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 Betreff des Beitrags: Zwickmühle Depressive Episode
BeitragVerfasst: 1. Jun 2021, 11:44 

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Hallo,

ich bin gerade in einem ordentlichen Tief und das zu einem der ungünstigsten Zeitpunkte. Gut, wann ist schon ein richtiger Zeitpunkt für sowas :-(

Ich leide seit 7 Jahren diagnostiziert an Angstzustände und Depressionen. Habe mich ins Leben zurück gekämpft und in diesen letzten 7 Jahren habe ich eine ordentliche Strecke mit Klinik, Tagesklinik, Reha, Verhaltenstherapien Leistung zur Teilhabe am Arbeitleben, Umzug... zurückgelegt. Dennoch mache ich gerade die Erfahrung das Corona, Umschulung auf den letzten Metern, schwerer Erkrankung von 2 meinen Liebsten mich zu Boden reißt. Meine Fachärztin für Psychiatrie ist noch im Urlaub, meine Schule macht extrem Druck, aber aktuell ist am schlimmsten, das ich um das Leben meiner 2 engsten nähsten Liebsten bangen muss. Ich schaffe gerade nichts und aufgrund der Pflege schaffe ich das Haus nicht zu verlassen. Ich habe Angst was kommt... privat wie beruflich.. finanziel wie Emotional. Ich fühle mich allein und dieses Hoffen und bangen schnürt mir die Kehle zu, lässt mich nicht schlafen oder essen. Auch konzentrieren gelingt mir nicht weil ich im stillen nur weinen möchte.Ich habe Angst in Hartz 4 zu rutschen, da Ende des Monats die Unschukubg fertig ist.. die schriftliche habe ich geschafft, aber wirklich mit Druck selbstzweifel und energiedrinks... mir hat die Unterstützung gefehlt die ich beim psychologischen Dienst in der Schule klar geäußert habe.
Ja ich bin grad total im Loch, aber kann erst richtig Selbstfürsorge betreiben, wenn es Antworten zu meinen Liebsten gibt. Meine Antidepressiva Medikamente helfen aktuell gefühlt garnicht und ich habe keine Ahnung wie ich von zuhause aus mir helfen lassen kann. Genau deswegen dachte ich mir, ich schreibe mal hier rein. Vielleicht habt ihr Techniken, Whats app Gruppen seriös, Ratschläge was ich tun kann. Ich verliere mich immer mehr,muss aber funktionieren, da ich alleine mit der Pflege beschäftigt bin und auch nicht loslassen kann oder es mit mir vereinbaren könnte wenn es hart auf hart kommen sollte. Super Gau und höllentrip in einem . Ach es ist Verzwickt. Es ist auch so das ich besser eher nur schreiben kann denn ich habe bisher keine guten Erfahrungen mit der Telefonseelsorge gemacht, was vielleicht nur ein Einzelfall war. Wenn jemand eine Idee, einen Rat oder aufbauende Worte für mich hat, bin ich sehr dankbar dafür.



Bleibt gesund und alles Liebe

eure El Ocin


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Zwickmühle Depressive Episode
BeitragVerfasst: 1. Jun 2021, 12:51 

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Hallo El Ocin,
ich denke, dass wenn man sich um 2 Schwerkranke kümmern muss, man nicht unbedingt prüfungstauglich sein muss. Der Mensch ist leider nur begrenzt belastbar, auch ohne eigene Krankheit.
Wäre eine befristete Krankschreibung eine Lösung? Gibt es die Möglichkeit, viel viel des Kümmerns um die Liebsten abzugeben? Oder ist es so, dass die beiden nicht mehr lange leben und ihr eh in Ruhe Abschied nehmen sollt?
Je nachdem, wären dann mögliche Antworten.
Gruß Gertrud


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Zwickmühle Depressive Episode
BeitragVerfasst: 1. Jun 2021, 13:02 

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Vielen lieben Dank für Deine Antwort. Eine Krankschreibung ist nur bedingt möglich, da die Schule wegen der Vorbereitung auf die mündliche Prüfung dies nicht akzeptiert. Zu meinen beiden liebsten ist es so, das verschiedenen Tests und Antworten noch ausstehen, es wird jedoch gewiss ein Pflegefall daraus resultieren.. alles nicht so einfach weil alles. doch so Plötzlich kam.
Ich bin einfach verzweifelt.


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Zwickmühle Depressive Episode
BeitragVerfasst: 1. Jun 2021, 13:29 

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Das ist für mich nicht nachvollziehbar, wie die Schule reagiert. Sicher wollen sie, dass man die Prüfung macht. Nur ist es für mich rätselhaft, wie jemand unter solchen Belastungen noch funktionieren soll. Scheinbar wissen sie es nicht besser. Es geht ja nicht um blau machen oder um einen simplen Schnupfen.

Ich würde direkt in der Schule sagen, um was es gerade eigentlich geht und auch deinen Arzt fragen, was er davon hält.
Wärst du momentan mit Corona krank oder hättest beide Beine gebrochen, müsste eine Krankmeldung auch akzeptiert werden.


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Zwickmühle Depressive Episode
BeitragVerfasst: 1. Jun 2021, 14:23 

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Meine Schule sagt ich müsste dann die Prüfungen wiederholen und würde natürlich so lange ich in die Warteschleife kommen bis neue Plätze bzw. Nachprüfungen sind. Das Problem daran ich rutsche in Hartz 4 weil natürlich die DRV weiteres Übergangsgeld nicht bezahlt. Es ist wirklich ein absolut unglücklicher Zeitpunkt und harte Situation... habe mir immer diese Umschulung gewünscht, denn in meinen alten Job kann ich nicht zurück. War die ganze Zeit stark und habe auf mich geachtet. Bis die letzten 7 Monate.. darin waren Corona, Homeschooling, Klausuren Vollzeit Praktikum Zwischenprüfung, schriftliche AbschlussprüfungVorbereitung Mündliche.... und dann das Leben.. diese Schicksalsschläge.... ich erkläre meinen IST Zustand und meine Sorgen seit 6 Monaten regelmäßig und nu das Private... ich habe große Ängste... zukunftsangst verlustangst.... ich habe einfach keine Lösung ausserzwischen Pest und Cholera gerade Leben zu müssen. :-(


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Zwickmühle Depressive Episode
BeitragVerfasst: 1. Jun 2021, 20:21 

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Das ist schon richtig, dass die Prüfungen immer nur zu festgelegten Zeiten stattfinden und nicht immerzu. Was wäre denn an einer Warteschleife das schlimmste? Wenn es nur das Hartz 4 ist, obwohl man damit auskommen würde, wäre es sicher nicht das größte Drama der Welt, wenn man weiß, es geht grad nicht anders und man bekommt nix anderes und weiß wieso.

Das Gefühl zwischen Pest und Cholera zu wählen, kennen hier viele sehr gut. Das ist blöd, weil es eigentlich keine gute Wahl sein kann.

Bei mir früher in der Umschulung war eine Frau, die kam im 2. Jahr zu uns in die Gruppe, die hatte vorher eine längere Krankheit und musste das behandeln lassen. Das war kein Drama.

Was ja auch wichtig ist, ist das Ergebnis der Umschulung also Noten. Und damit sollte man nicht alles weitere noch schwerer machen.
Aber letztendlich kann ja hier aus der Ferne keiner sagen, ob du es nicht vielleicht doch schaffen kannst, oder dir zu viele Sorgen machst. Bitte nicht falsch verstehen.

Hast du einen Arzt, den du um Rat fragen kannst? Sonst noch Leute im realen Leben?
Die kennen dich vielleicht auch besser, und können aufgrund der Kürze der Zeit bis zur Prüfung deine Situation etwas besser einschätzen.

Gruß Gertrud


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Zwickmühle Depressive Episode
BeitragVerfasst: 1. Jun 2021, 21:42 

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Lieben Dank.

Meine Ärztin ist grad im Urlaub und. bis auf. meine Ansprechpartner in der Schule sprich psychologischer Dienst... Umschulubgsberaterin ist aktuell niemand mehr da.. genau das macht mich ja fertig, das meine Personen des Vertrauens mich akut brauchen wegen der Pflege. Meine Angst sind einfach wenn ich die Pflege anteilig ruhen lassen, das was passiert was ivh seelisch nicht vereinbaren kann. Dazu kommt mir fehlt aufgrund der akuten Situation einfach volle Konzebtration und schlaf. Einen Marathon befinne ich nicht zu laufrn wenn ich weiss ich komme niemals an oder weit. Ich bin einfach so verängstigt und voller Sorge wegen meinen liebsten, das ich irgendwie es nivht schaffe mivh auf mein Leben und meine Ziele zu fokusieren. Denn wenn der supergau eintritt würde ich vorerst garnicht mehr klar kommen. Ich bin einfach sehr.empathisch emotional und gerade funktioniere ich nur. Diese aktuell schwebende Situation zermürbt und mein gedachtes Netzwerk ist gerade nicht erreichbar oder eher ich war nivht gut aufgestellt um durch diese Situation zu kommen. Es ist wirklich verrückt wie unwichtig vieles wird wenn man mit der Endlichkeit zutun hat. An mor hängen gerade zuviele Gewichte, zuviel Gepäck trage ich rum. Wenn och etwas ablegen könnte oder jemand mir tragen helfen würde oder für Erleichterung sorgen könnte, könnte ich ein paar Schritte leicher voran gehen. Ich werde morgen hoffrn.. meine Umschulungsberaterin telefonisch zu erwischen was ich für optionen habe. Das Hartz 4 Thema macht mir einfach sorgen, da ich Revhnungen zu zahlen habe und das einfach nichts ausreicht... aber ja meine Gesundheit sollte mir allea wert sein, aber leider sehe ich es aktuell nicht, wichtig sind. mir meine erkrankten liebsten. Diese Berg und Talfahrt... ist soo Kräfte zehrend... Danke Gertrud auf Jedenfall für Deine Hilfe... Ich hoffe ich habe die Kraft alles durchzustehen


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Zwickmühle Depressive Episode
BeitragVerfasst: 2. Jun 2021, 18:38 

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Hallo El Ocin,

wenn ich Dich richtig verstehe, hast Du einen Teil der Prüfungen bereits geschrieben und nur noch die mündliche fehlt.
Wenn dem so ist, mußt Du nach meinem Wissen bei einer Krankschreibung nicht alle Prüfungen wiederholen sondern nur die mündliche in einem 1/2 Jahr (bei uns wird halbjährlich geprüft) nachholen.
Es gibt manchmal Betriebe, die einen auch für diese Zwischenzeit einstellen und nach bestandener Prüfung einen auch behalten (Eventuell erhält man das Wunschgehalt erst nach der Prüfung, aber mehr als Hartz IV sollte es vorher auf jeden Fall sein.).
Ist das eine Möglichkeit für Dich?
Wie sieht es bei Deinen Praktikumsbetrieben aus?

Haben Deine Liebsten einen Pflegegrad?
Dann kannst Du eventuell einen Teil der Pflege an einen Pflegedienst abgeben und Dich entlasten?
Falls nicht, kann der Arzt Deiner Liebsten ansonsten eventuell eine Haushaltshilfe, ... verschreiben, damit Du ansonsten in dem Bereich entlastet werden kannst?

Und wie sieht es mit Deinem Umfeld aus?
Kann Dich eventuell jemand bei den Anträgen oder sonst wie unterstützen?
Oft möchten Menschen unterstützen, wissen aber nicht wie.
Dann ist eine konkrete Bitte (z.B. einen Großeinkauf nach Vorgabe machen, Ein Mittagessen kochen, ...) für alle entlastend.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die kommende Zeit!

Alles Gute,
Suchende


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Zwickmühle Depressive Episode
BeitragVerfasst: 10. Aug 2021, 23:08 

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Hallo el ocin,

ich kann mich Suchender nur anschließen....
Es ist gerade wichtig, Dich zu entlasten und möglichst Hilfe zu finden...
Hier kann ich zum Beispiel empfehlen zu schauen, ob es eine "Fachstelle für pflegende Angehörige" in der Nähe gibt?
Dort können Dir genauere Wege aufgezeigt werden, was Du eventuell tun und in Anspruch nehmen kannst, um deine Lieben zu unterstützen.

Auf Anträge bezogen gibt es häufig Hilfe bei den Wohlfahrtsverbänden (heißt oft soziale Beratung) und vielleicht kannst Du dort erstmal etwas Unterstützung erhalten?

Alles Liebe für diese anstrengende Zeit


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Zwickmühle Depressive Episode
BeitragVerfasst: 10. Aug 2021, 23:08 

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 Betreff des Beitrags: Re: Zwickmühle Depressive Episode
BeitragVerfasst: 10. Aug 2021, 23:08 

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 Betreff des Beitrags: Re: Zwickmühle Depressive Episode
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 Betreff des Beitrags: Re: Zwickmühle Depressive Episode
BeitragVerfasst: 10. Aug 2021, 23:08 

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BeitragVerfasst: 10. Aug 2021, 23:08 

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 Betreff des Beitrags: Re: Zwickmühle Depressive Episode
BeitragVerfasst: 30. Aug 2021, 18:07 

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Hallo El Ocin,

beim Lesen deines Threads kam mir vieles bekannt vor. Vor allem diese "Zwickmühle", und dass, wenn es einem schon schlecht geht, sich daraus zusätzlich neue Probleme ergeben, eine Spirale, die es immer schwieriger macht, da raus zu kommen.

Wie ist es denn bei dir weitergegangen? Mich nimmt beim Lesen auch mit, wie es (Stand Juni) um deine Liebsten stand. Ich wünsche euch sehr, dass sich die Situation den Umständen entsprechend so "gut" wie möglich entwickelt hat.

Ist das nicht fürchterlich, ist da nicht irgendwas am System falsch? Mir begegnet das auch immer wieder: Sobald man wirklich hilfsbedürftig ist und nicht mehr nach "Schema F" funktioniert, steht man in dieser Gesellschaft schnell allein da, und alles bricht über einem zusammen. Für 1 Problem, das man löst, kommen noch am selben Tag 3 neue. Und gerade bei Ämtern, Krankenkassen und was sonst noch zu unserem System gehört, fühlt sich dann niemand zuständig: Man passt mit seinem Lebenslauf, mit seinen akuten Problemen in keine Schublade oder auf kein Formular, dafür ist nichts vorgesehen und bei den Sachbearbeitern erntet man dann immer nur ein schulterzuckendes: "Ja, hm, so einen Fall hatten wir bisher auch noch nicht... Fragen Sie mal bei XY", und das geht wie ein Rattenschwanz weiter, man telefoniert sich dumm und dämlich, rennt von einem Amt zum nächsten, obwohl man akut arbeitsunfähig ist, und wird teilweise richtig schroff und herablassend abgekanzelt, was einem denn wohl einfalle, krank zu sein.

Das ist Deutschland im 21. Jahrhundert, wenn es um Depressionen geht. Noch immer.
Wenn man eh schon nicht mehr kann, wird man zusätzlich bestraft. Die Lorbeeren und Förderungen bekommen hingegen diejenigen, die eh schon auf der Welle des Erfolges schwimmen. Und das finden alle ganz normal. Und die Schere klafft dann immer weiter auseinander. Wie soll man dabei denn gesund werden.

Zum Glück gibt es bei manchen Schulen und Universitäten (manchmal!) auch sehr kulante und verständnisvolle Menschen, die am entsprechenden Hebel sitzen. Ist aber leider die Ausnahme.

_________________
Früher hätte ich es nie für möglich gehalten, wieviel Lethargie und wieviel Drama gleichzeitig stattfinden kann. Mein Gott, was waren wir jung!


 
 
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