Notfallnummern
 

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BeitragVerfasst: 4. Jul 2021, 16:43 

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Hallo
Ich bin seit 4 Monaten aufgrund einer mittelschweren Depression krankgeschrieben. Ich nehme derzeit auch anti depressive ein. Leider habe ich immer noch keinen Psychologen gefunden. Durch einen Notfall Code hatte ich bereits einen Termin, aber daraus ist von ihrer Seite leider nicht mehr geworden. Mittlerweile fühle ich mich etwas besser. Aber das kann sich leider von Tag zu Tag wieder ändern. Ich wollte ab morgen eine Wiedereingliederung beginnen. Erstmal ist der Zeitraum von 4 Wochen angesetzt. Seit ein paar Tagen geht es mir leider wieder schlechter. Und ich habe Angst die Wiedereingliederung doch noch nicht durchzuhalten. Was soll ich tun wenn ich es doch nicht schaffe? Kann man eine Wiedereingliederung unterbrechen oder auch direkt zu Beginn wieder abbrechen?

Brauche dringend euren Rat


 
 
BeitragVerfasst: 4. Jul 2021, 17:31 

Registriert: 15. Dez 2019, 11:05
Beiträge: 407
 
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Hallo Sunny,

man kann eine Wiedereingliederung unterbrechen bzw. wenn es gar nicht geht, auch abbrechen,
Du erhältst ja während der Wiedereingliederung weiterhin Krankengeld.
Es muss nicht bei dem Zeitraum von 4 Wochen bleiben, man kann das auch verlängern.
Wichtig wäre es meiner Ansicht nach, mit dem Arbeitgeber im Gespräch zu bleiben, zu sagen, wenn es dir zu viel wird.
Es gibt auch die Möglichkeit, mit ganz wenigen Stunden zu beginnen und dann langsam zu steigern.
Mit all dem muss der Arbeitgeber einverstanden sein, aber in den meisten Fällen lässt sich da wohl eine gute Lösung für beide Seiten finden.

LG, Meridian


 
 
BeitragVerfasst: 4. Jul 2021, 20:17 

Registriert: 25. Mär 2021, 18:24
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Offen mit dem Arbeitgeber über das Thema Depression bzw Psychische Erkrankungen zu reden ist leider generell nicht immer so einfach. Ich möchte ja auch keine "Extrawurst". Ich habe nur Angst eventuell ärger mit der Krankenkasse zu bekommen wenn ich die Wiedereingliederung abbrechen sollte. Wie funktioniert denn so eine Unterbrechung? Bedeutet das falls es mir mal gar nicht gut geht das ich dann eher gehen kann oder mal einen Tag Zuhause bleibe? Brauche ich dafür dann eine erneute Bescheinigung vom Arzt? Weil krankgeschrieben bin ich ja während der Wiedereingliederung sowieso schon


 
 
BeitragVerfasst: 4. Jul 2021, 21:36 

Registriert: 7. Mai 2021, 18:05
Beiträge: 19
 
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Ich denke, du machst Dir da zu viele Gedanken!
Während der Wiedereingliederung bist du für den AG eine "kostenlose" Arbeitskraft..... da sollten doch die Ansprüche an deine Leistungsfähigkeit dem entsprechend leicht verhandelbar sein.
Wenn Dein Arbeitgeber dennoch in aller Konsequenz 100% Leistung erwartet, wäre m.M. zu überlegen, ob der Arbeitgeber wirklich der richtige ist....

Die Krankenkasse möchte Dich wieder als zahlendes Mitglied sehen und daher Deine Wiedereingliederungsversuche unterstützen - selbst wenn diese erfolglos sein sollten.

Lg Patex


 
 
BeitragVerfasst: 6. Jul 2021, 07:17 

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Hallo,
Du solltest mit deinem Arzt reden, wenn du die Wiedereingliederung noch nicht schaffst .Du bist ja noch krank geschrieben in der Wiedereingliederung. Ich glaube schon, dass man mal 1,2 Tage fehlen kann, aber das würde dir ja nicht wirklich helfen.
Ich habe im Januar eine 4 wöchige Wiedereingliederung gemacht und im Nachhinein würde ich sagen, das war viel zu schnell . Lieber sehr langsam angehen. Man kann auch mit 2 Stunden täglich starten.
Sprich mit deinem Arzt. Alles gute für dich
Liebe Grüße Mongolin


 
 
BeitragVerfasst: 30. Jul 2021, 09:46 

Registriert: 17. Mai 2015, 21:45
Beiträge: 388
 
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Hi Sunny,

Ich habe die Wiedereingliederung zunächst unterbrochen, weil ich es nicht durchgehalten habe, um sie dann zu verändern (Einstig mit niedrigerer Stundenzahl pro Arbeitstag und längere Phasen mit den Stufen 2 Stunden, 3 Stunden usw.), und dann ganz abzubrechen.

Alles in enger Kommunikation mit meinem Arzt, dem Arbeitgeber und der Krankenkasse. Das hat zwar Kraft und vor allem Überwindung gekostet, geschah aber ohne die von mir befürchteten Probleme und Schwierigkeiten.

Die Wiedereingliederung ist nicht nur ein langsames Herantasten an den Berufsalltag, sondern auch ein Test, der der Krankenkasse zeigt, wie weit Du bist.

Ich kann Dich nur ermutigen, diese Testphase anzunehmen und offen und ehrlich mit den Beteiligten zu reden. Und wenn es nicht geht, abzubrechen, und ggfs zu einem späteren Zeitpunkt eine neue Wiedereingliederung zu versuchen.

Für Dich wäre ein "sich Durchbeissen", ein "Augen zu und durch" das Falscheste, was Du tun könntest, denn mittel- und langfristig wird es Dir gesundheitlich möglicherweise schaden, auch wenn es kurzfristig als besser erscheinen mag (weil Du dann, nach aussen hin, "funktionierst").

Ich wünsche Dir eine für Dich gute Entscheidung, alles Liebe und Gute sowie viel Erfolg auf Deinem (!!) Weg. Strohi


 
 
BeitragVerfasst: 21. Nov 2021, 12:28 

Registriert: 19. Nov 2021, 11:50
Beiträge: 1
 
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Editiert von der Moderation,
hatten wir ja schon ganz oft....: Diskussionsforum für Betroffene, kein Datenpool für Studien...
Beste Grüße
Die Moderation


 
 
BeitragVerfasst: 21. Nov 2021, 14:43 

Registriert: 3. Mai 2020, 17:29
Beiträge: 168
 
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Hallo,
je nachdem wie der Arbeitgener "tickt" und den Grundgedanken des BEM verinnerlicht hat, kann es sinnvoll sein, sich zu offenbaren.
Fakt ist: Deine Psychischen Leiden werden nicht verschwinden und OHNE Therapie wird der Leidensdruck nicht sinken. D.H macht eine Wiedereingliederung OHNE Therapieansatz in meinen Augen keinen Sinn.
Ja, man kann eine Wiedereingliederung unterbrechen, da aber die"eigentliche"
Ursache Deines Leidendruckes noch nicht festgestellt wurden, solte man ggf. andere Prioritäten setzen
Gruß
Kerstin

_________________
Auch der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt.
Konfuzius


 
 
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