Zur Sprechstunde war ich ja schon bei ihr und sie hatte sich meine Unterlagen aufgrund meiner Anfrage nochmal angesehen. Ich hoffe also schon, dass es da klappen könnte.

Danke, Dir auch alles Gute,
Sonnenschein


 
 
BeitragVerfasst: 23. Jun 2019, 14:46 

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Hallo Unhappy38,

das Gefühl habe ich auch. Ich gehe auch Vollzeit arbeiten, hatte bisher nur wenige Ausfallzeiten wegen der Depression. Äusserlich würde man mir das vermutlich nicht anmerken, aber es spielt sich halt viel innerlich ab. Ich kann viel durch eine "Maske" verbergen.

Ein gutes Gefühl hatte ich bisher schon bei ihr. Aber es schleicht sich halt aufgrund ihrer Aussagen ein Gefühl ein, Stunden abkassieren, dann der nächste bitte. Ich fühle mich momentan nicht wirklich ernst genommen.

Nach einer neuen Therapeutin habe ich schon geguckt. Am Dienstag habe ich ein Gespräch bei einer, auf deren Warteliste ich noch stehe. Ich hoffe, dass es gut läuft und ein zeitnaher Wechsel möglich ist. Zur Zeit habe ich ja noch 14 genehmigte Stunden.

Das werde ich machen.

Liebe Grüße
Sonnenschein


 
 
BeitragVerfasst: 23. Jun 2019, 14:49 

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Hallo Cynthia,

vielleicht werde ich das beim nächsten Termin ansprechen, wenn die Stunde wieder so kurz ist und der Termin überhaupt noch zustande kommt, wegen des Termins mit der anderen Therapeutin.

Welche Kammer ist damit gemeint? Die Ärztekammer?

LG
Sonnenschein


 
 
BeitragVerfasst: 23. Jun 2019, 19:27 

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Psychotherapeutenkammer des Bundeslandes


 
 
BeitragVerfasst: 25. Jun 2019, 22:04 

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Hallo zusammen,

nach dem heutigen Sprechstundengespräch bei der anderen Psychologin, habe ich erfahren, dass es auch anders geht.

Sie hat tatsächlich einen Platz frei. Arbeitet mit wöchentlichen Terminen, wird auch weitere Stunden beantragen. Arbeitet u.a. mit Schematherapie (das muss ich nochmal nachlesen, hab ich nicht so ganz verstanden).

Sie fand es auch merkwürdig, dass an der Depression ausser mit Medikamenten, in der Therapie wenig gemacht wurde.

Eine Notfallnummer habe ich bekommen, falls mal was ist. Sie würde zeitnah zurückrufen.

Hört sich also alles sehr gut an. Eine Verdachtsdiagnose PTBS will sie selber auch noch mal abklären. Dies wurde von der bisherigen festgestellt, nachdem ich ihr von einem schlimmen Vorfall erzählt hatte, der mich aber wenig belastet.

Ich habe den Platz jetzt bekommen. Kaum zu fassen, das ich soviel Glück habe. Muss jetzt noch mit der Krankenkasse klären, was gemacht werden muss. Dann hab ich noch ein Abschiedsgespräch mit meiner bisherigen Thera und ein erneutes Sprechstundengespräch mit der Abwicklung für die neue Therapie.

Jetzt bin ich erschöpft, aber auch froh. Kann das noch nicht wirklich glauben.

Gruß
Sonnenschein


 
 
BeitragVerfasst: 26. Jun 2019, 08:47 
 
Guten Morgen Sonnenschein,

Das hört sich doch sehr gut an! Freut mich für dich :-)

Gut, dass du auf dein Gefühl gehört hast und es nicht einfach hingenommen hast. Das ist doch schon mal ein guter Schritt in Richtung Selbstwirksamkeit!

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Therapie!

Liebe Grüße,
Unhappy


 
 
BeitragVerfasst: 26. Jun 2019, 09:19 

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Hallo Unhappy,

vielen Dank. Das ist wirklich ein kleines Erfolgserlebnis.

Hoffentlich läuft das Abschlussgespräch, von dem meine bisherige Thera noch nichts weiß, einigermaßen zufriedenstellend ab.

LG


 
 
BeitragVerfasst: 26. Jun 2019, 10:04 
 
Wann hast du das Gespräch denn?


 
 
BeitragVerfasst: 26. Jun 2019, 10:06 

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Nächste Woche. Kann mich also seelisch und moralisch noch etwas drauf einstellen.


 
 
BeitragVerfasst: 26. Jun 2019, 10:10 

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Hallo Sonnenschein,

es freut mich dass du so schnell eine andere Therapeutin gefunden hast.
Schamatherapie kenne ich auch,da gibt es auch ein Begleitbuch dazu,vielleicht willst du dich Mal etwas einlesen.

Eckhard Roediger
Raus aus den Lebensfallen !
Das Schematherapie-Patientenbuch.

Viel Erfolg und alles Gute.
Liebe Grüße
Bittchen

_________________
Jeder Tag ist ein neuer Anfang.


 
 
BeitragVerfasst: 26. Jun 2019, 10:39 

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Hallo Bittchen,

vielen Dank.

Ich hab nicht wirklich gedacht, dass es soo schnell klappt. Aber man muss auch mal Glück haben.

Danke, werde mal nach dem Buch gucken.

Bisher arbeite ich noch mit "Von der Freude, den Selbstwert zu stärken". Hat mir meine bisherige Thera empfohlen.

Es ist bestimmt gut, sich auch schon über Schematherapie einzulesen.

Viele Grüße


 
 
BeitragVerfasst: 2. Jul 2019, 19:36 
 
Hi Sonnenschein,

hattest du schon dein Abschlußgespräch und wenn ja, wie ist es gelaufen?

LG,
Unhappy


 
 
BeitragVerfasst: 2. Jul 2019, 20:01 

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Hallo Unhappy,

nein, ich hatte das Gespräch noch nicht. Am Freitag ist es soweit. Ich denke, ich werde es ihr direkt am Anfang sagen und dann auf ihre Reaktion warten.

Wird nicht einfach. Bin ja soweit auf menschlicher Ebene gut mit ihr ausgekommen.

Ich werde berichten, wie es gelaufen ist. Wenn jemand Tips hat, wie man in so ein Gespräch einsteigt, würde ich mich freuen.

LG
Sonnenschein


 
 
BeitragVerfasst: 4. Jul 2019, 21:49 

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Hallo zusammen,

ich bin gerade total nervös wegen morgen und komme nicht zur Ruhe deswegen. Habe Angst vor ihrer Reaktion.

Und Angst davor, dass die neue Therapeutin noch einen Rückzieher macht, obwohl sie mir schon den Therapievertrag mitgegeben hat.

Ich möchte ihr schon Vertrauen. Aber da mein Vertrauen schon öfters ausgenutzt und enttäuscht würde, fällt mir das jetzt ziemlich schwer. Mache mir wahrscheinlich viel zu viele unnötige Gedanken, aber ich kann das nicht abstellen.

Sonnenschein


 
 
BeitragVerfasst: 5. Jul 2019, 09:29 

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Hallo Sonnenschein,

dass du dir Gedanken machst und sehr nervös bist, kann ich gut verstehen. Normalerweise sollte deine Therapeutin professionell genug sein, konstruktiv damit umzugehen, dass du wechseln möchtest. Es ist ja auch in ihrem Interesse, dass jemand etwas von ihrer Therapie hat. Und wenn das nicht der Fall ist, sondern der Patient sich anderweitig entscheidet, ist das durchaus legitim.

Es kann sein, dass deine Therapeutin überrascht ist, evtl. etwas nachfragt oder so. Mehr dürfte / sollte nicht "passieren". Bei meiner Therapeutin stand damals im Vertrag im Falle eines Abbruchs mindestens noch eine Gesprächseinheit/Therapiestunde wahrzunehmen (wohl um einen ordentlichen Abschluss der Therapie zu machen / ein letztes Gespräch deswegen zu führen) - das wäre bei im Fall eines Abbruchs alles gewesen, was zu tun gewesen wäre.

Ich drücke dir die Daumen, dass das Gespräch gut verläuft und dass es mit der neuen Therapeutin gut klappt (wieso sollte sie einen Rückzieher machen? Sie hat dir doch den Vertrag gegeben und weiß wohl auch um deine Situation des bevorstehenden Therapeutenwechsels usw.).

Liebe Grüße
Mime

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(Dietrich Bonhoeffer)


 
 
BeitragVerfasst: 5. Jul 2019, 14:20 

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Hallo Sonnenschein,
ich finde deine Entscheidung den Therapeuten zu wechseln richtig. Ich finde es schon komisch, dass sein jetziger Therapeut schon nach 10 Stunden sagt, er könne einem nichts mehr beibringen und der Rest der verfügbaren Stunden ist Wiederholung. Ich selbst wurde mit einer mittleren Depression behandelt und das alleine hat 45 Stunden beansprucht. Klingt für mich eher so, als wolle dich dein jetziger Therapeut loswerden. Aber mach dir keinen Kopf, an dir liegts bestimmt nicht ;).
Deinen Schritt finde ich auf jeden Fall richtig, da du nach Ablauf der 25 Stunden so oder so einen anderen Therapeuten gebraucht hättest.
Ich drücke dir die Daumen und melde dich mal wenn du deinen neuen Therapeuten kennengelernt hast.
Beste Grüße
Laufa25


 
 
BeitragVerfasst: 6. Jul 2019, 13:34 

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Hallo mime,
Hallo laufa,

Danke, das ihr mich etwas beruhigen konntet.

Gestern war also das Gespräch. Sie hat anders reagiert wie ich erwartet hab. Es kam zwar überraschend, weil es so schnell geklappt hat, aber sie meinte sie freue sich für mich. Sie hätte sowieso nichts neues mehr miteinbringen können. Das was ich dann von der neuen erzählt habe (also wie sie arbeitet), fand sie gut. Das würde mir bestimmt helfen.

Haben dann nochmal ein Resümee gemacht und dann war das Abschlussgespräch auch nach 25 Minuten beendet.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass bei einer mittelgradigen Depression, Verdacht auf PTBS und sozialer Phobie nach 10 Stunden nichts neues mehr kommt. Kommt mir schon etwas merkwürdig vor.

Jetzt warte ich mal gespannt auf Dienstag, wie es bei der Neuen los- bzw weitergeht.

Ich hoffe, dass sich mein positiver Eindruck von ihr persönlich sowie fachlich von den 2 bisherigen Gesprächen bestätigt.

LG
Sonnenschein


 
 
BeitragVerfasst: 6. Jul 2019, 14:10 

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Hallo Sonnenschein,

na, das freut mich aber, dass es so schnell und problemlos geklappt hat:)! Das klingt in meinen Ohren schon sehr viel besser. Nee, nach 10 Stunden kann bzw. sollte es nicht vorbei sein, insbesondere nicht bei den Diagnosen - da ist ganz sicher noch Luft nach oben. Wenn es dich beruhigt, ich hatte ca. 80 Therapiestunden (und nur eine Diagnose, deine erste) - insofern: ja, es kann durchaus noch Neues kommen ;)!

Ja, es kann durchaus sein, dass deine jetzt Ex-Therapeutin sich nur auf die Kurzzeittherapie konzentriert und die dafür vorgesehenen Fälle - gerade im Bereich der reinen Verhaltenstherapie gibt es da einige Ansatzpunkte, die aber in deinem Fall z. B. nicht richtig greifen können. (Es gibt Fälle, in denen Kurzzeittherapien durchaus hilfreich sind und deine Ex-Therapeutin vielleicht deshalb nur ein bestimmtes Therapieprogramm "abspulen" kann / will / bzw. nur dafür ausgebildet ist - das weiß ich natürlich nicht, ist nur so ein Bauchgefühl, nachdem, was du so schilderst).

Jedenfalls freut es mich, dass das Abschlussgespräch positiv verlaufen ist und es jetzt neue Perspektiven mit ggf. ganz anderen Therapieansätzen für dich gibt, sehr schön :)!

Alles Gute dir weiterhin, liebe Grüße
Mime

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BeitragVerfasst: 7. Jul 2019, 11:17 

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Hallo Mime,

das war nicht wirklich zu erwarten, dass der Wechsel so kurzfristig klappt.

Bin erleichtert, dass das Abschlussgespräch im guten beendet wurde. Habe so was ähnliches auch schon anders erlebt.

Ich freue mich jetzt irgendwie schon auf nächsten Dienstag, wenn es bei der Neuen weitergeht, bin aber auch nervös deswegen. Ist ja irgendwie alles wieder auf Anfang. Vertrauen aufbauen, sich öffnen usw. Das wird leider nicht leichter, selbst wenn man das schon mal geschafft hat.

Ich wünsche Dir auch alles Gute.

Sonnenschein34


 
 
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