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 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 1. Mai 2002, 11:57 

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Liebe Tina,

Du fragst:
warum lasse ich mich immer mehr hängen, obwohl ich genau weiß, daß mich das nicht weiterbringt...

...und ein paar Zeilen vorher schreibst Du:
das schaffe ich sowieso nicht.

Das kenne ich suuuuuupergut.
Mittlerweilen bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass das, wohin ich meine Aufmerksamkeit lenke, wächst und größer wird. Wenn ich also glaube: das schaffe ich sowieso nicht, werde ich es auch nicht schaffen. (Steht schon in der Bibel: Euch geschehe nach Eurem Glauben).
Und das Chaos, in dem ich zeitenweise gelebt habe, wurde dadurch noch größer; denn mir war ja klar: ich schaffe das sowieso nicht.
Irgendwann habe ich angefangen für 10 Minuten am Tag einen Teil des Chaos so zu verwandeln (aufzuräumen, zu putzen usw.), wie ich es haben wollte. Ich habe mir den Wecker gestellt und exakt nach 10 Minuten aufgehört und mich für das gelobt, was ich geschafft hatte. Und mein Denken verwandelte sich langsam von, das schaffe ich sowieso nicht, in: hey, diese 10 Minuten habe ich geschafft. Mein Unterbewußtsein führt immer stur das aus, was ich denke, damit mein Verstand Recht bekommt, das ist nämlich das einzigste, was ihn interessiert. Ich mußte mich dann manchmal richtig bremsen, um nach den 10 Minuten nicht weiterzumachen.

Hast Du 10 Minuten am Tag Zeit für Dich?

Alles Liebe
von
Maggy

_________________
-------------------------------------------

Depression ist die Fähigkeit mit tiefster Gefühlsbereitschaft auf Konflikte zu reagieren


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 1. Mai 2002, 12:58 

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Hallo Maggy!
Das mit den 10 Minuten ist ein super Tipp, da stimme ich Dir voll zu. Eine Frau aus der Selbsthilfegruppe hat es geschafft diese 10 Min. zu einer Stunde zu machen. Danach macht sie auch schluss, und sie belohnt sich dann. Dieses befolge ich jetzt auch, und es klappt tatsächlich.

Liebe Grüsse
Rachel


 
 
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BeitragVerfasst: 1. Mai 2002, 14:20 

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Betrifft: VNS (Vagusnervstimulation)

Seid geraumer Zeit möchte ich eine Therapie mit VNS machen. Ich hatte dazu bereits mehrere Gespräche mit Frau Dr. Zobel aus Bonn. Diese teilte mir zuletzt vor 4 Monaten mit,daß sich die Therapie mit VNS vorerst auf Studien beschränke, an denen ich aufgrund der "strengen Einschlußkriterien" nicht teilnehmen dürfe. Im Internet lese ich aber, daß die VNS in Europa bereits als Therapieoption bei Depressionen zugelassen ist.
Daher meine Frage an euch:
Kennt einer von euch einen Arzt oder Klinik die dieses Verfahren bereits auserhalb von Studien anwendet.
Tina hat z.B. von einem Arzt in Bielefeld geschrieben. Hast du vielleicht Name und Anschrift Tina??
- Oder nimmt vielleicht ein Leser gerade an einer solchen Studie teil und kann mir mehr zu diesem Thema berichten?


Danke für jede Antwort
u. Gruß an alle

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 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 2. Mai 2002, 22:03 

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Hallo !

Habe heute Insidon von meinem Neurologen verschrieben bekommen. Hat jemand damit Erfahrungen bezüglich Nebenwirkungen ?

Gruß

Frederik


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 4. Mai 2002, 15:30 

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Hi Frederik,
Erfahung damit habe ich zwar keine, aber mit Google bin ich u.a. auf folgende Info's gestossen:

http://yavivo.lifeline.de/Arzneimittel/NervenPsyche/Depression/Insidon.html

Gruß
Axel


 
 
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BeitragVerfasst: 4. Mai 2002, 17:33 

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Hilfe,was ist heute mit mir los?
Ich nehme seit drei Wochen Kalma,und hab mich seit ein paar Tagen echt viel besser gefühlt.Wollte auch jetzt mit dem Johanniskraut aufhören,weil sich die Wirkung von Kalma ja jetzt zeigt.Aber seit heute Nachmittag geht es mir total beschissen.Ich bin Unruhig wie schon lange nicht mehr,zittere am ganzen Körper,mein Kopf droht zu zerplatzen,meine Ohren halten den Druck warscheinlich auch nicht mehr länger aus,mir ist Übel und Schwindelig.Seit ein paar Tagen ist meine linke Hand auch wie taub als wenn sie eingeschlafen wäre.Können das Nebenwirkungen von Kalma sein?Im Beipackzettel steht nichts davon.Vielleicht ist Kalma ja nicht das richtige Medi für meine Depression,aber macht sich das dann so bemerkbar?Oder kann sich eine Depri so schnell verändern?Gestern ging es mir doch noch so gut.Ich hab richtig Angst,das es wieder schlimmer wird.Jetzt hab ich mich endlich seit Monaten wieder besser gefühlt,und jetzt das.Ich glaube ich dreh durch,wie soll ich das nur aushalten.Kann mir jemand helfen?Was ist das bloß?

Liebe Grüße,Sandra


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 4. Mai 2002, 18:01 

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Hallo Sandra,
Vielleicht verträgst du das Kalma ja nicht zusammen mit dem Johanniskraut
Sprech einmal mit deinem Arzt und/oder laß eins von beiden weg.
Gruß

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BeitragVerfasst: 4. Mai 2002, 19:07 

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Hallo liebe Sandra,
ich würde trotz Wochenende einen Arzt aufsuchen.

Alles Gute
Rachel


 
 
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BeitragVerfasst: 4. Mai 2002, 19:39 

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hallo sandra

ich kann mich nur rachel anschließen

ich suche nach worte... aber ich finde in mir nur holes zeug...
du hast vieles schon oft viel besser gesagt und damit geholfen als ich es je könnte

auch von mir alles gute
michael


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 4. Mai 2002, 21:26 

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Hallo ihr lieben,
danke für euren Rat.Jetzt gehts wieder ein bißchen
besser.War echt ein Schock für mich.Ich hab mich gerade durchs Internet gesucht,und hab gelesen,das
so etwas bei Einnahmefehlern vorkommen kann.Ich weiß nicht ob das bei mir der Fall ist,aber ich habe auf Rat meines Arztes erst nur eine Kalma abens genommen.Weil mein Arzt aber nicht gesagt hat wie lange,und ich erst wieder nach zwei Wochen hin bin,hab ich erst nach den zwei Wochen mit 3mal täglich angefangen.Vielleicht kommen ja daher die Nebenwirkungen.Hoffe jetzt nur,das es nicht schlimmer wird.

Liebe Grüße an euch alle,Sandra


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 5. Mai 2002, 08:05 

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Liebe Sandra,
irgendwie habe ich eine Erinnerung, dass man Tryptophan mit bestimmten AD's nicht kombinieren darf. Ob JK dazu gehört - musst du mal mit einem Fachmann klären. Wieviel mg sind denn in deiner Tagesdosis enthalten? Das interessiert mich nur, weil ich vor einiger Zeit auf eigene Faust mal einen Versuch mit 400 mg/Tag Tryptophan unternommen habe, dieser aber total in die Binsen ging...(totale Schlaflosigkeit etc.)
Ich drück' dir die Daumen, dass du die richtige Dosis findest!
Viele Grüße
Titanic


 
 
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BeitragVerfasst: 5. Mai 2002, 09:08 

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Hallo Titanic,
wie kommst du denn auf 400mg/Tag Tryptophan?
Ich hab gerade nachgeschaut:2 Filmtabletten 1000mg entsprechen 1g L-Tryptophan.Ich nehme 3 Stück am Tag,also 1,5g Tryptophan.Hab aber wie oben schon geschrieben 2 Wochen nur eine genommen.Nach den zwei Wochen ging es mir viel besser,und jetzt wo ich seit einer Woche 3 Stück nehme,geht es mir so schlecht.Heute gehts ja wieder einigermaßen,bin aber immer noch total Unruhig.Nochdazu bekomme ich jetzt am ganzen Körper Ausschlag(lauter rote Punkte),und das juckt auch wahnsinnig.Vielleicht vertrag ich Kalma nur in kleinen Mengen,oder auch gar nicht.Hab eigentlich immer Schwierigkeiten mit Medis,bei meinen Arzt liegt schon ne riesen Lieste mit Medis die ich nicht vertragen habe.Das äußert sich meißtens mit Herzrasen,Unruhe,Zittern,Ausschlag....
Ich denke,wenns heute nicht wieder so schlimm ist,dann werde ich erst Morgen zu meinen Arzt gehen,hab nämlich keine Lust zu irgendeinen Notdienst zu fahren,um da erst erklären zu müssen,warum ich das Kalma nehme.Hab auch Angst,das ich jetzt wieder ein anderes Medi ausprobieren muß,das würde ich nicht durchstehen.

wünsche dir einen schönen Tag,Sandra


 
 
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BeitragVerfasst: 5. Mai 2002, 18:56 

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Hi Axel !

Danke für den Link ! Die Meinungen über Insidon divergieren offenbar ziemlich stark. Na ja, mir hilft es aber ganz gut.

Gruß

Frederik


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 8. Mai 2002, 14:32 

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Hallo ihr alle,
hab schon wieder ein Problem wegen meiner Medis.Ich hatte euch doch am Wochenende schon mal geschrieben,das es mir nicht gut geht,und ich glaube,das es NW von Kalma sind.Na ja,gestern war ich bei meinen Therapeuten,und habe ihn davon erzählt.Ich habe ihn auch erzählt,das ich im Internet gelesen habe,das Kalma vor einiger Zeit wegen Verunreinigungen in Deutschland verboten war.Nochdazu ist nicht mal sicher,ob das Medi nicht EMS(Eosinophilie-Myalgie-Syndrom)auslösen kann.An EMS sind schon einige Menschen gestorben.
Mein Therapeut hat gemeint,das er sich da nicht einmischen will,da mein Hausarzt mir die Medikamente verschrieben hat.Er hat aber gesagt,das er mir Kalma nicht verschrieben hätte.Eigentlich eine klare Aussage,aber anderseits meinte er auch,das er mir gar kein Medi verschrieben hätte,da er von seiner Therapie überzeugter ist.Super,tolle Aussage!!!
Ich habe dann heute mit meinen Hausarzt geredet,und der meinte,das es bei jeden Medikament etwas auszusetzen gibt.Er meinte auch,das mein Ausschlag doch eher vom Johanniskraut kommt,und nicht vom Kalma.Die Unruhe die ich am Wochenende so schlimm hatte,schiebt er eher auf die Therapie,die mich ,meint er,warscheinlich zu Anfangs mehr Belastet als Entlastet.Da ich aber jetzt total gegen Kalma bin,meinte er,das ich Kalma bis Montag ausschleichen soll,und dann verschreibt er mir ein anderes AD.Auch das JK soll ich jetzt einfach weglassen.Ich kenne mich jetzt gar nicht mehr aus.Jeder sagt was anderes.Nochdazu habe ich Angst,wenn ich ab Montag kein Kalma und kein JK nehme,das es wieder schlimmer wird.Bis das andere Medi wirkt,vergehen doch wieder 2-3 Wochen,und solange kann Kalma doch auch nicht weiter wirken.Oder hört die Wirkung sofort auf,wenn ich Kalma absetze?Ich würde aber ungerne das Medi weiternehmen,da soviel schlechtes über den Wirkstoff L-Tryptophan im Internet zu finden ist.Oder kann mir das bei einen anderen Medi auch passieren?Eigentlich fühle ich mich ja durch Kalma auch besser,aber ich möchte nicht meinen Körper unnötig schaden.Gut,ich denke das jedes AD den Körper schaden kann,aber über andere AD`s habe ich nichts schlechtes im Internet finden können.Ich weiß jetzt nicht,wie ich mich entscheiden soll.Ist es besser wenn ich Kalma weiter nehme,oder soll ich lieber ein anderes AD nehmen,und dadurch riskieren,das es mir schlechter geht?Mein Hausarzt und mein Therapeut haben ja ihre Meinung dazu schon geäußert,und ich denke,das beide eine andere Meinung vertreten.Also weiß ich gar nicht,wen ich vertrauen kann,schließlich habe ich bis jetzt beiden vertraut.Weiß jemand von euch Rat?Ist Kalma echt so ein schlechtes Medi????

Liebe Grüße,Sandra


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 8. Mai 2002, 20:44 

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Hallo Sandra und alle anderen die auch noch mit Medies am experimentieren sind:::!

Also ich versuche es gerade mit Lithium. Habe seit 10 Monaten eine heftige depressive Episode, ausgelöst durch eine OP mit Vollnarkose, nach der ich über Stunden in einer Art Wachkoma lag, ganz furchtbar und viel Angst dabei spürte, mich aber nicht verständlich machen konnte...
Hat jemand Erfahrung mit Lithium? Bin nicht manisch-depressiv, reagiere aber auf das Trauma (das Wachkoma) mit Depression und vielen Angstgedanken (so sagt die Nervenärztin).
Und auch ich bin noch auf der Suche nach einem AD das spürbar die Stimmung hebt. Mit Sepram und Saroten bin ich schon durch,Fluxetin und noch so einige vertrage ich nicht. Vielleicht sollte ich auch mal Remergil probieren?
Heute vormittag habe ich wieder nur geheult und mich mit meinem Dauergedanken ("Und wenn das nun für ewig so bleibt...") schön heftig runter gezogen. Aber verdammt, nach 10 Monaten in einem fast andauerndem Zustand von Freudlosigkeit, Trauer, Gereiztheit und Schwere ist es schwer, Hoffnung zu behalten. Ich war heute vormittag megaverzweifelt!!! Aber seit heute darf ich mal wieder für die nächsten 14 Tage Tavor nehmen, das rettet mich dann doch. Ich habe mich so verändert, dass ich mich selbst kaum wiederkenne. Zum Beispiel habe ich eine panische Angst entwickelt, krank zu werden bettlägerig sein zu müssen und mich somit nicht ablenken zu können, dann schmier ich völlig ab. Auch Urlaub ist nun sehr Angstbesetzt für mich. Selbst an Wochenenden stürze ich leicht ab. Zeit ist für mich was ganz anderes geworden. Sie läuft nicht mehr einfach so vor sich hin, auch sie ist jetzt mit Angst besetzt. Angst, wenn eine Leere kommt, wo ich dann wieder so erstarren könnten (wie nach der OP). Ich kann nicht mehr so selbstverständlich mit Zeit umgehen, mich treiben lassen und das tun, was mir gerade einfällt, denn ich fürchte mich davor, dass mir nichts einfällt und ich dann im Netzt der tiefen Niedergedrücktheit gefangen bleibe, wie im Netzt einer gefrässigen Riesenspinne.Und ich kriege Angst, bei dem Gedanken, dass kein Medikament deutlich wirkt, sondern eher nur die Spitze von allem nimmt. Dieser riesige Rest der da übrig bleibt, den schaffe ich nie und nimmer zu bewältigen. Und das alles wegen dieser OP im letzten Juli. Bin fröhlich und optimistisch da rein und komme als Psychowrack wieder raus. Wie sehr ich schon auf diesen Tag geschimpft habe...
Wie lange dieser Zustand wohl noch dauert?????
Habe Angst, dass ich mich da so tief reinmanöveriert habe, weil ich mich gedanklich fast nur noch mit meiner schlechten Stimmung oder den zahlreichen anderen körperlichen Symptomen beschäftige, dass ich es somit "gelernt ", dass es mir so geht und ich keinen anderen Zustand mehr erwarte...

charlotte


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 8. Mai 2002, 21:10 

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Hallo Sandra,

die Symptome, die Du in vorherigen mails geschildert hast, deuten auf ein sog. Serotonin-Syndrom hin. Du weißt sicher schon, das L-Tryptophan eine Aminosäure ist. Sie wird im Körper über die
Zwischenstufe 5-HTP(5-Hydroxy-Tryptophan) in den Neurotransmitter Serotonin umgewandelt. Ich selber habe mal 5-HTP eine zeitlang eingenommen und bei der Gelegenheit hab ich irgendwo
im Netz gelesen (weiss nicht mehr wo), daß man sowohl Tryptophan als auch 5-HTP nicht zusammen mit einen SSRI (selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, ein AD) einnehmen soll, wegen der Gefahr des Serotonin-Syndroms. Und Johanniskraut soll eine ähnliche Wirkung wie ein SSRI haben! Also sollte man beide nicht kombinieren.
Die Gründe für die Horrormeldungen die Du gelesen hast, liegen viele Jahre zurück und kamen daher, weil aus Japan gentechnisch verunreinigtes Tryptophan in die USA gekommen ist, wo Menschen daran gestorben sind. Das wurde daraufhin Verboten und beim jetzigen Tryptophan
oder 5-HTP aus natürlichen Quellen, muß man da keine Angst mehr haben.
Bei mir hat es länger gedauert, bis ich die richtigen AD´s gefunden hatte.
Ein Hausarzt hat, was AD´s betrifft, wahrscheinlich nicht das gleiche Wissensspektrum wie ein Spezialist (Neurologe).
Ich drücke Dir die Daumen und lass wieder was hören!
Klaus


 
 
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BeitragVerfasst: 9. Mai 2002, 15:56 

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Hallo Klaus,
hab gerade ein bißchen im Internet rumgestöbert(sollte ich vielleicht nicht mehr machen?!).Auf jeden Fall,bin ich auf Artikel gestoßen,die mir gar nicht gefallen.

Arznei-Telegramm 10/96

Pharmazeutische Unternehmen in Deutschland klagten gegen das Verbot,weil auch Produkte betroffen ware,die angeblich nicht mit Rohstoff von Showa Denko hergestellt waren.Diese Argumentation bleibt fragwürdig:
Bereits Jahre bevor Showa Denko auf ein neues gentechnisches Produktionsverfahren umgestellt hat,erkrankten L-Tryptophan-Verwender an EMS.Anfänglich lautete die Diagnose oft"eosinophile Fasziitis".Bis zu 5% der Betroffenen hatten keine Tabletten mit dem als verunreinigt geltenden Rohstoff eingenommen.Im Tierversuch lassen sich EMS-artige Symptome auch mit nicht verunreinigtem Tryptophan auslösen.Eosinophilie bzw.EMS treten auch in Verbindung mit Abkömmlingen von L-Tryptophan wie 5-Hydroxytryptophan auf,das aus pflanzlichen Rohstoff gewonnen wird.Eine EMS entsteht somit nicht nur durch das beanstandete Showa-Denko-Tryptophan.Dennoch folgt das Berliner Verwaltungsgericht der Verunreinigungshypotese der pharmazeutischen Unternehmen und sieht "keine ernstzunehmenden Indizien für einen Kausalzusammenhang"zwischen"Peak-E-freiem"L-Tryptophan und EMS.Dank des gerichtlichen "Persilscheins" darf die Aminosäure wieder auf den Markt.Seit einigen Wochen bieten Firmen wie Ardeypharm und Fresenius l-Tryptophan(ARDEYTROPIN;KALMA)rezeptfrei zur Behandlung von Depressionen bzw.Schlafstörungen an.In den neuen Beipackzettel fehlt jeglicher Hinweis auf EMS.Die Wirksamkeit von L-Tryptophan zur Behandlung von Depressionen oder Schlafstörungen ist bis heute nicht durch aussagekräftige kontrollierte Studien belegt.

Gut,das ist jetzt von 1996 und Kalma ist jetzt nicht mehr rezeptfrei,aber im Beipackzettel finde ich immer noch keinen Hinweis auf EMS,und ich denke,das sich die Hersteller selber nicht sicher sind,ob nicht doch die Gefahr besteht,das man durch Kalma an EMS erkranken kann.Ich frag mich wirklich,was ich davon halten soll?Auf jeden Fall,finde ich über andere AD`s nicht so viele negative Nachrichten wie von Kalma.Es gibt so viele AD`s die mir mein Arzt verschreiben hätte können,warum gerade Kalma?Sind den unsere Hausärzte zu wenig über AD`s informiert,oder ist das normal,das Ärzte solche Nachrichten ignorieren oder vielleicht gar nicht lesen.Ich darf den Dreck jetzt absetzen und wieder von vorne anfangen.Und dann weiß ich nicht,ob ich das nächste AD vertrage,und so gehts dann immer weiter....Schön langsam glaube ich,das man durch Medis zwar auch viel erreichen kann,aber auch manchmal mehr kaputt macht.Was ich jetzt machen soll,weiß ich gar nicht.....Meine zwei Ärzte kann ich in der Hinsicht wohl vergessen.Aber wie soll ich als Patientin den die richtige Entscheidung treffen?

wünsche dir einen schönen Tag,Sandra


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 9. Mai 2002, 20:01 

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Hallo!

Ich habe ein Problem und hoffe sehr, dass hier
irgendjemand Rat weiß. Ich leide seit Februar
unter Depressionen und Angstzuständen. Vor 5
Wochen wurde mir Paroxetin (Seroxat) 20 mg.
verschrieben. Nachdem dadurch in den ersten fnf
Tagen die Ängste viel schlimmer wurden, fingen
meine Beschwerden an besser zu werden. Ängste
ließen nach und ich fing wieder an mich für etwas
zu interessieren. Nebenwirkungen gab es auch,
nSmlich Zittern und ksrperliche
Unruhe, die
vergingen allerdings auch. Seit Dienstag geht es
mir (ohne erkennbaren Auslöser) aber wieder total
schlecht. Ich fühle mich ksrperlich total
angespannt, habe schlimmen inneren Druck, die
Ängste sind vorm Schlafengehen wieder da und ich
weine ständig. Meine Gedanken sind zwar positiver,
als ohne Medikamente und ich habe wieder halbwegs
Interesse für etwas, aber nichtsdestotrotz bin ich
ziemlich am Ende. Dauernd am flennen und fühle
mich absolut fertig. Außerdem habe ich Kopf und
Gliederschmerzen. Schlafstörungen habe ich auch,
diese allerdings seit Beginn der Depression und
Seroxat hat es nicht verbessert. Habe deshalb
Zolpidem verschrieben bekommen. Aber auch wenn ich
geschlafen habe, bin ich todmüde. Ich weiß nicht,
was ich
machen soll, wirklich nicht :( Kann mir jemand
irgendwie einen Rat geben. Meine Psychiaterin ist
im Moment nicht da und kommt erst nächste Woche
wieder.
Yinhee


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 9. Mai 2002, 20:39 
 
Liebe Yinhee

Hast du keinen Hausarzt, den du kurzfristig erreichen kannst? Es scheint für mich so, als ob das Seroxat schon bei dir angeschlagen hat, dass aber eventuell die Dosis gesteigert werden muss. So eine Anpassung darfst du aber nicht ohne ausdrückliche Nachfrage bei einem Arzt vornehmen!
Wie gesagt, ich glaube nicht, dass du ohne Hoffnung sein musst, das Medi hat ja etwas im positiven bewirkt bei dir, das ist ein Zeichen, dass du darauf ansprichst. Die genaue Dosis heraus zu finden, die für dich und deine Krankheit die richtige ist, kann manchmal etwas länger dauern, deshalb darf das eben nur mit ärztlicher Hilfe geschehen.
Wenn du keinen Arzt hast, an den du dich morgen wenden kannst, und du glaubst, es nicht mehr auszuhalten bis du deine Psychiaterin erst nächste Woche anrufen kannst, dann wende dich an einen psychiatrischen Notdienst.

Ich hoffe, ich konnte dir eine kleine Hilfestellung geben, ich drück dir die Daumen!

Alles Liebe
Caroline


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 9. Mai 2002, 21:19 
 
Ich kann mich Caroline nur anschliessen
Dr. Niedermeier


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 9. Mai 2002, 21:46 

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Liebe Tina,
ich dachte bei Deinem Beitrag (Dusche = Kraftakt, Einkauf = Tortur etc) das hätte ich selbst geschrieben, ohne was davon zu wissen.

Ich hab auch die folgenden Tipps mit den 10 Minuten gelesen, und möchte Dir selber von mir noch was sagen, weil es so ungeheuer wichtig ist, dass wir alle hier uns um uns selber kümmern, weil gerade das für uns glaub ich sehr schwer ist.
Mein Arzt hat mir mal geraten, jeden Tag 10 Minuten wie ein Versuchsleiter über mich und mein "Befinden" "buchzuführen" - also nur beobachten. Das hab ich nicht geschafft, oder nur alle 3 Wochen mal...
Also hab ich mir gedacht, dann mal ich eben nur täglich einen Smiley in meinen Kalender, das ist zu schaffen...
Den male ich dann so, dass er dreinschaut, so wie ich mich fühle.
Damit bin ich dann gezwungen, wenigstens mal 2 Sekunden festzustellen, wie geht es MIR...
Ich wünsche Dir alles alles gute, und was Du sonst noch so brauchst!

Das wünsche ich Euch allen anderen natürlich auch

Joara


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 11. Mai 2002, 00:07 

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Hallo ihr alle,
ich bin gerade dabei,mein jetziges AD(Kalma)ausschleichen zu lassen.Mein Arzt hat mir nun 3 Vorschläge gemacht,welches AD ich dann ab Montag nehmen könnte.Hat jemand von euch schon mit eins der Medis Erfahrungen gemacht?

Paroxetin
Sertralin
Cipramil

Vielleicht kann mir jemand von euch einen guten Rat geben!!!!

Lieben Gruß,Sandra


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 11. Mai 2002, 14:29 

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@Charlotte: Mit Remergil habe ich bisher auch die besten Erfahrungen gemacht.

@Sandra: Im Prinzip spielt es keine so große Rolle, bei allen dreien handelt es sich um AD's aus der Wirkstoffgruppe der SSRI, sind also alle relativ modern und nebenwirkungsarm. Habe das Gefühl, dass Sertralin und Cipramil i.a. öfter verschrieben werden als Paroxetin, hängt aber wohl vom Arzt ab und macht wie gesagt auch eigentlich nicht so den großen Unterschied, da die drei alle ein vergleichbares Wirkungsprofil haben.


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 20. Mai 2002, 21:38 

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hallo !

ich habe eine frage bezüglich der kontinuität
bei der einnahme von antidepressiva.
im klartext: meine packung remergil ist heute zuende gegangen und der nächste termin beim neurologen ist erst in einer woche. ist die
jetzt ungewollte zwangspause mit dauer einer woche ohne remergil "gefährlich" für mich ? sollte ich mir für die woche ein neues rezept ausstellen lassen ( was mit viel arbeits- und zeitaufwand verbunden wäre )oder ist eine "pause" nicht weiter schlimm ?

danke im voraus für die antworten !

frederik


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 20. Mai 2002, 21:51 

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hi frederik,

ich bin keine fachfrau, aber soviel ich weiß
sollen/müssen ADs kontinuierlich eingenommen werden um den therapieerfolg nicht zu gefährden.
es muss ja ständig ein gewisser spiegel des wirkstoffes im blut vorhanden sein.
ob es "gefährlich" ist, eine woche auszusetzen?
hhmmm...
es wäre eben ein abrupter abbruch und normalerweise sollen medikamente ausgeschlichen werden. also, kurz und gut, ich rate dir, dir morgen ein rezept zu holen!

inka


 
 
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