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BeitragVerfasst: 10. Mai 2021, 15:46 

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Ich habe den LTA Antrag sowie den Antrag auf EM-Rente selbstständig von zu Hause aus, befürwortet durch die Beratung des Sozialdienstes beim letzten Akut-Klinik Aufenthalt abgegeben.
Eine MdK-Stelle habe ich bis dato nicht besucht.

Ich hoffe inständig, dass die DRV sorgsamer als das LASV arbeitet.


Im Moment hat sich jetzt sogar meine KK mit "reingehängt", um das Verfahren zu beschleunigen.
Die hatten mich angerufen und darüber informiert, gleichzeitig sich natürlich auch bei mir erkundigt, was Stand der Dinge ist.

Morgen werde ich die VdK wieder anrufen, um auch dort am Ball zu bleiben.

Danke@Gartenkobold


 
 
BeitragVerfasst: 12. Mai 2021, 09:38 

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Hallo Gartenkobold,

[quote]vielen Dank mit dem Tipp der Rechtsschutzversicherung. Das mit dem Arbeitsplatz sichern, dass liest sich hart und nervenaufreibend!! Besonders wenn man krank ist. Ich stelle es mir so vor wie bei T Ally -> Konflikt mit dem Arbeitgeber oder Kommunikationsprobleme, wie in diesem Thread.

Viel Erfolg und Glück bei der Beantragung Deiner Rente.

Und dass es Dir besser geht, ist ja wichtiger als all dieser Behördenkram :-)[/quote]

Das mit dem Arbeitsplatz sichern kam dann leider zu spät...eigentlich war es bei mir komplett anders rum....die bewilligte EMR kam vor der Anerkennung des Versorgungsamtes/Sozialgerichts auf Schwerbehinderung.

Derzeit schlage ich mich mit Untersuchungen, Behandlungen und neuen Diagnosen rum. Hinsichtlich Therapie tut sich leider nichts....TP´s sind rar gesät.
Bereits im Oktober ist die Verlängerung bzgl. EMR zu stellen....hoffe bis dahin auch einen Therapieplatz zu haben, bekomme derzeit noch nicht mal Termine zur probatorischen Sitzungen.

Habe nach den beiden Kurzzeittherapien eine längere Pause eingelegt und versuche es auf Anraten nun mit einer anderen Therapieform....es hagelt Absagen. :roll:

LG Lollo


 
 
BeitragVerfasst: 12. Mai 2021, 13:52 

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Hallo Lollo,

geht mir auch so und ich habe Deinen Thread zur Verlängerung der EMR gelesen.
Ich habe mich heute dazu entschlossen in eine Tagesklinik zu gehen, weil dort zwei Therapiesitzungen pro Woche möglich sind. Dannach möchte ich ambulant weiter machen. Die letzten Monate habe ich mich mit der TSS, Vorgesprächen, Wartelisten, erneuten Anrufen um Interesse zu bekunden usw. rumgeschlagen. Mittlerweile habe ich eine hübsche Sammlung von PTV11-Formularen.

Dran bleiben, auch wenn es hart ist. Da geht trotzdem was!!

Bei mir war Bedingung der Therapeuten, daß ich noch mal in eine Tagesklinik gehe, ist auch auf den PTV11 eingetragen.
Ich versuche es zumindest. Vielleicht wäre das ja auch eine Option für Dich?

Ich habe beschlossen, ich gehe erst wieder arbeiten, wenn es mir besser geht. Krank einen neuen Job beginnen, daß habe ich zwei mal gemacht und es ging voll in die Hose. Also erst mal gesund werden, wenn dazu eine Tagesklinik nötig ist, dann auch das.

LG Gartenkobold


 
 
BeitragVerfasst: 12. Mai 2021, 14:34 

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Hallo Gartenkobold,

zunächst einmal finde ich mich nach dem Anmelden so gar nicht zu Recht.
Mußte mir das Thema in Erinnerung rufen....kann man hier denn nicht sofort
sehen, wer wann wo wie geantwortet hat...erhalte zwar eine Nachricht, aber
dann geht die Sucherei für mich los. Wie finde ich, wer wo was geschrieben
hat ohne das Forum zu durchsuchen. Da mache ich doch bestimmt was falsch. :?

[quote]Ich habe mich heute dazu entschlossen in eine Tagesklinik zu gehen[/quote]

Das finde ich super, dass du dort einen Platz erhälst. Mir wurde die Tagesklinik
auch empfohlen Therapiewechsel in TP und Krankenhaus von der Therapeutin) auch
noch von dem Facharzt.
Leider sind bei Tageskliniken Zuständigkeiten des Wohnortes, heißt, ich kann da
wo ich eigentlich versucht hätte einen Platz zu bekommen nicht hin.

Da, wo ich hin kann...will ich nicht...dort war ich 2007....im Nachhinein nicht der
richtige Platz für mich. Dort wurde ich damals entlassen ohne dass ich so weit
gewesen wäre. Von heute auf morgen stand ich wieder an meinem Arbeitsplatz....
und 3 mal darfst du raten, es kam geballt zurück. Ich hatte an meinem Hamsterrad
gar nichts verändert, Krönchen gerichtet und weitermachen. Nichts anmerken lassen...
schön funktionieren. Dabei hab ich mich total selbst verloren...bis gar nichts mehr ging.

Was meinst du , ist auf dem PTV11 eingetragen? Stehe auf der Leitung.

So bleibt mir nur die Ambulante Therapie und die Befürchtung, die DRV könnte keinen
vorhandenen Thera.platz deuten, dann ist ja alles in Ordnung.

Dabei bräuchte ich dringend unterstützende Behandlung, allein sie zu finden, das ist das Problem. Denn ohne dümpel ich weiter rum, nach außen Fassade und dabei sieht es finster
aus. Wenn Coronaauflagen vergehen, dann wird es eng mit meiner Vermeidungen.

Denn auch, wenn ich entgegne, ..."ja, das wäre schön, wenn man sich mal wieder sehen
könnte"...so ist es eigentlich nicht. Corona war bisher mein bestes Alibi.

[quote]Ich habe beschlossen, ich gehe erst wieder arbeiten, wenn es mir besser geht. Krank einen neuen Job beginnen, daß habe ich zwei mal gemacht und es ging voll in die Hose. Also erst mal gesund werden, wenn dazu eine Tagesklinik nötig ist, dann auch das.[/quote]

So denke ich, das es Selbstfürsorge ist, wenn du die Untersstützung in der Tagesklinik
erhalten kannst.

LG Lollo

P.S. vorher hatte ich es doch geschafft, mit dem einstellen Quote, jetzt klappt es nicht mehr,
sowas macht mich verrückt. :oops:


 
 
BeitragVerfasst: 12. Mai 2021, 18:34 

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Hallo Lollo,

ärgere Dich doch nicht über das Quote.

Auf den PTV11, das ist der Zettel, den man in den Vorgesprächen/Sprechstunde erhält ist Krankenhausbehandlung angekreuzt und im Freitext steht: empfohlen ist zunächst eine tagesklinische Behandlung zur weiteren Stabilisierung der depressiven Symptomatik, im Anschluss ist eine ambulante PT empfohlen.
Keine Ahnung ob das notwendig ist, aber ich lasse mir in fast jedem Vorgespräch ein PTV11 mit Behandlungsemfehlung ausstellen. Wenn dann irgend ein Gutachter fragt, ob ich nach einer ambulanten Therapie gesucht habe, kann ich sagen/zeigen wo. Das kein Platz verfügbar war und das ich statt dessen in eine Tagesklinik gegangen bin. Ich kann zeigen, dass ich mich um Therapie bemüht habe. Wenn es keine Plätze gibt, kann ich ja nichts dafür und Du auch nicht.

Die Tk ist hier auch am Wohnort und ich habe dort mal gelernt und ein Praktikum gemacht. In der anderen Rolle. Passt mir jetzt auch nicht so, doch ich versuche es trotzdem.

Vielleicht wäre ja Ergotherapie etwas für Dich? Den Tipp habe ich hier aus dem Forum. Wir beschäftigen uns mit Achtsamkeit, erstellen Tages- und Wochenpläne und trainieren Skills und haben Spaß. Reden sowieso. Vielleicht ist es dann Innen nicht mehr so düster. Meine ist auch Mensch und nicht perfekt. Fassade nicht nötig. Ergotherapie kann vom Psychiater verschreiben werden bis zu 40x im Jahr und es gibt kaum Wartezeit.

Viel Erfolg bei der Verlängerung der EWR und bei der Therapeutensuche!

Gartenkobold


 
 
BeitragVerfasst: 19. Mai 2021, 18:01 

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Es geht weiter...
Heute kam umfangreiche Post vom VdK.
Es sind die ganzen notwendigen Unterlagen zum Widerspruch gg. den Feststellungsbescheid.
Diese habe ich jetzt alle ausgefüllt und zusätzlich für mich als Kopie gescannt.
Morgen sende ich alles per Einschreiben retour.
Glück im Unglück - ich bin unterhalb der Grenze für nicht bedürftige (wirtschaftlich) Mitglieder.
Ergo halten sich die Zuzahlungen im Rahmen.


 
 
BeitragVerfasst: 19. Mai 2021, 19:04 

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Super! Dann ist Euer Vdk wohl gut. Drücke die Daumen!


 
 
BeitragVerfasst: 20. Mai 2021, 08:00 

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Zumindest ist der erste Eindruck sehr ansprechend.
Ich hoffe, jetzt geht es zügig weiter und vor allem zielführend.
Diese Warterei und das Nichtstun machen mich fertig.

Heute folgt das nächste wichtige Telefonat mit dem VdK. ich werde von
einer Mitarbeiterin angerufen.
Der umfangreiche Schriftverkehr geht gleich zur Post, dann hat der VdK das "Go" meinerseits.
(Vollmachten/Fragenbogen/DSGVO/Gebühren etc.)


 
 
BeitragVerfasst: 26. Mai 2021, 16:53 

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Heute kam Post vom VdK. Ich bekam einen Brief und die Kopie zum fristgerecht eröffneten Widerspruch zu meinem Feststellungsbescheid.


 
 
BeitragVerfasst: 27. Mai 2021, 11:31 

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Schlumpffine hat geschrieben:
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bitte Sie, um ein kostenfreies Auskunftsersuchen über meine Behandlungsunterlagen.
Ich berufe mich dabei auf die §§ 12-18 DSGVO – hier § 15; Satz 3-DSGVO-i.V.m. Erwägungsgrund 63 DSGVO.
Auskünfte, die nicht durch die Vorschriften der DSGVO gedeckt sind, erfolgen nach § 630(g) des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).
Die hierfür anfallenden Kosten-aufgeschlüsselt in BGB und DSGVO Anteile -teilen sie mir bitte mit.
Gemäß meinem Recht auf Auskunft/Kopie/Einsicht in meine vollständige Akte -inklusive aller Unterlagen zu Anamnese, Untersuchungen, Untersuchungsergebnissen, Befunden, Diagnosen, Therapien und ihren Wirkungen, Eingriffen und ihren Wirkungen, Einwilligungen, Aufklärungen und Arztbriefen - bitte ich Sie, mir diese umgehend zur Verfügung zu stellen.
Bitte stellen Sie mir die Unterlagen zum Ende der Behandlung/Aufenthalt zur Verfügung oder schicken mir die Unterlagen unverzüglich zu Ihren Lasten zu.
Eine Übermittlung in elektronischer Form, die den Bestimmungen der DSGVO entspricht, stimme ich zu.
Sollten Sie meiner Aufforderung nicht nachkommen, bitte ich um eine rechtlich einwandfreie Darlegung der Ablehnungsgründe.
Rechtliche Schritte behalte ich mir vor.
Für Ihre Bemühungen bedanke ich mich im Voraus.

mit freundlichen Grüßen


Mit diesem Schreiben von Schlumpffine habe ich problemlos Akteneinsicht bei meiner KK bekommen und gekostet hat es nichts! Man formuliert ein bisschen um, z.B. Gutachterliche Stellungnahme des Mdk, sozialmedizinsche Stellungnahme des Mdk anstatt von Anamnese, Therapie, Aufklärung, Entlassungsbrief usw. Verschickt habe ich das als Einwurfeinschreiben. Die Leistungsübersicht ist auch dabei, vermute ich. Es war schwer herauszufinden was genau damit gemeint ist. Aber ich habe eine Übersicht über alle über die KK abgerechneten Medikamente, Untersuchungen(z.B. MRT), Laboruntersuchungen, Arztbesuchen, Therapeuten- Sprechstundenbesuchen, OPs und Klinik-Aufenthalten. Alle Diagnosen und die Mdk-Gutachten (wo der Name des begutachten Arztes noch nicht einmal geschwärzt ist). Eben alles was bei der Kasse über mich gespeichert ist. Traut Euch eure gespeicherten Daten anzufordern,das ist schon aufschlussreich.

LG Gartenkobold


 
 
BeitragVerfasst: 31. Mai 2021, 13:17 

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Hallo,
ich sitze gerade an einem Schreiben bezüglich der Akteneinsicht beim Sozialamt (da wo der GdB beantragt wird). Bisher keine Reaktion auf mein Schreiben, deshalb habe ich das Schreiben noch einmal umformuliert und schicke es das zweite Mal per Einschreiben.
Diesmal argumentiere ich nach Sgbx § 25 Abs. 5 und 4. Das Gesetz habe ich zuvor im Internet nachgelesen. Eigentlich müsste ich Akteneinsicht erhalten.
Dann argumentiere ich noch mit § 15 DSGVO, Satz 3, Erwägungsgrund 63. Diese Verordnung habe ich ebenfalls nachgeschlagen. §630 (g) BGB finde ich nicht so passend weil schon in der "Überschrift" die Patientenakte genannt wird ("Einsichtnahme in die Patientenakte") und es sich bei einer versorgungsärztlichen Stellungnahme bzw. bei einem Sachverständigengutachten um keine Patientenakte handelt. Deshalb nehme ich diesen Absatz raus und auch die Aufschlüsselung der Kosten. Nach DSGVO, so habe ich gelesen, darf die Anfertigung der ersten Kopie nichts kosten, weitere Kopien sind kostenpflichtig. Ich bin mal gespannt ob die reagieren, denke nicht, doch Versuch macht klug!

LG Gartenkobold


 
 
BeitragVerfasst: 31. Mai 2021, 13:30 

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Hallo,
anbei noch eine Argumentationshilfe:
Steht der Verwaltungsbehörde ein Ermessen zu, ob sie Akteneinsicht gewährt?

Dies wurde früher so gesehen, als es noch kein Verwaltungsverfahrensgesetz gab und das Akteneinsichtsrecht nicht niedergeschrieben war. Der heutige Wortlaut von § 29 Abs. 1 Satz 1 VwVfG besagt aber, dass die Behörde die Einsicht „zu gestatten hat“, ihr also kein Ermessen zusteht und sie jede erforderliche Akteneinsicht gewähren muss. Dann gibt es noch den § 75 VwGO für diejenigen, die eine Behörde ärgern wollen
Ps: Danke für die Rückinfo zu meinem Schreiben
Schlumpffine

_________________
Auch der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt.
Konfuzius


 
 
BeitragVerfasst: 31. Mai 2021, 16:42 

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Danke!
§29 Abs. 1 Satz 1 VwVfG habe ich noch eingefügt. Bei § 75 VwGO - Schluck. Ärgern möchte ich die Behörde nicht, bzw. ich habe eher das Gefüh die Behörde generell schon mit der Bitte um Akteneinsicht zu ärgern. Schon der Satz "Rechtliche Schritte behalte ich mir vor." Verursacht Unwohlsein bei mir. Bisher habe ich mich nicht getraut, das da rein zu schreiben.

Na ja, ich traue mich mal...
LG Gartenkobold


 
 
BeitragVerfasst: 31. Mai 2021, 18:02 

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Hallo Gartenkobold,

ich schreibe mal als Betroffene und Mitarbeiterin einer Behörde (und Juristin). Warum greifst du nicht zum Telefonhörer oder erinnerst knapp an dein Ersuchen auf Akteneinsicht?

Aus persönlichem Erleben kann ich dir sagen, dass sich so mehr erreichen lässt. Irgendwelche Paragraphenketten, die im Zweifel der Empfänger besser versteht als der Absender, fördern eher nicht das Wohlwollen.

Und im Ergebnis geht es doch darum, dass das Sozialamt die Unterlagen hat, die es braucht, um den von dir erwarteten GdB festzustellen. Das geht besser, wenn miteinander gearbeitet wird als Gegeneinander.

Dies nur mal so als Gedanke...

Alles Gute und viel Erfolg.

Pfadi


 
 
BeitragVerfasst: 31. Mai 2021, 18:35 

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Hallo Pfadi,

Recht hast Du nur wurde der GdB bei mir schon festgestellt und ich bin auch voll zufrieden damit. Ich benötige aber den Befundbericht meiner ehemaligen Therapeutin, die nicht mehr arbeitet und ihn mir auch nicht zu Verfügung gestellt hat und auch nicht kommuniziert (sie ist in Elternzeit für ein Jahr und solange arbeitet sie nicht = antwortet nicht auf Mails= verfasst keine Berichte) um ihn bei einer anderen Behörde einreichen zu können. Ein neuer Therapeut verfasst leider keinen Befundbericht, weil er mich nicht kennt.
Deshalb hätte ich gerne Akteneinsicht bzw. eine Kopie dieses Befundberichtes. Die anderen Behörde glaubt halt auch nur einem Schriftstück. Selbst wenn der Bericht mir am Telefon vorgelesen würde (wie wollen die überprüfen, daß ich am Hörer bin und nicht irgend ein Anrufer) würde mir etwas mündliches nicht helfen - leider.

Ich denke auch § 75 VwGO könnte T. Ally oder Heiligendamm helfen. Die LTA-Maßnahme von T. Ally wird z.B. schon 19 Monate von der Drv begutachtet. Da kann man schon von Untätigkeit sprechen. Leider hilft da ein Telefonat vermutlich auch nicht, was beim Bildungsträger zählt ist der Bescheid der Drv und der fehlt!
Aber generell hast Du Recht, erst mal mit dem Sachbearbeiter reden.

LG Gartenkobold


 
 
BeitragVerfasst: 31. Mai 2021, 19:11 

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Aber ja, den letzten Satz mit den Rechtsschritten nehme ich wieder raus, Irgendwie fühlt es sich für mich nicht richtig und zu heftig an.
Ich habe schon schlimme Erfahrungen mit der Drv und GkV gemacht. Nicht ich rief bei denen an, sondern die bei mir und wollten z.B. mich dazu bewegen aus dem Krankengeldbezug (Gkv, beantragen Sie eine Rente...) auszutreten bzw. zur Absage einer Reha bewegen (Drv) und haben sehr viel Druck ausgeübt.
Da frage ich mich, warum machen die das? Wissen die nicht, was sie damit anrichten?

In der Klinik hatte ich dann "Soziales Kompetenztraining" im Bereich Grenzsetzung!! Da ging es eher darum solchen Praktiken Einhalt zu gebieten und mich (auch bei Behörden) durchzusetzen.

Allerdings bin ich mit dem Sozialamt bisher sehr zufrieden. Alles wurde schnell und unkompliziert bearbeitet. Deshalb nehme ich diesen Satz raus, erinnere mit einem Schreiben an meinen Wunsch und rufe dort an, wenn weiterhin nicht passiert.

LG Gartenkobold


 
 
BeitragVerfasst: 31. Mai 2021, 19:55 

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Hallo ,
Zitat:Aus persönlichem Erleben kann ich dir sagen, dass sich so mehr erreichen lässt. Irgendwelche Paragraphenketten, die im Zweifel der Empfänger besser versteht als der Absender, fördern eher nicht das Wohlwollen.
Das ist etwas , was ich voll unterschreiben kann.
Leider sind Behörden für Personen ,die vieleicht einen höheren Informationsstand haben ,als man selber, leider nicht empfänglich.
Persönliche Erfahrung!!!!

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Konfuzius


 
 
BeitragVerfasst: 1. Jun 2021, 07:31 

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Ich hoffe, dass mein Antrag bei der DRV nicht so katastrophal endet.
Schon jetzt, nach 6 Monaten, bin ich zermürbt und frustriert.


 
 
BeitragVerfasst: 1. Jun 2021, 09:16 

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Hallo Schlumpffine und Alle,

die Behörde hat reagiert, es hat einfach nur gedauert und sie waren so nett meinen Antrag umzudeuten: "In Auslegung Ihres Antrages bin ich davon ausgegangen, dass Sie eine Akteneinsicht nach § 25 SGB X begehren. Diese ist grundsätzlich kostenpflichtig, wir sehen aber von der Kostenerhebung ab." Bei unserem Sozialamt kann ich mich nicht beschweren und dort würde ich sogar anrufen, obwohl ich bei Anrufen (Gkv/Drv) schlechte Erfahrungen gemacht habe. Der Befundbericht meiner Therapeutin ist nicht dabei, denn erst jetzt sehe ich welche Unterlagen in die Begutachtung eingeflossen sind.
Somit liegt das Kommunikationsproblem bei meiner ehemaligen Therapeutin, wobei man bedenken sollte, dass sie vermutlich gerade hochschwanger ist und nicht arbeitet. Ich habe allerdings Anfang des Jahres bzw. 12/20 gefragt ob das Sozialamt einen Befundbericht bei ihr angefordert hat. Keine Antwort!!

Wenn sich solche Probleme auftun, dann verschafft Euch anderweitig Klarheit. Wer hat welche Unterlagen. Was weiß welches Amt über Euch und was fließt in die Begutachtung ein?
Wie läuft die Begutachtung ab usw. macht Euch selber schlau!!

Ich brauche den Befundbericht meiner Therapeutin auch nicht mehr, ich bin voll drin in der Nahtlosigkeitsregelung, mein AlG 1 wird nicht gemindert!!

Der Bescheid kam heute. Wäre es anders ausgegangen hätte ich mit dem Befundbericht meiner Therapeutin (den es ja gar nicht gibt, wie ich jetzt weiß) Einspruch gegen den Bescheid erheben können um doch noch in die Nahtlosigkeitsregelung zu kommen. Wenn man schon alles selber macht, muss man vorarbeiten. Gibt ja Fristen einzuhalten.

Vielen Dank für Eure Unterstützung!

LG Gartenkobold


 
 
BeitragVerfasst: 1. Jun 2021, 13:38 

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Pfadi hat geschrieben:
Hallo Gartenkobold,

ich schreibe mal als Betroffene und Mitarbeiterin einer Behörde (und Juristin). Warum greifst du nicht zum Telefonhörer oder erinnerst knapp an dein Ersuchen auf Akteneinsicht?

Aus persönlichem Erleben kann ich dir sagen, dass sich so mehr erreichen lässt. Irgendwelche Paragraphenketten, die im Zweifel der Empfänger besser versteht als der Absender, fördern eher nicht das Wohlwollen.

Und im Ergebnis geht es doch darum, dass das Sozialamt die Unterlagen hat, die es braucht, um den von dir erwarteten GdB festzustellen. Das geht besser, wenn miteinander gearbeitet wird als Gegeneinander.

Dies nur mal so als Gedanke...

Alles Gute und viel Erfolg.

Pfadi


Hallo Pfadi,
leider setzt Du mit Deinem Post einen absoluten Trigger bei mir. Viele, aber nicht alle,Behördenmitarbeiter halten Antragsteller für ein lästiges Übel, welches den Tagesablauf stört.
Ein gutes Beispiel hat ja Gartenkobold gerade gepostet.
Zitat"In Auslegung Ihres Antrages bin ich davon ausgegangen, dass Sie eine Akteneinsicht nach § 25 SGB X begehren. Diese ist grundsätzlich kostenpflichtig, wir sehen aber von der Kostenerhebung ab."
Eine Akteneinsicht /Auskunft ist gemäß DSGVO grundsätzlich kostenlos und man kann eine Kopie erhalten( EU-Recht).
Hier jetzt eine Diskussion mit dem zuständigen Sachbearbeiter/rin anzufangen könnte steinig werden, da ja schon das Zitat vermuten läßt, das er/sie nicht auf dem neusten Stand ist. Oder aber, er/sie möchte die Auskunft nicht geben und versucht den Antragsteller "abzuwimmeln".

Nicht immer führt ein freundliches Gespräch oder eine Erinnerung zum Ziel.
LG Schlumpffine

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Konfuzius


 
 
BeitragVerfasst: 1. Jun 2021, 14:34 

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Liebe Schlumpffine,

das entspricht auch meiner Erfahrung. Gerade sitze ich wieder über den Einspruch gegen einem Bescheid, in dem in einer Behörde alles schief gelaufen ist, was schief laufen konnte (Anspruchsdauer, Einzahlung in die richtige Altersvorsorge, einfach alles, ich raufe mir die Haare und denke, wie kann man nur, weil ich ja auch die richtigen Belege, Befreiungsbescheid aus der DRV usw. miteingereicht habe). Da kann ich nur Einspruch erheben und die ganzen Belege noch mal einreichen -> Hmpf!!

Aber in Behörden arbeiten auch nur Menschen und zumindest über das Sozialamt kann ich mich nicht beschweren. Sie sind meiner Bitte nachgekommen. Auch wenn in dem Schreiben mit dem "kostenpflichtig" ein Fehler seitens der Behörde gemacht wurde. Das Ergebnis zählt! Und als Ergebnis wurde meiner Bitte entsprochen und im Endeffekt hat es nichts gekostet. Damit bin ich zufrieden.
Ich bin sehr genau, mir fallen Unstimmigkeiten auf und ich wehre mich auch, wenn mir dadurch Nachteile entstehen, so gut ich kann.
Ansonsten lasse ich die Sache auf sich beruhen - sonst werde ich noch völlig meschugge (dann komme ich aus der Skillsanwendung gar nicht mehr raus :-)) bei den ganzen Behördenirrsinn...
Das mache ich dann nicht für die Behörde sondern für mich. Die ganzen Emotionen, die damit zusammenhängen, wenn ich anfange mit den Sacharbeitern rumdisskutieren befördern mich sonst wohin. Kann keiner brauchen, am wenigsten ich. Wie Du in Deinem persönlichen Budget-Thead sinngemäß geschrieben hast, gibt noch viel Spaß und wird noch genug kommen wofür man Nerven braucht.

LG und vielen Dank für Deine Unterstützung.

Gartenkobold


 
 
BeitragVerfasst: 1. Jun 2021, 18:53 

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Hallo in die Runde,

ich spreche bewusst niemanden direkt an und zitiere auch nicht direkt. Warum ich dies nicht tue? - ich bin reichlich erschüttert, mit welcher Pauschalkritik hier teilweise Behörden begegnet wird. Ich bin mir sicher, dass in deutschen Behörden mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sitzen, die wie wir an Depressionen oder anderen Einschränkungen leiden und die bemüht, engagiert und verständnisvoll ihrer Arbeit nachgehen, als sich so mancher vorstellen mag.

Eigentlich wollte ich das gar nicht mehr schreiben.

Nachdem ich mir die rechtlichen Aspekte der Beiträge angesehen habe, möchte ich doch Hinweise geben, die vielleicht etwas weiterhelfen:

Oben steht wiederholt, dass ihr Euch auf Art. 15 Satz 3 DSGVO beruft. Ich gehe davon aus, dass ihr nicht Satz 3 sondern Absatz 3 meint, denn dort steht etwas von "Kostenlos".

Weiterhin ist es mitnichten so, dass sich aus Art. 15 Abs. 3 DSGVO zwingend ein Anspruch auf Herausgabe von Befundberichten ergibt. Denn die DSGVO findet nach Art. 2 Abs. 1 nur Anwendung, wenn eine Speicherung in einem Dateisystem erfolgt oder erfolgen soll. Wird der Behörde also ein Befundbericht in Papierform zugeschickt und d. Sachbearbeiter/-in heftet ihn in Papierform in eine Akte, dann findet die DSGVO auf den Befundbericht keine Anwendung. Oder anders ausgedrückt: § 25 SGB X bzw. § 29 VwVfG sind weitergehender, da es auf eine Speicherung in Dateisystemen nicht ankommt.

§ 630 g BGB betrifft das Verhältnis Behandelnder / Patient, begründet also keine Ansprüche gegenüber einem Versorgungsamt o.ä.

Soweit. Ich hoffe, nun geht der Shitstorm nicht wieder los… Ich werde darauf nicht mehr antworten, denn auch ich bin depressiv.
Viel Erfolg
Pfadi


 
 
BeitragVerfasst: 1. Jun 2021, 19:00 

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Hallo Gartenkobold,
das finde ich eine gesunde Einstellung. Manchmal zählt wirklich nur das Ergebnis und über den Rest guckt man besser hinweg, wenn der nicht zu gravierend ist. Viele Kämpfer haben das so gelernt, dass man seine Kräfte besser einteilt und guckt, wann sich weiterer Kampf nicht mehr lohnt.
Mit meinem Sozialamt bin ich auch ganz zufrieden.
Gruß Gertrud


 
 
BeitragVerfasst: 1. Jun 2021, 19:02 

Registriert: 30. Jun 2014, 18:09
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Hallo Pfadi,
du hast natürlich auch recht, was die Behördenmitarbeiter angeht. Und viele sind ja auch sehr bemüht.
Zum Rechtlichen, dass du ausführst, kann ich nix sagen, kenne mich damit nicht aus.
Nen Shitstorm wirst du hier eher nicht erwarten denk ich, nur einige sehr kämpferische Leute.
Gruß Gertrud


 
 
BeitragVerfasst: 2. Jun 2021, 10:50 

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Hallo Pfadi,

Danke für den Hinweis! Ja es muss Absatz 3 heißen bei §15 DSGVO. Ich habe auch noch den Erwägungsgrund 63 nachgeschlagen "Eine betroffe Person sollte ein Auskunftsrecht hinsichtlich der sie betreffenden personenbezogenen Daten, die erhoben worden sind besitzen und dieses Recht problemlos und in angemessenen Abständen wahrnehmen können. Dies schließt das Recht betroffener Personen auf Auskunft über ihre eigenen gesundheitsbezogenen Daten ein". Ich habe nun alle drei von genannten Paragraphen im Schreiben drin.
Und Du hast Recht, ich habe keine Ausbildung im juristischen Bereich, lese mir das so an und ja alle Paragraphen sagen dem Empfänger mehr als mir.
Den GdB habe ich über den Vdk beantragt. Durch die Akteneinsicht weiß ich nun, dass nicht an allen von mir genannten Stellen Befundberichte angefordert wurden und drei Diagnosen dadurch gar nicht bei der Begutachtetung berücksichtigt wurden.
Ich bin trotzdem zufrieden mit dem Ergebnis und werde es so lassen.
In 5 Jahren wenn ich einen erneuten Antrag auf Festellung der Behinderung stelle, werde ich die Befundberichte selber einholen, darauf achten dass sie aktuell sind und meine Einschränkungen im Alltag beschrieben.
So wie es hier im Thead empfohlen wird.
Beim ersten Mal ging es nicht, ich war in einer Akutklinik.
Durch die Akteneinsicht lerne ich, wie es in 5 Jahren zu machen wäre.
Ich kümmere mich jetzt darum, wer weiß ob ich in 5 Jahren da noch dran denke und die Zeit habe.

LG Gartenkobold


 
 
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