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BeitragVerfasst: 26. Sep 2019, 12:37 

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Hallo Forum,

hat von euch jemand Erfahrung mit dem Thema Behinderungsgrad bei depressiven Erkrankungen?

Mit welchem GdB kann man da rechnen?


Liebe Grüße


Dirk


 
 
BeitragVerfasst: 26. Sep 2019, 20:29 

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Hallo in die Runde,

ich habe im November letzten Jahres einen GDB beantragt. Mitte Februar erhielt ich den Bescheid mit GDB 50 wegen Depression rückwirkend ab Oktober 2015.

War selbst überrascht, aber habe in der Arbeit so Schlimmes erlebt, dass ich mich endlich dazu durchgerungen habe, den Antrag zu stellen, um mich zu schützen.


 
 
BeitragVerfasst: 27. Sep 2019, 09:06 

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Hallo Bittermandel,
hallo ChinChine,

vielen Dank für eure Info.


Liebe Grüße


Dirk


 
 
BeitragVerfasst: 28. Sep 2019, 19:52 

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Hallo Chinchine,
Hallo DHE,

ich habe auch gerade aktuell einen Antrag gestellt.

@Chonchine: Kann ich fragen, ob Du arbeitsfähig warst/bist bei Antragstellung?

Gruß Sonnenschein


 
 
BeitragVerfasst: 29. Sep 2019, 09:21 

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Guten Morgen,

bei mir ist das ein Stück weit ein Sonderfall gewesen: den Antrag hab ich im November 2018 gestellt.

Ich war aber von März 2015 bis Anfang April 2016 wg schwerer depressiver Episode krank geschrieben. Da ich Beamtin bin, wurde ich im Oktober 2015 wg. evtl. Pensionierung amtsärztlich begutachtet. Nachdem der GDB bei mir rückwirkend zum 01.10.2015 (befristet auf 7 Jahre) anerkannt wurde, war vermutlich dieses Gutachten ausschlaggebend.

Seit Juli 2016 (nach Wiedereingliederung) arbeite ich wieder Vollzeit.

Von meinem behandelnden Psychiater wurde auch eine Stellungnahme eingeholt.

Ich wollte den GDB nie beantragen, musste es zu meinem Schutz aber im November 2018 tun und erschrecke immer noch mal wieder, wenn ich den Ausweis im Geldbeutel sehe.

Ich wünsche dir alles Gute, vorallem auch einen guten Arzt, der dich unterstützt.

Sonnige Grüße


 
 
BeitragVerfasst: 29. Sep 2019, 09:55 

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Guten Morgen,

bei mir ist es so, dass ich letztes Jahr mehrere Wochen krank geschrieben wurde. Seit Ende letzten Jahres mache ich Therapie. Und arbeite auch weiterhin in Vollzeit. Aktuell bin ich aber jetzt krank geschrieben.

Da es auf der Arbeit bei uns "schwierig" mit Langzeitkranken ist, habe ich mich auch entschieden, das zu beantragen.

Danke, ich hoffe, das meine Thera und der Hausarzt das gut mit unterstützen.

Jetzt heißt es wohl abwarten. Habe gestern gelesen, dass die Bearbeitungsdauer bei erwerbstätigen etwas schneller gehen soll.

Ich wünsche Dir auch alles Gute.

Sonnenschein


 
 
BeitragVerfasst: 1. Okt 2019, 10:07 

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Noch ein Tipp.
Falls der erste Bescheid negativ ist oder der GdB zu niedrig, kannst du Einspruch erheben.
Bei mir hat es geholfen.

_________________
Viele Grüße

John


 
 
BeitragVerfasst: 1. Okt 2019, 10:11 

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Würdest du denn die Beantragung auf jeden Fall empfehlen? Ich habe mit meinem Psychiater auch einmal darüber gesprochen. Mir erschließen sich nur die Vorteile nicht. Kann jemand helfen?

_________________
"Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern"

Lothar de Maizière


 
 
BeitragVerfasst: 1. Okt 2019, 11:29 

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Ob sich die Beantragung lohnt ist Ansichtssache.
Für mich lohnt es sich, weil ich dadurch weniger Steuern auf meine Rente zahlen muss.
Insbesonders wenn du berufstätig bist kann es sich lohnen. Allerdings verzichten manche darauf sich den GdB zu holen, oder sich gleichstellen zu lassen. Weil es schwieriger sein kann einen neuen Job zu finden.

Schau mal dort nach:

https://www.vdk.de/deutschland/pages/teilhabe_und_behinderung/9216/grad_der_behinderung_gdb

https://www.dgbrechtsschutz.de/recht/sozialrecht/schwerbehinderte/ratgeber-fuer-menschen-mit-behinderung-was-bringt-mir-welcher-gdb/

https://www.apotheken-umschau.de/Pflege/Schwerbehinderung-Das-muessen-Sie-wissen-531021.html

_________________
Viele Grüße

John


 
 
BeitragVerfasst: 2. Okt 2019, 07:30 

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Hallo in die Runde,

ich habe einen GdB von 30, und bin nach Antrag den Schwerbehinderten gleichgestellt.

Ich habe außer der Depression leider auch noch andere Krankheiten, die in die Begutachtung einflossen:
Reflux und Schlafapnoe.

Der Schutz im Beruf wirkt sich meines Erachtens erst bei GdB 50 oder ab GdB 30 und Gleichstellung aus.


 
 
BeitragVerfasst: 3. Okt 2019, 09:47 

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Hallo in die Runde,

ja, für einen beruflichen Schutz / "Nutzen" bedarf es bei einem GdB, der kleiner als 50 ist, einer Gleichstellung.
Bei mir wurde die Depression befristet neben einer Hörbehinderung anerkannt. So komme ich auf einen GdB von 50. Dieser dient mir allerdings ausschließlich als "Steuersparmodell".

Viel Erfolg.
Pfadi


 
 
BeitragVerfasst: 3. Okt 2019, 09:49 

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...ah, noch ein Tipp, den mir mal eine Ärztin gegeben hat. Wenn ihr die Atteste selbst besorgt, um den Antrag umfangreich einzureichen, zahlt ihr die Atteste selbst. Wenn das Versorgungsamt sie anfordert, das Versorgungsamt.


 
 
BeitragVerfasst: 3. Okt 2019, 17:45 

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Danke. Sind gute Tips dabei. Habe meinen Antrag auf den Weg gebracht. Jetzt mal abwarten.

Mit meiner Thera habe ich auch nochmal darüber gesprochen. Sie wollte wissen, was ich mir davon erwarte. Hab es ihr gesagt und sie wird das unterstützen.

Mal gucken was bei rumkommt.


 
 
BeitragVerfasst: 9. Okt 2019, 10:10 

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Hallo.

Habe heute eine Eingangsbestätigung erhalten. Unterlagen wären angefordert, in NRW läge die Bearbeitungsdauer bei ca 3 Monaten. Hinweis auf schnelle Bearbeitung wäre auch mitgeteilt vom Sachbearbeiter.

Jetzt heißt es dann wohl abwarten.


 
 
BeitragVerfasst: 14. Okt 2019, 20:48 

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Ich habe auch einen GdB von 50 bekommen.
Vorteile sind: 5 Tage mehr Urlaub, besonderer Kündigungsschutz, Steuererleichterung, bei Neueinstellung Bevorzugung, oft weniger Einritt ( z.B. Theater, Schwimmbad, Museen)


 
 
BeitragVerfasst: 15. Okt 2019, 07:02 

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JosiZ hat geschrieben:
Ich habe auch einen GdB von 50 bekommen.
Vorteile sind: ...


Ein weiterer Vorteil bei einem GdB von 50 und darüber ist die Tatsache, dass man mit 60 Jahren in die Rente / Ruhestand gehen kann.

Bei der heutigen Belastung im Arbeitsleben, die sich bei einer Depression ja noch viel schwerer anfühlt, ist das aus meiner Sicht ein großer Vorteil.


 
 
BeitragVerfasst: 15. Okt 2019, 18:31 

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Hallo Waldbär,
mit GdB 50 kann man mit 63 Jahren + einigen Monaten (!bei mir Jahrgang 1957 63 Jahre + 11 Monate ohne Abschlag in Rente gehen. Mit einem Abschlag von 0,3 % pro Monat kann man natürlich entsprechend früher in Rente gehen.
Liebe Grüße
Marlene


 
 
BeitragVerfasst: 22. Okt 2019, 15:52 

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Hallo Zusammen,


kurzer Zwischenbericht, habe auch eine Eingangsbestätigung meines Antrages erhalten, aber direkt mit der Erklärung, dass es doch im Durchschnitt 3Monate bis zum Entscheid dauert. Monat 1 ist jetzt um, ich halte euch auf dem Laufenden.


Grüße


 
 
BeitragVerfasst: 23. Okt 2019, 17:23 

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@DHE

Mal sehen, wer schneller eine Antwort erhält. Bin gespannt von Dir zu hören. Hast Du "nur" die Diagnose Depression oder auch andere Krankheiten?

Bei mir kommt noch eine soziale Phobie hinzu.


 
 
BeitragVerfasst: 24. Okt 2019, 18:05 

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Hallo Sonnenschein,

Bei mir ist es erstmal nur die Depression.


LG


Dirk


 
 
BeitragVerfasst: 24. Okt 2019, 18:37 

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Hallo Dirk,

das reicht ja auch schon. Mit mehr muss man sich nicht auch noch belasten.

Habe heute von meiner bisherigen Thera die Info erhalten, dass sie bereits Befundanfragen bekommen und wieder zurückgesendet hat.

Also sollten mein Hausarzt und meine jetzige Thera auch schon was vorliegen haben. Meine Thera wollte mich zwar informieren, aber vielleicht hat sie es auch vergessen (Schwangerschaftsdemenz)...

LG
Sonnenschein


 
 
BeitragVerfasst: 24. Okt 2019, 19:59 

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Ich habe einen Gdb 50 wg. Depression befristet für 3 Jahre.
Antrag Mitte Mai 18 gestellt; genehmigt November 18, rückwirkend zum Antragsstelldatum.


 
 
BeitragVerfasst: 24. Okt 2019, 20:10 

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Scheint wohl auch unterschiedliche Befristungen zu geben. Hab jetzt schon von 2-5 Jahren gehört.

Hattest Du auch andere Krankheiten, oder nur "Depression"? Gehst Du arbeiten?


 
 
BeitragVerfasst: 26. Okt 2019, 09:00 

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Hallo Zusammen,

Habe gestern meinen Bescheid bekommen und habe jetzt einen GdB von 30, zeitlich unbeschränkt.
Was habe ich da jetzt an praktischen Vorteilen außer einem Pauschbetrag bei der Steuererklärung?

Liebe Grüße

Dirk


 
 
BeitragVerfasst: 26. Okt 2019, 21:41 

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Hallo Dirk,

das ging ja jetzt schnell. Wirst Du Einspruch einlegen?

Bin jetzt in Urlaub. Von daher lasse ich mich überraschen, ob ich danach auch was vorliegen habe.

Jetzt muss ich erstmal hier im Urlaub klar kommen. Die Depression lässt man ja leider nixht einfach zu Hause.

Lg
Sonnenschein


 
 
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