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BeitragVerfasst: 12. Apr 2021, 17:20 

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Hallo T Ally,

den Ehrenamtskurs zur Hospizbegleitung habe ich auch abgeschlossen (Grundkurs und Aufbaukurs (Pflege)). Die Ausbildung hat mir sehr viel Freude bereitet und eine sich anschließende Begleitung über 3 Jahre auch. Diese war eine sehr positive und prägende Erfahrung in meinem Leben. Dann wurde ich krank und suchte eine Traumatherapeutin. Während einer Sozialberatung wurde mir gesagt "Dann gehen doch zu Fr. XY von Hospiz". "Fr. Vorname XY vom Hospiz". "Ja genau die". Es war meine Supervision vom Hospiz. Die Stadt hier ist im Grunde ein Dorf. Wir haben dann noch geredet und uns beide dagegen entschieden - wir standen uns zu nah. Seit dieser Begebenheit begleite ich nicht mehr. Laut meiner Supervisorin sollte/darf ich erst wieder mitarbeiten, wenn es mir besser geht. Die Zeit, die ich zum gesund werden benötige, soll ich mir zugestehen. Nach und nach fand ich diese Entscheidung gut.

Viel Kraft für Dein Ehrenamt und pass gut auf Dich auf!

LG Gartenkobold


 
 
BeitragVerfasst: 16. Apr 2021, 20:11 

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Hallo,

endlich kann ich mich wieder entspannt melden. Mein alter Computer gab langsam auf, bevor alle Daten verschwunden sind habe ich mich schweren Herzens von Geld getrennt und mir einen neuen gegönnt. Wahnsinn, wie schnell neue Technik sein kann.
Und was für ein Glück ich habe, dass die jungen Familienmitglieder technikaffin sind und mir die Daten überspielt haben.

@Camille und Gertrud Star
Danke für Eure Ausführungen zu den weiblichen Themen. Es entspannt mich, zu lesen, was hinter der Terminabsage beim Gyn steckt. Ich bin generell entspannter, wenn ich etwas verstehe und nach Deinen Ausführungen, liebe Camille, habe ich verstanden, dass es einfach mit der Krebsvorsorge und der entsprechenden Untersuchung zusammenhängt. Ich dachte, denen ist das Blut zuwider. Wobei das ja eigentlich aktuell mein Problem ist und wie soll das untersucht werden, wenn ich nicht bluten darf... Wieder einmal ein Beispiel, dass ich nicht so viel denken sollte, sondern einfach nachfragen.
Die Ärztin hat mir bereits vor einem Jahr gesagt, dass ich schon am Anfang der Wechseljahre stehe. Wenn ich meinen Zykluskalender ansehe, dann sind Tage ohne Blutung seltener und besonders mit dem Moment der Kündigung von Seiten meines Arbeitgebers hat mein Körper wieder voll reagiert.

Die Blutwerte habe ich beim Hausarzt checken lassen und mein Körper zeigt mir, dass er gesund und stark ist. Die Angestellte beim Arzt war erstaunt, als ich laut "Sch***" sagte. Ich hatte die Hoffnung, dass mir vielleicht Vitamine & Co. aus meiner Erschöpfung helfen könnten.
Nun muss ich wohl einsehen, dass meine Psyche laut schreit, der Körper gut funktioniert.

@Gartenkobold
Auch Deine Ausführungen tun mir gut. Vielen Dank für die Beruhigung im Hinblick auf die Nahtlosigkeit. Ich hoffe sehr, dass ich bald einen Bescheid bekomme, in dem steht, wieviel Geld ich künftig zur Verfügung habe, damit ich entsprechend handeln und meine Ausgaben anpassen kann. Sofern möglich.

Schön wäre es auch, wenn ich endlich Bescheid der Rentenversicherung bekommen würde, wie es weitergeht für mich.

Mit Ungewissheit und Veränderungen komme ich generell total schlecht klar. Und momentan besteht mein ganzes Leben aus unklaren Situationen.
Ich komme nicht zur Ruhe, bin innerlich total angespannt, mein Kopf dreht durch, besonders am Abend und in der Nacht. So helfen nur Medikamente und die machen mich matschig.

Sowohl bei der Therapeutin als auch bei der Begleitung von IFD habe ich vehement einen Klinikaufenthalt abweisen müssen. Ich habe aber noch nicht das Gefühl, dass ich damit durch bin, die mich in Ruhe lassen. Denn auch das erste Kennenlernen mit der Gruppentherapeutin im Rahmen der Reha-Nachsorge verlief diese Woche ähnlich.
Zudem haben mich die Tränen im Gespräch diese Woche überflutet; mir war selbst nicht klar, wie mies es mir geht.

Diese totale Ablehnung durch meinen langjährigen Arbeitgeber; diese tief empfundene Scham, wenn ich auf ehemalige Kollegen treffe. Die Hemmung überhaupt vor die Tür zu gehen. Nachbarn, die mich auf meine lange Krankheit ansprechen. Eine Enttäuschung sein für die Familie. Verliere ich meine Wohnung? (Wann) habe ich wieder genug Power für einen neuen Job? Bin ich nicht für jeden eine Enttäuschung, weil ich schwach bin? Nerve ich nicht jeden durch dumme Äußerungen? Wäre es besser, wenn ich niemanden mehr nerven kann? Wer kann mich überhaupt ertragen?

All dies und noch viel mehr kreist permanent durch meinen Kopf, lässt mich nicht zur Ruhe kommen.

Weder vom Arbeitgeber noch vom Anwalt habe ich bislang wieder etwas gehört. Ich schiebe das alles also wieder weit weg, aber es wird mich wieder überrollen, sobald es akut wird und eine Anfrage an mich herangetragen wird.

Wann hat dieses unklare Durcheinander endlich ein Ende?


 
 
BeitragVerfasst: 17. Apr 2021, 10:29 

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Lieber Gartenkobold,

gestern Abend fiel mir ein, dass ich vergaß, meine Gedanken zu Deinem Beitrag zum Hospizdienst zu teilen.

Gartenkobold hat geschrieben:
Laut meiner Supervisorin sollte/darf ich erst wieder mitarbeiten, wenn es mir besser geht. Die Zeit, die ich zum gesund werden benötige, soll ich mir zugestehen. Nach und nach fand ich diese Entscheidung gut.


So ungefähr stelle ich es mir auch vor. Denn meinen ersten Einsatz auf der Palliativstation hatte ich und war hinterher sehr mitgenommen. Alles war neu, damit habe ich eh immer Schwierigkeiten, aber ich kenne aus der Familie auch keine schweren und langwierigen Krankheiten. So hat mich das, was ich dort gesehen habe, doch sehr beschäftigt.
Dazu mein aktuelles Leben mit all den unklaren Entwicklungen. Das ist momentan zuviel.
Allerdings hatte ich auch einen ersten Einsatz auf einem Friedhof. Das könnte ich mir aktuell vorstellen. Es ist weniger zeitintensiv und mehr Abstand zum akuten Leid.

Übrigens habe ich schon viele, viele Jahre über ein Ehrenamt im Hospizbereich nachgedacht. Bei einem Aufenthalt in der Akutpsychiatrie habe ich im Therapiegespräch genau dies angesprochen und wollte ausprobieren, ob diese Tätigkeit eventuell eine Kraftquelle für mich ist.
Im ersten Gespräch mit den Koordinatoren des Hospizes habe ich offen über meine Geschichte berichtet und mir wurde gesagt, dass genau so etwas den Weg ebnet. Denn wer, wenn nicht wir, die wir durch eine Krise gegangen sind, kann nachfühlen, was das bedeutet.

Vielleicht ist auch nur im Moment alles ein bisschen viel für mich.
Der Kurs allerdings ist toll! Ich nehme viel für mich selbst mit, aber lerne auch viel für den sensiblen Umgang mit Menschen. Lerne unterschiedlichste Typen kennen und von jedem kann man etwas mitnehmen.

Dennoch muss ich im ersten Schritt aktuell an mich denken, denn nur wenn ich stabil bin, dann kann ich anderen etwas geben. Das wird uns auch in den Stunden im Kurs immer wieder gesagt.
:!: Achtet und berücksichtigt Eure Grenzen und sagt auch NEIN. :!:

Insofern hat mir Dein Beitrag noch einmal bestätigt, was ich innerlich spüre. Und manchmal muss einem das ja noch zusätzlich gesagt werden.
Vielen Dank für Deine Zeilen, die mich bestärken, aktuell mehr auf mich und meine Kraft zu achten.
Es kommen hoffentlich auch wieder andere Zeiten.

Liebe Grüße zu Dir!


 
 
BeitragVerfasst: 17. Apr 2021, 20:40 

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Hallo T Ally,

es freut mich von dir zu lesen. Ich finde, du hörst dich besser an und irgendwie auch etwas entspannter, wenn du von deinem Ehrenamt und dem Kurs schreibst. Im ersten Moment bin ich etwas erschrocken bei dem Gedanken an deine lebensmüden Gedanken und dazu eine Arbeit im Hospiz und hab mich gefragt, ob das so gut ist, aber durch das, was du noch geantwortet hast, habe ich den Eindruck, du kannst das ganz gut einschätzen und es könnte etwas für dich sein. Das mit dem Kurs hört sich gut an, dass du auch etwas für dich lernst und andere nette Leute kennenlernst. Vielleicht ist das ja dein Weg zu deinem Platz in der Welt.

Und mal zu deinen Fragen...
"Bin ich nicht für jeden eine Enttäuschung, weil ich schwach bin?" - Nein! Denk daran, was die Dame vom Hospiz zu dir gesagt hat: Durch das, was du durch deine "Schwäche" erlebst, hast du Kenntnisse und Fähigkeiten, die Leute nicht haben, bei denen immer alles wie am Schnürchen läuft. Das ist etwas besonderes und das kann man auch positiv nützen, was wiederum stark ist!

"Nerve ich nicht jeden durch dumme Äußerungen?" - Nein. Ich kann mich auch ehrlich gesagt nicht an dumme Äußerungen von dir erinnern. (Und jetzt sag nicht, das liegt an meinem Hirn ;))

"Wäre es besser, wenn ich niemanden mehr nerven kann?" - Nein. Es ist schön, dass es dich gibt. Und: Jeder nervt irgendwann mal jemand anders wegen irgendwas. Ich auch. Das ist ganz normal. Aber Leute, die einen wirklich mögen, mögen einen auch mit Macken.

"Wer kann mich überhaupt ertragen?" - Wir z.B. Und das schon ziemlich lange :)

Ich schick dir eine ganz liebe Umarmung. Lass dich mal drücken!

Liebe Grüße,
DieNeue


 
 
BeitragVerfasst: 26. Apr 2021, 21:35 

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Huhu T Ally,

ich schick dir eine ganz liebe Umarmung und liebe Grüße!

DieNeue


 
 
BeitragVerfasst: 2. Mai 2021, 19:04 

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Hallo,

ich dachte, ich gebe mal einen kurzes Update über die letzten Entwicklungen. Manchmal wünschte ich mir, ich hätte jemanden, der mir die ganzen Formalitäten abnimmt. Jeder Brief im Kasten sorgt für Herzrasen und kurze Panik, ehe ich wieder runterfahre und mich traue, den Umschlag zu öffnen.

Die Rentenversicherung hat statt einer Entscheidung nun zum dritten Mal aktuelle Arztberichte angefordert. Diese habe ich nunmehr an den entsprechenden Stellen angefordert.
Wie lange soll sich dieser Antrag noch ziehen? Im September 2019 habe ich den LTA Antrag gestellt, war zwischenzeitlich in drei Kliniken, bin aus dem Krankengeld heraus. Was muss noch passieren?

Mein Fachanwalt für Arbeitsrecht teilte mir mit, dass die Rechtsschutzversicherung sich windet. Eventuell muss ich die Kostenübernahme einklagen. Da frage ich mich, warum ich die Beiträge für Berufsrechtsschutz zahle, wenn dann die Inanspruchnahme schwierig ist. Eine weitere Baustelle, dabei möchte ich diese endlich mal reduzieren.
Es ist auch noch nicht zu einer Antwort meines Arbeitgebers gekommen. Erst mir einen Brief schreiben, eine knappe Frist setzen, und dann ausschweigen...

Die Agentur für Arbeit teilte mir mit, dass die Angaben meiner Krankenkasse leider unvollständig sind und ich daher noch kein Geld erhalte. Da ich aktuell keine Leistungen bekomme weisen sie darauf hin, dass auch kein Krankenversicherungsschutz besteht und ich dies mit meiner Krankenkasse klären müsse. WAS DENN NOCH? :!:
Ich dachte, mit dem Schreiben wird mir endlich die Höhe der regelmäßigen Leistung mitgeteilt, stattdessen noch eine Baustelle und weiterhin keine Beruhigung.

Hinzu kommt, dass ich mich momentan eh mies fühle und wieder alles in Frage stelle. Es gab an diesem Wochenende einen Jahrestag in der Familie. Ja, wir haben Corona, aber das hat bislang nicht zu Einschränkungen geführt, wenn es um Feiertage ging. Ich wurde immer zum Haushalt der Eltern gezählt. Ich bin leider die einzige alleinstehende Person der Familie. Fühle mich manchmal auch wie das fünfte Rad am Wagen.
Nun hat die Person mit dem Jahrestag die Eltern eingeladen, mich nicht. Mein Geschenk habe ich den Eltern mitgegeben und bekam dann am Abend ein kurze Textnachricht mit dem Dank und dem Hinweis, ich könne morgen vorbekommen, am "Feiertag" gab es Schichtbetrieb.
Das hat bei mir leider wieder einen ganz wunden Punkt berührt. Ich fühle mich ausgeschlossen, undwichtig, nicht zugehörig. Auch wenn ich versuche, bewusst gegenzusteuern und mich an meinen inneren sicheren Ort zurückzuziehen, ich fühle mich so einsam.

Warum immer ich?

Als Corona die Eltern heimsuchte und die ganze Familie in Quarantäne musste; ich wurde nicht mit einbezogen, dabei hatte ich am lägsten und engsten Kontakt zu den bereits infizierten aber noch symptomlosen Eltern. Ich hatte solche Angst Kollegen anzustecken und es weiterzutragen.

Der Arbeitgeber meines Bruders hielt sich an den Datenschutz und gab keine Infos an Kollegen weiter. Mein Chef hat sofort die ganze Abteilung informiert, so haben die Kollegen weiten Abstand gehalten, den Raum nicht betreten. Das war total gut zu ertragen in meiner Verfassung. Ablehnung pur.

Nun werde ich sogar aus der Familie rausgehalten. Freunde sind wichtiger. Es tut so weh.


Ich bin wahrscheinlich nicht ganz gerecht gerade; aber ich denke, meine Gefühle kann man mir nicht absprechen. Ich habe solche Angst vor Ablehnung, vermeide möglichst Situationen, die diese Gefühle in mir heraufbeschwören können. Weil ich dieses Gefühl nicht mehr ertragen kann. Dann überkommt mich die Einsamkeit in einer Riesenwelle.

Heute stand ich in meiner Küche und es rollte die volle Hoffnungslosigkeit über mich hinweg. Ich wollte mein selbstgekochtes Essen vom Freitag aufwärmen, da dachte ich, dass ich den aktuellen Zustand nicht mehr aushalte, sehe keine psoitive Wende. Ich habe mich dann innerlich gezwungen und mir gesagt, morgen ist ein besserer Tag. Überstehe erst einmal den heutigen.

Soviel zu meinem aktuellen Chaos. Mit diesen ganzen offenen Flanken komme ich innerlich einfach nicht zur Ruhe.

Liebe Grüße an Euch alle


 
 
BeitragVerfasst: 3. Mai 2021, 10:30 

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Liebe T Ally,

dieser Behördenirrsinn tobt bei mir seit 4,5 Jahren, die Angst vor Post bezeichne ich als "Briefkastenangst". Das Krankengeld war für mich definitiv keine Erholung, sondern eine Zeit, die mich noch kränker gemacht hat. Meine Gkv hat mich (bis ich die Telefonnummer gewechselt habe) nahezu wöchentlich am Telefon traktiert, bedroht... und ich hatte alle 8 Wochen Mdk-Begutachtung, auch jeder Klinikaufenthalt wurde Mdk-begutachtet. Nun ist auch mein KG ausgelaufen und von der AfA und DRV habe ich noch nichts gehört.

Da bist Du schon weiter!!

Aber irgendwie, ich weiß auch nicht. Irgendwann kommt der Punkt wo einem das ein Stück weit egal ist.

Du hast doch getan was Du konntest, nun sind die dran!!
Sollen die mal rödeln!!

Solange würde ich wenig tun und die Zeit zum gesund werden nutzen.

Mich versetzt auch jeder Brief in Panik und facht die Depression weiter an, aber trotzdem!

Das Problem mit der GkV lässt sich vermutlich am einfachsten lösen. Deine Gkv will doch, dass die AfA in die Gkv einzahlt und für Dich endlich mal wieder Geld in deren Töpfe fließt. Also sollen die, die notwendigen Daten übermitteln damit die AfA zahlen kann.
Das würde ich denen mitteilen und das Schreiben vorher von einem RA oder Sozialverband gegen lesen lassen.
Und dann sollen die mal machen.

Mit der DRV, na ja sobald Du in der Nahtlosigkeitsregelung drin bist, bist Du eigentlich gesetzlich dazu verpflichtet eine Rente zu beantragen.
Hoffentlich erschreckt Dich das nicht. Es kann ja auch auf eine Teilerwerbsunfähigkeitsrente hinaus laufen. Ich habe da selber nicht so viel Ahnung von, doch Nachtmensch hat das Rentenverfahren über die DRV hier im Forum mehrmals beschrieben. Vielleicht möchtest Du mal mit der Suchfunktion suchen.

Vermutlich möchte die DRV herausfinden ob Du gesundheitlich für die LTA-Maßnahme in der Lage bist. Wenn Dein Antrag so lange her ist, ist der ärztliche Befundbericht vermutlich veraltet. Zum Gutachter können sie Dich wegen Corona evtl. nicht schicken...
LTA käme die Drv vermutlich kostengünstiger als Dir eine Rente zu zahlen. Bei mir hat die Drv wegen der med. Reha monatlich angerufen (auch 2019) beantragt, abgeschlossen ist da auch noch nichts. Wenn die Dir keine Rückmeldung geben, dann würde ich fragen, ob sie Dir die Unterlagen für den Rentenantrag zuschicken können. Wenn die Mühle so langsam mahlt muss man nach und nach alle Zettel, die zur Verbesserung Deiner Situation beitragen können, reinstecken, damit irgendwann mal ein Ergebnis rausfällt. Wenn die Drv vor die Wahl gestellt wird, Rente oder LTA wird das Pendel eher in Richtung LTA ausschlagen, wenn die Chance besteht, dass Du die Maßnahme gesundheitlich schaffst.

Und ich würde mich beraten lassen, ob Du in der Wartezeit auf Deinen LTA-Antrag einen Anspruch auf Übergangsgeld hast. Entweder Nahtlosigkeitsregelung und Rentenantrag oder LTA und Übergangsgeld während der LTA-Maßnahme und in der Wartezeit auf deren Bewilligung. So habe ich das verstanden, besser man lässt sich dazu beraten vom Vdk oder RA.
Solange die sich nicht ausgerödelt haben, würde ich gar nichts machen, außer die Zeit zum Gesundwerden nutzen. Hast Du eine Therapeutin zu der Du gehen kannst, oder eine Ärztin, Ergotherapeutin? Wenn Du von Deiner Familie keine Unterstützung bekommst?

Viel Kraft weiterhin!

Gartenkobold


 
 
BeitragVerfasst: 3. Mai 2021, 13:28 

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Ps: Schlumpffine hat doch geschrieben, das Alg1 nach der Nahtlosigkeitsregelung ungefähr die Höhe vom KG aufweist, ich mein das hier ist ein Forum im Internet, muss ja nicht stimmen, was hier geschrieben wird, doch Du könntest es ja überprüfen und Dich beraten lassen, Bürgertelefon, Vdk, RA und dann weißt Du ungefähr womit Du rechnen kannst.

LG und viel Kraft
Gartenkobold


 
 
BeitragVerfasst: 5. Mai 2021, 10:58 

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Hallo T Ally,

bei mir ist es gerade auch so, dass die Gkv sich weigert das Formular nach § 312 SGB III auszufüllen und ohne diesen Zettel wird die AfA nicht tätig. Ich habe das per Einschreiben mit Rückschein an die Gkv gesendet, also zieht die Ausrede "haben wir nicht" nicht. Trotzdem machen die das nicht. Ich würde auch gerne schreiben WAS DENN NOCH! Andererseits, tja weiß auch nicht. Ich habe mein Teil gemacht. Sollen die mal rödeln. Würde ja auch nix bringen, mit dem Gesundheitsfragebogen sind die ja auch nicht weiter.

Ich denke mir, man braucht jetzt ordentliche Gonaden!!

Wäre doch gelacht, wenn wir die nicht hätten.

LG und viel Sitzfleisch!
Gartenkobold


 
 
BeitragVerfasst: 8. Mai 2021, 12:00 

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Hallo T Ally,

heute kam meine Bescheinigung per Post. Leider wurden 3 Tage des KG nicht bescheinigt und 2 Tage noch nicht ausgezahlt. Deshalb werde ich den Spaß mit der nächsten AU wiederholen und darum bitten, dass auch diese 3 Tage bescheinigt werden. Danke, dass Du Deine Erfahrungen geteilt hast. Nun weiß ich, dass der lückenlose Nachweis wichtig ist. Aber es geht, häppchenweise, doch es geht vorwärts!
Mich interessiert welche Rechtsschutzversicherung Du hast. Ich möchte auch eine abschließen, weil mir die Beratung des Vdk nicht so richtig weiter hilft. Vielleicht möchtest Du mir per PN schreiben, bei welcher Du bist, damit ich die meiden kann. Du schreibst ja, die winden sich. Aber Deiner Erfahrung nach kommt man im Bereich Arbeitsrecht nicht ohne aus - oder?

Viel Kraft fürs Durchhalten!

LG Gartenkobold


 
 
BeitragVerfasst: 24. Mai 2021, 18:41 

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Hallo zusammen,

erneut ein Update der letzten Entwicklungen.

Mein Krankengeld war deutlich höher als das jetzige AlG 1. Immerhin bekomme ich jetzt Leistungen, leider sind meine monatlichen Kontoabbuchungen höher als der künftige Eingang. Ich hatte bereits einmal meine Einnahmen und Ausgaben gegenübergestellt und konnte recht schnell einen Überblick erhalten. Nun habe ich eine unnötige Versicherung gekündigt und der Gewerkschaft mitgeteilt, dass ich nur AlGeld beziehe.
Vereine hatte ich schon im letzten Jahr überwiegend gekündigt, aber auch da ist noch etwas möglich.
Dann muss ich wohl mein regelmäßiges Sparen reduzieren. Das ist aber ein ganz wunder Punkt, denn ich habe unheimliche Angst vor Verarmung und sehe mich schon wohnungslos. Hier hat mir meine Therapeutin in der letzten Sitzung gesagt, dass es ja aktuell nur eine Phase ist und ich nicht davon ausgehen soll, dass es ewig so weiter geht. Das hat schon für Erleichterung gesorgt. Ich rufe mir diesen Satz immer wieder in Erinnerung.

Mein Arbeitgeber bzw. deren Anwalt hat nun auch einen Vorschlag an meinen Anwalt geschickt. Das ist ganz gut und entspricht dem, was mein Anwalt mir im ersten gespräch als Obergrenze nannte. Nun hat er einen Entwurf der Aufhebungsvereinbarung an den anderen Anwalt geschickt und jetzt gehen die Briefe hin und her. Ich erhalte Durchschriften per Mail und kann teilweise schlecht damit umgehen, wie über meine Person geschrieben wird. Zudem soll mein Arbeitgeber dazu Stellung nehmen, ob er sich überhaupt noch vorstellen könnte, mich zu beschäftigen. Ich weiß ja, dass die mich loswerden möchten. Aber diese Ablehnung noch einmal schwarz auf weiß zu lesen, das schmerzt.
Dann hat mein Anwalt ein Arbeitszeugnis erstellt, auf Basis meiner letzten Bewertung im Betrieb. Ich bin ja eher anspuchsvoll mir gegenüber und nie zufrieden mit meinen Leistungen - ich nenne es realistisch. Das Arbeitszeugnis ist so positiv formuliert und ich habe wirklich Schamgefühle beim Lesen. Dabei weiß ich, dass die Bewertung in kleinsten Details steckt. Für mich ist das verlogen und ich habe Angst, ein künftiger Arbeitgeber könnte zu viel von mir erwarten, dass ich nicht erfüllen kannn

Nur die Rentenversicherung schweigt weiter. Die Arztberichte sollen denen zugegangen sein.
Ich habe neulich eine Dame vom IFD getroffen und die sagte mir, dass die LTA Maßnahmen in meinem Bundesland noch nicht wieder laufen, da Präsenz nicht möglich ist, diese aber für die RV Voraussetzung ist. Finde ich auch besser. Ich möchte nicht den ganzen Tag allein vorm PC sitzen. Hier stand auch gerade etwas in der Zeitung, dass Jagdscheine in Präsenzkursen erworben werden dürfen, aber Maßnahmen für psychisch kranke Menschen werden nicht durchgeführt. Was ist das nur für eine Welt?

@Gartenkobold: Danke für Deine Nachrichten. Diese helfen mir sehr nicht aufzugeben. Manchmal bin ich kurz davor.
Ich bin bei der ÖRAG rechtsschutzersichert. Ich denke, der Anwalt ist jetzt mit denen klar, denn im Telefongespräch hat er dazu nichts mehr gesagt. Die Abrechnung erfolgt erst zum Ende, wenn er mir die Rechnung schickt. Ich zahle dann den Eigenanteil und leite die Rechnung an die Versicherung weiter.
Als ich diese Versicherung damals abgeschlossen habe hieß es, dass ich drei Monate Wartezeit abwarten muss und es nicht um einen Tatbestand gehen darf, der bereits besteht. Also nur künftige Entwicklungen und Vorkommnisse.

Alles in allem bin ich ziemlich durch. Wenn das Wetter schlecht ist geht es mir besser. Wenn die Sonne scheint geht es mir schlecht. Also habe ich mit diesem Frühjahr eher eine bessere Zeit.
Wenn ich unter Menschen bin, bin ich überfordert. Wenn ich aber allein bin, dann spüre ich die Einsamkeit ziemlich deutlich und komme immer schneller an einen schlimmen Gedankenpunkt.

Neulich habe ich mich mit Freunden getroffen. Bislang war es immer möglich, dass wir uns auch mal in Innenräumen getroffen haben und normal miteinander umgingen. Mit einem Mal trugen die draußen Maske und die Meinung des Mannes war ganz anders. Ich brach in Tränen aus, habe diese Entwicklung nicht verstanden und gesagt, dass ich nach Hause fahre. Mit dieser Situation war ich total überfordert. Ich bin dann mit der Freudin zunächst allein und ohne Maske am Strand spazieren gegangen, das tat gut um wieder ruhiger zu werden.

Am Wochenende habe ich eine Freundin besucht, die derzeit die einzige ist, mit der ich regelmäßig Kontakt in Innenräumen habe. Sie wollte mich nach der Reha unterstützen und hatte mich für jede Woche zum Essen eingeladen, damit ich aus der Wohnung komme und in Gesellschaft. Mich stresst so etwas, aber ich habe mitgemacht und mich auch schon revanchiert. Nun war sie mies drauf. Egal was ich sagte, es war falsch. Ich hatte das Gefühl zu nerven und wollte am liebsten aus der Situation fliehen. War im Hirn aber so unfähig, habe es irgendwie ausgesessen und mich schlecht gefühlt. Am nächsten Tag wies sie per Sprachnachricht auf Schmerzen hin und dass sie sich dadurch komisch benommen habe.
In mir gehen in solchen Situationen komische Filme los und ich bin der schlimmste Mensch auf Erden. Verabscheuungswürdig. Es nicht wert, Freundinnen zu haben. Belaste alle.

Alles in allem komme ich mit der aktuellen Situation in meinem Leben, der Ungewissheit, was die Zukunft angeht, nicht klar. Corona trägt auch nicht zu einem besseren Befinden bei. Die Masken sorgen für ein ständiges Unwohlsein.
Im Grunde möchte ich gern in eine Klinik um einmal wieder innerlich zur Ruhe zu kommen und zu spüren, dass ich sein darf, nichts leisten muss. Aber ich traue mich nicht, das an den entsprechenden Stellen anzusprechen. Die Begleitung vom IFD rät mir zu, beharrt immer wieder darauf, stand ja auch im letzten Entlassbericht (weiterer Klinikaufenthalt wird angeraten).
Wenn ich aber beim Arzt sitze, dann bin ich sprachlos. Nehme die neue AU und gehe wieder. Ich denke, nur wenn der Arzt von sich aus Klinik anordnet ist es gerechtfertigt. Wir sind ja nicht bei "wünsch Dir was".
Wobei ich dann auch wieder denke, in diesen Corona Zeiten sind die Kliniken bestimmt voll und andere haben es viel nötiger. Und die ganze Zeit Masken tragen müssen, das möchte ich auch nicht.

Im Grunde weiß ich nicht mehr weiter. Sehe keine Perspektive, möchte am liebsten den Ausknopf meines Lebens drücken. Was soll ich auch mit diesem Leben? Es tut mir weh und strengt mich an!


 
 
BeitragVerfasst: 25. Mai 2021, 22:17 

Registriert: 2. Aug 2009, 14:03
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Liebe T Ally,

Deine Beiträge berühren mich zutiefst. Ich habe das grosse Bedürfnis, dich fest in meine Arme zu nehmen und einfach nur festzuhalten.

Ich möchte dich so gerne unterstützen, dir Mut zusprechen und vor allem dir immer, immer wieder sagen: bitte, sei es dir wert, etwas für dich zu tun, etwas einzufordern (Klinikaufenthalt)! Und es ist die Depression, die dir suggeriert, dass die Menschen dich ablehnen. Denn das stimmt nicht, da sind doch Freunde. Auch wenn es mal Missverständnisse gibt, das passiert schon mal. Aber das ist keine Ablehnung deiner Person.

Du bist ein wertvoller Mensch, du bist für mich persönlich sehr wertvoll, auch wenn wir uns nicht kennen im real life. Druck dir deinen letzten Post aus und leg ihn deinem Arzt vor....Wetten, du bekommst eine Einweisung fürs Krankenhaus? Es ist verdammt nochmal dein Recht und nur du selbst sprichst es dir ab.

Bitte sei noch einmal mutig und stehe für dich ein, ich bitte dich sehr darum. Du bist mir hier so ans Herz gewachsen, ich wünsche dir so sehr, dass es besser werden kann.

Liebe Grüße Jojoma


 
 
BeitragVerfasst: 5. Jun 2021, 10:46 

Registriert: 16. Dez 2020, 20:24
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@ T Ally

Ich kann deine Gedanken gut verstehen, denn wir haben sehr viele Parallelen.
Weite Passagen deines Textes könnten aus meiner Hand stammen.

Das Leben ist so anstrengend, dass einem schwarze Gedanken verfolgen ist eine logische Konsequenz.

Mein Anker, auch wenn es Momente gibt an denen ich auch diesen vergesse, ist mein Kind.
Mein Leben liegt in meiner Hand - aber das Leben des Kindes möchte ich nicht zerstören durch
mein Handeln, so sehr es mir manchmal einfach nur als gerecht erscheinen mag, darüber zu urteilen.

Sei stark!


 
 
BeitragVerfasst: 16. Jun 2021, 09:56 

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Hallo mal wieder,

seit Tagen hatte ich mir vorgenommen, mich hier zu melden und hatte dann nie die Kraft, den Computer zu starten - oder wenn er an war, dann habe ich es vergessen, diese Seite aufzurufen - oder mir fehlten die Worte.

Nun sitze ich auf dem Balkon, habe gerade versucht, meine Zukunft in die Hand zu nehmen und mir gedacht, dass ich nun gern den aktuellen Fortgang mitteilen möchte.

@momadome: Ganz herzlichen Dank für Deine Zeilen. Wir kennen uns nicht und dass macht mir Deinen Zuspruch um so wertvoller. Du kannst Dir nicht vorstellen, welche Wirkung Deine Worte auf mich haben. Wie kann man mich mögen? Für mich nicht vorstellbar; Deinen Worten entnehme ich jedoch diese Botschaft. Es tut so gut.

@Heiligendamm: Ich lese auch in Deinem Beitrag gern mit. Sind mir doch Deine Schilderungen sehr vertraut. Ich drücke Dir die Daumen, dass Du bald Deinen Weg siehst. Nachdem Du schriebst, dass 18 Monate bei einem LTA-Antrag wohl normal seien, da war ich beruhigt - und entsetzt.
Du schreibst von Deinem Kind. Sei stark für Dein Kind und genieße jedes Lachen, aber auch die Auseinandersetzungen, denn diese helfen Deinem Kind auf dem Weg ins Leben. Ich habe seltenst aufbegehrt, mich immer angepasst, den Weg des geringsten Widerstands gesucht. Das hat nicht geholfen.
Leider habe ich neben meiner Herkunftsfamilie niemanden, der mir so nahe steht. Ein ganz wunder Punkt für mich, hätte ich doch eigentlich gern viele, viele Kinder gehabt. Und auf Nähe kann ich mich nicht einlassen, auch wenn ich mir nichts sehnlicher wünsche!


So, nun zum aktuellen Stand:
Meine LTA wurde endlich bewilligt. Nach nur 21 Monaten! :o :)
Nach erster Ablehnung (innerhalb von sechs Wochen - so wurde die Bearbeitungszeit eingehalten), Widerspruch, zwei Klinikaufenthalten, diversen neu und immer wieder einzureichenden Arztberichten...

Ende des Monats möchte ein Reha-Berater der RV mit mir telefonieren. Ich finde das nicht gut, hätte bei diesem für mich wichtigen Gespräch, das über so vieles entscheidet, gern einen persönlichen Kontakt. Die Inzidenz hier ist auch nahe null. Wann geht endlich wieder der menschliche Kontakt?
Mir wurde eine Kurzbeurteilung des medizinischen Bereichs der RV mitgeschickt, aus diesem wird entnommen, was ich noch leisten kann und was gar nicht geht. Wenn ich das lese frage ich mich, wo es einen solchen Job geben soll? Ohne Stress, ohne menschliche Kontakte, ohne Verantwortung, ohne Zugluft, nicht im Stehen, nicht viel gehen, keine Leistungsdruck... Ich bin gespannt. Diese Beurteilung kam -bedingt durch Corona- natürlich auch ohne persönlichen Kontakt zustande.

Schräg finde ich die erneute Anforderung diverser persönlicher Unterlagen, die ich der Rentenversicherung bereits im Rahmen des Antrags auf berufliche Reha übersandt habe. Was machen die damit? Tapezieren, wegschmeißen? Warum muss ich diese persönlichen Angaben immer wieder einreichen. Das ist mir suspekt.

Im Duell mit meinem Arbeitgeber ergibt sich nichts Neues. Der Anwalt des Arbeitgeber ist eine Schnarchnase, reagiert kaum und schreibt verschrobene Sätze, die auch mein Anwalt nicht eindeutig versteht und dann wieder und wieder nachfragt. Reaktionen kommen nur sehr verhalten.
Ich hoffe nur, dass sich die Sache nicht so sehr verzögert, dass ich durch die Einhaltung der Kündigungsfrist noch Schwierigkeiten mit der AfA bekomme. Mein Anwalt ist da ganz gelassen, er sagt, dass ich gar keinen Druck habe, der Arbeitgeber möchte eine Lösung. Und wenn das noch viel länger dauert, dann wird er eine Erhöhung der Abfindung fordern.
Der Anwalt meines Arbeitgebers ist übrigens für seine Arbeitsweise bekannt; nur die Geschäftsführung meines Arbeitgebers sieht das nicht. Wahrscheinlich ist das gemeinsame Feierabendbier und die Mitgliedschaft im Schützenverein auch wichtiger.

Im Privatleben ergibt sich wenig Neues. Die alten Themen bestehen fort. Bei einem Treffen mit einer Freundin und ihrem Mann haben gefühlt beide negative Botschaften in meine Richtung geschickt. Wahrscheinlich ist das deren Umgangston und ich nehme das einfach empfindlich auf. Ich muss unbedingt meine Grenzen vertreten, aber ich habe große Angst vor einer Eskalation. Und die Freundin zu verlieren. Nur, was bringt mir diese Freundschaft, wenn ich immer in Hab-acht-Stellung bin und nie mein wahres Gesicht und meine Verletzlichkeit zeige?
Mir fehlt einfach die Kraft für mich einzustehen. Aushalten schaffe ich noch. Aber sollte ich irgendwann explodieren, dann ist es eh aus.
Verdammt, ich weiß ja, wie es richtig und gut wäre. Ich habe nur so große Angst!
Wenn ich meine Bedürfnisse äußere und meine Wünsche kommuniziere, dann werde ich im Gegenzug Vorwürfe bekommen. Und damit kann ich nicht umgehen, dann schießen mir die Tränen in die Augen. Das war schon beim letzten Kontakt so, als mir mit einem Mal ein Vorwurf gemacht wurde.

An einer Seite gibt es aber Entspannung. Ich bin zweifach geimpft und die 14 Tage sind um. Somit ist mehr für mich möglich, allerdings lege ich gar keinen Wert auf gesellschaftliches Leben :lol: Momentan.
Auch meine Eltern haben beide Impfungen und hatten ja auch im vergangenen Jahr Corona, Papa sogar einen schweren Verlauf, den er glücklicherweise überlebt hat. Sein Lungenarzt sagte, er solle einen zweiten Geburtstag feiern!
Meine Brüder sind auch geimpft und deren Familien teilweise. So haben wir endlich einen ersten -lange aufgeschobenen runden- Geburtstag wieder zusammen feiern können, wenigstens innerhalb der Familie.
Es war schön, die Familie nach mehr als einem jahr mal wieder komplett zusammen zu haben und nicht immer nur teilweise. Hoffentlich bleiben diese Freiheiten auch im Herbst bestehen und es gibt nicht wieder eine totale Eskalation. Irgendwie müssen wir doch mit dem Virus zu leben lernen und das kann doch nicht ein steter Lockdown im Winter sein.

Ich schicke liebe Grüße an Euch alle und wünsche allen ganz viel Kraft!


 
 
BeitragVerfasst: 13. Jul 2021, 12:50 

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Hallo,

gern möchte ich mein aktuelles Desaster mit Euch teilen.

Zunächst dachte ich, dass endlich alles in Bewegung kommt und sich ein guter Weg für mich abzeichnet. Zur Ruhe kam ich dennoch nicht.

Die Anwälte von mir und meinem Arbeitgeber kommen nicht voran. In meinen Augen liegt es an der Verzögerungstaktik des Arbeitgeberanwaltes, der sehr schleppend reagiert und Fragen dann auch einfach nicht beantwortet. Nun wurde mir informell zugetragen, dass die Geschäftsführung demnächst die Kündigung ausspricht und es dann vor Gericht landen wird. Die emotionale Stabilität dafür habe ich einfach nicht, das durchzustehen.
Morgen habe ich den nächsten Telefontermin mit meinem Anwalt und hoffe, dass es dann ein Stückchen voran geht.
Durch diese ganzen Verzögerungen ist meine Kündigungsfrist nun schon ins Jahr 2022 gerutscht. Einerseits gut, andererseits weiterhin eine mentale Belastung.

Die weitere Baustelle ist die Agentur für Arbeit. Mittlerweile wurde mir eine LTA bewilligt, die ich bereits im September 2019 beantragt hatte. Mit dieser LTA soll nun eine berufliche Reha erfolgen, die ich nur weit von der Heimat entfernt absolvieren kann. Pendeln nicht möglich. Die einzige Einrichtung in unserem Flächenland, die in Frage kommt, ist derzeit in Betriebsferien. Somit kann ich keine weitere Abstimmung vornehmen und erhalte nach den Ferien einen Anruf von dort.

Die Agentur für Arbeit macht mir im Zusammenhang mit den beiden vorgenannten Absätzen unheimliche Schwierigkeiten. Durch die bewilligte LTA sei ich nun direkt wieder leistungsfähig und müsse dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Anderenfalls habe ich keinen Anspruch auf AlGeld1. Das heißt, ich müsste HartzIV beantragen. Da ich aber noch ein wenig Sparguthaben habe, werde ich das nicht bekommen. Zudem bestätigt mir mein Facharzt, dass ich nicht arbeitsfähig bin, höchstens Reha-fähig. Mit dieser Bescheinigung bei der Afa erhalte ich dann aber kein Geld mehr. Beim Arbeitgeber reiche ich die dennoch ein.

Nun habe ich also noch einen Arbeitgeber, der mich aber nicht mehr will und ausdrückt, dass es für mich dort keine Zukunft mehr gibt. Im Rahmen der Aufhebungsverhandlungen wird er keine Freistellung vornehmen. Das heißt, wenn ich nicht mehr krankgeschrieben werde, muss ich dort arbeiten. Die AfA verlangt von mir, eine Bestätigung einzuholen, dass mein Arbeitgeber entweder eine leidensgerechte Tätigkeit für mich hat oder er auf mich verzichtet. Was nun?
Ich möchte meine Beeinträchtigung nicht offenlegen und nachfragen. Wenn ich das nicht mache, wird mir das Geld gestrichen. Ich kann da einfach nicht mehr hin, das gegen mich gelaufene Verhalten meines Chefs, die Kollegen, die mich beschimpft und mies behandelt haben. Ich halte das nicht aus.

Nun stehe ich in einer Sackgasse und sehe einfach keinen Ausweg mehr. Krankschreiben lassen oder nicht? Wieder arbeiten oder nicht? Ich darf eigentlich nicht mehr krank sein und mir kommen doch die Tränen in die Augen, wenn nur das Telefon klingelt. Die Dame der AfA ruft regelmäßig an, redet mit mir als sei ich debil, mit gönnerhaftem Ton. Die Anforderungen an sich verstehe ich ja, auch, dass sie mich aus dem Geldbezug der AfA heraushaben möchte. Allein: Ich kann nicht!
Ich muss in der Jobbörse der AfA ein Profil einrichten. Bin verpflichtet wöchentlich eine bestimmte Anzahl an Bewerbungen zu schreiben und mein Interesse an der Arbeitsaufnahme zu unterlegen und dies auch der Dame der AfA nachweisen. Bin ja auf dem Papier leistungsfähig. Wie verzweifelt ich innerlich mittlerweile bin, das sieht niemand.

Ich fühle mich mit allem überfordert, stehe mit allem allein. Bin Single, daran wird sich auch nichts ändern.

Nun ist es so, dass ich sehe, dass unser soziales Netz in Deutschland doch Lücken hat. Ich bin direkt in eine reingesprungen.

Ich hatte einen Klinikaufenthalt angestrebt um stabilisiert in eine berufliche Reha zu starten. Ich kann es mir schlicht nicht leisten. Denn dann würde ich kein Geld erhalten/verdienen und müsste mich selbst versichern. Wie soll das gehen?

Sobald die Dame der AFA anruft bin ich im Zittermodus und habe pure Angst. Ab und an ignoriere ich das Telefon, aber wenn ich das dauerhaft mache kann sie mich sperren und ich erhalte kein Geld. Ich bin dieser Dame und dem Amt ausgeliefert!
Mein einziger Ausweg, der mir immer wieder vor mein inneres Auge kommt, ist hier nicht beschreibbar.

Ich bin einfach nicht belastbar, aber durch die LTA Entscheidung der Rentenversicherung formell wieder leistungsfähig. Das ist doch paradox! Unmenschlich!

Ich sehe einfach keinen Weg für mich!


 
 
BeitragVerfasst: 13. Jul 2021, 15:31 

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Liebe T. Ally,

ich war/bin in einer ähnlichen Situation. Als ich die dissoziative Amnesie hatte, konnte ich mich nicht bewerben, weil ich keine Erinnerungen an meinem Beruf hatte. Das Fachliche ja, das wusste ich und konnte aus Büchern weiter dazu lernen. Doch ich habe auch in vielen OP-Sälen gearbeitet und wusste nichts mehr davon, wo diese liegen, was ich mit wem dort gemacht habe usw. Das fehlte alles...und deshalb konnte ich mich nicht bewerben. Irgendwie ging es nicht ich konnte da nicht ran. Mir war nicht bewusst, dass ich eine Trauma habe. Ich habe mich freiwillig arbeitslos gemeldet ohne Leistungen von der AfA zu bekommen. Durch das Studium hatte ich nicht eingezahlt. Also wie sollte ich diese erhalten? Ich musste mich selber in der Kranken- und Pflegeversicherung versichern - "freiwillig" und von meinen Ersparnissen leben. Ich habe also rein gar nix vom Amt bekommen, aber auf Bewerbungstraining gehofft. Irgendwas, dass mir hilft mich zu bewerben und Arbeit zu bekommen. Deshalb habe ich mich gemeldet, deshalb bin ich dahin gegangen.

Ich wurde getrietzt bis zum geht nicht mehr, damit ich raus aus der Statistik bin. Die Anrufe haben mich bis in die Umkleidekabine und ins Bad verfolgt.
Zu Sperren gab es bei mir ja nichts, doch es wurde unablässig Druck mit Anrufen ausgeübt.

Deshalb habe ich jetzt meine Telefonnummer bei der AfA löschen lassen, die Email-Adresse auch.
Man ist zur Angabe dieser Daten nicht verpflichtet und muss nur einmal pro Werktag seinen Briefkasten leeren, dass ist die gesetzliche Vorgabe - postalische Erreichbarkeit an Werktagen.

Mach es wie Heiligendamm mit dem AB, leg Dir ein zweites Telefon zu und schalte, das von dem der AfA die Nummer kennt aus oder lasse Deine Daten bei der AfA löschen und Dir das schriftlich bestätigen.

Bewerbungen schreiben wirst Du weiterhin müssen, 2 pro Woche, aber der Telefonterror der AfA wird aufhören, das darf Deine Fallmanagerin nämlich nicht.

LG Gartenkobold


 
 
BeitragVerfasst: 13. Jul 2021, 16:10 

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Hallo T Ally,

hat die AfA Dir per Bescheid mitgeteilt, dass Du nun wieder leistungsfähige bist und vom Nahtlosigkeits-ALG1 ins normale AlG1 wechselst? Dann würde ich innerhalb der Einmonatsfrist Einspruch gegen diesen Bescheid einlegen und als Begründung ein Schreiben Deines Facharztes beilegen, aus dem hervorgeht, dass Du nicht arbeitsfähig bist, maximal Reha-fähig und ein Aufenthalt in einer Akutklinik geplant ist (vielleicht hast Du auch ein Schreiben der Klinik dazu). Das würde ich probieren...

LG und viel Erfolg!
Gartenkobold


 
 
BeitragVerfasst: 19. Jul 2021, 22:56 

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Hallo T Ally,

wie geht es dir denn gerade? Ich schick dir eine ganz liebe Umarmung und knuddel dich mal.

Liebe Grüße,
DieNeue


 
 
BeitragVerfasst: 28. Jul 2021, 19:17 

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Hallo Gartenkobold, hallo DieNeue,

lieben Dank für Eure Zeilen.

Mich rief die Beraterin (?) der AfA eines Tages an und teilte mir mit, dass ich schlicht durch die Bewilligung der LTA leistungsfähig bin und dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen müsse, ansonsten gibts kein Geld mehr.
Es war eine Mitarbeiterin aus der Reha Abteilung der AfA, sonderlich viel Empathie hatte sie jedoch nicht und hat mich unheimlich unter Druck gesetzt. In mir kam schiere Angst und Panik auf; und diese kommen bei jedem Anruf wieder hoch.

Ein Schreiben hinsichtlich Betreuung in der normalen Abteilung habe ich nie erhalten. Mir wurde durch die Reha-Beraterin der RV in einem Telefongespräch mitgeteilt, dass mein AlGeld nach dem "falschen" Paragrafen bewilligt wurde, also nicht im Zuge der Nahtlosigkeit.
Dies erfolgte wohl durch den ärztlichen Dienst der AfA, einen Einfluss darauf hatte ich nicht. Für die Nahtlosigkeit ist es wichtig, dass das AlGeld nach § 145 SGB bewilligt wird. Könnte ja für einige von Euch wichtig sein - achtet darauf! Rechtzeitig!

Nun stecke ich in der Misere drin und drehe bei jedem Anruf durch. Ich verliere komplett die Kontrolle über mich, wenn ich die AfA am Telefon habe. Dies ist auch der Grund, dass meine Therapeutin mich sicher in der Psychiatrie wissen möchte.
Ein Stellengesuch von mir wurde auf der Homepage der AfA veröffentlicht und meine Telefonnummer wird an Arbeitgeber weitergegeben. Nennt sich "CallMe" - ich wüsste nicht, dass ich dem jemals zugestimmt habe. Ich habe also eine Nachricht an die AfA geschrieben und um sofortige Löschung dieser Funktion bzw. meiner Telefonnummer gebeten. Zudem habe ich mehrfach darum gebeten, mich nicht mehr anzurufen, da ich meine Reaktion nicht sicher einschätzen kann. Doch die Dame rief erneut an und führte zu einem emotionalen Zusammenbruch bei mir.

Meine Therapeutin hat mich nun angewiesen, Kontakt zum Facharzt aufzunehmen. Der hat leider Urlaub, die Vertretung Mittwochs geschlossen. So musste ich in der Klinik anrufen und warte nun auf einen Anruf, dass ich in die Psychiatrie gehen kann. Morgen muss ich mir noch bei einem Vertretungsarzt eine Enweisung abholen. Ich habe schon wilde Vorstellungen im Kopf, dass dieser Arzt meine Not nicht sieht. Mich abwertet...
Mittags muss ich der Therapeutin bestätigen, was ich erreicht habe.

Heute hatte ich wieder Kontakt zur AfA, allerdings nur per Mail. Mein Arbeitgeber schickt ein angefordertes Formblatt nicht zurück, die AfA hat mir mit Streichung der Leistung gedroht. Ich habe ein Schreiben meines Anwaltes an die AfA geleitet. Dabei habe ich so sehr gezittert und bin so verkrampft. Es ist unglaublich, was der Kontakt zu dieser Behörde in mir auslöst. In mir herrscht die totale Panik, dass mein ganzes Leben zusammenbricht. Ich nicht mehr krankenversichert bin, wenn die AfA nicht zahlt, ich in der Gosse lande. Jemand Fremdes mich gängelt und Kontrolle über mein Leben übernimmt; mir Vorschriften macht, obwohl in mir alles schreit, dass ich momentan nicht kann. Aber das interessiert nicht.

Ich habe Angst, dass ich den Anschluss an das "normale" Leben verliere und nie wieder meinen Platz finde. Ich habe kein Vertrauen mehr in mich, jemals wieder belastbar zu sein. Denn trotz der vielen Wochen AU habe ich nie zur inneren Ruhe gefunden.
Ich kann all die Erwartungen in mich nicht mehr erfüllen.
Dann ist die Sehnsucht nach Ruhe übermächtig!

Euch alles Gute und herzliche Grüße von mir


 
 
BeitragVerfasst: 28. Jul 2021, 20:35 

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Hallo T. Ally,

das liest sich schlimm und deckt sich mit meinen Erfahrungen mit der AfA. Die Gkv war bei mir noch schlimmer und jeder Anruf hat die Symptomatik verstärkt.

Ich war vor ca. einem Monat in totaler Verzweifelung weil ich auch schon 8 Monate daheim war, ohne Therapie wie schon die meiste Zeit der vier Jahre davor. Und dass, obwohl ich sehr viel gemacht habe (Therapeutenlisten abtelefoniert, Reha beantragt, in Akutkliniken gewesen...). Und immer noch glauben mir Therapeuten nicht, Hausärzte nicht... Ich denke auch immer, es ist doch allen egal. Wie es mir geht interessiert nicht und was wird, wenn kein Anspruch mehr auf Alg1 besteht und auch nicht auf eine Rente... Abgesehen von dem ganzen Materiellen: Mir geht's immer noch dreckig!
Das sollte doch für eine Therapie reichen. Wenn nicht, ich kann nicht mehr warten und das nicht mehr aushalten...

Glücklicherweise saß ich so in einer Ambulanz der MHH. Die haben mitbekommen wie es mir geht und wollten mich nicht heimlassen sondern überreden auf die "geschützte Station" der dortigen Psychiatrie zu gehen. Ich durfte nur nach Hause, als ich versprochen habe in den nächsten Tagen zu meiner Psychiaterin zu gehen. Das habe ich gemacht, dann haben die beiden Ärzte noch miteinander telefoniert und eigentlich sollte ich in meiner Heimatstadt auf die Akutstation der Psychiatrie.

Es kann aber auch die ambulante psychiatrische Pflege (APP) von einer Fachärztin verordnet werden. Um eine Krise zu bewältigen und um eine Akuteinweisung zu verhindern.
Am Freitag habe ich das erste Gespräch mit der APP.
Erfahrung habe ich damit nicht, aber in verschiedenen Foren gelesen. Man wird bei Behördensachen unterstützt, z.B. das Löschen Deiner Kontaktdaten bei der AfA.
Wie Du Dich sonst noch bei Anrufen verhalten kannst. Du bist nicht mehr alleine damit. Sie gehen auch mit, wenn Du einen Termin bei Ämtern hast. Die APP kommt zu Dir nach Hause und schaut, wo Du Unterstützung benötigst. Auch ein Gespräch oder ein Spaziergang ist möglich.

Ich wollte möglichst nicht in eine Klinik, weil ich dort schlechte Erfahrungen gemacht habe.

Die APP kann vom Psychiater und auch vom Hausarzt verordnet werden(wenn ein Psychiater zuvor die Diagnose gestellt hat). Der erste Antrag läuft 2 Wochen. Insgesamt sind 16 Wochen möglich.
Mir geht es besser alleine schon dadurch, dass ich mit den ganzen Problemen nicht mehr alleine bin und Unterstützung habe.

Vielleicht ist das etwas für Dich, wenn Du wieder aus der Psychiatrie entlassen wirst, so dass Du daheim weiterhin Unterstützung hast.

Hoffentlich geht es Dir bald besser!

LG Gartenkobold


 
 
BeitragVerfasst: 28. Jul 2021, 22:55 

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Liebe T. Ally,

Dein Beitrag beschäftigt mich immer noch...
So wie das mit der AfA bei Dir läuft, ist es ganz und gar nicht gut! Nichts konkretes, nur mündliche Aussagen am Telefon, die man später ja auch nicht belegen kann - ich meine, ich kenne Dein Gutachten des äD der AfA nicht - doch für mich fühlt es sich so an, als wäre das, was die da mit Dir machen ganz und gar nicht in Ordnung.
Such Dir Hilfe, wenn Du es momentan nicht schaffst denen zu vermitteln, das sie Dich in Ruhe lassen sollen.

Ich verstehe das auch nicht. Wenn Du arbeitsfähig bist, dann doch vermutlich Teilzeit (3 oder 6 h am Tag). Somit müsste das Alg1 entsprechend gemindert werden und dies müsste Dir schriftlich mitgeteilt werden. Hast Du keine Mitteilung erhalten, gilt der Bescheid über Reha bzw. Rente, den ich auch erhalten habe.
Ich habe mein Gutachten des äD der AfA angefordert und gelesen. Versuche doch mal Dein Gutachten anzufordern. So könntest Du Dir Klarheit verschaffen. Doch im Moment geht es Dir bestimmt zu schlecht dazu. Vielleicht kann Dir in der Klinik der Sozialdienst helfen und ambulant bräuchtest Du auch jemanden...
Und ich glaube auch nicht, dass der Arzt Deine Not nicht sieht (die Gedanken dass das so sein könnte, kenne ich auch...).

Hoffentlich kannst Du bald etwas aufatmen!

LG Gartenkobold


 
 
BeitragVerfasst: 29. Jul 2021, 18:10 

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Hallo T Ally,

oh Mann, lass dich mal ganz feste drücken! Das ist ja echt furchtbar bei dir, wie die mit dir umgehen. Ich fand die Zeit beim Jobcenter auch furchtbar und kenne die Panik auch, wenn das Telefon klingelt.
Ich habe manchmal den Eindruck, diese Mitarbeiter überreissen irgendwie gar nicht, was sie mit ihrem Verhalten auslösen und in welcher Situation ihre "Kunden" eigentlich sind.
Könnten dir deine Eltern nicht irgendwie helfen? Ich weiß, dass du dich da nicht gerne hilflos zeigst, aber ich hatte schon manchmal den Eindruck, dass es dir gut tat, wenn du dort warst.
Ich würde dir auch vorschlagen, entweder eine Betreuung (muss ja keine rechtliche sein, ambulante kennen sich mit dem Behördenkram vielleicht auch gut aus) oder diese psychiatrische Pflege, die Gartenkobold vorgeschlagen hat, zu beantragen (vielleicht ginge das in der Klinik). Dann hättest du jemanden als festen Beistand, der auch zu dir kommt, wenn es dir schlecht geht und der dir das Behördenzeug abnehmen kann. Bei mir hat meine Betreuerin mit dem Bezirk auch vieles in meiner Abwesenheit geklärt und das von mir ferngehalten, weil es mir so schlecht ging damals, wenn die mich kontaktiert haben.

Ich muss jetzt noch einkaufen, wollte dir nur kurz sagen, dass ich dich gelesen habe und dir eine liebe Umarmung schicke.

Liebe Grüße,
DieNeue


 
 
BeitragVerfasst: 30. Jul 2021, 12:15 

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Hallo,

lieben Dank für Euer Mitgefühl und Eure Beiträge zu Euren Erfahrungen. Daraus nehme ich einiges mit.
Es ist schlimm, dass die Agentur für Arbeit und auch die Jobcenter Leuten, die nicht leistungsfähig und belastbar sind, das Leben so schwer machen und für Symptomverschlechterungen sorgen. Ich finde es erschreckend, dass in deren Ausbildung auf empathischen Umgang mit beeinträchtigten Menschen nicht eingegangen wird.
Aber es ist wohl wie im Gesundheitswesen (und in diesem Bereich genauso tragisch) - es zählt allein der Überschuss am Jahresende! Die schlimmste Fehlentwicklung der letzten Jahrzehnte!

Mein Arztbesuch war ein Desaster. Schon die Fachkraft am Tresen war mürrisch, da ich eine Patientin eines anderen Arztes bin. Sie sagte zu mir, sie müsse sehen, wie man mit mir "verfährt".
Meine Fassade saß bombenfest, so war mir meine innere Erschütterung nicht anzumerken. Wobei ich schon unsicher geredet habe, aber meine große Statur täuscht auf den ersten Blick über vieles hinweg. Der alte Psychiater sagte mir einmal, man müsse mich erst kennen und auch dann genau hinschauen. Tja, das macht es in Vertretungssituationen für mich doppelt schwer.
Irgendwann wurde ich vorgelassen und die Ärztin hatte auch schon einen Einweisungsschein in der Hand. Hat auch lange mit mir geredet und mir erklärt, dass derartige Probleme mit der AfA nicht unbekannt sind. Sie hat dann gesagt, was ich veranlassen sollte, sagen sollte... Die AfA hätte kein Recht, mir das Geld zu verweigern. Es wären leere Drohungen... Ich sagte dann irgendwann, dass ich nun gar nichts mehr weiß und eben nicht ihr Auftreten hätte, das alles nicht kommunizieren könne. Zudem will man mich ja nicht persönlich sehen, es läuft ja alles nur digital oder per Telefon.

(Hinweis für Leute, denen der Antrag auf AlGeld1 bevor steht: Solltet ihr den in Papierform stellen, füllt das Kreuz vor der Unterschrift nicht aus, mit dem ihr bestätigt, dass ihr alles tun werdet um Arbeit zu finden. Dies ist Euch nicht möglich, wenn ihr krank seid. Bei Rückfragen der AfA auf Krankheit verweisen.
Ich habe meinen Antrag digital gestellt und konnte ohne das Häkchen den Antrag nicht absenden, da mir angezeigt wurde, dass die Angaben nicht vollständig sind. Schon sitze ich in der Patsche)

Mir kamen mehrfach die Tränen bei der Psychiaterin, aber der große Redeanteil war ihrer. Als wir das Thema Corona streiften kam mir meine schlimme, familiäre Situation aus Oktober hoch und ich geriet sehr aus der Fassung. Darauf sagte sie, dass Corona für viele Patienten schwer sei.

Auch hat sie meine von der RV angesetzte LTA hinterfragt und warum ich diese weit entfernt machen muss und dafür sogar temporär umziehen muss. Sie meinte es gäbe auch vor Ort Angebote oder in der nächsten Großstadt, zu der man gut pendeln kann. Auch im Homeoffice wäre einiges möglich.
Ich verlor erneut die Fassung, da eben Homeoffice wieder meine Corona Erfahrung und Vereinsamung aus dem Herbst hochholt. Ich dies auf gar keinen Fall möchte.
Zudem soll in der LTA meine Belastbarkeit getestet und möglichst wieder hergestellt werden, damit ich einen normalen Arbeitsplatz ausfüllen kann. Qualifikationen für einen normalen Arbeitsplatz habe ich genug, eine Umschulung ist nicht zwingend erforderlich. Wenn ich denn belastbar werde und nicht mehr jeder kleine Konflikt für einen Zusammenbruch sorgt.

Am Ende habe ich die Einweisung, die sie in der Hand hatte, nicht erhalten. Die von mir kontaktierte Klinik sei keine Akutklinik und ohnehin würde ich das allein schaffen. Ich solle das Montag nochmal mit meinem Facharzt besprechen.

Das stand ich nun. Die Ansage der Therapeutin unerfüllt, weiterhin zwischen allen Stühlen, zusätzlich verunsichert durch die vielen Ansagen und Ansichten einer mir bis dahin unbekannten Ärztin.
Ich war knapp durch die Tür, da schossen mir die Tränen aus den Augen und die totale Verzweiflung übermannte mich.

Als ich auf mein Handy guckte, hatte ich einen Anruf mit einer Vorwahl, die sowohl AfA als auch Klinik bedeuten konnte. Ich war mutig und rief umgehend zurück und wurde durch eine wahnsinnig nette Pflegekraft der Klinik begrüßt, die meine Verzweiflung spürte und mir half nachdem ich sagte, dass ich die Einweisung nicht bekommen habe.
Sie hat meinen Hausarzt kontaktiert, dafür gesorgt, dass ich mir den Schein nur abholen und nicht noch einmal betteln musste. Sagte auch noch, dass diese Klinik mich und meine Fassade ja kennt, ich mich gut genug einschätzen kann und wenn ich Hilfe einfordere, diese wohl auch nötig ist, da ich eh immer zu lange bis dahin warte. Ich habe schon viel allein geschafft und müsse das nun nicht allein durchstehen. Ein Lichtblick.
Montag darf ich dort hinkommen und vielleicht einmal zur Ruhe kommen, wenn ich mir das endlich auch innerlich erlaube.

Dort gibt es kein WLan, daher kann ich Anforderungen der AfA nicht erfüllen. Ich habe meinen Anwalt per Mail angefragt, ob ich diesen Aufenthalt der AfA mitteilen muss. Lt. der Vertretungsärztin muss ich das.

Meiner Begleitung vom IFD habe ich eine kurze Mail geschrieben. Sie rief später an und sagte, sie habe das Bedürfnis mich zu bestärken, musste ihrem Frust über dieses System aber erst einmal in ihrem Team Luft machen.
Zur Verunsicherung durch die Vertretungsärztin, die in vielen Punkten etwas anderes sagt als mein Anwalt (Fachanwalt für Arbeits- und Sozialrecht) meinte sie, dass ich dem Anwalt glauben soll und es in diesem Bereich keine eindeutigen Wege und kein Richtig und kein Falsch gibt. Daher könne es viele unterschiedliche Aussagen geben. Sie riet mir dazu, den Anwalt zu befragen. Eine Antwort habe ich von dort noch nicht.

Für mich aber bereits entschieden, dass ich am Montag eine Aufenthaltsbestätigung der Klinik an die AfA sende und wenn die die Zahlung einstellen, dann ist es so. Ich schaffe diese 10 Wochen bis zur LTA irgendwie. Hauptsache, ich bin irgendwie krankenversichert. Dabei kann mir dann hoffentlich der Sozialdienst der Klinik helfen.

So, viele News und eine total erschöpfte T Ally. Ich frage mich, wie manche Leute diesen Terror ohne Unterstützung aushalten. Das schafft doch selbst gesunde Menschen, oder?

Ich habe gestern Nachmittag bei meinen Eltern Rückhalt gefunden. Es fiel mir schwer, ihnen vom erneuten Klinikaufenthalt zu erzählen. Aber es war gut so. Ich habe meinen Vater am Ende des Besuchs fest in den Arm genommen und gesagt, ich brauche Liebe. Er war wohl etwas überfordert, hat mich dann aber ebenfalls fest gedrückt. Das war schön.
Randbemerkung: Ich bin sehr lang geraten und selbst mein Vater ist einiges kleiner als ich, daher sieht es für konservative Blicke komisch aus, große Frau, kleinerer Mann... Meine Mutter ist deutlich kleiner und eine Umarmung rein logistisch schwieriger. Meine Mutter ist aber auch weniger emotional und schwerer zu spüren. Immerhin machen wir einen schönen Anfang, auf den sich weiter aufbauen lässt. Der Rückschritt durch Corona und die Distanzregeln geraten zum Glück langsam wieder in den Hintergrund.

Mittlerweile habe ich volles Verständnis, dass manche ihre Post nicht mehr öffnen, alles über sich ergehen lassen oder vor der Afa bzw. Jobcenter kapitulieren. Eine späte Einsicht von mir, aber ich überdenke meine Vorurteile und reflektiere.

Übrigens habe ich für Leute, die sich in der Jobbörse entblößen müssen noch einen Tipp: Sowohl die Angabe der Telefonnummer mit der CallMe Funktion ist freiwillig, als auch die Angabe von Alter und Geschlecht. Ich habe nun den Auftrag gegeben, auch diese Angaben zu löschen, da ich eine spezielle Ausbildung habe und ländlich wohne. Alles zusammen lässt ziemlich deutliche Rückschlüsse auf mich als Person zu.
Wahrscheinlich ist noch viel mehr freiwillig, aber das erzählt einem niemand.

Mir liefen beim Schreiben dieser Zeilen wieder die Tränen, dieser Umgang mit mir macht mich unsagbar traurig. Fassungslos.

Liebe Grüße an alle und holt Euch Unterstützung, wenn ihr diesen Kamp gegen die Behörden nicht allein führen könnt! Selbst dann ist es noch sehr kraftzehrend, da die Existenzangst immer laut schreit!


 
 
BeitragVerfasst: 30. Jul 2021, 16:13 

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Hallo T Ally,

gerade lese ich kopfschüttelnd deinen langen Bericht. Ich denke ebenfalls, du brauchst dringend fachliche Unterstützung und vor allem Stabilisierung.
Diese Kämpfe mit den Behörden machen leider auch vor kranken Leuten nicht halt. Das war früher mal nicht so krass in der Ausprägung.

Du kannst dir ruhig vor Augen führen, was du alles durchgestanden hast, und da ist es nunmal so, dass das nicht spurlos an einem vorbei geht.

Du hast einmal geschrieben, du kommst dir vor wie ein Störfaktor. Das hast du wahrscheinlich gefühlsmäßig sehr richtig erfasst. Du solltest deinen Arbeitgeber nicht stören, schon deine Kündigung vorzubereiten. So interpretiere ich das.

Wenn du deinen Papa umarmst, und der kleiner ist, na und? Solange die Umarmung gut tut, ist der Rest doch egal, und erst recht, solange ihr unter euch seid.

Wie geht es denn deinen Eltern jetzt, vor allem deinem Papa?

Gruß Gertrud

PS noch was zu dem Antrag:

Die Frage, dass man sich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellt entsprechend seinem Leistungsvermögen, ist zentral für den Bezug von ALG I. Und da gibt es bei falscher Antwort (kann mich wegen mangelnder Leistungsfähigkeit nicht zur Verfügung stellen) oft kein ALG I. Man muss die Frage erstmal bejahen, um in den Bezug zu kommen. Dann ist der ärtzliche Dienst dran, das Leistungsbild festzustellen (was auch erstmal bei Null liegen kann). Aber man ist erstmal im Bezug.


 
 
BeitragVerfasst: 30. Jul 2021, 16:49 

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Hallo T Ally,

oh Mann, da bin ich ja froh, dass du doch noch eine Einweisung bekommen hast. Total mutig, dass du gleich zurückgerufen hast, das hast du super gemacht! Ich bin immer fast gestorben, wenn ich solche Nummern auf dem Display gesehen habe. Gut, dass die dich in der Klinik schon kennen und dir auch zutrauen, dass du selbst gut einschätzen kannst, wie es dir geht. Das heißt, die nehmen dich ernst, das ist viel wert!

T Ally hat geschrieben:
...und ohnehin würde ich das allein schaffen.
Als wär das ja auch alles so einfach...
Da habe ich heute zufällig einen passenden Cartoon gesehen: https://images.app.goo.gl/FujVjqJRD7i9wzjV7
Meine Mutter meinte mal, als ich damals so mit der Bürokratie zu kämpfen hatte, dass wenn man da nicht eh schon depressiv ist, man depressiv werden würde.

Ich würde den Klinikaufenthalt auch der AfA melden, sicher ist sicher. Ich hoffe dann, dass du dann alles mit dem Sozialdienst dort regeln kannst. Gegen alles kannst du ja erstmal Widerspruch einlegen.
Ich kann deine Angst gut verstehen. Existenzangst ist echt schlimm, v.a. wenn das über einen längeren Zeitraum geht. Ich saß auch schon mal beim Arzt und dann hieß es plötzlich, ich wäre nicht mehr krankenversichert und müsste jetzt alles selbst zahlen... da ging mir ganz schön die Pumpe.
Ich denke nicht, dass du gleich in der Gosse landest. Da gibt es noch ein paar Schritte dazwischen und du hast auf jeden Fall noch deine Eltern. Im allerallerallerschlimmsten Fall nehmen die dich mit Sicherheit bei sich auf! Du hast schon ein paar Mal erzählt, dass du Rückhalt bei ihnen bekommen hast. Vielleicht kannst du dir das öfters mal in Erinnerung rufen. Ich glaube schon, dass deine Eltern dich lieben, auch wenn sie jetzt nicht so "verknuddelt" sind. Ich finde es toll, dass du gesagt hast, dass du Liebe brauchst und deinen Papa gedrückt hast. Ist ja gar nicht so einfach, so ein Bedürfnis vor anderen auszudrücken. Fiel mir auch sehr schwer, manchmal immer noch. Umso schöner, dass dein Papa dich auch gedrückt hat. Sowas braucht man einfach mal und tut gut :) Vielleicht gewöhnt er sich ja dran, wenn du das öfter machst :)

Ich drück dich auch mal ganz lieb. Ab Morgen ist Wochenende, da ruft dich keiner mehr an und falls Post kommt, nimmst du sie einfach in die Klinik mit. Am Wochenende kann man eh nichts machen. Vielleicht findest du so am Wochenende ein paar Minuten zum Durchschnaufen.

Liebe Grüße,
DieNeue


 
 
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