Notfallnummern
 

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BeitragVerfasst: 3. Aug 2021, 11:07 

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Hallo T-Ally,

Ich habe hier unten länger nicht mehr rein geguckt und nun ein bisschen was nachgelesen.
Oh man, bei dir ist ja Einiges los.

Die Reha-Beraterin(nen) vom Arbeitsamt haben mit mir auch solch besch... Geschichten abgezogen. Allerdings nur die Reha-Abteilung. Die war in der Nachbar-Stadt und schon wenn man ins Gebäude kam, war das ne ganz gruselige Atmosphäre. Beim Reingehen hab ich mal gedacht: Traurig dass hier der Sicherheitsdienst auf jeder Etage nötig ist... Beim Rausgehen habe ich gedacht: jetzt weiß ich warum er nötig ist.
Dass ich kein Geld bekomme, LTA nicht möglich ist, solange ich krank geschrieben bin, ich Probleme mit dem Geld bekomme, hat mit die Reha-Tussi auch erzählt... Ich hatte nur das Glück, dass das kleine Arbeitsamt bei mir in der Stadt ganz anders drauf ist, die wollen helfen und sind auch inhaltlich fit. Was die über ihre Kollegen gesagt haben war fast schon nicht mehr feierlich.
Am Ende hat es mir geholfen, eine Dienstaufsichtsbeschwerde zu schreiben. Vielleicht kann dir dabei auch der soziale Dienst in der Klinik helfen?

Ich war letztes Jahr vor Weihnachten auch echt am Limit angelangt. Mein Psychiater kennt mich inzwischen echt gut und hat mir halt mal angeboten, das ich jederzeit von ihm eine Auszeit bekomme. Nur wie es dann nunmehr so ist, als ich es in Anspruch nehmen wollte, hatte er die Praxis zu. Das Gespräch bei der Vertretung lief ähnlich ab wie bei dir. Mir wurde die ganze Zeit erzählt wie gut und stabilisierend Arbeit ist und dass er eine Krankschreibung für den absolut falschen Weg hält. Es war das erste Mal, das ich das machen wollte, eben weil ich auch echt fertig war. Nach viel Hin und Her gab es dann 2 Tage. Bin echt fassungslos da raus. Dabei hatte ich von der Praxis bisher ehr Gutes gehört.
Was die Ärztin bei dir abgezogen hat, finde ich schon fast fahrlässig. Gut, dass sich die Klinik gekümmert hat und du dort jetzt gut aufgehoben bist.
Ich wünsche dir erstmal alles Gute für deinen Aufenthalt in der Klinik.

LG, Monchen


 
 
BeitragVerfasst: 3. Aug 2021, 16:19 

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Huhu,

was mir noch eingefallen ist: Wenn ihr Nerven dazu habt, könntet ihr mal in das SGB 1 reinlesen. Da stehen Vorschriften drin, die auf alle restlichen SGBs angewendet werden müssen. Das ist sehr interessant, denn da wird z.B. auch betont, dass der Antragsteller auch Rechte hat, man ihn auch darüber aufklären muss (!), dass der Ermessensspielraum genutzt werden muss (!), wenn man einen hat und zwar zu Gunsten des Antragstellers. Meiner Erfahrung nach hält sich da nur kaum einer dran. Kann aber evtl. eine gute Basis sein, auf die man mal hinweisen kann, wenn man nachteilig behandelt wird.

@ Monchen: Bei mir damals in der Großstadt gabs auch Security. Finde das auch furchtbar, dass es sowas braucht. Aber geht halt in diesen Ämtern wirklich um die Existenz, da liegen, denk ich, oft die Nerven blank. Was durch das Verhalten der Mitarbeiter oft aber noch schlimmer gemacht wird. Bei meiner einen Sachbearbeiterin in der Großstadt wusste ich echt nicht, ob die wirklich keine Ahnung hat oder ob sie nur so tut, um mich wieder loszuwerden... Ich würde nie mehr alleine auf so ein Amt gehen.

@ T Ally: Ich hoffe, du bist gut in der Klinik angekommen und die können dir helfen. Alles Gute dir und eine Umarmung!

Liebe Grüße,
DieNeue


 
 
BeitragVerfasst: 6. Aug 2021, 15:25 

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Hallo an alle,

Hier in der Klinik gibt es nur zähes Internet, daher kann ich nicht schnell mal alle Beiträge durchgucken und zwischendurch schreiben, nochmal lesen… zudem alles nur auf dem Handy, total unkomfortabel.
Herzlichen Dank für Eure Beiträge, Euer Mitgefühl und die unterstützenden Hinweise.

Ich habe die Aufenthaltsbestätigung an meinen Arbeitgeber und die Agentur für Arbeit gesandt. Mein Anwalt sagte, das müsse ich tun, Leistungen streichen dürfen die nicht. Von dort habe ich bislang -zum Glück- noch nichts gehört.
Hier war selbst der Chefarzt in der ersten Visite sprachlos ob des Drucks des Amtes und der nicht nachvollziehbaren Forderungen. Die Dame vom Sozialdienst muss aktuell woanders mit vertreten, daher habe ich mit ihr noch nicht gesprochen.

Bislang bin ich davon ausgegangen, dass ich nur kurz hier bleibe, aber jetzt wurde mir ein Medikamentenwechsel vorgeschlagen, der in der Klinik erfolgen soll.
Dazu habe ich ein Muskelentspannungsmittel bekommen und hoffe, dass die ganzen Verspannungen und Schmerzen damit bestenfalls verschwinden. Allerdings bin ich so unter Hochspannung, dass ich heute in der Nacht meine Erlebnisse im Job verarbeitet habe. Meine Zimmermitbewohnerin hat mir erzählt, was ich ihr alles erzählt habe. Klar und deutlich, wie sie sagte. Ich weiß von nichts. Aber das ist wohl das mangelnde Abschalten und erklärt, warum ich immer so müde bin.

Ansonsten ist es hier schön ruhig. Eine kleine Klinik im Wald, viel grün und reichlich Platz zum Spazierengehen.

Mein Anwalt schickt mir per Mail alle Schreiben, aktuell passiert aber nichts wildes. Dennoch regen mich die Sachen auf, weil ich Angst habe und keine Kontrolle.
Normalerweise habe ich einen niedrigen Blutdruck und ruhigen Puls. Gestern hatte ich einen Blutdruck von 160 zu ? - total ungewöhnlich für mich. Das nach dem Lesen einer Anwaltsmail.

Ich hoffe sehr, dass sich nun alles langsam regelt und in ruhigere Bahnen findet, damit ich mit etwas Kraft einen neuen Start versuchen kann. Und den nicht mit leerem Akku angehen muss.

Liebe Grüße zu Euch allen und ein schönes Wochenende


 
 
BeitragVerfasst: 6. Aug 2021, 20:57 

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Hallo T Ally,
Das klingt gut, dass du in der Klinik dich gut behandelt fühlst. Ich wünsche dir einfach, dass der Druck geringer wird und du zum Abschalten kommst. Sicher kommt auch die Sozial"tante" bald dazu, dich zu unterstützen.
Gruß Gertrud


 
 
BeitragVerfasst: 18. Aug 2021, 19:41 

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Hallo und einen schönen Abend Euch allen,

eine erste „Krise“ hier hatte ich schon. Wollte nach Hause, fühlte mich nicht wohl, wusste nicht, wohin. Neue Mitbewohnerin im Zimmer, ich hatte das Gefühl, sie möchte allein sein, ich würde nerven. Mein Grundproblem. In der Visite hab ich das angesprochen und mir wurde gesagt, es sei ein wunderbares Übungsfeld für mich. Wir wohnen nun über eine Woche zusammen und ich bin ganz froh. Sie ist total entspannt und ich fühle mich auch wieder sicher in meiner Zimmerecke.

Mir wurde das Venlafaxin von 225 mg innerhalb von acht Tagen entwöhnt. Der Doc meinte die Übergangszeit ohne AD Unterstützung würde ich nicht aushalten, daher bekomme ich nun 3x täglich Tavor zur Beruhigung. Ich habe immer geschmunzelt über Absetz- oder Entzugserscheinungen, dachte ja auch, ich hätte länger Zeit zum Aufhören. Mir gehts richtig, richtig mies. Ich bin dünnhäutig, schnell verletzt, mir ist übel und schwindlig. Appetit nicht vorhanden, ich schwanke und laufe gegen Türrahmen, der Kreislauf schwingt sich in ungeahnte Höhen, dabei hatte ich damit noch nie Probleme.
Mit dem Tavor bin ich benebelt, kann nicht lesen, meinen Blick gefühlt nicht festhalten. Mir wird schlecht beim gucken. Und Auto fahren darf ich auch nicht.

Am letzten Wochenende war ich zu Hause, meine Mutter hat mich abgeholt und wieder hergefahren. Ich kam zu Hause nicht zur Ruhe, hatte Verabredungen und hab die Mittagspille eigenmächtig weggelassen, um wacher zu sein.
Sonntag Abend zurück in der Klinik ging es mir schon mies. Die Nacht war dann ne Katastrophe und der Montag total schlimm. Nun hat der Oberarzt mir untersagt, dies Wochenende nach Hause zu gehen. Ich würde die wenige vorhandene Kraft zu Hause verbrauchen, um meinem Umfeld zu zeigen, dass alles gut wäre. Und danach krache ich wieder zusammen.
Es ist schräg, wenn einem mit Mitte 40 untersagt wird, nach Hause zu gehen. Das hat mich schon getroffen. Mal sehen, ob die sich morgen in der Visite noch dran erinnern ;-)

Hier hab ich mich also eingewöhnt und werde aktuell sowohl von der Agentur für Arbeit als auch vom Arbeitgeber in Ruhe gelassen. Leider habe ich aber auch noch keinen Bescheid der Rentenversicherung, dass die berufliche Reha starten darf.

Mit diesen ganzen Dingen, die ungeklärt in der Luft hängen, komme ich nicht klar. Ich hab gern alles im Griff und schnell geklärt. So ist auch mein Arbeitsstil. Momentan komm ich mir so vor, als würde ich zwischen vielen Stühlen sitzen, und um mich herum schließen sich Leute zusammen, um mir das Leben schwer zu machen.

Dies einmal als kurzer Zwischenstand. Ich schicke Euch allen liebe Grüsse und wünsche Euch Kraft für Euren Weg


 
 
BeitragVerfasst: 19. Aug 2021, 13:38 

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3 x Tavor täglich?? Welche Dosierung?
Ich finde das so oder so heftig.


 
 
BeitragVerfasst: 19. Aug 2021, 19:42 

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Hallo Heiligendamm,
mir persönlich war Tavor bislang nur vom Namen her bekannt, bekommen hab ich es noch nie zuvor. Ich bekomme auch jetzt nur 3 x 0,5 mg um die Absetzsymptome des Venlafaxin ertragen zu können.
Was diese angeht war ich wirklich naiv blauäugig und dachte, ich würde das locker überstehen. Aber es ist erschreckend, wie schlecht es mir geht.

Ich bin wie im Alkoholrausch, ohne überhaupt an Alkohol gerochen zu haben. Magen und Darm stressen. Schwindel, ich kann zwar gucken, aber den Blick nicht fixieren, mir wird davon übel; ich habe komische Geräusche im Kopf, teilweise wie Stromschläge, ich bin total labil und körperlich erschöpft. Träume fiese Alpträume, knirsche mir die Zähne aus dem Kiefer und bin dünnhäutig, was Kontakte mit anderen Menschen angeht, diese überfordern mich. Und das ist der Zustand abgefedert eben mit Tavor. Wie es ohne wäre mag ich mir nicht vorstellen. Der Doc hier meinte, dann würde ich das Bett nicht mehr verlassen.
Ich hoffe sehr, das neue Mittel, ein MAO-Hemmer, ist verträglicher und es ist irgendwann leichter, diesen wieder loszuwerden.

Da dieses neue Mittel nun doch schnell hinzukommen soll, um das andere Elend zu beenden, habe ich heute fürs kommende Wochenende Ausgangsverbot erhalten. So soll ich Ruhe in Überwachung finden. Ich hoffe, ich werde zeitnah wieder der Mensch, der ich mal war. Ohne diese körperlichen Gebrechen.

Alles Gute Euch und deutlich geringere Auswirkungen auf Eure Körper beim Absetzen der Pillen wünsche ich Euch


 
 
BeitragVerfasst: 19. Aug 2021, 20:31 

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Ich kenne die Auswirkungen von Tavor aus dem ersten Aufenthalt in einer psychosomatischen Akutklinik. Mitpatienten glichen Zombies, standen völlig neben sich, waren überhaupt nicht mehr sie selbst.
Schockiert aus dieser Erfahrung habe ich seit dieser Zeit jeglichen Konsum von Tavor immer konsequent abgelehnt, egal welchen Preis ich dafür zahlen musste.
Ich bin für viele Wege offen, probiere so vieles aus, suche ständig weiter nach Lösungen.
Aber es gibt Grenzen, selbst in den dunkelsten Zeiten.
Und aus Erfahrungen weiß ich, das Patienten mittels Tavor gern ruhig gestellt werden.


 
 
BeitragVerfasst: 20. Aug 2021, 07:44 

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Hallo T. Ally,

112,5 mg Venlafaxin habe ich über 9 Monate ausgeschlichen, weil ich eine Allergie gegen das Medikament habe. Jeden Monat wurde um 10-15 % der Dosis reduziert. Venlafaxin ist eins der am schwierigsten auszuschleichendes ADs. Diese Stromschläge im Kopf (brain zaps) gehören zu den Absetzerscheinungen und können nach dem Absetzen lange bestehen bleiben (ob auch unter MAO-Hemmern weiß ich leider nicht). Bei mir ging es mit der sehr langsamen Tour gut. Gerade schleiche ich 75 mg Venlafaxin aus und das über 6 Monate. Dazu lese ich viel im adfd-Forum nach. Wie ADs ausgeschlichen werden, wird in der psychiatrischen Ausbildung meist nur wenig vermittelt. Ich habe in Studium und Praktikum dazu nichts gelernt...
Von Tavor lasse ich die Finger, auch wegen dem Abhängigkeitspotential. Generell versuche ich nicht alles zu glauben, was ich irgendwo lese (auch nicht was im adfd-Forum steht) oder was man mir sagt (auch nicht in der Psychiatrie). Sondern informiere mich selber und treffe dann eine eigene Entscheidung. Ich würde einer solchen Behandlung nicht zustimmen. Das ist aber meine persönliche Meinung.

Gute Besserung und hoffentlich hilft es Dir!

LG Gartenkobold


 
 
BeitragVerfasst: 20. Aug 2021, 13:12 

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Hallo T Ally,
die Dosierung scheint ok zu sein.
https://www.apotheken-umschau.de/medika ... 63682.html
Kann sein, dass es beim Absetzen Probleme gibt und das langsam ausgeschlichen werden muss.
Ich hatte das Lorazepam auch schon, vor 30 Jahren zum Schlafen. Länger als 2 Wochen soll man nicht.
Wünsche dir, dass es dir wieder besser geht.
Gruß Gertrud


 
 
BeitragVerfasst: 22. Aug 2021, 11:13 

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Hallo T_Ally,

Ich habe damals in der Tagesklinik das Venlafaxim ganz schnell absetzen müssen. Weiß nicht mehr wieviel mg genau, aber es war die Höchstdosis. Innerhalb von 2 Wochen auf Null und 3 Tage ohne ein AD, das war im ganzen Krankheitsverlauf echt die schlimmste Zeit und ich war mehrfach kurz davor den Ärzten in der TK zu sagen, dass ich jetzt auf die Station gehe, weil ich das nicht mehr aushalten. Tavor/1mg hatte ich zu dem Zeitpunkt als Notfallmedikament und es in der Zeit auch oft gebraucht.
Allerdings habe ich mich damit nicht als Zombie gefühlt, mich hat es wirklich nur gut beruhigt.
Das war wirklich eine schlimme Zeit und es war echt toll als dann das neue AD anfing zu wirken.
Ich wünsche dir, dass es auch bei dir bald etwas besser wird.

LG, Monchen


 
 
BeitragVerfasst: 23. Aug 2021, 11:05 

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Thema Arbeitgeber und Konflikt:

Was passiert eigentlich, wenn die Rentenversicherung meine LTA genehmigt und ich zum Beispiel in einem Berufsförderungswerk eine berufliche Reha antreten darf.
Ich bin ja bisher noch gar nicht gekündigt vom derzeitigen AG.
Wie muss ich mich verhalten???


 
 
BeitragVerfasst: 25. Aug 2021, 22:07 

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@Heiligendamm2020: es gibt ja sehr unterschiedliche LTA-Maßnahmen.
Ich kann nur sagen wie es in dem BTZ war, indem ich war.
Der jeweilige AG wußte von der Maßnahme. Teilnehmer, die noch ein Arbeitsverhältnis hatten, durften nur an der ersten 5-Monatigen Phase teilnehmen. Dann wurde es etwas individuell.. Während der Zeit macht man auch 1-2 Praktika.
Manche haben dann das Praktikum bei ihrer bisherigen Firma gemacht.
Dann gab es auch Teilnehmer, da wollte das BTZ erstmal gucken und ne objektive Einschätzung haben Dazu hatten die Firmen mit denen die zusammen gearbeitet haben. Dann haben die dort zuerst ein Praktikum gemacht.
In jedem Fall gab es irgendwann Gespräche mit dem Arbeitgeber, wo dann jemand vom BTZ auch mit dabei war und dann wurden individuelle Lösungen gesucht/besprochen.

Um die Frage zu beantworten wie du dich verhalten musst... Wenn du einen positiven Bescheid von der RV bekommst, Bekommst nicht nur du diesen Bescheid, sondern auch ein für dich zuständiger Reha-Berater von der RV. Von dem bekommt man dann eine Einladung , mit dem bespricht man die Maßnahmen und der leitet alles Nötige in die Wege.
So lange noch nichts fest steht, würde ich gar nichts machen. Mit dem Reha-Berater würde ich auch abklären wann, wie, wer mit dem AG spricht.

Ich kenne auch jemanden, der ein ruhenden "normales" Arbeitsverhältnis hat. Der aber für mind. 2 Jahre in einer Werkstatt für Menschen mit psychischen Einschränkungen gearbeitet hat. Wie es dann weiter ging, weiß ich nicht, weil wir uns durch Corona aus den Augen verloren haben.

LG, Monchen


 
 
BeitragVerfasst: 26. Aug 2021, 07:30 

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@Monchen

Danke für deine Erfahrungen.
Die DRV meldet sich hoffentlich demnächst...
Es hieß, max. 8 Wochen Frist ab dem medizinisch-psychologischen Gutachten.


 
 
BeitragVerfasst: 26. Aug 2021, 17:18 

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Hallo T Ally,

wie gehts dir gerade? Ist es mittlerweile schon etwas besser geworden?
Schick dir eine liebe Umarmung.

Liebe Grüße,
DieNeue


 
 
BeitragVerfasst: 29. Aug 2021, 12:29 

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Hallo mal wieder - nach einigen Tagen,

noch immer bin ich in der Klinik und es wird wohl auch noch weiter andauern, da ich mit den neuen Pillen noch nicht recht klarkomme. Letztes Wochenende hatte ich nur stundenweise Ausgang, an diesem Wochenende bin ich eine Nacht zu Hause und nun total erledigt. Verabredungen mit Freunden habe ich abgesagt, ich bin einfach nur fertig, mein Blutdruck fährt Achterbahn und ich fühle mich wie ausgequetscht und auf mir herumgesprungen.
Die Verabredungen mit Freudinnen abzusagen waren eine große Prüfung für mich, ich tue mich mit so etwas dermaßen schwer, ich bin dabei in Tränen ausgebrochen. Wenn ich diese Dates aber wahrgenommen hätte, dann wären der heutige Nachmittag und der Montag wieder eine Katastrophe geworden (und vlt hätte ich nächstes WE wieder Ausgangssperre bekommen - wie vor 14 Tagen).

Der Arzt in der Klinik meinte zu meiner emotionalen Dünnhäutigkeit, dass diese wunderbar wäre, weil ich endlich wieder Zugang zu meinen Gefühlen bekomme. Natürlich sehe ich das anders, ich bin davon total erschlagen und kann dem nichts positives abgewinnen.

Immerhin habe ich nun sowohl von der Rentenversicherung als auch vom btz eine konkrete Bewilligung bzw. Einladung zur Aufnahme erhalten. Mitte Oktober geht es los. Ich weiß noch nicht genau, was mich erwartet, aber ich werde dort wohnen müssen und komme nur am Wochenende nach Hause. Das wird eine ziemliche Umstellung für mich.
Wobei es auch einen Vorteil hat, denn ich wohne quasi in direkter Nachbarschaft zu meinem -noch vorhandenen- Arbeitsplatz und laufe ständig Kollegen über den Weg, sobald ich nur einkaufen möchte. Und diese Begegnungen werfen mich jedes Mal weit zurück.

Heiligendamm2020 hat geschrieben:
Was passiert eigentlich, wenn die Rentenversicherung meine LTA genehmigt und ich zum Beispiel in einem Berufsförderungswerk eine berufliche Reha antreten darf.
Ich bin ja bisher noch gar nicht gekündigt vom derzeitigen AG.
Wie muss ich mich verhalten???


@Heiligendamm 2020: Genau das ist aktuell mein Problem oder auch nicht-Problem. Seit mittlerweile 11 Jahren bin ich beim aktuellen Arbeitgeber beschäftigt. Durch den Austausch der Führungskräfte und neue Chefs ist leider nichts mehr so, wie es damals war und ich bin auf die Abschussliste geraten.
Mir wurde sowohl während der Reha (Sozialdienst), von meinem Anwalt als auch vom IFD dazu geraten, aktiv hinsichtlich des Arbeitsvertrages GAR NICHTS zu veranlassen.
Ich bin von der Krankenkasse bereits ausgesteuert und beziehe nun AlGeld und dennoch besteht mein Arbeitsvertrag noch. Die AfA drängt mich dazu, nun Bewerbungen zu schreiben um mich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen, ansonsten wird die Zahlung eingestellt und ich muss direkt Grundsicherung beantragen. Das verstehe ich nicht ganz, denn ich habe ja noch einen Arbeitsvertrag und wenn ich nicht mehr krank geschrieben werde, dann müsste ich theoretisch dort zur Arbeit antreten.
Ausschließlich die Betreuung durch die AfA (Reha-Abteilung) ist der Meinung, dass ich meinen bestehenden Arbeitsvertrag kündigen sollte (mit ärztlicher Begründung, aber selbst dann bin ich vom Goodwill abhängig). Nur könnten die dann eine Sperrzeit verhängen; ein Schelm, wer böses dabei denkt.

Wie es sich verhält, sollte ich einen neuen Job finden, dort anfangen und mein noch vorhandener Arbeitgeber erfährt davon, das weiß ich nicht. Letztendlich habe ich dann ja gegen den Arbeitsvertrag verstoßen und könnte ohne Probleme gekündigt werden. Aber in diesen Vorschriften des Arbeitsrechtes bin ich nicht fit.

Ich sitze es gerade aus und habe keine Bewerbung geschrieben. Ende August müsste ich die erste Liste mit Bewerbungsnachweisen bei meiner AfA-Betreuung vorlegen. Das kann ich nun nicht. Mal sehen, ob die mir das Geld streichen. Momentan ist mir das egal. Aber das mag auch an den Pillen-Dröhnungen der Klinik liegen. Das dämpft so ziemlich alles ab, und gerade war eine Dosis Tavor dran.
Unser soziales Netz hat große Lücken, und gerade habe ich einige davon gefunden. Von einem gut bezahlten, unbefristeten Job direkt in die Grundsicherung - ich hätte es bislang nicht für möglich gehalten. Ich habe wegen vorhandenem Sparvermögen derzeit keinen Anspruch, würde dennoch einen Antrag stellen, um so hoffentlich die Krankenversicherung aufrecht zu erhalten.

Selbst während der bis zu elf Monate andauernden beruflichen Reha bleibt mein aktuelles Arbeitsverhältnis bestehen. Wenn ich diese Reha erfolgreich absolviere und anschließend arbeitsfähig bin - nicht mehr krank geschrieben - dann müsste mein Arbeitgeber mir einen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen.

Ich werde daher aktiv nicht kündigen. Die vom Arbeitgeber angebotene :twisted: Kündigung schlummert derzeit vor sich hin. Der Anwalt meines Arbeitgebers ist eine totale Schnarchnase (freundlich ausgedrückt) und antwortet auf konkrete Nachfragen nicht, widerspricht sich ständig.
Durch meinen aktuellen Klinikaufenthalt ist an dieser Front auch Ruhe.
Insgesamt spielt mein Arbeitgeber leider derzeit seine Macht aus. So bekomme ich Unterlagen für meine private Berufsunfähigkeitsversicherung erst nach vielen Wochen zurück. Eine Anforderung der AfA, die ich an den Arbeitgeber weiterleiten musste und dieser an mich zurückgeben sollte, habe ich nie zurückerhalten. Erst eine Anmahnung durch meinen Anwalt mit Androhung einer Schadenersatzklage führte zur Bearbeitung. Leider habe ich dieses Schreiben nicht erhalten, es wurde direkt an die AfA geschickt. So weiß ich nicht, ob mein Arbeitgeber mir einen "leidensgerechten" Arbeitsplatz zur Verfügung stellen möchte. Dies wäre für die "Aufhebungs-" oder Kündigungsverhandlungen nicht unwichtig.

Ich bin für diese politischen Spielchen und Intrigen zu zart besaitet und froh, dass ich eine Rechtschutzversicherung und somit einen Anwalt habe, der mir grob den Weg durch diese Zeit zeigt.

Gleich muss ich wieder zurück in die Klinik. Dort ist es aktuell wie ein Schutzraum für mich. Zwar sind viele der Patienten dort nicht mein Fall, aber es gibt immer mal jemanden, mit dem man schnacken kann. Ich bin nicht allein, wenn mein Kopfkino doch einmal wieder voll aufdreht.
Die Pillen-Arie ist nicht gerade mein liebstes Thema, aber ich hoffe, es zeigt sich noch eine positive Entwicklung.
Mir war wirklich nicht bekannt, dass der Ausstieg vom Venlafaxin so verdammt schwer und hart ist. Hätte ich nicht die Pillenzuteilung und Einnahme unter Aufsicht, wäre ich bestimmt der Möglichkeit erlegen, einfach wieder welche von den noch vorhandenen Pillen zu nehmen, um diesem körperlichen Ausnahmezustand zu entkommen.

In der Klinik hatte ich nun erstmals Kunsttherapie - auch allein. Auch wenn ich skeptisch bin, ob das wirklich alles vom Unbewussten kommt, ich lasse mich darauf ein und höre mir an, was die Therapeuten dazu meinen. Ich wusste aber nicht, dass diese Bilder auch den Ärzten gezeigt :oops: und in der Visite thematisiert werden. Mein Schamgefühl lief Amok.

Übrigens hat der Arzt mir bestätigt, dass die aktuelle schwere depressive Episode sehr gut durch den übermäßigen Druck der Agentur für Arbeit hervorgerufen sein könnte. Er sieht es so. Der Sozialdienst der Klinik wollte ein entsprechendes Beschwerdeschreiben an die AfA schreiben, aber ich weiß nicht, ob das erfolgt ist. Traue mich nicht, nachzufragen. Auch sollte erfragt werden, wie denn mein Arbeitgeber zu einem leidensgerechten Arbeitsplatz steht.

Mein Kopf läuft oft gegen mich selbst Amok. Ich würde gern aus dem Leben aussteigen, mir ist das alles zuviel und ich komme kaum zur Ruhe. So habe ich das auch dem Arzt gesagt, der aber meint, es wird sich eine Besserung zeigen. Also halte ich weiter durch und hoffe.

Das wünsche ich auch Euch, möge die Hoffnung Euch nicht verlassen.
Alles Gute Euch


 
 
BeitragVerfasst: 29. Aug 2021, 15:38 

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Hallo T Ally,

schön von dir zu hören.

Was ich nicht verstehe ist, wieso du wärhrend eines Krankenhausaufenthaltes nicht von Bewerbungspflichten bei der AfA freigestellt bist. Das macht doch keinen Sinn so, in mehrerlei Hinsicht. Wo solltest du denn momentan antreten können, wenn du behandelt wirst, und in diesem gesundheitlichen Zustand. Fühlst du dich nicht überfordert damit? Kann dir da nicht der Kliniksozialdienst helfen?

Was die berufliche Reha angeht, das verstehe ich auch nicht ganz. So wie du klingst, bezweifle ich, dass du ein Vollzeitprogramm durchhältst. Kann es nicht sein, dass du vorher noch eine medizinische Reha brauchst?

Wegen dem Beschwerdeschreiben der Klinik an die AfA würde ich nachfragen, und auch zu den beiden anderen Sachen, die ich geschrieben habe.
Kann sein, dass du auch viel zu sehr unter Druck stehst, was das Tempo der Wiedereingliederung angeht.

Ich wünsche dir, dass es dir bald besser geht und du den Druck los wirst.

LG Gertrud


 
 
BeitragVerfasst: 29. Aug 2021, 17:30 

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Hallo T Ally,

schön, wieder von dir zu hören :)

Ich kann mich nur Gertrud anschließen. Ich verstehe auch nicht, warum du Bewerbungen schreiben sollst, wenn du in einer Klinik bist, das macht doch keinen Sinn. Da kannst du keine Stelle antreten und kein Arbeitgeber stellt jemanden ein, der gar nicht antreten kann. Außerdem hast du ja einen Arbeitsvertrag, das macht doch echt keinen Sinn. Ich würde auch keine Bewerbungen schreiben. Du bist krank und Schluss.

Das mit dem Beschwerdebrief an die Afa finde ich gut, vielleicht bekommen die dann mal eine auf den Deckel. Ist das eigentlich immer der/die gleiche Sachbearbeiter/in? Vielleicht könntest du wechseln?
Ich fand es auch krass zu sehen, dass es doch Löcher im sozialen Netz gibt, die einen sehr schnell in die Armut bringen können und was es für kleine Absätze in Paragraphen gibt, die einen riesen Unterschied machen.

Das mit der beruflichen Reha sehe ich auch etwas kritisch. Ich habe eher das Gefühl, dass du gerade total am Boden bist, einiges aufplatzt und auch wie der Arzt es gesagt hat, du näher an deinen Gefühlen dran bist. Auch wenn sich das für dich beschissen anfühlt, denke ich, dass es auch wieder aufwärts gehen kann, denn eigentlich solltest du ja nicht mehr in den Modus zurück, indem man nur noch funktioniert und sich dafür permanent eine Maske aufsetzt, bis man irgendwann wieder nicht mehr kann. Aber bis man von dem Stress- und Druckniveau wieder runterkommt, auf dem du bist, das dauert.
Dass du das Treffen abgesagt hast, obwohl es so eine Überwindung gekostet hat, war richtig toll von dir!!
Hast du denn die Möglichkeit, bei der Reha-Einrichtung mal eine Art Probewoche zu machen? Da könntest du zumindest erstmal ausprobieren, ob es was für dich ist und du das packst.
Mir wurde in der Klinik auch eine Langzeit-Reha (ca. 1 Jahr) vorgeschlagen und ich war zur Probewoche dort, aber ich war viel zu schwach, um überhaupt das ganze Programm mitzumachen. Man hat auch dort gewohnt und jeder Tag war total eng durchgetaktet. Das war das Gegenteil, von dem, was ich gebraucht habe, es war für mich nur Druck. Ich habe es dann gelassen, wusste dann erstmal auch nicht weiter und bin zu meinen Eltern gezogen. Von da aus mit dem Ambulant betreuten Wohnen in eine eigene Wohnung. Seitdem geht es wieder bergauf, sehr langsam, aber es geht.
Dass du dann nicht mehr in der Nähe deines Arbeitsplatzes wärst, wäre dagegen schon ein Vorteil. Es ist gut, wenn man mal Abstand hat und man sich erst wieder dem aussetzt, wenn man seine Kräfte wieder gesammelt hat.

Ich finde es erstaunlich, dass ihr so oft am Wochenende nach Hause dürft. Bei uns war das erst gegen Ende des Aufenthalts üblich, um sich wieder etwas an zuhause zu gewöhnen.

Sprich die Sachen ruhig mal an. Ich habe den Eindruck, die Ärzte und das Personal stehen auf deiner Seite, das ist schon sehr viel wert!

Liebe Grüße und eine feste Umarmung,
DieNeue


 
 
BeitragVerfasst: 9. Sep 2021, 20:54 

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Hallo,

ich melde mich aus der Klinik mit Handy, daher nur ein kurzer Sachstand.
Das Venlafaxin ist raus, es war schlimm, mittlerweile wird auch Tavor weniger, dafür Moclobemid mehr.
Ich werde emotional und finde es sehr anstrengend. Die Fachleute hier finden das gut.

Mein Arbeitgeber will mich mürbe machen. Er hat eine Bestätigung über den leidensgerechten Arbeitsplatz nicht an die Agentur für Arbeit geschickt. Mir wollte man kein Geld zahlen - Unterlagen fehlen. Erst nach Mahnung vom Anwalt an den Arbeitgeber, die ich als Durchschrift an die Agentur für Arbeit geschickt habe, ging die Zahlung los. Nun erfährt der Sozialdienst hier, dass die Bescheinigung nie eingereicht wurde.
Warum machen die dann so einen Druck? Und was machen Leute, die sich keinen Anwalt leisten können?
Ich finde das System zunehmend grausam.

Jetzt habe ich bei meinem Arbeitgeber eine Bestätigung angefordert, die ich im Zusammenhang mit dem Übergangsgeld und der beruflichen Reha einreichen muss. Wahrscheinlich wird die nie oder mit Prio XYZ bearbeitet.
Mein Anwalt hat mir schon gesagt, dass er mahnen wird, wenn ich die Unterlagen nicht nächste Woche habe.

Ich bin so froh über meine Rechtsschutzversicherung!

Die AfA teilt mir per Mail mit, dass mir ab nächsten Dienstag das AlG1 gestrichen wird. Ich bin dann sechs Wochen in der Klinik, die „Lohnfortzahlung“ endet. Ich muss jetzt HartzIV beantragen, trotz bestehendem unbefristeten Arbeitsverhältnis. Ich war nach dieser Nachricht in Panik und am Boden.
Die Ärztin hat mit mir zusammen beim Anwalt angerufen. Sobald die formelle Abmeldung vorliegt wird er widersprechen und sieht gute Chancen. Die Nachzahlungen werde ich dann aber erst in Monaten (!) erhalten.,
Meinem HartzIV Antrag gibt er keine Chance, da ich schon einige Jahre eine Altersvorsorge angespart habe und auch eine private BUZ-Rente bekomme. Ich hoffe aber auf Unterstützung für die Krankenkasse muss mich ansonsten freiwillig versichern. Lt. Anwalt rd. 680 € monatlich, da ist Sparguthaben schnell weg.

Im Grunde komme ich mit Therapie am Grundproblem gar nicht voran, da ständig etwas existenzielles dazwischenkommt.,

Ich bin mit diesem ganzen „Formalkram“ zunehmend überfordert und hatte schon wieder Ausstiegsfantasien. Das hat die Ärztin mitbekommen und sagte, trotz zu der Zeit noch unsicherer Krankenversicherungslage, dass sie mich aktuell nicht entlassen kann, da große Gefahr für eine Übersprungshandlung besteht. Rein aus Überforderung und Enttäuschung. Und Angst vor dem sozialen aus. Durch eine lapidare Mail der Agentur für Arbeit:
Sie werden abgemeldet, bitte setzen Sie sich mit ihrer Krankenkasse in Verbindung. Anspruch auf Krankengeld haben Sie aber nicht. Sorgen Sie selbst für Versicherungsschutz.

Danke für nichts!
Wie soll man in diesem System gesund werden?

Ich weiß es nicht und habe Angst vor dem Start der beruflichen Reha. Vor weiterer Überforderung.

Liebe Grüße an alle, demnächst vom Laptop gehe ich auf Eure Nachrichten ein. Ich habe sie bereits gelesen und danke Euch allen ganz herzlich.


 
 
BeitragVerfasst: 11. Sep 2021, 13:45 

Registriert: 16. Dez 2020, 20:24
Beiträge: 154
 
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@T Ally

Ich kann dich absolut verstehen.
Das System macht einen krank, nicht gesund.


 
 
BeitragVerfasst: 11. Sep 2021, 16:26 

Registriert: 30. Jun 2014, 18:09
Beiträge: 3014
 
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Liebe T Ally,

ich kann das gut nachvollziehen, welchen Druck und Stress dir das macht, und auch die Verzweiflung.

Deine Rentenversicherung kannst du so gestalten, dass diese wirklich nur für die Altersrente gedacht ist, dann könnte es auch ALG II geben, dann wohl wegen der zu erwartenden ALG I-Leistungen als Darlehen. Mir fällt der passende Begriff nicht ein, was das Zauberwort ist zum Schutz des Vermögens. Das weiß aber sicher wer.

Ich möchte dir noch sage, dass du noch in einer recht komfortablen Situation bist, was die Sozialleistungen angeht, und überschuldet bist du wahrscheinlich auch nicht. Ich selber habe früher schon einmal aus finanziellen GRünden eine Reha abbrechen müssen (Übergangsgeld berechnet aus einem Hilfsarbeiterverdienst plus nebenbei Schuldenrückzahlverpflichtung, das ging nur max 3 Monate gut).

Ich denke, dass Belastung mit dem Geld und den Ämtern bei dir sehr viel auch vom Gesundheitszustand kommt. Wenn dieser besser ist und du auch das Kontra Geben weniger schwer ist, wird dich das weniger berühren. Da kann eine Schleife nach oben entstehen, was die Gesundheit angeht. Auch wenn du das dir noch nicht vorstellen kannst.
Die beste Unterstützung in der Klinik hast du ja von mehrerer Seite her, das ist nicht selbstverständlich.

Und auch die Menschen ohne Rechtsschutz können einen Anwalt haben oder jemanden, der im Amt mal ordentlich Dampf macht.

Gruß und gute Besserung
Gertrud


 
 
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