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 Betreff des Beitrags: Lohnfortzahlung
BeitragVerfasst: 11. Sep 2021, 15:10 

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Ich war vom 15.06.2020 - 31.03.2021 im Krankengeldbezug.
Habe ab dem 01.4.2021 wieder Gehalt bezogen und bin ab 13.09.2021 wieder wegen der gleichen Diagnose krankgeschrieben und werde es wahrscheinlich auch sehr lange bleiben.
Meine Fragen:
Falle ich direkt zurück in den Krankengeldbezug oder muss mein AG zunächst die 6 Lohnfortzahlung leisten.
Für den Fall, dass er zahlen muss wie verhält es sich mit der Länge des Krankengeldbezuges?
Es heißt ja 78 Wochen (-6 Wochen Lohnfortzahlung AG). Ich habe noch etwa 30 Wochen übrig. Würde sich der Zeitraum dann auf 24 Wochen verkürzen?
Ich habe einiges dazu gelesen, werde aber nicht schlau daraus. Vielleicht war ja schon jemand von euch in dieser Situation und kann mir eine Antwort geben.
Vielen Dank!
In meiner ersten Erkrankungszeit ist viel schief gelaufen. Unsere Gehaltsabrechnungen macht leider nicht mehr die Firma selbst, sondern der Konzern und die Zentrale hat ihren Sitz weit weg, schwer zu erreichen und in ihren Aussagen nicht zuverlässig. Leider.
Schönes Wochenende an Alle.


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Lohnfortzahlung
BeitragVerfasst: 11. Sep 2021, 16:34 

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Hallo SonneundDunkelheit,

bei mir war es ähnlich: Arbeit- 6 Wochen Lohnfortzahlung im Krankeitsfall - Krankengeld- Arbeit - 6 Wochen Lohnfortzahlung im Krankheitsfall- Krankengeld bis zur Aussteuerung. Es wurden 2x 6 Wochen von der 78 Wochen abgezogen. Da ich mir selber nicht sicher war - vor Auslaufen des Krankengeldes erhält man einen Bescheid von der KK - ob das so rechtens ist mit den 12 Wochen Krankengeld weniger, habe ich mich von der unabhängigen Patientenberatung Deutschland dazu beraten lassen und es ist rechtens so. Die Gesetzesgrundlage wurde mitgeschickt und ich habe es noch mal nachvollzogen und dann keinen Einspruch gegen den Bescheid erhoben, da er ja ok war. Der Vdk war mit meinen Fragen zu der Sache leider überfordert... Du kannst dort ja trotzdem mal fragen, hoffentlich ist die Beratung in Deiner Stadt besser.

LG Gartenkobold


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Lohnfortzahlung
BeitragVerfasst: 11. Sep 2021, 17:50 

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Hallo Gartenkobold,
Danke für deine Antwort. Ich rechne zunächst mit max 78 Wochen Krankengeldbezug. Habe mir schon gedacht, dass es eine Anrechnung gibt,wenn der AG ein zweites mal Lohnfortzahlung zahlt.
Kannst du mir sagen, unter welchen Bedingungen der AG noch einmal zahlen muss bzw. wann sofort Krankengeldbezug eintritt?
Bei Lohnfortzahlung bliebe ja länger mehr Geld und einiges an Sonderzahlungen (Jobticket u.ä.) übrig.
Mein AG steht mir prinzipiell positiv gegenüber egal wie lange ich jetzt noch einmal ausfalle. Ich habe einen Antrag auf EMR gestellt, wobei mein Ziel eine halbe Rente ist. Leider im ersten Anlauf abgelehnt, Widerspruchsverfahren wurde vor 14 Tagen durch eine Anwältin eröffnet und wir warten gerade auf die Verfahrensakte. Außerdem habe ich die Zusage für einen stationären Therapieplatz, aber leider erst in ca. 4 Monaten (wenn die Springeroption nicht greift).
Ich brauche sozusagen eine Behörde im Hintergrund, die mich bis zur Entscheidung des Widerspruchsverfahren und dem Klinikaufenthalt trägt. Da geht es für mich weniger um die Höhe der Zahlung, sondern eher die Krankenversicherung.
Ich bin mir nicht sicher, aber von dem was ich bisher über dich in deinen Beiträgen herausgelesen habe, könnten wir aus der selben Stadt kommen.... wäre dann derselbe VdK.
LG


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Lohnfortzahlung
BeitragVerfasst: 11. Sep 2021, 18:50 

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Hallo SonneundDunkelheit,

das kann ich Dir leider nicht beantworten. Bei mir waren ein zwei verschiedene Arbeitgeber und beide haben Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gezahlt, bis dann nach 6 Wochen das Krankengeld folgte. Es gibt ja auch noch andere Sozialverbände hier, da kann ich leider keine Erfahrungen zu berichten.

Hoffentlich bringt Dir der Klinikaufenthalt etwas. Hast Du mal über die Tagesklinik der Psychiatrie hier nachgedacht? Die, die hauptsächlich mit Schmatherapie arbeitet und wo der Leiter der Tagesklinik (ist auch OA in der Psychiatrie hier) am Ausbildungsintitut für Schematherapie (das einzige im Bundesland) mitwirkt? Wenn wir aus der gleichen Stadt kommen... Ich habe viel Gutes gehört, konnte mich aber dann doch nicht überwinden. Dort ist die Wartezeit nicht solange. Bei mir wären es 6-8 Wochen gewesen. Vielleicht bekommst Du ja dort einen Platz?

Viel Erfolg für die EMR!

LG Gartenkobold


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Lohnfortzahlung
BeitragVerfasst: 11. Sep 2021, 19:06 

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Danke für deine Antwort Gartenkobold.
Für mich kommen Tagesklinik oder Klinik hier nicht infrage. Gäbe ja auch eine recht gute weitere Klinik unweit einer Brücke.
Arbeite selbst mit psychisch Kranken und habe natürlich auch berufliche Kontakte zu entsprechenden Einrichtungen. Deshalb lasse ich mich in einem anderen Bundesland behandeln. Die Klinik soll gut sein (hat mir meine Therapeutin empfohlen). Nur leider wartet man entsprechend länger wenn man aus einem anderen Bundesland kommt.
LG


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Lohnfortzahlung
BeitragVerfasst: 12. Sep 2021, 09:03 

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@SonneundDunkelheit:
Ich bin mir gerade nicht 100%tig sicher. Meine aber dass es so war dass du jetzt direkt ins KG fallen wirst. Meine dass man mind. 6 Monate gearbeitet haben muss, damit der der AG die 6 Wochen bezahlen muss bevor das KG wieder greift. Dazu fehlen dir jetzt ca.3 Wochen.
Frag doch einfach bei deiner Krankenkasse nach. Die werden es dir genau sagen können und sind zur wahrheitsgemäß Aussage verpflichtet.
Bei den 78 Wochen verhält es sich so, dass schon die ersten 6 Wochen, die noch der AG zahlt in den Anspruch eingerechnet werden. Also man bekommt 6 Wochen Lohnfortzahlung und dann 72 Wochen max Krankengeld.
Selbst wenn du jetzt Lohnfortzahlung bekommen solltest, würde ich davon ausgehen, dass das angerechnet wird.

LG, Monchen


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Lohnfortzahlung
BeitragVerfasst: 12. Sep 2021, 09:41 

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Danke für deine Antwort Monchen.
So wie du, habe ich es auch gedacht. Die drei Wochen sind ärgerlich, aber ich hätte sie nicht mehr durchgestanden bzw. mir mehr geschadet als genützt.

Dann gibt es aber noch die Aussage, dass der AG zur Lohnfortzahlung verpflichtet ist, wenn er innerhalb der letzten 12 Monate nicht gezahlt hat und diese würde greifen.

Ich warte mal ab was jetzt passiert. Der Krankenschein ist an AG und KK eingereicht. Jetzt müssen diese ihre Hausaufgaben erledigen.
LG heute eher von der Dunkelheit, obwohl draußen die Sonne versucht durchzuscheinen.


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Lohnfortzahlung
BeitragVerfasst: 12. Sep 2021, 09:45 

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@SonneundDunkelheit: ist ja witzig, Wir kommen aus der selben Stadt... Ich habe zwischen den beiden AU 5 Monate und 2 Wochen gearbeitet, also weniger als 6 Monate. Den Bescheid der KK, auf dem die Zeiten der Berechnung des KG angegeben waren, habe ich eingescannt und an die UPD geschickt. Der Text, die Gesetze und das Telefonat mit der UPD dazu schienen mir schlüssig, deshalb habe ich es dann so gelassen und keinen Einspruch gegen den Bescheid erhoben.

Mit der KK konnte ich nicht reden, da am Telefon massiv Druck aufgebaut wurde und auch die Unwahrheit behauptet wurde. Ich hatte dann Akteneinsicht (Mdk und KK) und habe meine Mdk-Gutachten gelesen und am Telefon und sogar schriftlich wurden andere Dinge behauptet, die so seitens der KK nie hätten behauptet werden dürfen.

Man kann bei der KK fragen...100% darauf vertrauen würde ich bei meinen Erfahrungen nicht mehr.

Um ganz genau informiert zu sein und evtl. auch etwas gegen den Bescheid (Berechnung der Fristen des KG) tun zu können, hätte ich mir einen Anwalt nehmen müssen. Das war es mir dann nicht wert. Ich mein bin halt auch krank und so etwas zerrt an den Nerven. Doch ich habe darauf geachtet eine Rechtsschutzversucherung abzuschließen, die auch RS in vorgerichtlichen Fragen im Sozialrecht gewährt. Da gibt es Unterschiede. In Zukunft kann ich mir, bei solchen Fragen einen Anwalt nehmen.
Wobei man beachten sollte, das eine RS-Versicherung bei zwei Schadensfällen im Jahr berechtigt ist dem Kunden zu kündigen und das in der Regel auch tut.
Ich versuche mir die RS-Versicherung für die größeren Probleme aufzuheben und habe dann damit gelebt so wie es war.

LG Gartenkobold


 
 
 Betreff des Beitrags: Re: Lohnfortzahlung
BeitragVerfasst: 12. Sep 2021, 11:28 

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Hallo Gartenkobold,
bei dir scheint eine Menge schiefgelaufen zu sein was ich so verfolgt hab. Da war ich immer sehr froh wie reibungslos ich bisher durch Ämter und anderes gekommen bin. Meine KK ist bislang sehr kooperativ und nicht nervig o.ä. aufgetreten. Zum Glück.
Die KK würde ja sparen, wenn mein AG jetzt noch mal zahlen müsste. Insofern sollte ich mit einer wahrheitsgemäßen Antwort rechnen können.
Für mich stehen jetzt die 78 Wochen seit Erkrankungsbeginn inklusive aller Zahlungen AG und KK im Raum. Das sind jetzt noch etwa 7 Monate. Ob die Rente bis dahin entschieden hat, bleibt abzuwarten. Klinik sollte geschafft sein.
Liebe Grüße an Alle


 
 
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