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 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 23. Apr 2002, 22:35 

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Hallo Caroline und Ihr andern,

komme gerade aus dem Kino und habe da echt versucht mich auf den Film zu konzentrieren. Ice Age. Eigentlich ja lustig. Aber mehr als ein müdes Lächeln war nicht drin. Wenigstens was? Muß gestehen, daß ich gleich zum PC bin, um zu schauen. Caroline ich danke Dir, daß Du Dir so viele Gedanken machst. Meine Freundin, mit der ich im Kino war, sagt jetzt immer ganz hart zu mír: Tina es hilft nichts, wenn Du immer drüber redest. Lerne endlich wieder zu leben. Ich merke, daß ich sie langsam verliere, weil ich nicht mehr in der Lage bin, mich für sie und ihre Belange zu interessieren. Sie hat ja Recht, wenn sie sagt: Tina. Ich weiß nicht mehr, was ich sagen soll. Berichte ich von Dingen, die schön für mich waren,tut es dir weh und berichte ich von Dingen und Menschen, die auch Sorgen haben und denen es vielleicht schlechter geht, fühlst du dich auch schlecht. Und glaubt mir: mich quält das auch so sehr. Ich fange oft an zu zweifeln, ob ich wirklich ein guter Mensch war. Ob ich wirklich mitfühlen konnte: mich mit anderen freuen und auch mit anderen leiden konnte. Im Moment fühle ich einfach NICHTS. Ich bin aber dankbar, daß mir hier überhaupt einer zurückschreibt. Ich fühle mich einfach so furchtbar und so isoliert. Auch wenn ich manchmal lichte Momente habe und merke, daß ich noch in meiner Stadt bin und daß sich außer meinem Arbeitsbereich äußerlich nichts verändert hat... Es quält mich so mit Gesunden zusammenzusein aber ich will auch nicht den Anschluß verlieren. Man sieht mir halt immer sofort an, das etwas mit mir nicht stimmt, weil ich nicht lachen kann und nicht an den Gesprächen der anderen teilnehme. Und die Versuche, die ich ab und zu wage quälen mich so... Ich weiß nicht wie ich diese Qual beschreiben soll. Ich weiß nicht, ob jemand da draußen und auch Du Caroline dieses "Gefühl" kennt. Ich überlege wirklich wieder in die Klinik zurückzugehen. Zumindest in die Tagesklinik. Aber irgendwie sehe ich auch darin keinen Sinn. Denn der Therapeut da hat auch zu mir gesagt: sie sind erwachsen, also verhalten sie sich auch so. Das Einzige, was ich da geschafft habe, war ohne Benzos entlassen zu werden. Ich werde jetzt mal schlafen gehen und morgen wieder versuchen zur Arbeit zu gehen. Und danach zum Sport. Ach Caroline. Meine Kräfte schwinden umso mehr ich versuche gegen die Angst und Machtlositkeit gegenanzugehen. Meine Freundin sagt auch, daß ich wieder abbaue. Vielleicht muß ich wirklich in die Klinik zurück. Obwohl ich möchte versuchen so lange zu arbeiten, bis gar nichts mehr geht. Meine eine Kollegin meinte zu mir: ich erlaube mir keine Freude und ich war ja bisher auch selbstständig. Ich muß loslassen. Aber wenn ich mich nicht weiter zwinge, zieht es mich noch tiefer....Ich werde es jetzt einfach genießen schlafen zu dürfen. Und ich hoffe, daß ich den Tag morgen auch überstehe. Ja und ich hoffe, daß ich irgendwann Euch da im net auch mal Mut machen kann. Ich, ich, ich. Ja ICH fühle mich so furchtbar, weil ich nichts mehr fühlen kann. So widerlich es ist: für keinen anderen aber für mich am Schlimmsten: ich fühle nicht, was gut für mich ist... Denn wenn ich mich wieder krankschreiben lasse, werde ich weiter abstürzen, denke ich.
Danke fürs Zuhören und Lesen.

Tina


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 23. Apr 2002, 22:52 

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Liebe Tina,

Du schreibst:
"Ja ICH fühle mich so furchtbar, weil ich nichts mehr fühlen kann."

Also fühlst Du doch was, Du fühlst Dich furchtbar.
Kann es sein, dass Du eigentlich sagen möchtest, ich fühle nichts mehr, was mich glücklich macht.

Ich habe in der Zeit, als es mir so beschissen ging (14 Jahre lang) auch immer gesagt ich fühle nichts, aber tatsächlich hatte ich das Gefühl den Schmerz der ganzen Welt in mir zu spüren.

Ich muß Deiner Freundin recht geben, das ewige drüber reden bringt nichts (konnte ich allerdings zu dem Zeitpunkt auch nicht erkennen). Erstmal habe ich dann Therapien gemacht in denen ich schreien, tanzen und mich austoben konnte und dadurch fing ich an meinen Körper und seine Bedürfnisse wieder wahrzunehmen.

Angenehme Träume
und
alles Liebe
von

Maggy

_________________
-------------------------------------------

Depression ist die Fähigkeit mit tiefster Gefühlsbereitschaft auf Konflikte zu reagieren


 
 
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BeitragVerfasst: 23. Apr 2002, 23:45 

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Liebe Tina,ich weiß nicht recht,was ich Dir schreiben soll,aber ich kann Dir nur sagen ,daß es mir genauso beschissen ging,und das sich das ein bischen geändert hat,ich kenn Dich persönlich zu wenig,um sagen zu können,was richtig ist.Andere Medikation?-kann sein.
AufenthaLT IN EINER Klinik-kann sein.
Anderen Arzt und Therapeuten?-wenn die so sind,wie Du es beschreibst_auf jeden Fall.
Es muß doch jemanden geben,der Dir helfen kann.

Liebe Tina,auch wenn Dir das wenig hilft,nach einem ab kommt auch wieder ein auf.
Was mir in den letzten 7 Jahren geholfen hat:Darüber lesen,DIE RICHTIGE MEDIKATION,eine feste Beziehung u.s. w.
Das muß ja nicht auf Dich zutreffen,aber es kann sein,daß Dir mit sowas etwas geholfen ist,
alleine kannst Du es villeicht nicht schaffen,deshalb wünsche ich Dir viel Kraft ,jemanden zu finden.

Wenns Dir wirklich so beschissen geht,wies mir ging:gib nicht auf,Dir wird geholfen.
Alles Liebe von Sara


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 24. Apr 2002, 09:55 

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Hi Tina!
Ich möchte mich erst einmal Sara anschließen, mir hat auch geholfen (hilft), was ihr geholfen hat..
Ich möchte dich bitten, auch unter Diagnose - neurotische Depression nachzuschauen, da ich da was für dich geschrieben habe.. :-)
Tschüß, Mysa


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 24. Apr 2002, 11:42 

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liebe tina,

ich sitz im büro, deswgen in aller kürze nur ein paar stichpunkte:

- beim lesen deiner postings hab ich den eindruck gewonnen, dass du es dir in deinem depressiven loch inzwischen häuslich eingerichtet hast. die gefühle sind zwar mies und eigentlich willst du da nicht drin bleiben, dafür hast du aber eine wand im rücken und die vermittelt eine gewisse sicherheit. es ist nicht leicht sich davon zu entfernen, auf das leben zuzugehen.

- von den benzos musst du runter. am besten rufst du deinen neurologen an und bittest ihn mit dir einen plan auszuarbeiten wie du sie ausschleichen kannst. es bringt nix ein benzo durch das andere zu ersetzten und dich allein damit zu lassen. ein monat bis zum nächsten termin würde ich nicht warten. das ist wahnsinn. schau wer dich bei dem entzug unterstützen kann (neurologe, therapeut, hausarzt). ich hab selbst einen entzug hinter mir und wurde dabei von meiner hausärztin unterstützt.

- schau doch mal wovor du genau angst hast und gib deinen ängsten einen namen, z. b. angst vor der angst, versagensangst... schreib sie auf, guck sie dir genau an und überlege wie du sie bekämpfen kannst (z. b. dich in die situation begeben, realitätsüberprüfung) such dir jemanden der dir dabei hilft, wenn du es alleine nicht schaffst.

- es ist wirklich dringend notwendig dass du aus deiner passivität rauskommst und etwas tust. und zwar nicht gegen die krankheit (das kam mir damals wie hohn vor) sondern für dich! überleg doch mal was du früher gern getan hast/tun würdest oder was du gut tut/tun würde und wozu du dich in der lage fühlst es umzusetzen. das können kleinigkeiten sein. es gibt hier im forum einen thread was mir gut tut vielleicht ist auch was für dich dabei?

- aus eigener erfahrung weiß ich, dass sport tatsächlich gegen depressionen helfen kann, langfristig. allerdings finde ich es utopisch von deinem neurologen von heut auf morgen 3 x wöchtentlich ausdauersport von dir zu verlangen. du kannst dich langsam steigern oder dir das ganze für später vornehmen. wichtig ist das du dich überhaupt bewegst und das regelmäßig. du gehst 1 x in der woche zum sport und kannst solz darauf sein, daß du so konsequent bist. ich hab mir damals vorgenommen jeden tag 15 30 minuten spazieren zu gehen. und wenn das auch mal nicht ging hab ich einfach einen tag ausgesetzt. vielleicht ist das ja auch eine alternative für dich? du könntest z. b. mit deiner freundin vereinbaren, daß sie dich abholt oder dabei musikhören. denk dir eine belohnung dafür aus. die hast du dir verdient. setz dich nicht selbst unter druck.

- mir hat auch sehr geholfen abends bilanz zu ziehen und aufzuschreiben, was ich alles geschafft habe und so meinen blick darauf zu lenken (z. b. das geschirr in die spülmaschine geräumt, staub gewischt, spazieren gegangen, usw.) sonst hab ich immer nur gesehen was ich nicht getan habe. wie soll man denn auch versuchen positiv zu denken, wenn man nix positives sieht?

- bedenke immer, dass alles was du tust für dich ist. es soll dir gut tun. achte darauf, dass du dich nciht überforderst. viele kleine schritte oder auch nur ein einziger sind besser als ein großer bzw. gar keiner.

- last but not least. geh wann immer du das bedürfnis dazu hast deinem neurologen oder therapeuten auf die nerven. das ist dein gutes recht und es ist deren job das sie dir helfen.

so, das waren jetzt entgegen meiner sonstigen art jede menge du mußt und ratschläge/möglichkeiten, von denen du dir natürlich nur die rauspicken sollst, die evtl. für dich eine weg sein könnten. ratschläge sind nur dann schläge/bedrohung wenn du nicht weißt was du willst. du kannst sie dir anhören, vielleicht aus ihnen lernen, aber am ende bist du es, der dein leben leben muß

viel kraft und gib nicht auf, auch für dich gibt es einen weg da raus.

liebe grüße, sandra


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 24. Apr 2002, 16:00 

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Hey Tina,

ob´s wirklich und grundsätzlich so vertrackt ist, wenn Therapeuten Ratschläge geben, weiß ich nicht. Sicherlich sollte man nicht erwarten, dass sie einem sämtliche Sorgen und Nöte abnehmen, dass man ihnen die Verantwortung für sein eigenes Leben, wenn auch nur vorübergehend, übertragen kann, sich entledigt in die Lehne fallen lassen kann und sagt: "Nun mach mal!". Niemand wird Dich auf den Schoß nehmen. Funktioniert übrigens genauso wenig mit Medikamenten, die glücksgefüllte Wunderpille gibt es nicht (zumindest nicht legal und ohne schwerwiegende Nebenwirkungen).

Meine Erfahrung ist die, dass ich solche "Ratschläge" dann annehmen konnte und kann, wenn das zugrunde liegende Problem erkannt ist, bei mir Einsicht vorherrscht, ich aber nicht sofort weiß, wie ich diese Einsicht in konkrete Lebensführung ummünzen kann. Dann kommt mir der jahrelange Erfahrungsvorsprung des Therapeuten zugute. Voraussetzung ist allerdings, dass ich uneingeschränkt das Gefühl habe, der Therapeut versteht meine Seelenlage, kann sich einfühlen, nimmt mich und meine Sorgen und Ängste ernst. Das heißt nicht, dass der Mann immer alles hinnimmt und abnickt, was ich an verqueren Gedanken produziere. Kritik und Korrektur muss erlaubt sein; der Ton macht die Musik. Werden Sie erwachsen hätte ich mir auch verbeten!


Kann man wirklich zuviel darüber reden? Ich erwarte doch keine heilsbringenden Tipps, ich will mir vieles von der Seele reden und brauche dazu eigentlich nur das Gefühl, dass mir mein Gegenüber zuhört und interessiert ist (verstehen wäre schon ein ganzer Schritt weiter). Natürlich sollte man aufpassen, dass man sich nicht in der eigenen Erkrankung suhlt, keine anderen Themen mehr zulässt, aber es gibt halt Phasen, in denen keine anderen Gedanken möglich sind. Die Befürchtung, andere zu überfordern oder gar zu langweilen, stellt sich irgendwann eben ein. Ich ging mir ja schon fast selbst auf die Nerven mir meiner Jammerlitanei. Aber ich habe kein wöchentliches Soll an Bespaßung zu erfüllen; wer jahrelang gern mit mir die schönen Seiten geteilt hat, sollte mich auch ertragen können, wenn ich länger unter dem Stimmungsnullpunkt festklemme. Und wenn ich mich anderen einfach nicht zumuten möchte, gibts immer noch lesenswerte und sehr hilfreiche Bücher über die Krankheit Depression. Bezeichnenderweise konnte ich mich auf solche Lektüre auch konzentrieren, wenn der Verstand alles andere abgeblockt hat. War ja schließlich mein ureigenstes und ausschließliches Thema.

Es ist sicherlich nicht allzu förderlich, wenn Du all Deine Hoffnungen auf ein Ereignis, eine Maßnahme fokussierst. Deine Heilung, Deine Zukunft hing nicht ab von den Ergebnissen Deines letzten Neurologietermins. Medikamente allein werden Dich ohnehin nicht kurieren, sie können Dich nur in die Lage versetzen, Dir selbst zu helfen. Die Tatsache, dass Du Dich verzweifelt um Hilfe bemühst, beweist eigentlich, dass Du von einer Kapitulation noch einiges entfernt bist.

Im Juni ist wahrscheinlich Forumstreffen vielleicht ein lohnenderer Fixpunkt auch für Dich? Alles nur Menschen mit ähnlicher Macke...

Gruß aus dem Ruhrgebiet
hobbit


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 25. Apr 2002, 13:07 

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hallo!

ich habe von meiner ärztin seroxat verschrieben bekommen. kennt einer von euch dieses medikament vielleicht?
ich bin noch immer am zweifeln, ob ich überhaupt medikamente nehmen soll. ich habe jetzt mein leben lang mit meinen ängsten gelebt und ich weiß nicht, ob ich dann noch wirklich ich bin. ich identifiziere mich ja über meine angst. sie ist zu einem teil meines lebens geworden, mal schlimmer und mal erträglicher. auf der anderen seite bin ich an einem punkt angekommen, an dem ich einfach keinen bock mehr darauf habe krank zu sein. bevor es mir wieder schlechter ging, hatte ich ein paar tage, an denen ich gespührt habe, daß verantwortung für sich zu übernehmen auch ein gefühl der freiheit mit sich bringt. ein wunderbares gefühl. darauf würde ich zu gerne wieder zurückgreifen können.

leben, wie es mir gefällt, nicht wie es mir meine angst diktiert.

vielleicht fällt jemandem was dazu ein...


 
 
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BeitragVerfasst: 25. Apr 2002, 13:17 

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Hallo Maggy und Tina(Betsy),

Ratschläge hin oder her, ich denke, es ist in
jedem Fall notwendig, dass Therapeuten und
Neurologen auf den Patienten eingehen, was hier
definitif nicht der Fall war. Deshalb denke ich,
ein Arztwechsel wäre ehrlich angebracht.
Tina: Wie auch immer Du Dich entscheidest, ich
höre gern von Dir und wünsche Dir alles Gute.

Yinhee


 
 
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BeitragVerfasst: 25. Apr 2002, 15:37 

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Hi Tina!
Hab mal kurz nachgeschaut.. Seroxat ist ein SSRI (Serotin-Wiederaufnahme-Hemmer), d.h. ein 'neueres' Medi, das wohl auf den Körper weniger belastend wirkt als die trizyklischen Antidepressiva. Der Wirkstoff heißt Paroxetin. Ich glaube, ich habe hier im Forum mal einen Thread namens "Seroxat" gesehen - hier unter "Therapie". Ansonsten vielleicht auch einfach im Internet suchen..
Die Medis wirken normalerweise erst nach 1-2 Wochen, die Nebenwirkungen spürt man i.d.R. sofort, sie gehen aber i.d.R. auch wieder weg (nach ca. 1 Woche). Es kann auch sein, dass du ein bisschen probieren musst, bis du ein für dich passendes Medi gefunden hast.
Zu deinen Zweifeln würde ich sagen: Ausprobieren.. falls es dir nicht gefällt, kannst du es im Absprache mit deinem Arzt immer noch absetzen.
Zu deinen Ängsten: Irgendwie klingt das für mich so als ob du Angst vor einem Leben ohne Angst hättest - das, was du jetzt hast, das kennst du, ein Leben ohne Angst kennst du nicht..
Es ist natürlich eine Umbruchsituation, wenn evtl. die Krankheit zurückgeht und man mehr Verantwortung übernehmen muss - aber man hat dann auch die Kraft dazu. Ich glaube, das regelt sich dann ganz automatisch. Wenn du nicht mehr so viel Angst hättest und die Angst einen weniger großen Raum in deinem Leben einnehmen würde, würdest du dich anders identifizieren. Das gehört zum Gesundungsprozess. Bei mir ist es so, dass - wenn es mir schlechter geht - ich ein großes Bedürfnis habe, mich über Depression zu informieren und auf Depriseiten zu sein. Sobald es mir besser geht, ändern sich meine Interessen. Ich habe dann das Gefühl, dass ich mehr ich selbst sein kann, nicht mehr so stark im "Käfig der Depression" gefangen bin. Ich denke, das würde mit dir dasselbe sein. Du hättest dann ja auch sicher mehr Kraft und Energie! Letztendlich tust du ja auch sehr viel, um gesund zu werden..
Tschüß, Mysa


 
 
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BeitragVerfasst: 25. Apr 2002, 15:41 

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Hallo ihr alle,
muß jetzt unbedingt mal eine Frauenfrage stellen.Tschuldigung Jungs,wenn ich euch damit nerve.Ich nehme seit 12 Tagen Kalma,und müsste jetzt eigentlich meine Periode bekommen.Na ja,sie war kurz da.Aber ebend nur einen Tag und fast gar nicht.Kommt das von dem Medi???
Normalerweise habe ich keine Schwierigkeiten wenns um meine Periode geht.Schwanger kann ich auch nicht sein.Kann das AD sowas bewirken?Soll ichs lieber absetzen?

Bolek spar dir dein Kommentar!!!

Liebe Grüsse,Sandra


 
 
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BeitragVerfasst: 25. Apr 2002, 15:48 
 
:O


 
 
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BeitragVerfasst: 26. Apr 2002, 12:57 

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Auch ich habe mal eine kurze Frage an alle Pharma-Profis - fürs mehrfach schon strapazierte Thema bitte ich um Nachsicht!
Ich nehme seit 9 Monaten saroten, 150mg täglich und habe mich mit den Nebenwirkungen weitgehend abgefunden, doch seit 4 Wochen lasse ich morgens 25mg weg und leide seither unter heftigen Schwindel- und Müdigkeitsanfällen. Schrecklich! Ich könnte im Unterricht glatt einschlafen, so svhwer werden Augenlider und die Zunge.
Und, was mich natürlich sehr belastet ist die stetige Gewichtszunahme - nur ein Teil geht auf das Gummibärchen- und Schokoladenkonto... Meine allgemeine Stimmung ist eher gedämpft, die vielzitierte "Glasglocke" ist auch immer noch da, das Materila wird aber langsam dünner - schlechte Gefühlsbeschreibung, sorry. Die Auslöser dieser major depression im letzten Jahr sind verarbeitet/ beseitigt/ geklärt und eigentlich müßte es mir wieder GROSSARTIG gehen. Eigentlich...
Deshalb erwägen wir eine Medikamentenumstellung und mir wurde cipramil vorgeschlagen.
Was haltet ihr Pharmakologen und Pharmazeutiker davon? Speziell in Bezug auf Müdigkeit und Gewichtszunahme? Oder habt ihr eine bessere Idee?

Ich würde mich über eine kurze Rückmeldung sehr freuen - vielen Dank aus Berlin von Babett


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 26. Apr 2002, 13:20 

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Auch ich habe mal eine kurze Frage an alle Pharma-Profis - fürs mehrfach schon strapazierte Thema bitte ich um Nachsicht!
Ich nehme seit 9 Monaten saroten, 150mg täglich und habe mich mit den Nebenwirkungen weitgehend abgefunden, doch seit 4 Wochen lasse ich morgens 25mg weg und leide seither unter heftigen Schwindel- und Müdigkeitsanfällen. Schrecklich! Ich könnte im Unterricht glatt einschlafen, so svhwer werden Augenlider und die Zunge.
Und, was mich natürlich sehr belastet ist die stetige Gewichtszunahme - nur ein Teil geht auf das Gummibärchen- und Schokoladenkonto... Meine allgemeine Stimmung ist eher gedämpft, die vielzitierte "Glasglocke" ist auch immer noch da, das Materila wird aber langsam dünner - schlechte Gefühlsbeschreibung, sorry. Die Auslöser dieser major depression im letzten Jahr sind verarbeitet/ beseitigt/ geklärt und eigentlich müßte es mir wieder GROSSARTIG gehen. Eigentlich...
Deshalb erwägen wir eine Medikamentenumstellung und mir wurde cipramil vorgeschlagen.
Was haltet ihr Pharmakologen und Pharmazeutiker davon? Speziell in Bezug auf Müdigkeit und Gewichtszunahme? Oder habt ihr eine bessere Idee?

Ich würde mich über eine kurze Rückmeldung sehr freuen - vielen Dank aus Berlin von Babett


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 26. Apr 2002, 16:22 

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Hallo Babett,

eine Medikamentenumstellung ist sicher dann angezeigt, wenn man das Gefühl hat, daß das, was man schon so lange nimmt, überhaupt nichts bewirkt. Eine Reduzierung auf eigene Faust ist problematisch. Auch ich habe das immer wieder versucht und kenne Schwindel daraufhin auch. Müdigkeit ist ungewöhnlich, aber jeder Mensch reagiert eben anders. Cipramil ist als SSRI ja ein neueres Medikament und sicher einen Versuch wert. Wie Du damit klar kommst, mußt Du einfach abwarten. Das hatte ich auch einmal probiert, aber ich litt darunter sehr unter Übelkeit und habe es dann wieder abgesetzt. Aber das muß bei Dir natürlich überhaut nicht der Fall sein.

Alles Gute
Heidi


 
 
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BeitragVerfasst: 27. Apr 2002, 11:04 

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Hallo an alle,

ich hatte ja am Anfang der Woche eine Medikamentenumstellung. Außer Zyprexa, Carbamazepin und Remergil hatte ich ja vorher Tavor oder Lorazepam bekommen. Hatte ja das Gefühl, daß es alles nichts bringt und nur durch Tavor die Angst am Anfang etwas wegging. Mein Neurologe meinte, bevor er an den Medis was ändert, müsse erstmal das Benzodiazepin weg. Und er ersetzte das Lorozepam durch Alprazolam. Habe erst jetzt in einem Buch gelesen, daß Alprazolam nur der Wirkstoff für Xanax ist. Habe aber überhaupt nicht das Gefühl, daß mir die 1 mg am Morgen was bringen. Ich bin nur müde davon muß ich gerade feststellen. Ja und ruhiger durch die Müdigkeit. Ja und der nächste Termin beim Neurologen ist Ende Mai. Also hat sich ja irgendwie gar nichts geändert. Nur, daß ich das Gefühl habe, daß die Lethargie noch schlimmer geworden ist seit dem Xanax. Erst bin ich müde (ich nehme es am Morgen) und dann kommt die Unruhe wieder. Ruhig bin ich nur, wenn ich bei meinem Großeltern bin, die gegenüber wohnen. Zur Arbeit habe ich es auch die letzten 2 Tage geschafft aber irgendwie haut das auch nicht hin. Entweder bin ich morgens noch wie benebelt oder nachmittags kommt die Unruhe wieder und diese unrealistische Angst. Kann kaum tippen, nachdem ich die Xanax gerade genommen habe. Wirkt das so schnell? Ich möchte am liebsten die Wohnung nicht mehr verlassen, wenn ich erstmal hier bin und wenn ich bei der Arbeit bin, habe ich Angst nach Hause zu gehen und mir wird bewußt, daß da keiner ist und ich ja alles allein schaffen muß. Macht mir allerdings jemand einen Vorschlag, so ist es als ob sich in mir eine Trotzreaktion verbunden mit Angst, Unruhe und Ekel aufbaut. Ich finde immer Ausreden um nicht zum Sport zu gehen und sogar ein Spaziergang ist zuviel. Kurzfristige Ruhe finde ich wiegesagt nur bei meinen Großeltern, solange sie mich betüddeln. Mir wird Essen hingestellt und ich darf Fernsehen und bin dort nicht allein. Ich weiß, daß kann nur falsch sein oder? Denn alle anderen Kontakte, habe ich quasi abgebrochen. Lasse nur den Anrufbeantworter laufen und schaffe es nur ab und zu jemanden zurückzurufen... Was ist dieses Xanax für ein Zeug. Ist es als Benzodiazepin noch schlimmer in Sachen Abhängigkeit als Tavor? Und wie will mein Neurologe das absetzen, wenn ich erst in einem Monat den nächsten Termin habe. Und ich habe das Gefühl trotz Xanax noch so tief in der Scheiße zu sitzen. Entweder diese Müdigkeit, daß ich nur schlafen möchte oder die Unruhe und Angst und gleichzeitig das Gefühl der Lethargie und Unfähigkeit gar nichts tun zu können. Das fängt beim Aufstehen an und Duschen ist ein Kraftakt , ist manchmal in Gedanken kaum vorstellbar und Essen ist ein Reinwürgen und ich habe diese woche nicht mal eingekauft. Oma schräg gegenüber läßt mich ja nicht verhungern....
Wie soll ich aus diesem Sumpf rausfinden. Jeder Vorschlag, jedes Hilfsangebot setzt mich schon wieder unter Druck. Möchte einfach nur in meiner Wohnung verschanzt sein oder mich bei Großeltern verkriechen... Habe nicht mal die Kraft meine Freunde zurückzurufen, denn dann muß ich ja eventuell Verabredungen treffen. Mir ist so alles zuviel. Aber selbst im Bett liegen ist mit Unruhe und Angst gepaart. Jedenfalls morgens, sobald ich wach bin. Habe nur das Gefühl ich selbst zu sein, wenn ich abends kurz vor dem Einschlafen bin. Dann ist endlich Ruhe da....Aber ich kann ja nicht nur schlafen. Habe das Gefühl es wird jeden Tag weniger mit mir und das trotz Benzos, die ja auch abgesetzt werden müssen. Wie soll ich es dann aushalten? Denn obwohl ich meine ihre Wirkung nicht mehr zu spüren, habe ich die böse Ahnung, daß ohne sie die Hölle mit Suizidgedanken wieder losbricht....
Sogar der Amoklauf in Erfurt kommt nicht an mich ran. Mein einzig positiver Gedanke dabei: ich tue jedenfalls niemand anderen etwas an. Aber warum schaffe ich es nicht endlich etwas für mich zu tun?? Aus dieser Isolation zu kommen und mit anderen zu kommunizieren ohne immer diesen Neid zu spüren, daß sie wohl nicht wissen, wie man sich fühlt mit dieser Angst.
Habe irgendwo gelesen: Nüchternheit ist das Ziel. Und Nüchternheit heißt, daß man nicht andere ausnutzt, weil man ja so krank und leidend ist. Und ich denke, daß ich andere ausnutze, weil ich mich nicht genug bemühe. Ich kann nicht, sage ich, aber ist es nicht so, daß ich nicht will?? Keine Verantwortung für mich übernehmen will? Aber warum? Ich war früher doch so stolz von niemand abhängig zu sein...

Tina


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 27. Apr 2002, 23:24 

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Liebe Tina,ich kann Deine Situation vielleicht nicht mit meiner vergleichen,aber mir ging es vor 5 Jahren ähnlich.
Aber mir blieb garnix anderes übrig,als "andere auszunutzen" aber das ist gar kein Ausnutzen,da man ja pflege-und hilfsbedürftig ist.
Ich habe immer gekämpft,aber ohne die anderen,denen ich nix geben konnte,von denen ich aber so viel nahm,wäre ich,wenn ich jetzt so drüber nachdenke garnicht ausgekommen.
Ich konnte irgendwann gar nicht mehr arbeiten.

Ich las viel,und in einem Buch war die Adresse von SHG angegeben,ich ging in eine in der Nähe,gleichzeitig band ich mich mit jemandem,den ich zwar nicht liebte,aber mit dem ich wenigstens nicht alleine war.(Ich kann sowiso nicht lieben)
Das machte mich sehr glücklich,diese beiden Sachen. Ich hatte wieder einen Sinn im Leben.
Und auf wundersame Weise wurde ich durch Tabletten befähigt zu arbeiten.
Das alles hat mir geholfen.
Ich hab zwar andere "ausgenutzt",aber habe immer das getan,was ich konnte,und habe immer einen Weg gesucht,mir zu helfen.

Ja,und jetzt kann ich mir helfen.

Also: nutze die,die es gut mit Dir meinen ruhig weiter aus,aber tu für Dich selbst auch einen Weg,daß es Dir gut geht.

Ich finde dieses "Ausnutzen" sogar sehr intelligent.

Aber mach was:such Dir ne Selbsthilfegruppe,such Dir nen vernünftigen Therapeuten,informir Dich (durch Bücher) über Deine Krankheit,gucke,daß Dir durch die richtige Tablettenempfehlung/verschreibung geholfen wird.
Sei immer auf der Suche,gib nicht auf,bis Du was gefunden hast,daß es Dir besser geht.

Oder geh in eine 12 Schritte Klinik(Bad Herrenalb),wenn Du gar keinen Ausweg mehr siehst.
So,das muß jetzt nicht richtig sein,aber sowas hat mir halt SEHR geholfen,nur ein individueller Tip

Ich wünsche Dir alles Gute

P.S.:Wenn ich das schaffe,dann kann es jeder!!!!!


 
 
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BeitragVerfasst: 27. Apr 2002, 23:47 

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Hier noch ein Lesetip für Dich,das Buch hat mir sehr geholfen,erst mal ich zu sein,und das JETZT mit all senen Nöten zu genießen.
Ich habe durch das Buch gelernt,daß es mir einfach gut geht,und daß ich im Moment nicht viel machen konnte,aber mir auch erlaubt hab,nicht viel machen zu müssen.
Das verschaffte mir Augenblicke der Gelassenheit,und dadurch wirst Du befähigt mal was gerne zu machen.
Man macht erst was gerne,wenn man nicht "muß"
Wenn Du nix machen willst,dann mach NIX
doch es kommt der Punkt,wo Du etwas machen möchtest.
Gönn Dir Freiheit,Du brauchst nicht zu tun was die anderen für richtig halten,außer arbeiten mußt Du garnichts.
Das Buch:" Ausbruch zur inneren Freiheit" von Peter Lauster
Alles Liebe Sara


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 28. Apr 2002, 00:54 
 
Liebe Tina,
hört sich nicht so an als ob es sinnvoll wäre in diesem Zustand bis Ende Mai auszuhalten..holen Sie sich Montag einen Termin für die nächste Woche und besprechen Sie Ihre Situation so wie Sie es hier geschrieben haben mit Ihrem Neurologen..ansonsten Startseite unter "Erste Hilfe" wenns noch dringlicher wird..
herzliche Grüsse
Dr. Niedermeier


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 28. Apr 2002, 10:21 

Registriert: 13. Feb 2003, 10:52
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Danke am Sara und Dr. Niedermeier,

ich werde irgendwie versuchen das hier eben gelesene zu beherzigen. Werde nächste Woche bei meinem Neurologen anrufen und ihm sagen, daß ich nicht mehr weiter weiß und es mir schlechter geht trotz all der Tabletten.

Tina


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 29. Apr 2002, 00:13 

Registriert: 13. Feb 2003, 10:52
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Hallo Tina,

heute mal einfach nur ein Gruß ohne viel Worte.
Denk an Dich...

Gruß aus dem Ruhrgebiet
hobbit


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 29. Apr 2002, 23:50 

Registriert: 13. Aug 2003, 15:10
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Hallo Tina,

ich kann gut mitfühlen, was du zur Zeit durch machst. Ich will dir keine Ratschläge erteilen,
aber dir meine Hilfe anbieten.

Steigere dich nicht so in die Medikamente rein
(Nebenwirkung, wann wirken sie usw.)

Mache dir lieber einen Plan:
Welche Ziele hast du in deinem Leben?
Was hat dir vor deiner Depression Spaß gemacht?

Ich habe deine Postings gelesen, dabei ist mir
aufgefallen, daß du anscheinend nur noch Gedanken
um deine Depression machst.
Denk lieber mal nach wie es zu deiner Depression
gekommen ist.
Hast du alles in dich reingefressen (Aggressionen!)?
Dann laß sie heraus. Vielleicht mit einer dynamischen Meditation oder geh zu einem
Kampfsportverein (Taekwondo o. Kickboxen) hier
kannst du am besten deine aufgestauten Aggressionen auslaßen.

Kein Zustand dauert ewig, dir wird es bald wieder
besser gehen. Aber bitte tu dir was gutes fang wieder an dein Leben zu leben, kleine Veränderungen können das Leben versüßen.
Und ganz wichtig: Du bist für dich der wichtigste
Mensch. Fang wieder an dich zu lieben.
Du bist ein kostbarer, wertvoller Mensch.
Medikamente in Ordung, aber vertraue dir wieder selber und du wirst wieder glücklich sein.

Ich wünsche dir von ganzen Herzen
daß diese Lebenskrise bewältigst und gestärkt
hervor gehst.

Liebe Grüße und eine glückliche Woche für Dich


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 30. Apr 2002, 07:53 

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Liebe Tina!

Wie geht es Dir denn heute?

Liebe Grüsse,
Yinhee


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 30. Apr 2002, 13:13 

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Hallo sun,
hab gerade bemerkt,das sich hier im Forum jetzt schon drei Sandra befinden.Würd dich gerne fragen,ob du bitte nicht mit den Namen "sun" in den Chat-Room gehen könntest.Nicht das es zu Verwechslungen kommt.

Vielen Dank,und liebe Grüsse,Sandra


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 1. Mai 2002, 00:56 

Registriert: 13. Feb 2003, 10:52
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Hallo,
mein Pc hat einen ellenlangen text gefressen. paßt zu allem, was ich tue.
habe wieder den guten vorsatz: morgen fange ich an etwas zu TUN aber wenn die angst wieder da ist ist das sowieso wieder vorbei. warscheinlich begreife ich erst, wenn alle mich fallenlassen, mein job weg ist, meine wohnung total im dreck versinkt usw., daß nur ich mich aus dem dreck ziehen kann. waltraut hat geschrieben, da gibt es nicht wollen können und nicht können wollen. ich glaube bei mir ist zweiteres angesagt. und das schon seit beginn der depression. ist unfair euch gegenüber dieses forum zu benutzen, denn alle ratschläge bzw gutgemeinten berichte über eigene erfahrungen tue ich ja sowieso ab mit: das schaffe ich sowieso nicht. mein therapeut hat heute noch zu mir gesagt: ich rede normal mit ihm habe nichts wahnhaftes an mir und auch nichts psychotisches. ich weiß,daß ich etwas tun muß und doch lasse ich mich immer mehr gehen. warscheinlich ist eine klinik bald nicht mehr zu umgehen, wenn ich nicht endlich meinen arsch hochbekomme. aber ich habe nur diese krankheit im kopf und komme da tagsüber nicht von runter. nur negatives und an alles, was mir vorher etwas gegeben hat, komme ich einfach nicht mehr ran. isoliere mich total, weil ich einfach nicht damit klarkomme, daß ich z. b. noch vor einem jahr im dänemark einen schönen urlaub verbracht habe und jetzt ist eine dusche nehmen ein kraftakt und einkaufen eine tortour. ich laufe und laufe der angst davon. schon seit juli 2001 und schaffe es nicht mich aus dem sumpf zu ziehen.
shut up.
und morgen geht das wieder los.
warum lasse ich mich immer mehr hängen, obwohl ich genau weiß, daß mich das nicht weiterbringt...ich will irgendwo in mir drin ja leben. aber nicht so. und trotzdem tue ich nichts dafür. tue nichts dafür den berg voller angst abzutragen, von dem ich weiß, daß er mit jedem tag größer wird.
tina


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 1. Mai 2002, 08:32 

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Beiträge: 937
 
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Liebe Tina,

es ist nicht unfair,das Forum zu benutzen. Es ist dafür da,daß du auch das sagen kannst,was sich sonst keiner anhören will und woran du fast erstickst.
Wir alle kennen diese Zustände,wo man es einfach nicht schafft,den eigenen Schopf zu fassen zu kriegen.

Irgendwann bist du so weit,hab Geduld mit dir.

Und such dir den allerkleinsten Schritt zum Anfangen,stell ihn dir vor,solang es noch nicht geht,spiel ihn in Gedanken durch.

Alles Gute
Waltraut


 
 
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