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BeitragVerfasst: 29. Aug 2021, 17:03 

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Hallo zusammen,

ich leide eigentlich an einer schizoaffektiven Psychose und habe nun seit meiner letzten manisch-psychotischen Phase (endete im Mai 2018) eine mittelschwere bis mittlerweile schwere Depression. Ich nehme seitdem Aripiprazol 15 mg und habe Venlafaxin nach ein paar Monaten abgesetzt, weil die Wechselwirkungen zu krass waren. Dazu nehme ich abends 50 mg Quetiapin, weil ich Einschlaf- und Durchschlafstörungen habe.

Antidepressiva könnten bei mir einen Switch, also eine Manie auslösen, weswegen sie das allerletzte Mittel sind. Meine Psychiaterin empfiehlt Psychotherapie.

Ich habe von Januar bis Mai eine Psychotherapie gemacht, von der ich sehr enttäuscht war. Therapietragend war die sog. EFT-Klopftechnik, von der ich nichts halte bzw. die bei mir keinerlei Wirkung gezeigt hat.

Ich bin antriebs- und lustlos, plage mich mit Schuld- und Schamgefühlen, sehe keinen Sinn in meinem derzeitigen Leben, verbringe die Zeit mit Spielen im Internet und verwahrlose immer mehr. Einfache Sachen wie Einkaufen funktionieren nur leidlich, ich muss mich zu allem zwingen.

Mir fehlt gerade absolut die Vorstellungskraft, wie eine Psychotherapie mich aus dieser Lage herausbringen kann. Ich habe das Gefühl, dass sich die Depression chronifiziert hat und mir nur noch ADs helfen können.

Inwiefern hat euch die Psychotherapie geholfen? Was habt ihr da genau gemacht, was habt ihr als hilfreich annehmen können?

VG Rondon


 
 
BeitragVerfasst: 30. Aug 2021, 20:53 

Registriert: 14. Apr 2019, 20:16
Beiträge: 6
 
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also, meine Diagnose spielt jetzt eine untergeordnete Rolle - worunter ich leide, ist eine mittelschwere bis schwere Depression, und ich würde gern wissen:

Was waren nützliche Dinge, die euch in der Therapie geholfen haben, um diesen Zustand mittelfristig erträglicher zu gestalten? Ein Satz reicht mir auch. Danke


 
 
BeitragVerfasst: 30. Aug 2021, 21:49 

Registriert: 10. Mär 2010, 11:54
Beiträge: 412
 
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Ist schwer zu sagen, was genau in der Therapie hilft. Mir geht es während den Sitzungen manchmal so, dass ich denke: was soll das hier bringen, der Therapeut antwortet kaum usw.
Aber mit etwas Abstand helfen mir die Gespräche doch sehr. Alleine schon, dass „es“ Thema war, auch wenn es mir zu Beginn noch so unwichtig erschien.
Also zusammenfassend könnte man sagen: über all die schwierigen, belastenden Themen zu sprechen und sie für sich etwas sortiert zu bekommen.
Ich hoffe, ich konnte dir etwas Mut machen, dich auf eine Therapie einzulassen. AD‘s können die Symptome mildern, aber wahrscheinlich an den Ursachen nichts verändern.
Alles Gute


 
 
BeitragVerfasst: 30. Aug 2021, 23:10 

Registriert: 15. Dez 2019, 11:05
Beiträge: 406
 
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Was mir in der Therapie geholfen hat, war, überhaupt erst einmal zu verstehen, warum ich depressiv geworden bin und dann gemeinsam daran zu arbeiten, die alten Muster und Verhaltensweisen zu verändern.
Und ein Gegenüber zu haben, dem ich vertrauen kann, der mir Halt und Sicherheit gibt (für eine begrenzte Zeit), mit dem ich auch ganz schwierige Themen besprechen kann und der nicht wertet.
AD´s haben mich lediglich etwas stabilisieren können.


 
 
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