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BeitragVerfasst: 13. Jan 2021, 12:46 

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Hallo Mime,

vielen Dank.

Wie es ihr geht weiß ich ja nicht, dazu hat sie nichts geschrieben (muss sie ja auch nicht). Aber das sie geantwortet hat, ist schon mal hilfreich. Sie schreibt ja generell nur kurz und auch meistens sehr sachlich. Im persönlichen Setting ist das dann schon anders.

Aber vermutlich weil die Mails ja dienstlich sind und sie diese teilweise mit in die Akte nimmt. Ist ja auch OK so.

Hoffe nur, dass ich dann nächste Woche in die Praxis kann. Das macht es ja nicht einfacher für mich, dass sich das immer rauszögert. Und ich muss ja auch noch einiges da unterschreiben.

Dir auch alles Gute.

LG
Sonnenschein


 
 
BeitragVerfasst: 14. Jan 2021, 19:32 

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Hallo zusammen,

habe gerade die neuesten Nachrichten gelesen (obwohl ich versuche das Corona-Thema weitestgehend auszublenden zur Zeit).

Da stand, dass evtl. nächste Woche schon überlegt werden soll, dass u.a. noch schärfere Beschränkungen kommen sollen. U.a. wird überlegt, den Nah- und Fernverkehr stillzulegen, strenge Ausgangssperren usw.

Wenn das wirklich auch noch kommt, weiß ich echt nicht mehr, wie das mit der Therapie weitergehen kann. Ich bin froh, wenn ich nächste Woche endlich in die neue Praxis gehen kann, damit ich das schon mal geschafft habe. Dort wird ja aber mit sehr großer Wahrscheinlichkeit die Maske auch während des Gesprächs mit meiner Thera zu tragen sein. Ob ich damit überhaupt klar komme, die Maske zu tragen, wenn wir EMDR machen, weiss ich noch nicht. Und auch wenn sie die trägt, finde ich das nicht einfach.

Wenn die dann noch die Busse/Bahnen usw. stilllegen, wird die Fahrt dahin für mich nicht oder nur sehr aufwendig zu machen/schaffen sein.

Das kommt mir gerade mal wieder wie ein riesiger Berg vor, den ich nicht überwinden kann. Und das ist verdammt kräftezehrend.

Sonnenschein


 
 
BeitragVerfasst: 14. Jan 2021, 21:21 

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Hallo Sonnenschein,

hm, ich verstehe deine Sorgen - wir wissen wirklich momentan noch nicht, was an Einschränkungen kommt. Das mit dem Nah- u. Fernverkehr habe ich noch nicht gelesen... Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen (wie sollen denn dann manche Menschen zur Arbeit / Arztterminen usw. kommen?), aber wer weiß.

Uns wird nichts anderes übrig bleiben als abzuwarten und Ruhe zu bewahren. Ändern können wir dann sowieso nichts dran.

Immerhin bliebe ja im Notfall noch die Möglichkeit der Videotelefonie übrig. Ich hoffe dennoch, dass du weiterhin persönlich zur Therapie kommen kannst.

Was das Gespräch mit Maske angeht: Es ist ungewohnt und anders als ohne, ganz klar, weil du aus dem Gesicht deines Gegenübers kaum lesen kannst. Aber es geht, wenn es sein muss - ich behelfe mir (da ich auch eine Maske trage) dann manchmal bei Erklärungen, etwas mehr zu gestikulieren oder so, bislang klappt das ganz gut.

Es ist ja auch für die Behandler eine neue Situation nicht so ohne Weiteres aus der Mimik der Patienten lesen zu können (wenn diese auch eine Maske tragen).

Ich kann mir schon vorstellen (so ist es bei meinem Facharzt in der Praxis auch), dass die Behandler momentan eine Maske tragen müssen - deine Therapeutin vermutlich auch.
Vielleicht könnt ihr die nächste Stunde ja erst mal testen, wie es so in neuer Umgebung mit neuen Gegebenheiten (Maske) mit dem Gespräch funktioniert, ohne gleich in EMDR einzusteigen.

Ich würde es auf mich zukommen lassen. Sollte es wirklich eine Weile nicht mit dem Zug klappen, würde ich Plan B (Videotelefonie) anstreben, auch wenn dies nicht gleichbedeutend mit einem persönlichen Gespräch ist.

Alles Gute dir, mach dir bitte nicht zu viele Gedanken um alles, es wird sich alles weisen in nächster Zeit.

Liebe Grüße
Mime

P.S. Ich drücke dir natürlich trotzdem fest die Daumen, dass du am Montag und die weiteren Therapiestunden vor Ort persönlich wahrnehmen kannst.

_________________
Wir müssen lernen, die Menschen weniger auf das, was sie tun und unterlassen, als auf das, was sie erleiden, anzusehen.
(Dietrich Bonhoeffer)


 
 
BeitragVerfasst: 14. Jan 2021, 22:29 

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Hallo Sonnenschein,

ich kann deine Sorgen, was die weitere Therapie angeht, gut verstehen.
Es kommen für dich ja gerade eine ganze Menge Unwägbarkeiten zusammen, nicht nur die
Corona Einschränkungen, die evtl. nochmal ausgeweitet werden, sondern auch die Fahrt
in die Praxis, die Therapie mit Maske usw.
Ich denke auch nicht, dass der ÖPNV ganz eingestellt werden wird / kann, schon alleine wegen der Berufstätigen, die kein Auto haben und dann nicht mehr zur Arbeit kommen würden.
Therapie mit Maske ist sicher erstmal ungewohnt und bestimmt auch nicht ideal, aber es ist immer noch besser als gar keine Therapie und vielleicht ist es ja auch so, dass man sich ein Stück weit daran gewöhnt.
Wichtig ist ja vor allem das Gespräch und was man daraus mitnimmt.
Inwieweit EMDR dann noch möglich ist, kann ich nicht beurteilen, aber ich denke, du kannst deiner Therapeutin vertrauen, dass sie alles möglich machen wird, was unter diesen Umständen machbar ist.
Im Moment ist es wohl eine gute Strategie, nicht zu weit in die Zukunft zu denken, also immer nur das Problem anzugehen, das sich gerade aktuell stellt.
Einfach ist das natürlich nicht, da gebe ich dir recht.
Ich bin auch jede Woche froh, wenn die Therapie stattfinden kann und ich wohne ja auch
in einer Großstadt und fahre mit dem ÖPNV dahin.
Vielleicht kannst du versuchen, dir nicht allzu viele Gedanken zu machen und vielleicht
werden die Sorgen etwas weniger, wenn die Therapie nächste Woche incl. Fahrt dahin
stattgefunden hat und es gar nicht so schwierig ist, wie du es dir jetzt vorstellst.

LG, Meridian


 
 
BeitragVerfasst: 16. Jan 2021, 11:58 

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Hallo Mime, hallo Meridian,

ich antworte Euch mal gesammelt, da ich mich noch nicht so toll fühle und auch nicht so viel mehr schreiben kann.

Eine komplette Einstellung des Bahnverkehrs steht wohl doch nicht zur Debatte, aber ich fürchte, dass da doch noch einiges auf uns zukommt. Und das vermutlich bis Ostern.

Bezüglich der Maske in der Therapie, wenn es sein muss, dann werde ich die natürlich tragen, aber ich habe die Befürchtung, dass mich das hemmen und evtl. auch teilweise triggern könnte. Es kam aber schon die Ansage meiner Thera, dass ich, wenn ich bei ihr im Raum etwas trinken möchte, die Maske natürlich absetzen kann...

So, wie ich mich momentan fühle, werden wir wahrscheinlich sowieso kein EMDR in der nächsten Stunde machen. Dafür gibts ja genug, was ich ansprechen möchte.

Meine Befürchtung ist halt auch, wenn jetzt noch ein paar Videotelefoniestunden gemacht werden und die Therapiestunden dann auslaufen, ob ich noch welche genehmigt bekomme.

Und wie immer habt ihr Recht und ich denke schon zu weit im Voraus. Ich sollte erstmal gucken, dass ich gut über das Wochenende komme, dann werde ich Montag Morgen beim Arzt noch was wg. meiner Schalfprobleme aufschreiben lassen und dann hoffentlich in den Zug steigen und in die Praxis fahren. Das sollte erstmal Plan genug sein für die nächsten Tage.

Ich glaube schon, dass, wenn ich es geschafft habe, in die Praxis zu fahren, dass dann die Sorgen weniger werden.

Euch ein gutes Wochenende.

LG
Sonnenschein


 
 
BeitragVerfasst: 16. Jan 2021, 14:23 

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Hallo Sonnenschein,

schön, dass du dich gemeldet hast. Ich kann gut verstehen, dass es dir nicht besonders geht... Tut mir leid.

Hm, ja, ich denke auch, dass auf uns einiges zukommt, aber wie gesagt, ich versuche, mich da nicht zu sehr stressen zu lassen - wir können es sowieso nicht ändern.

Ich hoffe, dass du gut über das Wochenende kommst und dir das, was der Arzt dir aufschreibt, hilft, wieder etwas besser zu schlafen. Vorliegender Schlafmangel kann auch Dauererschöpfung, Ängste, Gereitztheit usw. befeuern (so ist es bei mir manchmal).

Deine Befürchtungen, was die Videotelefonie angeht und das nähere Ende der Therapie, würde ich einfach mal ansprechen - in labilen Phasen sollte man sowieso kein EMDR machen, insofern ist es vielleicht momentan auch sowieso nicht dran.

Vielleicht kann die Therapeutin im weiteren Verlauf der nächsten Stunden mit dir nochmal abklären, ob sie ein Gutachten an die Krankenkasse schreiben würde, dass ihr mit der Therapie (u. a. durch die aktuelle Lage) noch nicht "durch" seid und hinsichtlich der Traumabehandlung dringend geboten ist, weitere Stunden genehmigt zu bekommen, um diese Thematik abschließen zu können.

Dann wäre ggf. der Druck weg, immer auf die restlich verbleibenden Stunden zu schauen, und das Gefühl zu haben, sich beeilen zu müssen mit dem Theapiefortschritt.

Was die Maske und den damit möglicherweise einhergehenden Trigger angeht, würde ich auch auf jeden Fall ansprechen, vielleicht findet ihr da eine Möglichkeit, die dir hilft.

Ich drücke dir die Daumen, dass die Therapeutin am Montag wieder in der Praxis ist und du deine Stunde wahrnehmen kannst. Was die Sache mit der Hinfahrt, den neuen Räumen usw. betrifft, da kann ich deine Unsicherheit total nachvollziehen, das gibt sich bestimmt, wenn du den Weg mehrmals gemacht hast und alle Formalitäten in der neuen Praxis geklärt sind. Das klappt bestimmt alles!

Liebe Grüße und ein erträgliches restliches Wochenende wünsche ich dir.
Mime

_________________
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(Dietrich Bonhoeffer)


 
 
BeitragVerfasst: 16. Jan 2021, 20:08 

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Hallo Sonnenschein,

es ist sicher ein guter Plan, sich jetzt erst mal auf die nächste Therapiestunde und die Fahrt in die Praxis zu konzentrieren.
Deine Sorgen, was die restlichen Stunden angeht, kann ich gut verstehen, aber deine Therapeutin kann ja gute Gründe anführen, um eine Verlängerung zu beantragen, da ihr aufgrund der derzeitigen Situation kein EMDR machen könnt z.B.
All das könnt ihr hoffentlich am Montag in Ruhe besprechen und ich wünsche dir, dass dir das Gespräch wieder etwas mehr Zuversicht und Sicherheit gibt.
Ich drücke die Daumen, dass das alles gut klappt am Montag.

LG, Meridian


 
 
BeitragVerfasst: 17. Jan 2021, 11:02 

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Hallo Mime und Meridian,

ja, mit der Erschöpfung aber auch Gereiztheit ist es bei mir auch so. Ich könnte manchmal grundlos irgendwas auf den Boden werden usw. Ich hoffe, dass das Medi hilft, dass ich mal wieder durchschlafen kann.

Meine Thera hat mir ja schon gesagt, dass es diese Möglichkeit gibt mit der Verlängerung und dem Gutachten. So wie es rüberkam, würde sie es auch machen. Ich möchte sie damit auch nicht nerven. Wir müssen der Krankenkasse sowieso nach 12 Stunden nochmal mitteilen, dass die Therapie notwendig ist. Das hängt wohl mit dem Kostenerstattungsverfahren zusammen.

Vielen Dank Euch beiden, ich hoffe sehr, dass ich morgen Abend berichten kann, dass die Stunde stattgefunden hat und ich es geschafft habe.

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
Sonnenschein


 
 
BeitragVerfasst: 19. Jan 2021, 12:21 

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Hallo Mime und Meridian,

es hat gestern alles soweit gut geklappt. Ist zwar ungewohnt mit der Bahn zu fahren, aber es ist machbar für mich. Die Rückfahrt war etwas anstrengend, aber das hing dann wohl auch mit der Stunde zusammen.

Maske brauchten wir während des Gesprächs nicht zu tragen. Das war schon sehr erleichternd.

Ansonsten bin ich noch etwas KO vom Medikament, was ich seit gestern Abend wieder nehme. Mal gucken, wie lange das jetzt dauert, bis ich es besser vertrage.

Euch einen schönen Tag. (Allen anderen Mitlesenden natürlich auch).

LG
Sonnenschein


 
 
BeitragVerfasst: 19. Jan 2021, 12:36 

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Hallo Sonnenschein,

es freut mich sehr, dass dein Termin gestern stattfinden konnte und dass es mit den Fahrten auf dem Hin- und Rückweg geklappt hat - sehr gut!

Ich denke, wenn du etwas länger mit der Bahn fährst, wirst du dich auch gut/besser orientieren können, das ist anfangs manchmal etwas verwirrend (ging mir auch so ;)). Aber ich finde es toll, dass du letztendlich alles gut gemeistert hast.

Dass du keine Maske tragen musstest, hat die Sache wohl auch ein bisschen erleichtert, das ist schön.

Dann ruhe dich heute ein bisschen aus, wenn alles noch nachwirkt (Termin gestern, Medikament), und danke für deine Rückmeldung :).

Liebe Grüße
Mime

_________________
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(Dietrich Bonhoeffer)


 
 
BeitragVerfasst: 20. Mär 2021, 19:15 

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Hallo zusammen,

ich habe länger nichts mehr hier geschrieben.

Zur Zeit warte ich darauf, dass mir weitere Stunden genehmigt werden. Der Antrag ist raus zum Gutachter, leider benötigt der weitere Unterlagen von meiner Thera, so dass sich das ganze wohl noch etwas hinzieht. Leider sind meine Stunden auch soweit aufgebraucht.

Ich denke nicht, dass die bis zur Entscheidung des Gutachters/der Krankenkasse reichen.

Ich hoffe einfach, dass meine Thera dafür auch eine Lösung parat hat.

Alles in allem geht es mir gerade nicht so wirklich gut. Das nahende Therapieende zehrt an meinen Nerven, die aktuelle Situation, auch der nahende Abschied von meiner Thera ist sehr schwierig für mich.

Ich hoffe, dass wir mich da gemeinsam gut drauf vorbereiten können. Es war ein sehr intensives und vertrauensvolles Zusammenarbeiten und sie wird mir einfach fehlen. Ich mag da noch gar nicht dran denken.

Ich soll dieses Wochenende gut für mich sorgen, meinte sie. Leider klappte das bis vorhin gut, nur jetzt nicht mehr.

Ich dachte es wäre schön, mal wieder ein Glas Wein zum Abendessen zu trinken. Leider zieht mich das nur wieder herunter.

Ich hätte heute gerne auch mit einer Freundin gesprochen bzw. telefoniert, aber sie ist nicht erreichbar. Fühle mich so einsam und hoffnungslos wie lange nicht mehr. Ich weiß, dass es auch wieder besser werden wird. Aber es nervt mich total. Dieses auf und ab.

Und dann die Vorstellung, dass die Therapie jetzt ungeplant zu Ende sein könnte. Und was dann? Ich bin noch nicht so weit. Wir sind gerade mitten im Prozess.

Warum muss es so eine blöde Stundenbeschränkung geben? Einigen wird das Stundenkontingent reichen, aber anderen nicht. Das kann man doch nicht nur an Regeln oder Gesetzen festmachen. Jeder Mensch ist anders. Der eine kommt schnell in der Therapie voran, der andere nicht.

Liebe Grüße an alle die noch mitlesen.
Sonnenschein


 
 
BeitragVerfasst: 20. Mär 2021, 19:49 

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Hallo Sonnenschein,

habe gerade mal wieder hier reingeschaut und kann dir auch nicht wirklich helfen, aber verstehen kann dich dich gut.
Das Ende der Therapie stelle ich mir schwierig vor, ganz besonders, wenn du das Gefühl
hast, noch nicht so weit zu sein, aber auch sonst denke ich, wird da etwas Wichtiges fehlen und damit muss man erst mal klarkommen.
Ich gehe aber davon aus, dass die zusätzlichen Stunden wohl eher genehmigt werden, wenn
der Gutachter noch weitere Unterlagen angefordert hat.
Wenn es rein nach der maximalen Stundenzahl ginge, hätte er sonst wahrscheinlich schon abgelehnt.
Aber selbst für den Fall der Ablehnung gibt es bestimmt noch Möglichkeiten, evtl. könntest du noch einige Stunden selbst finanzieren z.B.
Deine Therapeutin wird das zusammen mit dir auf jeden Fall gut vorbereiten, die Therapie wird nicht einfach so enden.
Ich hoffe, du kannst heute Abend noch mit deiner Freundin sprechen, das würde dir sicher helfen.

LG, Meridian


 
 
BeitragVerfasst: 21. Mär 2021, 11:05 

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Hallo Meridian,

vielen Dank für Deine Worte.

Wir haben schon darüber gesprochen, wenn wir mit der Traumaarbeit durch sind, dass dann ein belastender Teil (der dann hoffentlich keine großen Auswirkungen auf mein Leben hat), Platz macht für Neues im Leben. Aber da ging es noch nicht um das Ende der Therapie, da noch einige andere Dinge zu bearbeiten sind. Die depressive Phase hat auch dadurch wieder etwas zugenommen.

Ich will es hoffen. Mir macht es nur Sorge, dass die Frist um nochmal 4 Wochen verlängert wurde. Das ist ja schon eine ganze Menge.

Ich denke, dass wir das in der nächsten Stunde auch besprechen werden/müssen, wie es notfalls weitergeht. Selbstbezahlen ist ja immer noch die letzte mögliche Alternative. Das sollte ich einfach im Hinterkopf behalten. Es muss also nicht plötzlich enden. Danke, dass Du mir das aufgezeigt hast. In solchen "Panik-Momenten" schaltet der Verstand einfach nur noch auf alles negative.

LG
Sonnenschein


 
 
BeitragVerfasst: 3. Jun 2021, 21:23 

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Hallo zusammen,

habe lange nichts mehr in diesem Thread geschrieben.

Momentan läuft es bei mir nur so semi-optimal. Die letzte Stunde gestern, war für mich sehr emotional und ich hab auch gemerkt, dass ich mit vielem noch nicht so gut klar komme. Dazu kommt, dass es in der letzten Zeit zu vielen Ausfällen/Verschiebungen gekommen ist. Der Widerspruch bei der Krankenkasse ist auch noch nicht abschließend durch.

Schlimm war für mich auch gestern die Gedanken auszusprechen, dass es mir halt teilweise nicht so gut geht und auch s*zidale Gedanken Raum eingenommen haben. Meine Thera hat da schon sehr verständnisvoll drauf reagiert, wir haben es auch besprochen, aber diese Emotionalität hängt mir noch nach und der nächste Termin ist erst in 2,5 Wochen wieder.

Das macht es gerade schwierig für mich. Wobei ich versuche, gut für mich zu Sorgen und auch Ablenkung zu finden.

Ich finde es immer schwierig, wenn man in diesen depressiven Phasen steckt, dass man das, was man bisher erreicht hat, einfach nicht sieht. Oder das es so weit weg ist. Auch die Gefühlslage, diese Traurigkeit ist da, aber alles andere ist für mich wieder nicht spürbar.

Sonnenschein


 
 
BeitragVerfasst: 3. Jun 2021, 22:01 

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Hallo Sonnenschein,

hm, wenn es immer wieder zu Verschiebungen kommt bei den Therapie, ist das schon mal nicht so gut. Es fehlt da eine gewisse Verlässlichkeit im planbaren Stundenablauf finde ich. Ich hatte das in meiner Therapiezeit auch einige Male, das fand ich irgendwie anstrengend (das Verschieben hat sich aber dann wieder gegeben - und das wünsche ich dir auch).

Dass du in depressiven Phasen nicht mehr das sehen kannst, was du bereits erreicht hast, kann ich gut verstehen. Manchmal bedarf das ein paar Tage des "Aushaltens", dass es auch dunkle Tage gibt neben helleren - ich wünsche dir dennoch, dass du wieder neuen Mut fassen kannst, auch zuversichtlich zu sein, dass alles an "guten" Tagen nicht mehr so grau aussieht.

Ich kenne diese Phasen auch, sie sind anstrengend. Ich versuche mir dann hin und wieder gut zuzureden (z.B. "In ein paar Tagen sieht es bestimmt ein bisschen besser aus"). Manchmal versuche ich auch darauf zu schauen, wofür ich aktuell oder rückblickend dankbar sein kann, auch wenn ich einen Mangel spüre (bei dir z.B. dass eine Pause in den Therapiestunden entsteht).

Du hast einiges schon durchgekämpft im Laufe der Zeit, weitergemacht mit einer neuen Therapeutin, du hast neues Vertrauen aufgebaut, ihr habt gemeinsam schon einiges erarbeitet, was sich ggf. erst mal festigen muss, bis es zur neuen (positiven) Angewohnheit werden kann, usw. usw.

Dass Traurigkeit und Emotionalsein auch seinen Platz haben kann und darf, ist vielleicht nicht nur negativ zu bewerten (auch wenn es sich im Moment so anfühlt). Vielleicht gesellen sich auch mal wieder etwas Humor dazu, oder du findest etwas, das dich zum Lächeln bringt. Das Spektrum von Emotionen ist groß und bunt, man hat nur manchmal die falsche Brille auf und sieht alles nur grau.

Mich können z.B. Kleinigkeiten freuen (nicht immer, klar): Vogelgezwitscher, ein kleines Blümchen am Rand eines Bordsteins, das sich selbst gepflanzt und durchgesetzt hat, ein Hund, der drollig neben seinem Frauchen herläuft, ein kleines Kind, das seinen eigenen Kinderwagen schiebt, so dass man als Spaziergänger nur einen Wagen mit kleinen Beinchen unten wie von Geisterhand fahren sieht...

Manchmal hilft es, seine Aufmerksamkeit auf solche kleinen Dinge zu lenken, um für ein paar Minuten von den depressiven Gedanken Pause zu haben.

Ich wünsche dir, dass sich das mit der Krankenkasse noch klärt und dass es wieder gute und bessere Momente für dich gibt.

Liebe Grüße
Mime

_________________
Wir müssen lernen, die Menschen weniger auf das, was sie tun und unterlassen, als auf das, was sie erleiden, anzusehen.
(Dietrich Bonhoeffer)


 
 
BeitragVerfasst: 4. Jun 2021, 07:58 

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Hallo Sonnenschein,

es ist schwierig, mit diesen Phasen in der Therapie umzugehen, in denen die Gedanken sehr dunkel werden, wenn es sich plötzlich so einengt und man das Erreichte nicht mehr klar sehen kann und dann auch die Zweifel aufkommen, ob es irgendwann wieder besser wird.
Gut ist auf jeden Fall, dass du über diese Gedanken, dein Gefühl der Traurigkeit mit deiner
Therapeutin gesprochen hast und dass sie gut reagiert hat.
Vielleicht hängt das im Moment auch mit der Unsicherheit zusammen, dass so viel verschoben wird und du nicht weißt, ob und wann die zusätzlichen Stunden genehmigt werden.
Wenn zu dem inneren Gefühlschaos (oder auch der Leere) noch Unsicherheit im Außen dazukommt, das ist dann oft einfach zu viel.
Ich versuche, diese Phasen und auch die dunklen Momente als Teil der Depression zu akzeptieren, die Gefühle zuzulassen mit dem Wissen, dass sie sich auch wieder verändern.
Du hast ja schon einige schwierige Phasen in deiner Therapie erlebt und du bist da wieder rausgekommen, vielleicht kann es helfen, dich daran zu erinnern.
Und das, was du in und mit der Therapie erreicht hast, ist ja nicht weg, auch wenn du es im Moment vielleicht nicht sehen kannst.
Ich hoffe, du sorgst jetzt gut für dich und ich wünsche dir, dass es bald mit der Therapie etwas regelmäßiger weitergehen kann.

LG, Meridian


 
 
BeitragVerfasst: 6. Jun 2021, 12:47 

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Hallo Mime und Meridian, und alle anderen Mitlesenden

Danke @Mime, mit ein paar Tagen Abstand hab ich mein emotionales Gleichgewicht wieder einigermaßen herstellen können. Ich habe ein paar Sachen gemacht, die gut getan haben und mich auch für neue Dinge begeistert.

Meine Therapeutin hat mal während einer Stunde gesagt, als ich weinen musste, es aber nicht richtig rauslassen konnte, dass ich Kontrolle behalten will und das auch nicht verkehrt ist. Ich müsste nicht vor ihr weinen, diese Kontrolle darf ich ruhig haben.

Jetzt in der letzten Stunden habe ich aber schon gespürt, dass es gut tun würde, wenn ich z.b. bei ihr in der Situation weinen kann und eben Kontrolle abgebe könnte. Mir kann dort ja nichts passieren. Das wäre vielleicht auch eine wertvolle Erfahrung. Das man in einigen Situationen nicht unbedingt Kontrolle braucht, um sich sicher zu fühlen.

Danke @Meridian, ich denke, es hat auch damit zu tun, dass ich dachte, ich mache Therapie und dann ist alles gut. Quasi ein gerader Weg und wenn das Ende erreicht ist, ist alles gut. Aber der Weg hat verschiedene Gabelungen, mal biegt man links ab, dann rechts, manchmal muss man auch wieder zurück. Gerade ist es halt so, dass ich ein paar Schritte zurück gegangen bin und aber das Ziel trotzdem unbedingt erreichen will.

Ich hoffe, dass es sich bald mit weiteren Stunden klärt. Die nächste Stunde ist eigentlich die letzte und wir haben noch nicht darüber gesprochen, wie es dann weitergeht z.b. auch mit der Selbstzahlung. Da müsste ja bestimmt auch einiges an Schriftkram erledigt werden.

Leider hat die Krankenkasse auch keine Angabe gemacht, wie lange das Widerspruchsverfahren noch dauert. Meine Thera meinte, ich solle auch noch nicht nachfragen. 4 Wochen sind es jetzt schon.

Ich habe auch versucht, diese dunklen Phasen zu akzeptieren. Vermutlich werden die mich mein Leben lang weiter begleiten. Einfacher wird es nicht unbedingt. Ein unangenehmer Arztbesuch steht mir auch noch bevor, mit einer Diagnose, die noch einiges ändern könnte.

Als schwierig empfinde ich auch gerade das miteinander mit meiner Therapeutin. Ich habe sie in der letzten Stunde etwas distanzierter erlebt, was nicht unbedingt was mit mir zu tun haben muss. Ähnliches habe ich bei meiner vorherigen Thera auch mal erlebt (als es ihr wegen der Schwangerschaft anscheinend nicht gut ging). Allerdings mache ich mir trotzdem Gedanken darüber. Auch weil ich nicht weiß, ob ich mich notfalls melden könnte, da ich diesmal nicht weiß, ob ihre Abwesenheit in der Praxis privat (also Urlaub/Krank) oder dienstlich ist. Sie hat da auch nichts zu gesagt. Muss sie ja auch nicht, aber na ja, das ist halt irgendwie eine Unsicherheit die da bei mir entsteht.

Wenigstens ist auch mal etwas positives passiert. Es sieht so aus, als wenn bald eine Woche Urlaub (also so richtig mit wegfahren) stattfinden könnte. Da würde zwar dann wieder eine Therapiestunde nicht stattfinden können, aber einfach mal ganz raus zu kommen aus der Alltagssituation kann ja auch nicht verkehrt sein.

Ich danke Euch sehr für Eure Sichtweisen und wünsche Euch noch einen schönen Sonntag.

Ganz liebe Grüße
Sonnenschein


 
 
BeitragVerfasst: 7. Jun 2021, 17:50 

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Hallo Sonnenschein,

gut, dass du dein emotionales Gleichgewicht wiedergefunden hast und dich sogar für etwas begeistern konntest.
Auch die Aussicht auf Urlaub und Wegfahren ist bestimmt hilfreich.
Zum Thema Kontrolle (das ist auch mein Thema, daher finde ich das so interessant, was du darüber schreibst):
Ich kann beides nachvollziehen, das, was deine Therapeutin sagt, nämlich dass es okay ist, auch in der Therapiesituation die Kontrolle nicht ganz aufzugeben und das, was du beschreibst, dass es vielleicht ein gutes Zeichen ist, wenn du dich so sicher fühlst mit deiner Therapeutin, dass du
an der Kontrolle nicht mehr festhalten musst.
Mein Therapeut hat das Thema Kontrolle schon einige Male angesprochen und auch schon mal sinngemäß gesagt, dass ich Vertrauen durch Kontrolle ersetze und auch, wenn ich das nicht gerne höre, hat er da sicher recht.
Aber so nach und nach lässt das nach, je mehr ich ihm vertraue und je sicherer ich mich dort fühle, desto weniger versuche ich zu kontrollieren und es ist tatsächlich ein gutes Gefühl.
Alles Gute für die weitere Therapie!

LG, Meridian


 
 
BeitragVerfasst: 8. Jun 2021, 16:56 

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Hallo Meridian,

ja, man tut was man kann. Es ist ein täglicher Kampf.

Ich denke auch, dass das mit der Kontrolle ein sehr wichtiger Punkt ist. Weil ständig die Kontrolle behalten zu wollen, ist auf Dauer total anstrengend. Und da, wo man sich sicher fühlt und vertrauen kann, kann es einfach eine Erleichterung sein, nicht daran festhalten zu müssen.

Dir auch alles Gute für die weitere Therapie.

LG
Sonnenschein


 
 
BeitragVerfasst: 19. Jul 2021, 19:48 

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Hallo zusammen,

ich habe hier lange nichts mehr geschrieben. Aber ich wollte jetzt auch mal positives hier niederschreiben.

Es geht mir gerade gut. Nein, eigentlich sehr gut. Ich komme aus einem Urlaub, den ich das erste Mal seit Jahren wieder richtig genießen konnte. Mir hat die Therapiestunde vor dem Urlaub sehr viel gegeben bzw. die Aussagen meiner Therapeutin, haben irgendwie einen Schalter bei mir umgelegt.

So entspannt und innerlich ruhig, war ich tatsächlich ewig nicht mehr. Dazu hab ich es noch geschafft, meine Hausaufgabe zu meistern, worauf ich sehr stolz bin.

Heute war auch wieder Therapie und meine Thera meinte, das wäre wirklich sogar für sie spürbar und sie hat sich mit mir gefreut und meinte "da müsste man glatt ein Kölsch zusammen drauf trinken gehen". :lol:

Von meiner Krankenkasse habe ich zwar wegen der Kostenübernahme noch nichts gehört, aber auch das sehe ich ganz gelassen. Wir werden jetzt noch 15 Stunden (die haben wir erstmal so vereinbart als Selbstzahler) haben und ich hoffe, dass ich mir noch sehr viel daraus ziehen kann.

Bezüglich der Nachsorge, steht jetzt noch die Psychiatersuche an. Da will mir meine Thera noch Empfehlungen nennen. Die Selbsthilfegruppe werde ich erst mal nicht machen. Das wäre mir jetzt zu viel und passt auch von den Zeiten nicht (ich hatte kurzfristig vor dem Urlaub eine Zusage erhalten). Ich stehe noch auf einer Warteliste für eine andere SHG und warte jetzt mal lieber darauf (passt von den Zeiten besser und ich hab noch was Zeit, mich darauf einzustellen).

Die Medikamente hab ich ja jetzt schon seit Anfang Juni weggelassen und das fühlt sich auch ganz gut an.

Ich wollte einfach mal was positives hier lassen und hoffe, dass es Euch auch gut geht und ihr positive Erfahrungen machen werdet.

Euch einen schönen Abend.

LG
Sonnenschein


 
 
BeitragVerfasst: 19. Jul 2021, 22:03 

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Hallo Sonnenschein,

es freut mich, dass es dir so gut geht zur Zeit und dass dich die Therapiestunden jetzt spürbar weiterbringen. Dann kannst du dich ja jetzt erst mal ganz beruhigt auf die 15 Stunden, die du auf jeden Fall noch hast, einlassen.
Es ist schön, so viel Positives in Bezug auf die Therapie zu lesen. und ich wünsche dir, dass die innerliche Ruhe anhält.

Liebe Grüße,
Meridian


 
 
BeitragVerfasst: 20. Jul 2021, 18:00 

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Hallo Meridian,

danke für Deine Nachricht. Ich wünsche Dir auch, dass Du positives berichten kannst. Ich bin noch nicht dazu gekommen in Deinem Thread zu lesen, werde da aber auch nochmal reinschauen. Da sind ja einige Beträge dazu gekommen.

Liebe Grüße
Sonnenschein


 
 
BeitragVerfasst: 28. Jul 2021, 13:39 

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Hallo zusammen,

wie ist es möglich, dass man vergisst/verdrängt, wie anstrengend die Therapie auch sein kann?

Montag war Therapie, gestern hab ich schon gemerkt, dass ich müde und unkonzentrierter wurde und heute ist es so, das sich einfach nur noch schlafen möchte und ständig kurz vor dem heulen stehe, es aber nicht kann.

Meine Thera will ich, obwohl sie gesagt hat, dass ich mich melden darf, noch nicht kontaktieren.

Es ist einfach so anstrengend alles. Weiß noch gar nicht, ob ich das am Montag erneut aushalte. Wir haben Konfrontation gemacht und das soll dann nochmal wiederholt werden.

Ich frag mich, ob ich das vor einer Woche wirklich selber geschrieben habe, wie gut es mir da ging. Davon ist gerade gar nicht viel von da.


 
 
BeitragVerfasst: 28. Jul 2021, 14:00 

Registriert: 25. Jul 2021, 08:24
Beiträge: 49
 
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Hallo Sonnenschein, ich empfinde (auch nach 1,5 Jahren) fast jede Stunde als extrem anstrengend und benötige oft mehrere Tage, um aus der Anspannung zu kommen. Bei mir sind es die Themen und das langsame Herantasten an tief versteckte Gefühle. Oft wünsche ich mir auch, weinen zu können, um Druck loszuwerden... klappt aber nicht.
Ich habe mit meiner Therapeutin zwei Absprachen, die mir helfen. Zum einen darf ich nach der Stunde noch so lange in der Praxis bleiben, wie ich brauche, um wieder alltagstauglich zu sein (ich dissozieire zeitweise) und zum anderen schreibe ich nach besonders belastenden Stunden meine Gedanken auf, meist verteilt auf mehrere Tage. Dies schicke ich an meine Therapeutin. Sie weiß dann wie es mir geht und für mich hat sich durch das Schreiben viel sortiert.
Therapie ist harte Arbeit. Sicherlich gibt es Stunden, die leichter zu verkraften sind, aber es gibt eben auch die, wo die unschönen Dinge sich mit brachialer Gewalt den Weg nach oben suchen.
Vielleicht kannst du dich ein wenig ablenken. Mir hilft meist Sport/ Bewegung bzw. meine Arbeit. Für ruhige Tätigkeiten habe ich in solchen Situationen meist keinen Nerv. Ich wünsche dir alles Gute


 
 
BeitragVerfasst: 29. Jul 2021, 09:10 

Registriert: 15. Dez 2019, 11:05
Beiträge: 405
 
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Hallo Sonnenschein,

Therapie ist ein emotionales Auf und Ab und natürlich wünscht man sich in guten Phasen, wenn man sich besser fühlt, dass das anhält und ist frustriert, wenn das nicht so ist.
Das fühlt sich dann manchmal als Niederlage oder Versagen an (kenne das auch von mir), aber ich denke, es ist einfach Teil einer Therapie und ein Zeichen dafür, dass du gerade an schwierigen Themen dran bist.
Vielleicht kannst du versuchen, nachsichtig und fürsorglich mit dir umzugehen und an die guten Entwicklungen zu denken, die es in deiner Therapie ja auch gibt, denn sonst hättest du den Beitrag nach deinem Urlaub nicht so geschrieben.

Alles Gute und LG,
Meridian


 
 
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