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 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 7. Feb 2106, 08:28 

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Hallo Tom007
Seit Jahrzehnten leide ich unter immer wiederkehrenden Depressionen. Leider bin ich Therapie resistent. Suizidale Gedanken begleiten mich auch oft in den "gesunden" Phasen meines Lebens. Das Einzige, was die vielen Therapie Stunden und die nutzlosen Klinik Aufenthalte gebracht haben, ist die Resignation, dass ich mit diesem Gebrechen leben muss, wie ein Zucker Kranker mit seiner Diabetes. Unzählige Medikamente habe ich ausprobiert und keines richtig vertragen. Aus Erfahrung kann ich dir aber sagen, dass du keine Angst vor der Abhängigkeit haben musst. So lange du dich unter ärztlicher Beobachtung befindest, kann dir nichts passieren. Antidepressiva machen nicht süchtig, da sie bloss den Mangel an Botenstoffen in unserem Gehirn ausgleichen, die ein besseres Wohlbefinden auslösen. Je besser ein solches Mittel wirkt, desto grösser sind seine Nebenwirkungen. Und diese sind oft so unangenehm, dass man gerne geneigt ist, sie abzusetzen. Von Abhängigkeit kann also gar keine Rede sein. Ich habe mittlerweile ein Medikament gefunden, das ich sehr gut vertrage. Es wirkt aber erst nach langer Zeit der Einnahme und ermöglicht mir, wieder einigermassen, ein normales Leben zu führen. Ich habe mich daran gewöhnt, es einzunehmen, wie ein Epilesie Kranker seine Barbiturate. Das "Floxyfral", so heisst das Medikament, drängt den lauernden Kraken, der Depression zurück und bewirkt, dass er mich nicht so schnell wieder erfassen kann. Das Leben wird erträglich, auch wenn eine depressive Grundstimmung (Lustlosigkeit, Pessimismus, soziale Zurückhaltung etc.) permanent durch drückt. Ich kann sagen, das Floxyfral verhilft mir zu einer angemessenen Lebensqualität, die auch meine Sozialkompetenz wieder erhöht. Ich kann ab und zu wieder mit Freunden zusammen sitzen und verhalten feiern. Natürlich fordern die Nebenwirkungen ihren Preis (Sex auf Sparflamme, Potenzprobleme, Schwindel etc.)Aber man nimmt sie gerne in Kauf, wenn man dafür das Gefühl hat, wieder zu den Lebendigen zu gehören.
Ich wünsche dir alles Gute!
Simon


 
 
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BeitragVerfasst: 7. Feb 2106, 08:28 

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hallo,
ich bin 28 und litt letztes jahr an einer schweren Depression. Ich war 6 Monate in Behandlung, zunächst stationär, dann in einer Tagesklinik. Ich habe nie geglaubt, dass das mal ein Ende nimmt. Aber: Mein leben hat sich durch die Erkrankung so zum Positiven entwickelt, dass ich es immernoch kaum glauben kann. Ich wurde nämlich dazu gezwungen, ein paar Entscheidungen zu treffen, z.B. trotz meiner vielen Zweifel Berlin zu verlassen und in meine Heimatstadt zurückzukehren. Hier ging es mir zunächst auch schlecht, aber ich habe konsequent nur das gemacht, wofür ich mich selbst motivieren konnte. Mein alter Freundeskreis hat mir auch sehr dabei geholfen und jetzt habe ich sogar wieder einen Job, der mir richtig Spass macht. Ich kann sogar behaupten, einigermassen glücklich zu sein.

Was ich damit sagen will: Es gibt einen Ausweg aus dieser Sch***e ! Pillen und Gespräche sind ein Teil der Lösung, das wichtigste sind aber soziale Kontakte. Das dumme ist, das man durch diese verdammte Krankheit ständig denkt, das man niemanden sehen will.... Musik hat mir auch sehr geholfen.

Mein behandelnder Arzt in Berlin sagte damals, Chinesen haben für Krise und Chance das gleiche Schriftzeichen. Ich fand das einfach nur total zynisch. Aber im Endeffekt hatte er Recht. Ihr solltet die Depression aber auch einfach mal akzeptieren und nicht ständig dagegen ankämpfen. 'Positives Denken' ist sowieso Gehirnwäsche.

Viel Glück! Und kommt nicht auf die Idee, dummen Gedanken in die Tat umzusetzen. Ich war auch mal kurz davor.


 
 
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BeitragVerfasst: 7. Feb 2106, 08:28 

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Hallo alle, hallo Herr Dr. Niedermeier,

was Sie schreiben darüber, daß Antidepressiva - egal welche "Generation" - weder psychisch noch physisch abhängig machen, stimmt leider so nicht. Ich habe vor knapp zwei Wochen (vorletzten Freitag) Seroxat - den schon einige Male erwähnten Serotoninhemmer - abgesetzt, in Rücksprache mit meiner Ärztin nicht stufenweise, sondern in einem Schritt. Seit vorgestern (Montag) bin ich nicht mehr arbeitsfähig. Ich habe genau dieselben Symptome als Entzugserscheinungen, die ich ursprünglich als Nebenwirkungen hatte: Schwindelgefühle bis hin zu Kopfschmerzen, Müdigkeit bis zu Fast-den-ganzen-Tag-im-Bett-Rumliegen. Blicke auf internationale Depressionsforen haben mir bestätigt, daß sowohl die Pharmaindustrie als auch die Ärzte weiterhin bestreiten, daß es diese Entzugserscheinungen gibt, daß sie aber von vielen Patienten am eigenen Leib erlebt werden. Ich bin also mit meiner Wahrnehmung nicht alleine. Meine Ärztin dagegen schiebt es auf meine psychische Grundstimmung und meint, wenn ich diese Symptome hätte, würde das nur zeigen, daß ich noch nicht in der Lage sei, das Medikament abzusetzen. (Wenn ich allerdings jetzt nicht in der Lage dazu bin, werde ich es wohl nie sein!)
Die Symptome sind auch reproduzierbar; als ich Mitte Februar das 1. Mal versuchte abzusetzen, ging es mir genauso; damals stellte ich nach einiger Zeit fest, daß eine Dosis von 1 x pro Woche eine Tablette mich weiterhin "funktionieren" ließ.

Leider habe ich solche Erfahrungen schon häufiger machen müssen - daß nämlich die Fachleute vor der Realität einfach ihre Augen verschließen. Im Zweifelsfall wird man als mündiger Patient dann wie ein unmündiges Kind behandelt, und die Symptome werden auf die "Grunderkrankung" geschoben. Ich kann das ja von Seiten der Pharmaindustrie verstehen - je mehr Nebenwirkungen dokumentiert werden, umso bedenklicher ist das Medikament. Allerdings ist das weder ein adäquater Umgang mit mündigen BürgerInnen noch eine verantwortungsvolle Handlung gegenüber kranken Menschen. Bis jetzt war ich von Seroxat sehr angetan, denn abgesehen von den anfänglichen Nebenwirkungen und der massiven Gewichtszunahme ging es mir sehr gut. Nun aber muß ich diese Haltung wohl zumindest teilweise revidieren.

Mich würden die Erfahrungen anderer interessieren - und ganz speziell Ihre Stellungnahme, Herr Dr. Niemeier.


 
 
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BeitragVerfasst: 7. Feb 2106, 08:28 

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Hallo "Nat" .Du kannst froh sein , daß Dein Beitrag noch nicht gelöscht wurde...(ist mir schon drei mal passiert...)


 
 
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BeitragVerfasst: 7. Feb 2106, 08:28 

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Hallo Marc!
Vielen Dank für Deine Antwort. Wenigstens weiß ich jetzt, daß Doxepin und Aponal sozusagen das Selbe ist. Dann kann ich mich noch weiter infomieren. Falls das dann noch nötig ist. Denn ich will versuchen, ein anderes Medi zu bekommen.
Tschüß Ursel


 
 
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BeitragVerfasst: 7. Feb 2106, 08:28 

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Hallo Nat,

daß S****** abhängig machen soll habe ich schon öfter gelesen. Muß was dran sein.

Gruß

Albert


 
 
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BeitragVerfasst: 7. Feb 2106, 08:28 

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Hi Marc, danke für den Hinweis. Ich wußte nicht, daß das hier in undemokratisches Forum ist. Ich fand die ganze Sache erst prima (bis jetzt kannte ich nur Diskussionsforen in englisch, die allerdings nicht "gesiebt" werden), jetzt bin ich natürlich schon etwas vorsichtiger geworden. Irgendwie ist das typisch deutsch, wenn man eigene Erfahrungen nicht mitteilen darf, sondern zensiert wird.


 
 
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BeitragVerfasst: 7. Feb 2106, 08:28 
 
Hallo Nat, hallo Marc....

2. Versuch: Antidepressiva machen nicht abhängig, weder die alten noch die neuen...
und darüber gibts unendlich viele Studien, auch über sehr viele Jahre hinweg....
Aber: Gerade die neuen Antidepressiva (SSRI)machen beim Absetzen ein sogenanntes Absetzphänomen, daß durch die Stoffewchselumstellung bedingt ist..(biochemisch etwas volkommen anderes als Entzug!)..auch einige von meinen Patienten litten in dieser Zeit vor allem unter starkem Schwindel und Kopfschmerzen...

insofern ist das richtig..aber es hat nichts mit Abhängigkeit oder Entzug zu tun..

Grüsse Dr. N. Niedermeier


 
 
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BeitragVerfasst: 7. Feb 2106, 08:28 
 
Ergänzung: Das ganze ist übrigens nach einer Woche vorüber..

Dr. N. Niedermeier


 
 
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BeitragVerfasst: 7. Feb 2106, 08:28 

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Hallo Herr Dr. Niemeier,

danke für Ihre Antwort. Sie hat für mich einiges klargestellt, obwohl es sich für mich als "Anwenderin" natürlich aufs gleiche herauskommt, ob es sich nun "Entzug" oder "Absetzphänomen" nennt.

Zu Ihrer Ergänzung: morgen bin ich seit zwei Wochen von Seroxat runter und habe immer noch die "Phänomene". Ich weiß nicht, ob ich superempfindlich reagiere oder ob ich ein sonstwie gearteter Sonderfall bin, aber auf mich trifft das mit der einen Woche jedenfalls nicht zu. Ich habe heute auch mit der Vertretung meiner sich in Urlaub befindenden behandelnden (Allgemein-)Ärztin darüber gesprochen, der aus seinem Computer die Meldung fischte, daß es maximal 10 Tage dauern könnte, und auch er zeigte sich äußerst erstaunt, daß es bei mir nun schon knapp zwei Wochen dauert. Wie auch immer, ich habe trotz allem das Gefühl, daß ich die schlimmste Phase überwunden habe, jedenfalls geht es mir seit gestern wieder besser; der Schwindel läßt in seiner Intensität nach. Das nächste Mal werde ich mir jedenfalls reiflich überlegen, was mir mehr wert ist: nebenwirkungs- oder absetzphänomenfrei zu leben oder depressionsfrei...

Im übrigen - ich will natürlich hier nicht der Konkurrenz das Wort reden, aber vielleicht hilft es doch dem/der einen oder anderen noch, sich auch außerhalb dieses Forums noch auszutauschen: interessante Selbsthilfemöglichkeiten für Englischkundige gibt es auch unter http://forums.about.com. Ich habe gerade auch eine Nachricht dort zum Thema Paxil-/Seroxat"entzug" erhalten und bin gespannt, was diese mir zu offenbaren hat...


 
 
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BeitragVerfasst: 7. Feb 2106, 08:28 

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Hallo Herr Dr. Niemeier,

danke für Ihre Antwort. Sie hat für mich einiges klargestellt, obwohl es sich für mich als "Anwenderin" natürlich aufs gleiche herauskommt, ob es sich nun "Entzug" oder "Absetzphänomen" nennt.

Zu Ihrer Ergänzung muß ich Ihnen leider schon wieder widersprechen: morgen bin ich seit zwei Wochen von Seroxat runter und habe immer noch die "Phänomene". Ich weiß nicht, ob ich superempfindlich reagiere oder ob ich ein sonstwie gearteter Sonderfall bin, aber auf mich trifft das mit der einen Woche jedenfalls nicht zu. Ich habe heute auch mit der Vertretung meiner sich in Urlaub befindenden behandelnden (Allgemein-)Ärztin darüber gesprochen, der aus seinem Computer die Meldung fischte, daß es maximal 10 Tage dauern könnte, und auch er zeigte sich äußerst erstaunt, daß es bei mir nun schon knapp zwei Wochen dauert. Wie auch immer, ich habe trotz allem das Gefühl, daß ich die schlimmste Phase überwunden habe, jedenfalls geht es mir seit gestern wieder besser; der Schwindel läßt in seiner Intensität nach. Das nächste Mal werde ich mir jedenfalls reiflich überlegen, was mir mehr wert ist: nebenwirkungs- oder absetzphänomenfrei zu leben oder depressionsfrei...

Im übrigen - ich will natürlich hier nicht der Konkurrenz das Wort reden, aber vielleicht hilft es doch dem/der einen oder anderen noch, sich auch außerhalb dieses Forums noch auszutauschen: interessante Selbsthilfemöglichkeiten für Englischkundige gibt es auch unter http://forums.about.com. Ich habe gerade auch eine Nachricht dort zum Thema Paxil-/Seroxat"entzug" erhalten und bin gespannt, was diese mir zu offenbaren hat...


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 7. Feb 2106, 08:28 

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Hallo!
Ich plage mich schon seit Jahren an schweren Depressionen, zig Medikamente und Therapien versucht, ohen Erfolg, und mittlerweile stelle ich fest, daß ich eigenmächtig meinen Freundeskreis absolut minimiert habe. Ich will keinen mehr sehen, bis auf wenige Freunde, zu denen ich noch Kontakt hege. Und ich weiß ganz genau, darin liegt auch das Übel. Ziehe mich total zurück, und fühle mich einsam und mies. Und leide wirkich darunter.
Aber auf der anderen Seite WILL ich keinen anderen Menschen um mich herum, suche die Ruhe, um alleine zu sein.
Wie kann ich bloß diesen Teufelskreis durchbrechen?


 
 
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BeitragVerfasst: 7. Feb 2106, 08:28 
 
Hallo!
Ich ehtschuldige mich sehr für meine Fehler.Ich
lerne Deutsch nicht so lange.Von Beruf bin ich
Arzt.Nach dem Studium in Litauen habe ich 2 Jahre
als Psychiater gearbeitet. Danach habe ich umschu-
lung gemacht und 5 Jahre im Rettungsdienst habe
gearbeitet.Über Depression und andere Geiststörun-
gen lese ich bis jetzt noch immer.Vor 3 Jahren habe ich selbst genug tiefe Depression erlebt.
Jetzt habe ich meine persönliche Ansicht über Dep-
ression.Jede Sache, jeden Beruf,jedes Fach brau-
chen viel Zeit,Information,Erfahrungen usw.
Ich verstehe, dass ich sehr naiv aussehe,aber jetzt weiß ich welche Gründe die Depression ursa-
chen.Das ist sehr einfach,wenn man mit diese Sache
viele Jahre beschäftigt.
Die Depression ist als Folge des Jodmangels.
Unser Gehirn ist einfach genug ehtwickeltes Com-
puter und nicht mehr.Die heutige Stuffe der Zivi-
lisation braucht vom menschlichen Gehirn der täg-
lichen intensiven Arbeit.Dieses Arbeit ist eine
Kette der chemischen Reaktionen mit vielen Subst-
raten( über 50 essentiellen Stoffen -aminosäuren,
Fettsäuren,Kohlenhydraten,Mineralien,Vitaminen,
Spurenelementen).Wenn es ein Mangel an Vit.B-1 gibt,die Menschen werden krank ( Krankheit Beri-
Beri),wenn es eun Mangel an Vit.PP - Pellagra,
wenn ...Vit.C Mangel -Skorbut usw. Und ich sage,
dass fast alle Psychischkrankheiten sind als Folge des Jodmangels.
Ich kann es mit den Fakten,mit der Literatur und
mit den biochemischen Erklärungen beweisen.Das
braucht natürlich Zeit und Interessen vom Audito-
rium.
Die Heilung für Depression dauert 2-4 Jahre, das
hängt vom Alter und von der Gesundheit des Patien-
tes ab. Keine Arzneimittel, nur Lebensmittel.
Jeden Tag 1 Tab. Multivitaminen mit Spurenelemen-
ten, extra Vit.C - 1-2gr pro Tag und noch extra
nur Multivitaminen ohne Spurenelementen ( die
speichern in der Leber) und natürlich -Jod (1-2
Tropfen pro Tag im Wasser, besser Jodspiritosa ).
Ich verstehe, dass ich hier auf einem Blattpapier
nicht alle meine Gedanken gegeben kann.Ich möchte
nur meine Kenntnisse dieser Krankheit mitteilen.
Würde mich freuen auf jede Frage und Meinung.
Alles Gute. Andrius.


 
 
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BeitragVerfasst: 7. Feb 2106, 08:28 

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An Andrius:

Leider muß ich Dich enttäuschen, denn das, was Du über die Korrelation von Jodmangel und Depression behauptest, entbehrt jeglichen Beweises.

Zum einen bin ich mir sicher, daß schon jede Menge andere schlaue Köpfe auf diese fantastische Idee gekommen wären, wenn die Lösung des Rätsels so einfach wäre.

Zum anderen nehme ich seit ca. einem Jahr Jodtabletten ein; sie nennen sich "Joddepot" oder so ähnlich. Sie sind so hoch konzentriert, daß man sie nur einmal pro Woche einnehmen darf; sie geben dann über die Woche verteilt Jod ab (wenn ich den Beipackzettel richtig im Kopf habe). Nichtsdestotrotz leide ich nach wie vor unter Depressionen.

Auch meine restliche Ernährungsversorgung ist prima. Ich bin letztes Jahr, als ich den Hausarzt gewechselt hatte, komplett internistisch "auf den Kopf gestellt" worden - meine Werte sind allesamt im optimalen Bereich. Ich bin also physisch fit wie der sprichwörtliche Turnschuh. Nebenbei bemerkt arbeite ich in einem großen chemischen Unternehmen, und wir bekommen einmal pro Halbjahr Multivitamintabletten. Abgesehen davon, daß man sich über die Wirksamkeit von künstlichen Vitaminen, ihre Dosis und verhältnismäßige Zusammensetzung natürlich streiten kann - ich bin also sicher nicht vitaminunterversorgt.

Du siehst also, Deine tolle Theorie steht auf reichlich wackligen Füßen.

Im übrigen spricht noch ein Argument dagegen: wenn Depressionen auf rein physische Unausgeglichenheiten zurückzuführen wären, würden ja Psychotherapien in keinem Fall der Welt helfen, und daß sie helfen (zwar nicht jedem/jeder, aber doch immerhin sehr vielen PatientInnen), ist ja wohl unbestritten.

Nichtsdestotrotz würden mich dazu auch andere Meinungen/Erfahrungen interessieren, auch, was der Doc dazu zu sagen hat. Es geht den Psychiatern ja zur Zeit tatsächlich wie den Astrophysikern: sie suchen alle nach dem Stein des oder der Weisen - aber vielleicht läßt man uns Laien ja mal einen kleinen Einblick in den derzeitigen Wissenstand haben...


 
 
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BeitragVerfasst: 7. Feb 2106, 08:28 

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Hallo zusammen,
gibt es eigendlich auch Erfahrungen mit alternativen Heilmethoden, wie beispielsweise Akupunktur ?


 
 
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BeitragVerfasst: 7. Feb 2106, 08:28 

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hallo,
ich lese seit neuestem im internet alles über depression. ich selbst habe seit 2´5 jahren schwere depressionen. alles was ich von euch lese klingt irgendwie plausibel, auch wenn es widersprüchliche argumente sind. und ich denke, da kann man ganz schön durcheinander kommen. ist ja sowieso schwierig während einer depression auf seinen bauch zu hören, aber auf den verstand zu hören finde ich noch komplizierter. ich habe ja schließlich weder medizin noch psycho studiert. ich kann nur vertrauen und ausprobieren. inzwischen bin ich sogar komplett überzeugt, daß die ursachen bei der neurotransmitterübertragung liegen. also die hilfe ist ein medikament, auch wenn ich selbst noch nicht das richtige gefunden habe. im ersten jahr habe ich mich komplett geweigert medikamente zu nehmen. alles mögliche ausprobiert. auch eine hypnosetherapie. aber überall sind scharlatane unterwegs. obwohl ich gefühlsmäßig die hypnotherapie favorisiert hatte, habe ich sie völlig aus den augen verloren. kennt jemand doch einen guten? ansonsten finde ich es gar nicht so schlecht übers internet zu versuchen kontakte und erfahrungen auszutauschen, denn die krankheit macht ja nicht gerade komunikativ. interessant fand ich auch dieses neue mittel ...name vergessen...mit 4 großen buchstaben. nimmt das jemand und hat erfahrungen damit? und vor allem, wer hat einen guten arzt?
ich habe eine buchempfehlung "befreite gefühle" von colette dowling. leider eine übersetzung aus dem amerikanischen wo es immer wieder um biopsychiater, oder psychopharmakologen geht. meine ermittlungen haben mich noch zu keinem adäquaten behandler geführt. ich bin auch froh, wenn das hier benutzt wird und diese völlig bescheuerte krankheit mehr ins bewußtsein der menschen und vor allem der behandler gerät. inzwischen habe ich, wenn ich von der krankheit rede, immer nur gehört, ja kenn ich, der und der , die haben auch sowas. es scheint also unglaublich viele menschen mit depressionen und ängsten zu geben, aber alle bleiben lieber im dunkeln. ist halt keine krankheit, die mAN MAL IM KRANKENHAUS BESUCHEN GEHEN KANN. ich selbst werde demnächst mein geschäft afgeben, weil ich einfach die arbeit nicht allein bewältigen kann. ist irgend jemand von euch schon berentet oder sowas, der mir da einen tipp geben könnte? finanziell, weiß ich nähmlich gar nicht wie es weitergehen soll.


 
 
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BeitragVerfasst: 7. Feb 2106, 08:28 

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hallo tiger,
ich bin auch bei einem Hypnotherapeuten, den ich über einen vhs-Kurs zum Thema "Ängste" kennengelernt habe. Leider weiß ich nicht, in welcher Region Du wohnst, von daher mag es völlig absurd sein, wenn ich Dir meinen Therapeuten empefehle, weil er evtl. Hunderte von Kilometern von Dir entfernt ist. Ich wohne im Rhein-Main-Gebiet, also wenn Du auch hier aus der Gegend bist, melde Dich noch mal, dann maile ich Dir gerne seinen Namen und Tel.nr.
Ich war von August 99 bis Januar 00 in einer psychotherapeutischen Fachklinik, da haben sie mir empfohlen, eine Analyse zu machen (vor allem im Hinblick darauf, daß die Krankenkasse das evtl. noch zahlt, denn ich habe auch schon ambulante Therapien hinter mir, und nach einer gewissen Zeit wird man für zwei Jahre "gesperrt" - natürlich unabhängig davon, wie gut oder schlecht es einem dann geht). Der Therapeut in der Klinik, der mir jedoch mit am meisten mitgegeben hat (Bewegungs- und Atemtherapeut), denn bei ihm habe ich genau das gelernt, was Du ansprichst: auf meine innere Stimme hören, mehr fühlen als denken, meinte, ich solle mal nach systemischen Therapieformen schauen.
Daraufhin habe ich an unserer Volkshochschule, die sich zum Glück immer mehr mit dem Thema beschäftigt, eine Familienaufstellung nach Bert Hellinger gemacht, die ich jedem nur wärmstens empfehlen kann. Es ist eine sehr ungewöhnliche Therapieform, auf die man sich erst mal einlassen muß, und ich war zu Anfang auch SEHR kritisch der Sache gegenüber, aber schon die Energie, die am Einführungsabend rüberkam, hat mich total fasziniert. Ich habe dann im Herbst zweimal an einer Aufstellung teilgenommen, einmal Ende September, als es mir wirklich hundeübel ging, und einmal Ende November. Die Wandlung, die diese Aufstellungen in meinem Leben verursacht haben, läßt sich für Außenstehende kaum beschreiben. Vor allem haben sie mir Vertrauen in meine Intuition gegeben, und seitdem habe ich zu meinem Unterbewußten ein viel direkteres und besseres Verhältnis. Außerdem wirkt eine Aufstellung oftmals sogar auf Personen, die bei der Aufstellung gar nicht dabei waren, in meinem Fall auf meine Mutter, die sich urplötzlich völlig anders mir gegenüber verhielt. Leider ist diese Therapieform nicht von der Krankenkasse anerkannt, aber selbst wenn man 200 DM hinblättern muß, ich kann es nur empfehlen. (Und der Betrag ist ja wieder steuerlich absetzbar.) Ein weiterer Vorteil ist, daß eine solche Aufstellung nur ein Wochenende lang dauert. Allein schon die Wirkung an dem Wochenende wird jedeR für sich selbst erfahren: man ist zwar k.o., weil es ein sehr langer, anstrengender Tag war, aber hat andererseits das Gefühl, wahnsinnig viel Kraft bekommen zu haben.
Dann habe ich wie gesagt jenen eintägigen vhs-Kurs über Ängste gemacht, der von meinem Hypnotherapeuten gehalten wurde. Leider ist auch er nicht kassenzugelassen. Bis jetzt bin ich auch noch nicht "richtig" hypnotisiert worden, wie man (und auch ich noch) sich das so landläufig vorstellt, aber er ist sehr einfühlsam und tut mir einfach gut. Die Hypnotherapie geht darauf zurück, daß das Unterbewußtsein die Probleme kennt, die man möglicherweise vom Bewußtsein abgespalten hat (z. B. weil sie zu schmerzlich waren), und daß es auch die Heilung kennt, die dem Bewußtsein nicht zugänglich ist. Lt. meinem Therapeuten ist es die schnellste und eine der effektivsten Formen der Psychotherapie. Und ich kann sie - aus meiner Sicht - auch besonders solchen Personen empfehlen, die "übertherapiert" sind, denn mit dem Bewußtsein, also Intelligenz etc., kann man hier nicht viel anfangen, es sind in erster Linie die Intuition und das Unterbewußtsein gefragt.

Generell muß ich sagen, ja, es ist leider ein richtiges Spießrutenlaufen, um den richtigen Therapeuten zu finden. Und die 3 - 4 Sitzungen, die man von der Kasse bewilligt bekommt, um sich zu entscheiden, sind eigentlich ein Witz, denn dann hat man sich gerade mal oberflächlich kennengelernt. Ich habe z. B. zwei Jahre lang eine Verhaltenstherapie gemacht, dabei ist Verhaltenstherapie für meine Depressionsform völlig sinnlos, denn um an mein Problem ranzukommen, muß man direkt in die "Tiefe" gehen.

Aber ich kann jedem/r nur empfehlen, guckt Euch mal bei Euren Volkshochschulen um. Vielleicht findet Ihr auch nur irgendwo einen Vortrag über Therapieformen, der Euch weiterbringt. Im Zweifelsfall, falls in Eurer Region nichts zu dem Thema angeboten wird, schaut mal in der nächsten größeren Stadt. (Die meisten vhs haben inzwischen auch eine recht gute Internetpräsenz.)

Und noch ein Tip: es besteht die Möglichkeit, beim Versorgungsamt eine Anerkennung auf Schwerbehinderung zu beantragen. Bei mir wurde vor allem aufgrund der Depression (ich habe allerdings noch andere Faktoren, die hinzukamen) ein Grad von 50 % anerkannt, wodurch ich den Status der Schwerbehinderung erreicht habe. Dadurch bekomme ich steuerliche Vergünstigungen, die man u. U. angesichts der vielen nicht kassengedeckten Therapien gut brauchen kann, und bei vhs-Kursen wird eine 50%ige Ermäßigung gewährt. Ich will jetzt hier nicht den Eindruck ermitteln, daß ich Profit aus meiner Krankheit schlagen möchte, aber ich denke, wenn wir uns schon so rumquälen und von Pontius zu Pilatus laufen auf der Suche nach einer Heilung, sollten wir wenigstens alle Vergünstigungen nutzen, die uns angeboten werden. Und leider wissen die wenigsten, daß eine Depression von den Versorgungsämtern so bewertet wird.

Meinen Entzugserscheinungen geht es übrigens besser, schwindlig ist mir zwar immer noch, aber allmählich habe ich mich fast daran gewöhnt... also, ich gucke wieder optimistisch in die Zukunft. Um hier auch mal eine positive Rückmeldung zu geben! (Hoffentlich hält es diesmal eine Weile...)


 
 
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hallo nat,

ich danke dir für deine ausführliche antwort.
leider muß ich jetzt arbeiten. das heißt ich quäle mich in mein geschäft und versuche meine furchtbare angst, meine nassen hände und das alles unter kontrolle zu bekommen. immer wenn ich kunden zu beraten habe gerate ich in totale panik, daß ich es falsch machen könnte. diesen stress will ich einfach nicht mehr haben und gebe in 3 wochen mein geschäft auf. deswegen ist es besonders wichtig eine information über die weitere finanzielle versorgung zu haben, weil mich natürlich diese ungewisse zukunft noch viel mehr unter druck setzt, als die jetzige situation.
wenn mein freund nicht ständig bei mir wäre, wäre ich überhaupt nicht in der lage irgendetwas zu tun. nimmst du auch ein medikament? und welches? wie lange schon? ich bin in berlin und versuche gerade rauszubekommen ob es in deutschland psychopharmakologen gibt, die sich bestens mit medikamenten auskennen. langsam habe ich nähmlich die nase voll von der ewigen ausprobiererei. wie weit muß mein leben noch aus den fugen geraten...
ich melde mich am abend wieder. wer noch was für mich hat, bitte melden


 
 
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BeitragVerfasst: 7. Feb 2106, 08:28 

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Hallo Tiger!
Bezügliche Deiner Rente werde ich Dir wohl auch nicht richtig weiterhelfen können. Ich kann Dir nur schreiben, wie es bei mir gelaufen ist. Allerdings läuft mein Rentenverfahren noch, ich warte eigentlich jeden Tag auf eine Antwort.
Mein Arzt hat mir vorgeschlagen, doch einen Rentenantrag zu stellen. Und dann bin ich ins Rathaus ins Versicherungsamt gegangen und habe mich dort beraten lassen, welche Art Rente für mich in Fage kommen würde. Anschließend habe ich den Antrag ausgefüllt ( die Leute im Amt sind einem dabei auch gern behilflich ). Das ist jetzt 1/2 Jahr her. Solange dauert das. Zuerst wurde eine Gutachten von dem Artz, den ich angegeben habe, angefortert. Vor ca. 8 Wo. war ich dann bei einem Gutachter, den ich von der BfA zugewiesen bekam. Ich bin noch relativ jung, sodaß das mit dem Gutachter, der noch hinzugezogen wurde, eigentlich normal ist. Ja, und jetzt warte ich auf Antwort. Ich muß dazu sagen, daß ich schon sehr lange psychisch krank bin. Eine Ausbildung habe ich nur unter größten Anstrengungen und Kraftaufwand geschafft. Aber immerhin habe ich insg. doch 5 Jahre in meinem Beruf gearbeitet, wenn auch immer halbtags. Ich habe es schon als großen Einschnitt empfunden, Rente zu beantragen. Und egal war es mir nicht. Es hat mich z.T. ganz schön traurig gemacht. Aber ich bin leider nicht so arbeitsfähig, wie es in einem Berufsleben heutzutage verlangt und erwartet wird. Trotzdem ich seit Jahren Antidepressiva nehme. Ich habe einige Jahre Fluctin genommen. Die haben mir auch gut geholfen, bis eben meine Leberwerte so drastisch in die Höhe geschnellt sind, daß es der Arzt nicht mehr verantworten konnte, die Medis weiter zu verschreiben. So langsam bessern sich die Werte wieder. Dann habe ich Doxepin genommen, welche bei mir auch eine eindeutig positive Wirkung auf die Psyche hatten. Aber die körperl. Nebenwirkungen waren so bescheiden, daß ich die Doxepin wieder weggelassen habe. Jetzt versuche ich es so, und schlage mich so lala durch. Wenn es so bleibt, wie es jetzt ist, dann geht es. Aber wenn die Depression und Ängste wieder schlimmer werden, dann weiß ich auch nicht, was ich mache.
Na, ja, das war jetzt eben ein Ausschnitt aus meinen Erfahrungen, die ich in all den Jahren zwangsläufig gesammelt habe.
Tschüß und alles Gute
Ursel


 
 
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hallo ursel,
vielen dank für deine infos. ist nicht fluctin das gleiche wie fluoxetin? das nehme ich gerade. seit 6 wochen 20 mg und seit 4 tagen 4o mg. bei 20 mg ist nichts besser geworden. jetzt warte ich erst mal ab. vor zwei jahren nahm ich auch doxepin, was zwar die schwere depression nahm, aber mir leider nicht soviel brachte wie ich erhoffte. außerdem bin ich von 55 kg auf 85 kg gekommen, was es nicht besser machte. so kam ich zu fluoxetin und mit meiner ärztin habe ich es dann auslaufen lassen. ca 5 monate habe ich dann gar nichts genommen, bis es jetzt vor 6 wochen nicht mehr auszuhalten war. ich habe so die nase voll...ich versuche immer wieder was auszuprobieren, aber ich kann viele tage in der woche gar nicht zur arbeit gehen. ich bin selbständig und habe mitarbeiter, die dann allein klar kommen müssen. was eben mal geht, aber nicht ständig. bie büroarbeit schaffe ich seit den letzten 2,5 jahren gar nicht mehr. darum kümmert sich mein freund und meine tochter. mein arbeitstisch sieht aus, als ob man nicht mehr durchsehen könnte. was ich auch überhaupt nicht mehr tue. es kostet mich unglaublich viel anstrengung morgens aufzustehen und ins geschäft zu gehen. am liebsten möchte ich liegen bleiben. aber das geht eben nicht...und so quäle ich mich jeden tag aufs neue...und häufig gehts eben wirklich nicht. ich weiß eben nicht was ich dagegen tun soll, und so habe ich mich entschlossen das geschäft aufzugeben...ich weiß mir keinen anderen rat... und manchmal habe ich dabei auch ein gutes gefühl, daß es genau richtig ist und dann denke ich wieder: was tue ich hier bloß...ich nehme mir meine einzige geldquelle...was solls, alles ist jetzt eh eingerührt. ich kann dich gut verstehen. nicht arbeiten zu können ist eine große last. vor allem komme ich nicht damit klar, weil ich immer eine starke und vor allem leistungsstarke frau war. ich fühle mich schuldig, dumm und schlecht. selbst wenn ich immer wieder lese, daß man dafür nichts kann.manchmal glaube ich einfach nicht das ich das bin, der da in mir lebt.
du liest doch auch hier im forum. der holger stellt doch ein nahrungsergänzungsmittel vor, daß bei ihm gut angeschlagen hat. vielleicht besprichst du das einmalmit deinem arzt. ich werde nochmal suchen wo das stand.
erstmal alles liebe für dich
tiger


 
 
 Betreff des Beitrags: Antidepressiva
BeitragVerfasst: 7. Feb 2106, 08:28 

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Hallo Tiger!
Ja, Fluctin und Fluoxetin ist sozusagen das Gleiche. Fluoxetin heißt der Wirkstoff. Ich habe auch ziemlich zugenommen. Fast 20 kg. Das empfand und empfinde ich als besonders schlimm. Ich war mal magersüchtig, und daraus wurde ein Bulimie. Meine Eßstörungen habe ich soweit im Griff. War aber auch 10 Jahre harte Arbeit. Trotzdem ist es immer noch nicht so einfach für mich, daß ich so viel zugenommen habe. Ich bekomme die Kilo`s auch nicht weg. Jedenfalls nicht auf dem "normalen" Weg. Die Bulimie und was damit zusammenhängt will ich jedenfalls nicht wieder heraufbeschören.
Noch was Neues. Mein Rentenbescheid ist heute gekommen. Jetzt kann auch ich wieder finanziell etwas aufamten. Ich habe eine 100%ige EU-Rente.
Sie ist nicht sehr hoch, aber wie denn auch. Ich bin trotzdem sehr zufrieden.
Früher, als ich noch keine Ausbildung hatte, habe ich die Menschen immer beneidet, die wenigstens einige Jahre ein gesundes Leben geführt haben, die einen Beruf hatten, Familie hatten, in Urlaub gefahren sind, ectr..... So ein Glück hatte ich nicht. Und jetzt bin ich Anfang 30 und Renterin. Schon komisch. Aber die Rente ist ja erst mal auf Zeit. Vielleicht sieht es in zwei Jahren bei mir schon wieder anders aus. Vielleicht werde ich dann in einer Rehaeinrichtung genommen. Wer weiß?
Bis dahin versuche ich weiter stabil zu werden.
Viele Grüße Ursel


 
 
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BeitragVerfasst: 7. Feb 2106, 08:28 

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Hallo alle zusammen.
Habe mich gerade mit der Tatsache abgefunden das ich depressiv und hoch ängstlich bin und bin bereit alles was ich an Hilfe kriegen kann anzunehmen. Vor einem Jahr war ich in einer Therapeutischen Klinik um meine Leistungsfähigkeit wieder herstellen lassen.Als ich merkte das es um meine Gefühle und meine Ängste ging bin ich abgehauen.Vor drei Wochen hatte ich den Drang zum Freitod.Doch auch davor hatte ich zu viel Angst.Nun ist mir bewusst worum es geht und ich fange noch mal von vorne an.Bin in jeder hinsicht ein Tabletten Gegner doch lese ich das dies helfen soll.Bekam damals Tabletten die mit I.anfangen kann jemand den Namen vollenden und sind die Wirkungsvoll.Habe die verschrieben bekommen eine Woche vor meiner Einweisung durfte aber in der Klinik keine Nehmen.


 
 
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BeitragVerfasst: 7. Feb 2106, 08:28 

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Hallo Tamararegina,

hießen die Tabletten vielleicht Imipramin?

Ob die wirkungsvoll sind? Weißt Du, beim einen wirken die Tabletten, beim anderen nicht, sondern wieder andere, Du kannst jedenfalls nicht drauf schließen, dass die selben Tabletten bei Dir wirken, nur weil sie bei jemand anderem gewirkt haben, und bei Dir nicht wirken, nur weil sie bei jemand anderem nicht gewirkt haben. Ist das verwirrend? Also, nicht alle Menschen reagieren anscheinend gleich.

Ich wünsche Dir, dass es Dir bald besser geht.

Bis bald,

Nup


 
 
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BeitragVerfasst: 7. Feb 2106, 08:28 

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Zu der Nachricht von LEER, geschrieben am 29.06.01, 19.07 h: um welche Phantasien handelt es sich ? Auch ich habe nach Einnahme von Antidepressiva Phantasien entwickelt. Bitte antworte ! Viele Grüsse !


 
 
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BeitragVerfasst: 7. Feb 2106, 08:28 

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Hallo Herr Dr. Niemeier
Bin zur Zeit ziehmlich verunsichert wegen der Einnahme meines Antidepressiva (INSIDON). Nehme Insidon schon seit 7 Jahren, meine Blutwerte waren bisher immer in Ordnung. Bin auch sehr dankbar das es solche Medikamente gibt, denn ohne diese hätte ich es bestimmt früher nicht geschafft. Mußte schließlich Kinder versorgen, und hatte ein Baby, da denke ich das diese Unterstützung (Antidepressiva) sehr wichtig ist.
Na,ja auf alle Fälle bin ich jetzt an einen Punkt angelangt, das es mir schon ziehmlich gut geht.Nehme seit 2Jahren nur noch 1 Insidon am Abend. Seit 2Monaten lasse ich nun an einem Tag in der Woche eine weg. Komme ganz gut klar damit. Meine Frage: Gibt es bei so einer langen Einnahme mit Insidon Erfahrungsberrichte, wie man sie am besten absetzt, welche Zeit soll man sich geben, oder kann man sie auf einmal absetzen? Wäre Ihnen dankbar für eine Antwort. Also tschüß und an alle anderen noch alles Liebe und glaubt an euch .Ihr werdet es bestimmt auch schaffen!!!!!


 
 
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