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 Betreff des Beitrags: Verfahrenswechsel
BeitragVerfasst: 3. Aug 2021, 10:03 

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:hello: Hallo Leute,

meine VT ist ausgelaufen.

Ich habe viele Jahre VT gemacht (immer bei der gleichen Thera). Leider hat mir die VT immer nur kurzzeitig geholfen, so dass ich alle paar Jahre wieder eine Therapie machen musste (mich wundert, dass die KK das immer wieder gezahlt hat.)

Nun denke ich darüber nach mal eine tiefenpsychologische Therapie zu machen.
Kann ich jetzt so ohne weiteres eine solche Therapie beantragen, oder gilt auch hierbei die 2 Jahre Karenzzeit?

Vor vielen Jahren, so weiß ich noch, wäre das ohne Karenzzeit möglich gewesen. Ich weiß nur nicht ob das immer noch gilt.

Weiß das vielleicht einer von Euch?

Ich habe im Internet nichts dazu gefunden und bei der KK mag ich nicht nachfragen.

Liebe Grüße


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Verfahrenswechsel
BeitragVerfasst: 3. Aug 2021, 10:39 

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Hallo Wandervogel,

beim Verfahrenswechsel gilt die Karenzzeit von 2 Jahren meines Wissens nicht. Bisher habe ich auch VT gemacht, stehe aber bei mehreren tPT-lern auf der Warteliste. Ohne weiteres hätten sie sofort einen Antrag auf LZT tPT bei der KK gestellt, auch wenn die 2 Jahre bei weitem nicht abgelaufen sind. Das der Bewilligung eine Begutachtung vorausgeht, davon gehe ich aus, die Therapeuten auch. Mir zeigt das auch die Motivation des Therapeuten, wenn er bereit ist ein Gutachten zu verfassen. Meiner Erfahrung nach, ist nicht jeder Therapeut dazu bereit.
Die Karenzzeit von 2 Jahren ist laut UPD kein fest geschriebens Gesetz (vor kurzem hatte ich mehrmals Beratung zur Pt über die UPD = unabhängige Patientenberatung Deutschland). Auch eine VT wäre laut UPD noch vor Ablauf von 2 Jahren möglich. Das hängt von der Begutachtung ab, den bestehenden Störungen (Diagnosen) und den Erfolgsaussichten der Therapie. Wenn dadurch z.B. wieder Arbeitsfähigkeit hergestellt werden kann, Akutaufenthalte reduziert werden können usw. sollen die Chancen auf Bewilligung auch vor Ablauf der zwei Jahre höher sein. Wenn die Störung chonifiziert ist und sich in den letzten Jahren durch ambulante Therapie keine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustandes erreichen ließ, dann sollen die Chancen auf eine Bewilligung entsprechend gering sein. Die KK ist an das Wirtschaftlichkeitsgebot gebunden. Meines Wissens geht ein Verfahrenswechsel immer, mit Gutachten, unter der Begründung, dass das andere Verfahren (in Deinem Fall die VT) nicht den gewünschten nachhaltigen Behandlungserfolg bewirkt hat.

Viel Erfolg!
LG Gartenkobold


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Verfahrenswechsel
BeitragVerfasst: 3. Aug 2021, 11:49 

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:hello: Hallo Gartenkobold,

danke für Deine Antwort.

Tja, dann habe ich wohl schlechte Karten. So wie die KK's drauf sind wird das wohl vor Ablauf der 2 Jahre nichts und die Therapeuten sind aufgrund der politischen Lage auch mit ihrem Engagement sehr zurückhaltend.

Nur was soll ich machen. Mir geht es immer noch nicht gut und in die Akkutklinik gehe ich nicht.
Eine Reha ist nicht möglich, weil ich sonst u.U. meine EM-Rente verliere.

Wohl, dumm gelaufen bei mir.

Liebe Grüße


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Verfahrenswechsel
BeitragVerfasst: 3. Aug 2021, 12:37 

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Hallo Wandervogel,

ich würde es trotzdem versuchen mit dem Verfahrenswechsel, wenn die KK nein sagt, dann ist das so. Gleich von vornherein den Kopf in den Sand stecken, das würde ich nicht.
Vielleicht kann Dir Deine Psychiaterin die ambulante psychiatrische Pflege verschreiben (APP), das geht bis zu 16 Wochen und ist so etwas wie Bezugspflege. Eine Therapie ist es nicht, doch mehrmals die Woche kommt jemand für Ämtersachen, Notfallplan, Medikamente organisieren (mein Antihistaminikum darf nicht mehr verschreiben werden...), Telefonate mit Ämtern, Reden, Spaziergänge... Je nach Deinen Bedürfnissen. Es ist keine Therapie, kann aber zur Stabilisierung beitragen. APP muss von der KK genehmigt werden und die Begründung ist, dass so Akutaufenthalte in der Psychiatrie verkürzt oder verhindert werden. Ist noch mal etwas anderes als Klinik oder Reha. Dann mache ich noch psychisch funktionelle Ergotherapie, die bis zu 40 mal im Jahr vom Psychiater verschreiben werden kann. Meine Ergotherapeutin ist im Beziehungsaufbau besonders ausgebildet und engagiert und hat mir damit am meisten geholfen bisher. Ansonsten ginge auch noch eine Selbsthilfe-Gruppe.
Es gibt viel mehr als Therapie. Das wusste ich auch nicht und habe es hier im Forum gelernt :-) .

LG Gartenkobold


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Verfahrenswechsel
BeitragVerfasst: 10. Aug 2021, 12:32 

Registriert: 3. Aug 2020, 13:04
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:hello: Hallo Leute,

ich bin es nochmal.

Eine Therapeutin sagte mir mal vor ewig langer Zeit (ca. 20 Jahren), dass die 2 Jahre Karrenzzeit nicht mehr gelten, wenn man in einer Akkutklinik behandelt wurde. Also, dass man z.B. nach Ende der Therapie ins Krankenhaus geht und die Kasse zahlt dann wieder ne ambulante Psychotherapie.

Ist das eigentlich heute noch so. Oder haben die Kassen diese Lücke mittlerweile auch geschlossen?

Liebe Grüße


 
 
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