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BeitragVerfasst: 21. Sep 2020, 12:08 

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Sport, hier besonders Mountainbiken (daher mein Nick) ist mein Lebenselixier.
Ich bin schon immer viel Rad gefahren. Früher mit dem Rennrad, seit 1989 mit dem Mountainbike. Heute fast nur noch MTB und ab und an mal mit dem E-Bike, mit dem ich regelmäßig zur Arbeit fahre.
Als ich in der Klinik war, kam ich mit allem gut klar, ob es nun verschiedene Therapien waren oder Joga. Nur mit Qi Gong wurde ich nicht warm, habe mich da immer nur gequält. Mich hat das eher belastet als beruhigt. Darüber habe ich mit der Oberärztin bei der Visite gesprochen und sie hat mir dann genehmigt, in der Zeit zu Biken. Die Zeit hat sie so gelegt, dass ich anschließend Pause hatte und somit ausreichend Zeit. Das hat mir unheimlich gut getan. Über die Aktivität musste ich ein Rapport abgeben, weil ja niemand bei mir war, der das beurteilen hätte können.
Das halte ich nun auch zu Hause bei, habe durch Zufall nette Leute kennen gelernt und so fahren wir auch ab und an mal gemeinsam durch die Wälder. Und ich habe noch einiges vor, will mir ein Blog einrichten und einige Mountainbiketouren in entlegene Gegenden sind auch schon in Planung. Mehr verraten will ich nicht, weil ich nicht weiß, ob ich das alles schaffe, was ich mir da vorgenommen habe. Einfach mal der Reihe nach und Stück für Stück. Jedenfalls habe ich Lust auf so was und so was macht Mut!

Gruß Wolfgang

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Das Leben ist wie Radfahren. Man fällt nicht, solange man in die Pedale tritt.


 
 
BeitragVerfasst: 21. Sep 2020, 17:23 

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danke fürs Hervorholen des (etwas aelteren) Threads. Sehe bei mir auch Ähnlichkeiten; auch wenn mein Leblingssport "normales" Fahrradfahren ist. Das motiviert mich am Meisten zur Bewegung.
Es ist v.A. erschreckend, was für eine starke Auswirkung es hat, wenn ich es eine Zeitlang nicht mache(n kann). Hatte bei mir v.a. finanzielle Gründe u.v.a hielt ich es fälschlicherweise für eine "Kleinigkeit"...

Zum "normalen" Gehen bzw. Wandern kann ich mich viel schwerer motivieren; hat aber wohl auch damit zu tun, dass landschaftlich schöne Strecken relativ weit weg vom Wohnort sind.
Gerade in dieser Pandemie-Zeit keine optimale Voraussetzung.

In den vorherigen Beiträgen gibt es auch z.T. hilfreiche Inspirationen; v.a. jene dass notfalls auch ein kleiner Spaziergang helfen kann. Und, ja ,v.a. dass es wichtig ist (auf Dauer) die Bewegung s-/ bzw. Sportart zu finden die Einem wirklich liegt.

p.s. Heilung ist natürlich eine andere Geschichte; bzw. Bewegung/Sport scheint diesbezüglich ein wichtiger Baustein zu sein.


 
 
BeitragVerfasst: 22. Sep 2020, 05:15 

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Ja das denke ich auch.
Jeder muss die Art Bewegung finden, die ihm gut tut. Ich bin dabei auch kein Mensch, der täglich auf dem Rad sitzen muss, sondern ich gehe auch einfach mal gern wandern, oder mit dem Hund eine Runde durch den Wald.
Wenn jemand lieber schwimmt, warum nicht. Ich mag dieses eingesperrt sein in Hallenbädern halt nicht, mich zieht es immer raus in die Natur. Es ist diese Verbindung von Natur, Bewegung und Erleben. Das geht genau so beim Laufen oder Wandern und spazieren gehen.

Zu Hause fällt mir mit der Zeit die Decke auf den Kopf, auch wenn ich am liebsten in die Couch grabbeln würde. Dann hilft mir die Bewegung auf dem Rad. Und wenn es nur eine kleine Runde ist.

Gruß Wolfgang

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BeitragVerfasst: 22. Sep 2020, 15:24 

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Super dass euch Sport hilft.

Mir hilft es leider nicht, es ist eine Qual, z.B mit dem Fahrrad loszufahren und weiterzufahren und nicht gleich wieder umzudrehen, und sich jede Minute zu quälen, weiterzufahren.

Währenddessen fühle ich mich nicht gut, vielleicht fühle ich mich danach ein paar Stunden ganz gut. Das ist dieses "ich habe etwas geschafft" Gefühl, dass ich auch nach Erledigungen habe.

Aber es macht mir auch Kopfschmerzen und Müdigkeit, ich muss mich zumeist hinlegen und das ruiniert wieder meinen Schlafrhythmus (auch Ausruhen mit im Bett liegen, nur dösen, nicht schlafen ruiniert meinen Rhythmus leider.)

Wahrscheinlich müsste ich mich ganz langsam steigern und wirklich jeden Tag bewegen, anfangs nur 10min, dann 15 usw, aber ich schaffe das vom Antrieb nicht. Höchstens einmal die Woche oder weniger.


 
 
BeitragVerfasst: 22. Sep 2020, 18:37 

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Das kann ich gut nachvollziehen. Vielleicht ist Radfahren auch nicht das Richtige für dich. Probiere doch mal andere Bewegungsarten aus. Es muss ja nicht in Sport ausarten.
Wenn ich 10km laufen sollte, was ich kann, ist das für mich auch Quälerei. Für manche ist das ein Genuss. Es kann auch Angeln sein, Wandern oder was auch immer. Jede Minute im Freien ist eine Erleichterung für den Geist, so erlebe ich das jedenfalls.

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BeitragVerfasst: 27. Sep 2020, 07:08 

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-Hobbes- hat geschrieben:
Super dass euch Sport hilft.

Mir hilft es leider nicht, es ist eine Qual, z.B mit dem Fahrrad loszufahren und weiterzufahren und nicht gleich wieder umzudrehen, und sich jede Minute zu quälen, weiterzufahren.

Währenddessen fühle ich mich nicht gut, vielleicht fühle ich mich danach ein paar Stunden ganz gut. Das ist dieses "ich habe etwas geschafft" Gefühl, dass ich auch nach Erledigungen habe.

Aber es macht mir auch Kopfschmerzen und Müdigkeit, ich muss mich zumeist hinlegen und das ruiniert wieder meinen Schlafrhythmus (auch Ausruhen mit im Bett liegen, nur dösen, nicht schlafen ruiniert meinen Rhythmus leider.)

Wahrscheinlich müsste ich mich ganz langsam steigern und wirklich jeden Tag bewegen, anfangs nur 10min, dann 15 usw, aber ich schaffe das vom Antrieb nicht. Höchstens einmal die Woche oder weniger.


Ich habe mir das ganze noch einige male durchgelesen und komme zum Ergebnis, dass du dich vermutlich überforderst und du dir so die Freude an der Bewegung in der Natur selbst nimmst. Auch das kenne ich. Wollte ich nach einer langen Pause wieder genau so loslegen wie zu der Zeit, als ich noch total fit war. Nach der Tour fühlte ich mich schlecht, mir war richtig übel.
Also begann ich, so wie du es sehr richtig schreibst, mit kleinen Touren, aber nicht jeden Tag, sonst wird es zum Zwang. Sonst sagt man sich, nun muss ich schon wieder aufs Rad und dann verliert man schnell den Spaß daran.
Wenn ich aber Zeit habe, das Wetter passt und ich denke, ach ich fahre mal ne Runde mit dem Rad, dann ist es vielleicht eher eine Freude. Und auch dann unbedingt auf den Körper hören. Sobald es "weh tut" einfach zurück fahren. Man sollte sich nicht quälen. Etwas schon, weil man sonst kein Trainingserfolg hat. Aber nie übertreiben. Auch darf man nicht ständig beim Fahren an das Radfahren denken. Ich versuche immer alles auf mich wirken zu lassen. Mal kommt man in eine Ecke in der es plötzlich viel kühler ist, oder auch wärmer. Auf einmal riecht es nach Blumen, nach feuchtem Waldboden, mal unangenehm nach Aas oder Abgas. Dann wieder mal scheint einem die Sonne auf den Rücken, wärmt einen durch und durch und dabei weht dir der Wind durch das Gesicht. Schnell ist ein schöner Platz zum verweilen gefunden. Vielleicht kommt es zu einem Gespräch und man nimmt nette Worte mit nach Hause. Manchmal fahre ich auch nur 10 oder 20 km was für mich wenig ist. Aber die können sich mitunter anfühlen wie 100. Anderen Tags fahre ich mit einem Freund 50 oder 70km und die Zeit vergeht wie im Flug. Dann ist man zwar Müde, aber auch entspannt. Das ist ganz individuell.

Heute zum Beispiel regnet es in Strömen. Ich sitze am Frühstückstisch, habe absolut keine Lust zum Radfahren. Darum packe ich nach dem Frühstück unseren Hund, ziehe meine Regenklamotten an und gehe eine Runde spazieren.

Euch allein ein gutes Wochenende
Wolfgang

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BeitragVerfasst: 29. Sep 2020, 05:37 

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Regen, kalt, trübe, egal - ich muss raus.
Nachdem es jetzt hier den ganzen Sonntag geregnet hat, musste ich heute wieder aufs Mountainbike. Neue Wege erkunden. So bin ich dann gestern ganz bewusst Wege gefahren, die ich nicht kannte, obwohl direkt in unserer Umgebung. Hätte ich die Wege zu Fuß zurück gelegt, ich hätte sicher drei Tage gebraucht. So war das in ein paar Stunden erledigt, weshalb ich das Biken so mag. Eine geniale Möglichkeit sich seine Umgebung zu erschließen. Schade, dass man hier keine Bilder zeigen kann. Im laufe der Fahrt gab es eine längere Regenpause und mir wurde recht warm unter den Fahrradkleidern, so dass ich mich rundum wohl fühlte, kein Anflug von Erschöpfung. Das ist auch so ein Thema. Ich habe bemerkt, wenn ich vom Biken zurück komme und erschöpft bin, ist für die Erschöpfung durch die Depression kein Platz. Das fühlt sich gut an. Auf den letzten Km hat es dann doch noch etwas geregnet und ich freute mich auf die warme Dusche. Hoffentlich langweile ich euch nicht.

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BeitragVerfasst: 29. Sep 2020, 16:16 

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also ich finde es nicht langweilig

Mountainbiker hat geschrieben:
Im laufe der Fahrt gab es eine längere Regenpause und mir wurde recht warm unter den Fahrradkleidern, so dass ich mich rundum wohl fühlte, kein Anflug von Erschöpfung. Das ist auch so ein Thema. Ich habe bemerkt, wenn ich vom Biken zurück komme und erschöpft bin, ist für die Erschöpfung durch die Depression kein Platz.

gerade dieser Aspekt ist mir bisher
gar nicht so aufgefallen, bisher.
Werde mal genauer darauf achten.

Magst du nicht doch einen eigenen Blog
anlegen ? In deinem ersten Beitrag hier
hast du es ja erwähnt...


 
 
BeitragVerfasst: 29. Sep 2020, 18:00 

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Danke,
ja ich werde mich noch mit dem Blog geschäftigen. Einige Texte zu Ausfahrten und Bilder dazu haben ich schon gesamelt und demnächst werde ich mich mit jemand zusammen setzen, der sich mit der Materie Blog, Internet, Website usw. sehr gut auskennt. Ich selbst bin da überfordert und brauch Hilfe für das Gerippe. Mit Texten und Bildern füllen, auf Anfragen und Kommentare antworten, das bekomme ich schon hin.

Aber immer Schritt für Schritt, sonst überhole ich mich immer selbst und komme ins stolpern. Und wo so was endet kennt ihr ja alle zur genüge. Diese Woche ist schon voll, am Freitag ist wieder Therapie und danach will ich direkt für ein verlängertes Wochenende an den Bodensee. Dort wohnt eine Tante von mir. Sie ist Familientherapeutin und wir haben dann sicher interessante Gespräche. Einerseits freue ich mich sehr darauf. Andererseits denke ich immerzu an die Fahrt dort hin. Es sind mehr als 400km was bedeutet, ich bin sicher 5 Stunden mit mir ganz allein mit dem Stress beim Fahren. Es wird für mich eine Belastungsprobe werden, der ich mich bewusst stellen will. Danach kommt der nächste Stepp. Sobald ich den Blog erstellt habe und er Online ist, werde ich das hier posten.

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BeitragVerfasst: 19. Okt 2020, 19:47 

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Ich verabscheue Sport, habe aber weil meine damalige Therapeutin mich getriezt hatte, mich dann doch gequält, mich draußen regelmäßig zu bewegen. Es war einfach nur die Pest.

Sport ist für mich eindeutig ein Depressivum.


 
 
BeitragVerfasst: 20. Okt 2020, 05:33 

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Hallo Axolot,
kannst du festmachen, woher diese Ablehnung kommt? Hattest du vielleicht mal im Schulsport schlechte Erfahrungen gemacht? Ich war im Schulsport auch immer nur Mittelmaß und hatte kaum Freude an Laufen und Geräteturnen. Alle Ballsportarten die mit der Hand gespielt wurden, waren da eher mein Ding. Mit einem Fußball konnte ich nie umgehen. Nach der Schule entdeckte ich dann das Radfahren für mich und heute sitze ich ab und an auch mal auf einem E-Bike. Vielleicht wäre das auch eine Alternative für dich. Ich will dich hier nicht überreden Sport zu treiben, aber Alternativen aufzuzeigen. Mir wäre es möglich aus dem Stand 10 km zu laufen, aber es wäre für mich eine Qual, weil ich nicht gern laufen. Dagegen sind 40 km Mountainbiken ein Genuss. Will sagen, vielleicht musst du nur die Richtige Sportart für dich finden. Das kann ja auch Schach oder Angeln sein, das gilt auch als Sport und ich mache mich darüber sicher nicht lustig. Schau dich einfach mal nach unterschiedlichen Sportarten um vielleicht ist ja was für dich dabei. Yoga oder Schwimmen, es muss ja nicht Laufen oder Radfahren sein.

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BeitragVerfasst: 21. Okt 2020, 21:38 

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Hallo Mountainbiker,

das ist lieb, dass du mir viele Varianten aufzeigst. Sagen wir es so: Bisher gab es noch keine Sportart, die ich "erträglich" fände. Von den Sachen, die du aufgezählt hast, habe ich auch vieles probiert.
Ja, ich hatte schlechte Erfahrungen beim Schulsport; aber auch danach habe ich nie gefallen daran gefunden. Alles was mit Mannschaften oder Wettkampf zu tun hätte, wäre nichts für mich, weil da meine Versagensängste zu sehr im Vordergrund wären. Zusätzlich bin ich auch nicht gerne in der Natur, Fitnessstudio und Schwimmen hatte ich schon probiert - war auch eine Qual.

Ist einfach nichts meins, es sei denn, es gibt eine neue Sportart, bei der all das nicht gegeben wäre.

f32


 
 
BeitragVerfasst: 22. Okt 2020, 05:15 

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Da kann ich dich gut verstehen. Ich höre gern Musik, spiele leidlich Gitarre und mag kleine, intime Konzerte. Aber zum Tanzen konnte mich noch niemand überreden und es wird auch glaube ich niemand schaffen. Ich mag dieses "Gehopse" nicht. Als Sport finde ich es albern. Aber jeder so wie er mag.
Ich habe auch Mannschaftssport betrieben wie Tischtennis oder Badminton. Was mir da wichtig ist, ist dass ein Netz dazwischen ist. Beim Krankenhausaufenthalt lernte ich nun Yoga kennen und wir hatten einen ganz tollen Lehrer. Das mache ich neben dem Radfahren ab und an zu Hause. Anleitungen finden sich ausreichend im Internet. Da kann man mitmachen was man will, es beobachtet einen niemand und man kann es machen wann man will.
Davon abgesehen muss man ja kein Sport machen, denn überlebenswichtig ist es nicht. Nur denke ich dass etwas Bewegung an der frischen Luft dem Körper schon gut tut.

Drücke dir die Daumen, dass du vielleicht doch was für dich findest und damit sogar das Interesse an der Natur wächst.
Gruß Wolfgang

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BeitragVerfasst: 22. Okt 2020, 08:52 

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He Mountainbiker,

einen schönen Thread hast du da gestartet! Möchte hier nur ne Winzigkeit ergänzen, weil man´s gar nicht oft genug wiederholen kann:
Mountainbiker hat geschrieben:
Nur denke ich dass etwas Bewegung an der frischen Luft dem Körper schon gut tut.

... und meiner Seele - diese Erfahrung mach ich immer wieder.


 
 
BeitragVerfasst: 22. Okt 2020, 14:49 

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Zuletzt geändert von Wolkenzauber am 25. Okt 2020, 16:22, insgesamt 1-mal geändert.

 
 
BeitragVerfasst: 23. Okt 2020, 06:34 

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Hallo und einen guten Morgen,
den Thread habe ich nicht gestartet nur mitgestaltet, wie wir alle. Mir geht es wie Wolkenzauber. In der Natur habe ich zwar Zeit zum nachdenken, aber die Gedanken sind andere. Nach dem Mountainbiken tritt natürlich eine Erschöpfung ein, aber es ist eine andere, als das was sich von der Krankheit kenne. Für krankheitsbedingte Erschöpfung ist dann kein Platz. Der Körper setzt Glückshormone frei, natürliches Doping nenne ich das. Und es ist so schön die Landschaft, die Gerüche, die Temperaturen usw. zu erleben. Manchmal lade ich nein Rad ins Auto und fahre dort hin wo ich noch nie gefahren bin. Das muss nicht weit sein. Oder ich lasse mich mitnehmen und fahre dann mit dem Rad nach Hause. Für mich immer eine regelrechte Befreiung von den Zwängen des Lebens. Ich hoffe ihr findet auch so eine Betätigung, es muss ja nicht Sport sein, die euch so sehr hilft.

Der Mountainbiker

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BeitragVerfasst: 24. Okt 2020, 11:13 

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Zuletzt geändert von Wolkenzauber am 25. Okt 2020, 16:22, insgesamt 1-mal geändert.

 
 
BeitragVerfasst: 24. Okt 2020, 13:39 

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Hallo,

ich möchte mich auch mal eben ein wenig zu dem Thema äußern. Hoffe, das ist okay?

Ich habe im August wieder mit dem Fahrradfahren anfangen. Nachdem ich bisher die Aussagen der Ärzte und Therapeuten immer wieder belächelt habe, dass sich sportliche Aktivitäten positiv auf eine Depression auswirken würden, wurde ich dann schließlich eines besseren belehrt.

Ich weiß nicht, was währenddessen in meinem Körper geschieht… Ich kann aber sagen, dass ich nach dem Radfahren einen gewissen Antrieb verspüre, den ich sonst definitiv nicht habe, und der mich im Alltag auch immer wieder davon abhält, überhaupt irgendetwas zu tun. Auch habe ich das Gefühl, mal wieder klar denken zu können und diese innere Schwere ist auch für eine gewisse Zeit verschwunden.

Die Schwierigkeit ist nachwievor, sich trotz totaler Antriebslosigkeit und inneren Schwere auf's Fahrrad zu quälen. Es ist jedesmal ein Kampf, aber ich sage mir dann immer wieder, dass es mir danach besser gehen wird, und das ist tatsächlich so. Und die Natur da draußen ist derzeit einfach nur zu verlockend. Rauf auf's Rad, ab in die Wälder und den Kopf freikriegen.

Wie gesagt, das sind jetzt nur meine Erfahrung, die ich mit sportlichen Aktivitäten gemacht habe.

_________________
Gruß,
Sensibel


 
 
BeitragVerfasst: 24. Okt 2020, 21:22 

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Hallo ihr Lieben,

ich habe das schon oft gehört, dass die Erschöpfung von Sport angenehm sein soll. Manche Leute sagten sogar zu mir, dass sie Muskelkater gut finden, weil er ihnen zeigt, dass sie etwas gemacht haben.
Für mich ist beides tatsächlich nicht nachvollziehbar: Wenn ich vom Sport erschöpft bin, bin ich einfach fertig und zu nichts zu gebrauchen. Das ist für mich ein unangenehmes Gefühl. Diese Art von Erschöpfung (oder überhaupt Erschöpfung) hilft mir auch nicht beim Einschlafen.
Und Muskelkater tut mir einfach nur weh, ich nehme dann gegebenenfalls Ibuprofen dagegen.

Vielleicht bin ich in dem Punkt einfach "unnormal". Aber wegen dieser Sachen ist Sport für mich absolut nicht hilfreich bei Depressionen, sondern kontraproduktiv. Und damit meine ich auch leichten Sport wie Spazierengehen oder Radfahren.

f32


 
 
BeitragVerfasst: 25. Okt 2020, 07:29 

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f32
Dann solltest du dich auch nicht quälen, das ist dann in der Tat kontraproduktiv. Dass man nach sportlicher Erschöpfung nicht schlafen kann, kenne ich auch, dann hat man meist übertrieben, ist erschöpft aber viel zu aufgedreht, als dass man schlafen könnte. Hier muss man sehr genau auf seinen Körper hörten.

Sensibel
zunächst mal schön dass du was hier beiträgst!
Was du hier beschreibst, kann ich zu 100% unterschreiben. Letzten Sonntag wollte ich und bin nicht Rad gefahren, das hat mich dann den ganzen Tag geärgert. Geärgert, weil ich den Allerwertesten nicht vom Sessel bekommen habe. Ich war zwar über 2 Stunden mit dem Hund raus, aber das ist nicht das selbe.

Wolkenzauber
Schön wie du das beschrieben hast. Den von dir beschriebenen Pilz kenne ich, wenn auch nicht hier bei uns. Im Pfälzer Wald habe ich ihn schon öfter gesehen. Dort war ich früher oft beim Wandern oder Biken. Deshalb freue ich mich auch schon auf das Frühjahr, denn dann werde ich wieder dort hin fahren und die Wege dort unter die Stollen des Fahrrades nehmen.

Gruß Wolfgang

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BeitragVerfasst: 25. Okt 2020, 20:28 

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Hallo Mountainbiker,

als aufgedreht habe ich mich nie empfunden. Selbst wenn, würde das ja nach ein paar Stunden nachlassen, oder?
Aber ja, ich habe Sport für mich aufgegeben, und ich glaube, es ist besser so. ;-)

f32


 
 
BeitragVerfasst: 26. Okt 2020, 07:40 

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Das weißt du sicher selbst am besten.
Aufgedreht, das ist bei mir in Verbindung mit dem Sport so eine Sache. Ich kann, bedingt durch mein Training, einfach mal 30 km Mountainbike oder 70 km Rennrad fahren, ohne mich zu überfordern. Je nach Verfassung sind auch 70km Mountainbike oder 120km Rennrad kein Problem. Dann muss ich mich aber richtig wohl fühlen.
Nun passiert es mir aber auch immer wieder, dass mit mir "der Gaul durch geht" und ich mein Körper überfordere. So nach dem Motto, diese Schleife und den Berg nehmen wir auch noch mit. Das ganze mit dem Ergebnis, dass ich nicht nur total platt bin, sondern der Motor in mir immer weiter auf Hochtouren läuft und das betrifft nicht den Kreislauf, Puls oder Herzschlag. Es ist eine innere Unruhe, als ob man ein Schwungrad in Bewegung gesetzt hat und es nicht mehr zum anhalten bringt. Ich schlafe dann sehr schlecht, komme nicht mehr zur Ruhe, es wechselst von heiß zu kalt und meine Beine finden keine Ruhe. Das alles hatte ich aber auch schon vor meiner Erkrankung. Heute verstehe ich mein Körper besser und kann seine Signale besser deuten, so dass mir das nur noch sehr selten passiert.

Jedenfalls wünsche ich dir viel Erfolg etwas zu finden, was zu dir passt und dich erfüllt. Es muss ja wie gesagt kein Sport sein. Vielleicht wäre das erlernen eines Musikinstrumentes der bessere Weg, wer weiß das außer dir .
Der Mountainbiker

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